Pressearchiv 2008

Naturschutzverbände übernehmen Fledermaus-Patenschaft
Stärkerer Schutz der Buntsandsteinfelsen der Südpfalz gefordert
Speyer: Mit Neugier auf Natur zum Umweltpreis
NAJU Neustadt: „Kabeljau kommt uns nicht auf den Tisch"
NABU bildet „Naturtrainer“ aus - noch Plätze frei !
Naturschutzbund sucht Mitstreiter für Biotopschutz
Neustadt Mußbach: Naturschutzbund Wässerwiesen wieder beleben
NABU LINGENFELD/WESTHEIM feiert 25-jähriges Bestehen
Igel gefunden - wann ist Hilfe nötig?
Speyer: Projekt zur Umweltbildung im Haus für Kinder St. Hedwig
Verrückte Natur im Oktober
Herbstferienprogramm beim NABU Landau
NABU-Gruppe Annweiler / Hauenstein gratuliert 500. Mitglied

NABU Bellheim erhält Umweltpreis der ÖDP

Herbstferienprogramm des NABU Landau
Apfelernte beim NABU Landau: Helfer gesucht!
Staatssekretärin Kraege dankt ehrenamtl. Paten für die Umweltbildung
Frankenthal: Auszeichnung für schwalbenfreundliche Häuser

Frischer Wind in der Südpfalz

Werner Kern – 1. Vorsitzender des NABU Landau
Lustadt: GEO-Tag der Artenvielfalt und Naturerlebnistag beim NABU
Annweiler: Helfer für Arbeitseinsatz auf Streuobstwiese gesucht
GEO-Tag der Artenvielfalt und Naturerlebnistag beim NABU Lingenfeld
NABU ehrt 6000. Mitglied in der Region
Großes NAJU-Grillfest in der Südpfalz fördert Austausch

Dammheim: Grundschüler erforschen die fliegenden Säugetiere

Bellheim: Holzwiesen hundefrei
Frankenthal: Wanderfalkennachwuchs beringt
Stunde der Gartenvögel - Vögel gesucht: Beobachten und gewinnen
Naturschützer suchen Rebhühner - Mithilfe der Bevölkerung erbeten
Jahreshauptversammlung - NABU Landau weiter auf Erfolgskurs
NABU zieht Bilanz nach Amphibienwanderung in der Südpfalz
Schwalben leiden unter Quartiernot - Schutzprojekt läuft an
NABU zeichnet Kirchen für Artenschutz aus
NABU greift Schwalben unter die Flügel

Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Frankenthal

Ludwigshafen: NABU pflegt Gehölze im Maudacher Bruch
Nisthilfen-Projekt des NABU an der Hauptschule in Bellheim
Kinderwanderung mit dem NABU Heidewald
Landau: Osterferienprogramm 2008 beim NABU
„Erlebter Frühling 2008“:  Lebensraum Streuobstwiese
NABU Bellheim montiert Nester und Kotbretter für Schwalben
Landau: Ein neues Zuhause für Kermit und seine quakenden Freunde
Neustadt: Wie sich mit wenigen Kniffen Sprit sparen lässt
NAJU Burrweiler/Gleisweiler: Jugend begeistert für die Natur
Ellerstadt: Hecke zerstört
NABU Frankenthal: 2. Arbeitseinsatz am Kräppelweiher
NABU Bellheim pflegt Kopfweiden
NABU Ludwigshafen: Jahreshauptversammlung
Schutz der Wanderfalken in der Südpfalz - Brutbewacher gesucht
NABU rügt doppelte Papierabfuhr
NABU-Exkursion in Roxheim und Mechtersheim
NABU Bellheim: Jahreshauptversammlung
Neustadt Umweltschonend Auto fahren" - Aktionstag am 1. März
Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Biotop und hängt Nistkästen auf
NABU Landau: Osterferienprogramm in der Natur für Kinder
NABU Neustadt: Helfer für Amphibienrettung gesucht!
Frankenthal: Uhu auf Dach gesichtet Nabu: „Sehr ungewöhnlich"
Stadt Landau belobigt „Bienenmann“  Herbert Riebel
Landau ANNWEILER Amphibienschutz hat Vorrang
Annweiler: Helfer gesucht bei Amphibienwanderung
NABU LINGENFELD: Vorbereitung auf Jubiläum
NABU in Annweiler: Kröten, Streuobst, Vogelschutz
Frankenthal: Frischluftkur für den Kräppelweiher
NAJU Ludwigshafen: Kinder erforschen Umwelt
NABU und Volkswagen laden zum Spritspartag in Neustadt ein
Start der NABU Werbung in Neustadt
BOBENHEIM-ROXHEIM: Jäger und Angler entlasten Naturschützer
Umweltdiplom für Kinder beim NABU

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Die im Dunkeln sieht man nicht

Naturschutzverbände im Kreis Germersheim übernehmen Fledermaus-Patenschaft

Fledermäuse sind während des Sommers nur in den Abendstunden zu beobachten. Dann jagen sie mit Hilfe eines speziellen Ultraschall-Ortungssystems nach Insekten. Doch wo genau bleiben sie jetzt im Winter? Viele Arten suchen für den Winterschlaf unterirdische Hohlräume auf, die eine optimale Temperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Mit stark reduzierten Lebensfunktionen verharren Sie in einer Art Lethargie und zehren ausschließlich von ihren Fettreserven. Herzschlag und Atemfrequenz werden auf ein Minimum heruntergefahren, der Stoffwechsel ist fast ausgeschaltet.

Das größte deutsche Winterquartier von Fledermäusen befindet sich in Rheinland-Pfalz, im Mayener Grubenfeld. In den Basaltstollen der Eifel bauten Menschen seit über 4000 Jahren Lava ab und verarbeiteten sie zu Mühlsteinen. Durch diesen Abbau entstanden grandiose unterirdische Hallensysteme auf einzelnen Säulen ruhend, die als Stützen stehen blieben. Hier versammeln sich im Winter zehntausende Fledermäuse und hängen in Gruppen in den tiefen Spalten, an den Decken und Wänden. 14 verschiedene Fledermausarten wurden bislang nachgewiesen. Dies ist in Deutschland einzigartig. Es gibt kein anderes Fledermausquartier mit einer nur annähernden Artenvielfalt und Individuenzahl.

Aufgrund der akuten Einsturzgefahr hat es sich der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (NABU) zur Aufgabe gemacht, die Stollen zu erwerben und die tragenden Säulen zu sanieren. Auf diese Weise soll das Mayener Grubenfeld für abertausende von Fledermäusen auf Dauer bewahrt werden. Viele große und kleine Spenden wurden bereits gesammelt und so konnte im letzten Jahr der Hauptstollen angekauft werden.

Große Bartfledermäuse (Foto: Andreas Kiefer, NABU Rheinland Pfalz)

Als kleines Dankeschön erhalten die Spender eine Fledermauspatenschaft. So auch die NABU Gruppe Bellheim. Die ehrenamtlichen Naturschützer hatten im Sommer gemeinsam mit dem Naturschutzverband Südpfalz und der Aktion Pfalzstorch einen Naturerlebnistag in Ottersheim ausgerichtet. Ebenfalls beteiligt waren der Landespflegeverband Südpfalz, die Jugendpflege Bellheim, die Oldtimerfreunde Ottersheim und die Landesforsten. Das abwechslungsreiche Programm hat viele Besucher angelockt. Den Erlös in Höhe von 280,- Euro spenden die Verbände nun für das Fledermausprojekt. Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU Bellheim möchte mit der Patenschaft auf das Projekt aufmerksam machen. „Wenn ein Lebensraum von überregionaler Bedeutung durch das Zutun vieler erhalten werden kann, wird Naturschutz schnell sichtbar. Das motiviert uns.“

Andreas Kiefer, Projektleiter in Mayen, freut sich über den erfolgreichen Start. Bei den wissenschaftlichen Untersuchungen hat er herausgefunden, dass das weit verzweigte Stollensystem viel größer ist als bisher angenommen. Sein Bestreben ist es, weitere Stollen in der Nachbarschaft des Hauptstollens ebenfalls vor der Zerstörung zu bewahren und für die Fledermäuse zu sichern. Schließlich sollen die Fledermäuse auch zukünftig im Winter „entspannt abhängen“.

Carmen Schauroth

Kontakt:

NABU Rheinland-Pfalz, Postfach 1437, 55006 Mainz

Tel.: 06131 / 140 39-0, e-mail: Kontakt@NABU-RLP.de

www.NABU-Mayener-Grubenfeld.de

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.2
Datum: Samstag, den 03. Januar 2009
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '4449221'
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Stärkerer Schutz der Buntsandsteinfelsen der Südpfalz gefordert

Die Landesverbände vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschlands (NABU), sowie die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), der Naturschutzverband Südpfalz (NVS) und die Pollichia haben sich in einer gemeinsamen Erklärung an das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, sowie der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd für einen stärkeren Schutz der Buntsandsteinfelsen in der Südpfalz ausgesprochen.

Die Felsen sind in ihrer Artenzusammensetzung einzigartig. Hier finden sich seltene und geschützte Flechten und Moose; sie bieten Winterquartiere für Fledermäuse, Unterschlupf für Wildkatzen, Brutmöglichkeiten für Kolkraben, Uhu und Wanderfalken. Besonders kritisch wird von den Naturschutzverbänden der in letzter Zeit immer rücksichtslosere Umgang mit der Natur und der zunehmende Tourismus gesehen. Die Naturschutzgesetze des Landes Rheinland-Pfalz für Felsen und Felsumfeld, sowie die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) der Europäischen Union, finden hier immer häufiger keine Beachtung.

Einige der in letzter Zeit zunehmend wahrgenommenen Verstöße wurden in dem Schreiben besonders hervorgehoben. Dazu gehört das Anlegen von neuen Klettertouren und hier besonders das Bohren und Betonieren am Fels. Dieses und das rücksichtslose Entfernen der Flora haben bereits zum Verschwinden einzelner Pflanzen- und Tierarten geführt. Der Einsatz von Magnesia (Turnerkreide) beim Klettern gefährdet auf Dauer die Felsen und verunstaltet deren Aussehen. Das Freistellen auf den Felsen durch großflächiges Entfernen der Bäume durch Kommunen und Tourismusverbände führen zu Erosionen mit gravierenden Auswirkungen für die Fauna und Flora. Das Campieren, Feiern und Anlegen von Feuerstellen sowie die Schaffung von Sitz- und Lagergelegenheiten rund um die Felsen führen zu einer starken Beunruhigung der Tierwelt und verstärken die Erosionen.

Durstigfels bei Dahn (Foto: Torsten Maiwald)

Die an und um die Felsen entstandenen Schäden brauchen Jahrzehnte um wieder zu verheilen und ob jemals wieder der ursprüngliche Zustand hergestellt wird, bleibt offen. Ein restriktiveres Durchgreifen zum Erhalt dieser besonderen Habitate ist in einigen Nachbarbundesländern und benachbarten Staaten klar zu sehen. Dieser Verantwortung sollten sich auch die hier zuständigen Naturschutzbehörden in stärkerem Maße stellen. Gerade im Jahr der Biodiversität müsste der Schutz der Felsbiotope mit ihrer seltenen Tier- und Pflanzenwelt ein besonderes Anliegen sein. Die Landesverbände bitten deshalb das Ministerium und die SGD-Süd sich für den Schutz dieser einzigartige Natur im Wasgau in ihrer Gesamtheit einzusetzen und sie somit als Naturerbe nicht nur der heutigen, sondern auch den zukünftigen Generationen zu erhalten.

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Mit Neugier auf Natur zum Umweltpreis

Pädagogisches Konzept des Kinderhauses St. Hedwig überzeugt Ausschuss - Preisgeld wird für Außenbereich verwendet

Jubel im Kinderhaus St. Hedwig: Gestern übergab der Beigeordnete Frank Scheid dort den mit 1250 Euro dotierten Umweltpreis der Stadt Speyer für das Naturprojekt des Hauses. Das Geld soll für die Außenanlage verwendet werden, wie die Leiterin des Hauses, Petra Klumb, sagte. Der Wettbewerb fand bereits zum elften Mal statt.

Vier Projekte hatten sich in diesem Jahr für den Preis beworben. „Alle hätten das Geld verdient", meinte Frank Scheid. Weitere Teilnehmer waren Schüler des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums, dort hieß das Projekt „Baum", es wurden fünf Bäume gepflanzt. Zudem beteiligte sich das Hotel „1735" (Energiesparhaus) und der Procon Metis Pflegedienst. Hier entschlossen sich die Verantwortlichen, drei Dienstfahrräder anzuschaffen, um somit auf Autos verzichten zu können.

„Man muss früh mit der Umwelterziehung ansetzen", nannte Scheid den Grund, warum sich die Jury für die Kinder von St. Hedwig entschied. So sei dem Umweltausschuss die Entscheidung leicht gefallen. Jeden Donnerstag treffen sich die ehemaligen Kindergartenkinder. Sie besuchen mittlerweile schon alle die Grundschule, sind deshalb nur noch im Hort des Hauses St. Hedwig.

„Dieses Projekt endet nun auch, nach Fasnacht startet ein neues, das ist dann schon das insgesamt dritte dieser Art", erklärte Petra Klumb. Der fast wichtigste Mann des Projektes ist Peter Feisthamel aus Speyer. Der ehemalige Lehrer der Siedlungsschule ist einer der vom Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) ausgebildeten Naturtrainer. Es gibt im Land 30 solcher Senioren, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich mit Umweltprojekten, hauptsächlich in Kindergärten, beschäftigen.

„Ich liebe es, mit den Kindern zusammenzuarbeiten", so der engagierte Pensionär. „Die Kinder sollen lernen, dass verantwortliches Handeln in der Natur ein wichtiger Bestandteil unserer Existenz ist", ergänzte Carmen Schauroth vom Naturschutzbund.

„Es macht Spaß", sagte Marc-André. Er ist einer der kleinen Teilnehmer des Projekts. Gemeinsam mit den anderen Kindern hat Marc-André ein Insektenhotel gebastelt. „Da können die Bienen reingehen und schlafen", erzählte der Siebenjährige. „Wir haben das Hotel aus Konservendosen gebaut", meinte Leonie. „Und es dann im Hof aufgehängt", fügte Marie hinzu.

Insgesamt bestand das aktuelle Naturprojekt aus ganz vielen Themen: „Vögel im Winter, Frühlingsblumen, der Igel, Hagebutten, Pilze", zählte Feisthamel gemeinsam mit den Sieger-Kindern auf.

Die 1250 Euro sind das höchste Preisgeld seit Wettbewerbsbeginn 1996. (oas)

GROHMAM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.288
Datum: Mittwoch, den 10. Dezember 2008
Seite: Nr.18
"Deep-Link"-Referenznummer: '4414860'
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NAJU Neustadt: „Kabeljau kommt uns nicht auf den Tisch"

Interview: Geschwister aus Lambrecht machen sich für den Naturschutz stark - Ihr Wunsch, andere dafür zu begeistern

Sie können die Welt nicht besser machen. Das wissen sie. Da machen sich Inga und Thore nichts vor. Für den Naturschutz machen sich die Geschwister (15 und 17 Jahre) trotzdem stark. 2006 gründeten sie die Naturschutzjugend (Naju) Neustadt, seit September leitet Inga zusammen mit einer Freundin eine Kindergruppe. Großen Zulauf haben sie bisher nicht gerade. Vielleicht, weil die Natur zu schützen nicht so cool ist wie Skateboard zu fahren. Oder weil man sie für Fanatiker hält. „Nichts als Vorurteile", sagen sie im XXpress-Gespräch.

Inga und Thore, ihr seid 15 und 17 Jahre alt, habt Ihr nichts Wichtigeres zu tun, als Euch für den Naturschutz einzusetzen?

Thore: Also, wenn jeder denken würde, das geht mich nichts an, es gibt Wichtigeres für mich - dann würde in Sachen Naturschutz nicht viel passieren.

Inga (lacht): Natürlich interessieren uns noch andere Sachen. Aber in der Naju zu sein, macht einfach total Spaß.

Aber: Zwei Jahre nach der Gründung der Naju Neustadt seid Ihr immer noch zu sechst. Ihr seid eine Gruppe von Idealisten?

Inga (überlegt): Auf eine gewisse Weise sind wir das wohl.

Thore: Fanatische Naturschützer, das sind wir aber ganz sicher nicht.

Was treibt Euch an?

Thore: Naja, zum Teil hat sich das einfach so ergeben. Wir haben bis vor zweieinhalb Jahren in Nordhessen gelebt. Dort waren wir in einer Naju-Gruppe aktiv. Als wir dann nach Lambrecht kamen, gab es das nicht. Wir hatten so viele schöne Erinnerungen ...

Inga: ... an das Gefühl, eine Fledermaus in der Hand zu halten oder eine Schleiereule zu tragen...

Thore: ... und Freunde zu haben, die unsere Gedanken teilen.

Das hat Euch gefehlt?

Inga: Ja, und deshalb haben wir beschlossen selbst, eine Naju-Gruppe zu gründen.

Auch aus weltumspannenden Ambitionen, weil Naturschutz nicht hinter dem Gartenzaun aufhört?

Thore: Die Naju ist Teil des Naturschutzbundes, damit nehmen wir auch an bundesweiten Projekten teil. Wir können die Welt nicht besser machen, aber unseren Teil beitragen. Das ist immerhin etwas.

Inga: Und wir können vermitteln: Wer der Natur schadet, schadet sich selbst und seinen Nachkommen.

Was konntet Ihr bisher bewegen?

Inga: Wir haben Nistkästen gebaut, Fledermauserlebnisabende organisiert und haben den Speyerbach auf Umweltbelastungen untersucht.

Wie schmutzig ist er?

Thore: Auf 100 Metern habe wir 800 Liter Müll gefunden.

Wie bitte?

Inga: Ja, das waren vor allem Verpackungsmüll, auch Radkappen sind da geschwommen.

Thore: Ansonsten ist die Qualität des Wassers aber o.k.

Und welche Projekte sind geplant?

Inga: Am 23. November werden wir mit einem eigenen Stand an den Kreativtagen in der Jakobuskirche teilnehmen. Für Kinder bieten wir an, Nistkästen für Singvögel zu bauen. Abgesehen davon wollen wir einen Lebensturm gestalten.

Thore: Der besteht aus verschiedenen Etagen, bietet Nisthilfen, Bienenhölzer oder einen Platz zum Überwintern.

Wo wollt Ihr den aufstellen?

Thore: Genau wissen wir das noch nicht. Vielleicht in Hambach, am Haardtrand. Oder am Sonnenweg, dort steht uns eine Terrasse zur Verfügung. Mal sehen.

Seit September versucht Ihr, eine Kindergruppe der Naju zu etablieren. Es scheint nicht so einfach, Kinder ab sechs Jahre für den Naturschutz zu begeistern. Woran liegt das?

Inga: Irgendwie ist es schwierig, publik zu machen, dass es die Gruppe überhaupt gibt. Wir haben das schon mit Plakaten versucht. Das klappt nicht so richtig.

Thore: Ich glaube, das hat auch etwas damit zu tun, dass viele glauben, wir sind so richtig fanatisch oder machen ähnliche Sachen wie die Pfadfinder. Das sind nichts als Vorurteile.

Ihr habt demnach ein Imageproblem, oder?

Thore: Ja, ein wenig schon. Wir sind nicht so cool wie Skater - obwohl es die auch bei uns gibt.

Was wollt Ihr tun?

Inga: Bei Aktionen wie den Kreativtagen Präsenz zeigen und versuchen, uns regelmäßig bei städtischen Aktionen für Jugendliche einzuklinken.

Ihr gebt nicht auf?

Thore (schmunzelt): Nein, wir haben einen langen Atem. Mit schnellem Erfolg zu rechnen, ungeduldig sein - das bringt gar nichts.

Woran hat sich Eurer Feuer für die Natur entfacht?

Inga: Es gab keinen wirklich zündenden Moment. Unsere Mutter war sehr viel mit uns in der Natur. Eigentlich haben wir die meiste Zeit im Freien gespielt. In der Naju-Gruppe in unserer alten Heimat konnten wir diese Freude, uns draußen zu bewegen, intensiv ausleben, haben Tiere und Pflanzen kennengelernt, die uns bis dahin fremd waren.

Naturschutz heißt auch Umweltschutz. Was lebt Ihr vor?

Inga: In der Natur zu sein, hat wirklich unser Bewusstsein für unsere Umwelt geprägt. Wir gehen oft zu Fuß, fahren mit dem Rad oder benutzen öffentliche Verkehrsmittel, wenn wir irgendwo hin wollen.

Thore: Zu Hause haben wir unseren Energieverbrauch im Blick. Laufen Musikanlage und Fernseher nicht, ist auch der Standby-Modus aus. Wir schalten das Licht aus, wenn wir ein Zimmer verlassen, haben fast überall Energiesparlampen.

Ihr seid Vegetarier?

Inga: Nein, nein. Wir essen schon ab und zu Fleisch.

Thore: Nur nicht so häufig. Und wir versuchen darauf zu achten, dass es möglichst aus der Region kommt. Aber Scholle und Kabeljau beispielsweise, essen wir aufgrund der Überfischung überhaupt nicht.

Mal ehrlich: Ihr denkt doch nicht den ganzen Tag über Naturschutz nach?

Thore: Klar interessiere ich mich auch für andere Sachen. Leite die Politik- und die Schach-AG - obwohl ich nicht wirklich gut Schach spielen kann. Dann bin ich noch im Schulsanitätsdienst, singe im Chor der Oberstufe und chatte mit Freunden.

Inga: Ich mache echt gerne Sport, gehe joggen, höre leidenschaftlich gerne Musik und singe im Schulchor. So viel Zeit bleibt am Nachmittag eigentlich gar nicht.*

Ihr wollt später doch bestimmt einmal Biologie studieren?

Inga und Thore (kopfschüttelnd): Wohl eher nicht. Aber uns in der Freizeit für die Natur zu engagieren, wird Teil unseres Lebens bleiben.

Kontakt

Die Kindergruppe, 6 bis 11 Jahre, trifft sich jeden ersten Samstag im Monat, 15 Uhr, die Jugendgruppe, 12 bis 17 Jahre, jeden zweiten und vierten Freitag im Monat, 15.45 Uhr. Treffpunkt ist jeweils im Hof der Volkshochschule.

Kontakt: Inga und Thore Fink,

Telefon 06325/9596830 oder per E-Mail: thore-fink@gmx.de. (ikx)

 

Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Mittelhaardter Rundschau

Ausgabe: Nr.270

Datum: Mittwoch, den 19. November 2008

Seite: Nr.22, Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Noch Plätze frei:

NABU bildet „Naturtrainer“ aus

Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der Naturschutzbund in der Pfalz 10 Naturtrainer aus. Im Rahmen von acht halbtägigen Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und Tipps für die Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in Kindertagesstätten. Begleitet durch Umweltpädagogen des NABU sammeln sie erste Praxiserfahrungen und werden in der Zusammenarbeit mit den Paten-Kindergärten unterstützt. Das Projekt „Naturtrainer – leben gestalten lernen“ wurde bereits 2007 erfolgreich durchgeführt. Die ausgebildeten Naturtrainer bereichern den Kindergartenalltag, fördern den generationsübergreifenden Dialog und sorgen dafür, dass Bildung für Nachhaltigkeit in den Einrichtungen einen Platz findet. Dabei geht es nicht nur um den schonenden Umgang mit der Natur, sondern auch um emotionale uns soziale Kompetenzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen bietet die NABU Regionalstelle Süd im Jahr 2009 eine modifizierte Weiterführung des Projektes an. Während sich das Fortbildungsangebot in der Vergangenheit ausschließlich an Senioren wendete, wird der Teilnehmerkreis nun auf Mütter und Väter von Kindergartenkindern erweitert. Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für die Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom NABU gestellt. Interessierte können sich bis Ende November bei der NABU Regionalstelle Süd in Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der erste Workshop findet im März 2009 statt.

Kontakt: Carmen Schauroth, NABU Regionalstelle Süd

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Naturschutzbund sucht Mitstreiter für Biotopschutz

DEIDESHEIM. Aktive des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) sind im November unter anderem in der Verbandsgemeinde Deidesheim unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie viele neue Mitglieder für den Nabu gewinnen. Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich der Nabu für den Naturschutz in der Vorderpfalz. Die Nabu-Gruppe Wachenheim-Deidesheim ist vor allem im Biotopschutz aktiv, pflegt Wiesen, selbst gepflanzte Obstbäume und Kopfweiden im Odinsthal, im Einsthal und am Goldbach. Als Lebensraum für Amphibien wurden mehrere Feuchtbiotope angelegt. Viele hundert Nistkästen werden im Gebiet betreut, unter anderem für den Steinkauz.

„Für laufende und neue Projekte braucht der Nabu mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter", so Carmen Schauroth, Leiterin der Nabu-Regionalstelle in Landau. „Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden", stellt sie klar. Weitere Informationen gibt es beim Naturschutzbund Deutschland, Regionalstelle, Telefon 06341 31628. (rhp)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.267
Datum: Samstag, den 15. November 2008
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '4311932'

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Neustadt Mußbach: Naturschutzbund Wässerwiesen wiederbeleben

Einen Lesesteinhaufen für Eidechsen in Haardt aufgebaut, zwei Schwarzpappeln („Baum des Jahres" 2006) in der Diedesfelder Gewanne „Im Saualiment" gepflanzt, drei Steinkauzniströhren in Duttweiler und Böhl-Iggelheim montiert und in diesem Jahr über 3000 paarungswillige Kröten heil umgesetzt - das waren einige von zahlreichen Aktionen in den ersten beiden Jahren des Bestehens der Neustadter Stadtgruppe des Naturschutzbunds (Nabu). In „Weiks Vinothek" in Mußbach standen zuletzt Rück- und Ausblick sowie Vorstandswahlen im Blickpunkt. Als Vorsitzende bestätigt wurden Ursula Mosebach und Martin Grund.

Als nächste Projekte kündigten sie die Reaktivierung der Wässerwiesen im Geinsheimer „Lochbusch" an, die Betreuung der Mauersegler-Nistkästen an der Geinsheimer Grundschule sowie eine Schwalbenkartierung. Die in Duttweiler platzierten Steinkauz-Niströhren wechseln an einen günstigeren Standort bei Geinsheim. Ein Infobrief wird sich im Frühjahr an alle 300 Mitglieder wenden. Für 2009 in Planung ist eine fünftägige Kinderakademie in Neustadt.

Vorstand Vorsitzende: Ursula Mosebach, Martin Grund, Kassenwartin: Annette Schwarz, Schriftführer: Thomas Fischer, Kassenprüfer: Eckhard Klein, Ulrich Fischer. Neue Beisitzer: Ursula Ihrig, Erika Rell und Karl Denig.

Treffen jeden zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr in „Weiks Vinothek", An der Eselshaut 53, Mußbach.

Kontakt: Telefon 06327/5837 oder 06321/399292. (ain)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.266
Datum: Freitag, den 14. November 2008
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '4307321'

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Landau LINGENFELD WESTHEIM Schutz und Hilfe für gefährdete Tiere

LINGENFELD/WESTHEIM: Naturschutzbund der Verbandsgemeinde feiert

25-jähriges Bestehen - Ausstellung im Bürgerhaus

Als Ortsgruppe des Deutschen Bundes für Vogelschutz (DBV) wurde der Naturschutzbund (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld am 25. November 1983 von 26 Naturfreunden im Westheimer Sportheim gegründet. Mittlerweile gehören 417 Mitglieder dem Verein, der sein 25-jähriges Bestehen feiert, an. Seit 25 Jahren lenkt Herbert Magin die Vereinsgeschicke.

Die Durchführung von Schutz- und Hilfsmaßnahmen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten und die Verbreitung des Naturschutzgedankens waren und sind wichtige Ziele. Die Aktiven setzten sich von Beginn an für den Vogelschutz (Schwerpunkt: Greifvögel und Eulen) ein: In verschiedenen Gemarkungen wurden Nistkästen aufgehängt, Behausungen für Schleiereulen und Turmfalken gebaut und diese in Kirchen sowie Scheunen installiert. Auch Steinkauz-Niströhren wurden an geeigneten Plätzen angebracht - zunächst jedoch ohne Erfolg. 2005 stellte sich der hart erarbeitete Erfolg ein: Der Steinkauz kehrte zurück.

Die Verbesserung der Biotop-Strukturen in einer weitgehend verarmten Feldflur lag den Mitgliedern ebenfalls am Herzen. Erste Pflanzmaßnahmen fanden 1984 mit dem örtlichen Vogelschutzverein in Schwegenheim statt. Im damaligen Ortsbürgermeister Kurt Kaufmann fand der Nabu einen großen Unterstützer. 1985 wurden Steilwände für Uferschwalben am Lustadter Silbersee sowie für Eisvögel an der Westheimer Druslach hergestellt, die ihre Ziele nicht verfehlten. Seit 1985 betreut der Nabu die Amphibienwanderung am Schwegenheimer Mehlsee. Die Naturschützer beteiligten sich in den Folgejahren an der Wanderfalkenbewachung im Wasgau, errichteten eine Trockenmauer sowie ein Insektenhotel am Bahngelände, führten Grundstückskäufe und Pflanzaktionen durch, legten Streuobstwiesen an.

Zum Wohle der Fledermäuse wurden 2005 ehemalige Wasserbehälter am Schwegenheimer Bründelsberg zu „Fledermausbunkern" ausgebaut. Höhepunkt 2008 war die Teilnahme am Geo-Tag der Artenvielfalt, an dem fast 30 Experten die Tier- und Pflanzenwelt auf Lustadter Gemarkung erfassten.

Die Jugendarbeit im Verein wird groß geschrieben: Cornelia Osterhorn und Sandra Eichfelder schaffen es seit 2000, Kinder sowie Jugendliche für die Natur zu begeistern. Die jungen Naturschützer nahmen in der Folgezeit an vielen Veranstaltungen teil.

JUBILÄUMSFEIER

Feierstunde mit Ehrungen am Samstag, 15. November, 19 Uhr, Bürgerhaus Westheim; Ausstellung „Naturschutz in der Gemeinde" (rund 40 Schautafeln) bei Kaffee und Kuchen am Sonntag, 16. November, 14 bis 18 Uhr, Bürgerhaus Westheim; Kinderprogramm (Falt- und Bastelangebote, Nistkastenbau, Naturquiz) von 14 bis 16 Uhr. Kinder dürfen „Schätze" aus der Natur mitbringen. (nti)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.266
Datum: Freitag, den 14. November 2008
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '4308233'

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Igel gefunden - wann ist Hilfe nötig?

Kranke und verletzte Igel brauchen professionelle Behandlung

Im November machen sich Igel bereit für den Winterschlaf. Wer einen Reisig- oder Laubhaufen im Garten hat, bietet den stacheligen Gesellen eine geeignete Bleibe in der kalten Jahreszeit. Auch wenn sich Igel oft in der Nähe menschlicher Ansiedlungen aufhalten, handelt es sich doch um Wildtiere, die im Allgemeinen gut ohne uns zurecht kommen. Die dämmerungs- und nachtaktiven Einzelgänger ernähren sich überwiegend von Insekten. Wer am Abend das typische Schnaufen und Schmatzen eines Igels aus dem Garten vernimmt, kann sich sicher sein, dass sich das Tier hier wohl fühlt. Was jedoch tun, wenn sich der Igel auffällig verhält? „Ein ausgewachsener Igel, der im Winter tagsüber herumläuft ist meistens krank“ erklärt Carmen Schauroth von der NABU Regionalstelle in Landau. „Er sollte eine Weile beobachtet werden, um sicher zu gehen, dass er nicht nur durch eine Störung aufgeschreckt wurde. Wenn der Igel apathisch ist, auf dem Boden liegt, torkelt oder abgemagert wirkt, braucht er dringend tierärztliche Hilfe. Dies gilt ebenso für verletzte Igel. Mit Handschuhen lässt sich ein Igel problemlos anfassen und in einem mit Zeitungspapier ausgelegten Karton zum Tierarzt oder zu einer spezialisierten Igelstation transportieren. Viele Tierärzte verfügen über Fachwissen zur Behandlung von Igeln.“

Igel im Herbstlaub (Foto: Bernd Kunz)

Nicht nur kranke Igel begegnen uns im Herbst. „Häufig erreichen uns jetzt Anfragen von Menschen, die in ihrem Garten auf untergewichtige Jungigel stoßen und helfen wollen“ so Schauroth. „Igel, die über 500 g wiegen, sollten auf jeden Fall in ihrer Freiheit belassen werden. Tiere, die deutlich schwächer sind oder verwaiste Jungtiere, deren Muttertiere verschollen (meist überfahren) sind, werden allerdings höchstwahrscheinlich allein den Winter nicht überleben. Wer helfen will, kann einen kleinen Igel, dort wo er beobachtet wurde, zufüttern und mit frischem Wasser versorgen. Erreicht er vor Wintereinbruch kein ausreichendes Körpergewicht mehr (600 bis 700 g), ist die Aufnahme in menschliche Obhut sinnvoll.“ Darüber, wie Igel richtig überwintert werden, informiert zum Beispiel der Verein „Pro Igel“. Milch schadet den Igeln übrigens, da sie Durchfall verursacht. An der Frage, ob man Katzenfutter verwenden sollte, scheiden sich die Geister. Viele Igel-Helfer berichten von guten Erfahrungen, während Experten davon ab raten, da sehr leicht Infektionskrankheiten übertragen werden. Trockenfutter ist in jedem Fall weniger problematisch.

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Kastanien-Ketten und Hartriegel-Igel

Projekt zur Umweltbildung im Haus für Kinder St. Hedwig - Peter Feisthammel vermittelt spielerisch Naturwissen

Von Beate Klehr-Merkl

„Wisst ihr noch, was wir letzte Woche gemacht haben?", fragt Peter Feisthammel in die Runde. „Klar, Blätter gesammelt und getrocknet", rufen zwölf Kindergarten- und Schulkinder. Seit April leitet der 62-jährige Rentner und „Naturtrainer" im Haus für Kinder St. Hedwig ein Projekt zur Umweltbildung.
Seit zwei Jahren bildet der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung interessierte Bürger zu so genannten Naturtrainern aus, die dann wiederum in Kindergärten Umwelterziehung anbieten.
„Ich bin selbst in der Natur aufgewachsen. Viele Kinder wissen heute nichts mehr über ihre Umwelt. Deshalb möchte ich ihnen etwas weitergeben und sie anregen, selbst initiativ zu werden", beschreibt Feisthammel seine Motivation für das ehrenamtliche Engagement.
Er fragt die Kinder nach den Bäumen, an denen sie stehen geblieben waren, um Blätter zu sammeln. „Birke", „Ahorn", „Platane", rufen die jungen Naturforscher. Doch die schwierigste Aufgabe wartet noch: erkennen, welche Blätter zu welchem Baum gehören. Anhand eines Spiels sollen die Kinder das erraten.
Der achtjährige Michael ist als Erster an der Reihe. Die Blätter werden gemischt, dann muss er ihnen die richtigen Namenskärtchen zuordnen. - Gar nicht so einfach, stellt er fest. Mit Birke und Eiche klappt es ganz gut. Schwierig wird es mit den kleinen herzförmigen Blättern der Linde. „Das ist von einer Platane", meint ein Mädchen und zeigt auf ein großes gezacktes Blatt. Feisthammel schüttelt den Kopf. „Nein, vom Ahorn", meldet sich Marc-André (6). „Genau", bestätigt der Naturtrainer. Dann ist die sechsjährige Leonie an der Reihe.
Nachdem alle Blätter zugeordnet sind, hat Feisthammel noch einen Baum zum Ausmalen und Bekleben mitgebracht. „Ich versuche mich gewissenhaft vorzubereiten, denn die Kinder sollen schließlich etwas mitnehmen", sagt Feisthammel, der früher 20 Jahre als Lehrer an der Siedlungsschule tätig war. Einen festen Lehrplan hat er nicht. Er richte sich ganz nach den Jahreszeiten. Im Frühling durften die Kinder Blumen betrachten, Heilkräuter bestimmen und ein Insektenhotel aus Baumstämmen bauen. Dann entstanden Igel aus Hartriegel-Ästen, Ketten aus Kastanien und Hagebutten. Auch das Leben der Bienen und Zugvögel stand schon auf dem Programm. „Und jetzt im Herbst sind eben Blätter dran", erklärt Feisthammel.
Anderthalb Jahre dauert die Ausbildung zum Naturtrainer. Zehn Fachkräfte hat die Regionalstelle Süd des Naturschutzbundes bereits für die Pfalz ausgebildet. Der nächste Kurs startet im kommenden Jahr. In sieben halbtägigen Workshops werden unter dem Motto „Leben gestalten lernen" Themen rund um die Natur wie Wasser, Luft, Tiere oder Pflanzen vermittelt sowie pädagogische Methoden, mit denen das Erlernte spielerisch weitergegeben werden kann.

Kontakt
Wer Interesse an der Ausbildung hat, kann sich bei Carmen Schauroth vom Naturschutzbund, Telefon 06341 / 31628, melden.


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.257
Datum: Dienstag, den 04. November 2008
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '4237218'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Verrückte Natur

Blühende Apfelbäume und brütende Ringeltauben im Oktober

Günter Geißert versteht die Natur nicht mehr. Als der Mörzheimer Winzer am Freitagmorgen über seine Obstplantage läuft, traut er seinen Augen kaum: Einer der Apfelbäume steht in voller Blüte. Die roten Früchte sind noch nicht abgeerntet, da erlebt der Baum bereits seinen zweiten Frühling in diesem Jahr. Aber damit noch nicht genug.

Blühender Apfelbaum mit Früchten

Im Lindenbaum vor seinem Haus sitzt eine brütende Ringeltaube auf ihrem Nest. Der milde Herbst verwirrt Tiere und Pflanzen. „Es kommt immer mal wieder vor,  dass Obstbäume im Herbst blühen“ erklärt Carmen Schauroth, Leiterin der NABU Regionalstelle das Phänomen. „Durch starke Temperaturschwankungen im Sommer und einen milden Herbst stellen die Bäume ihren inneren Kalender vorübergehend auf Frühling um. In den kalten Nächten, wie wir sie momentan haben, werden die Blüten jedoch erfrieren. Der Baum richtet sich nun auf die Winterruhe ein.

Brütende Ringeltaube im Herbstlaub der Linde

(Fotos: Werner Kern)

Auch brütende Ringeltauben sind im Oktober keine Seltenheit mehr. Die Vögel sind anpassungsfähig. Während sie im Wald und in der freien Landschaft durchschnittlich nur zweimal jährlich brüten, nutzen sie das ganzjährige Nahrungsangebot in der Stadt und die im Vergleich zum Umland höheren Temperaturen für eine verlängerte Brutsaison.“

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Von der Frucht zum Saft

Herbstferienprogramm beim NABU Landau drehte sich rund um das Thema Apfel

Bei schönstem Herbstwetter tummelten sich im „Grünen Klassenzimmer“ des NABU Landau drei Tage lang 35 begeisterte Kinder. Mit Schule hatte das jedoch nichts zu tun. Im Vordergrund des Herbstferienprogramms standen Spiel, Spaß und Naturerlebnis. Ingeborg Keller von der Naturerlebnisschule hatte dieses Jahr ein buntes Programm rund um das Thema Apfel zusammen gestellt: Nach der reichen Ernte stellten die Kinder mit Hilfe einer Mühle und einer Apfelpresse ihren eigenen Saft her. Bei einer Rallye übten sie sich in Sachen Geschicklichkeit und Teamgeist und erfuhren ganz nebenbei viel Wissenswertes über die Bedeutung von alten Obstbäumen für die Natur. Und währen die einen mit Naturmaterialien lustige Apfelmännchen bastelten, bauten die anderen einen Lebensturm für Igel, Wildbienen, und Vögel. Am letzten Tag sorgte ein Chaosspiel für jede Menge Action und Bewegung.

Kinder bauen einen Lebensturm (Foto: Carmen Schauroth)

Zum Abschluss wurde am Grillplatz ein gemütliches Lagerfeuer angezündet. Die selbst gebackenen Apfelküchlein und das Stockbrot schmeckten besonders lecker. Ingeborg Keller freut sich über die aktive Beteiligung der Kinder an den Aktionen und das faire Miteinander: „So ausgelassen und unbeschwert sich die Kinder auf der Wiese bewegt haben, da nehmen sie viel Energie mit in den kommenden Schulalltag.“

Die Veranstalterinnen danken allen NABU-Aktiven und Praktikantinnen für die tatkräftige Unterstützung.

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Dabei sein für die Natur

Naturschutzbund Annweiler / Hauenstein gratuliert 500. Mitglied

Landau, 06. Oktober 2008

„Meine Lieblingstiere sind Fledermäuse. Die kann ich jeden Sommer beobachten, wenn sie so schnell an unserem Haus vorbei fliegen und Insekten jagen.“ Der achtjährige Paul hat schon viel erlebt bei den Ferienaktionen des NABU: Wanderungen, Stockbrot backen, Fackeln gießen und natürlich Tiere beobachten. Jetzt haben seine Eltern eine Familien-Mitgliedschaft im NABU übernommen. Claudia und Frank Jung leben mit ihren beiden Kindern in Völkersweiler, direkt am Waldrand. Die Natur ist ihnen wichtig, deshalb haben sie in ihrem Garten eine kleine Obstwiese angelegt. Darüber freut sich Hans-Joachim Fette, Vorsitzender des NABU Annweiler/Hauenstein, und überreicht als Dankeschön eine Kiste NABU Apfelsaft an das 500. Mitglied. Streuobstwiesenschutz ist neben Artenschutzprojekten für Mauersegler und Amphibien ein wichtiger Schwerpunkt des Naturschutzverbandes.

Text- und Bildautor: Carmen Schauroth

       Hans-Joachim Fette (NABU Annweiler/Hauenstein) überreicht Familie Jung          eine Kiste NABU-Apfelsaft

Weitere Informationen in der NABU Regionalstelle Süd bei Carmen Schauroth

Tel.: 06341-31628, E-mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Anerkennung für Engagement im Naturschutz

Naturschutzbund Bellheim erhält Umweltpreis der ÖDP

Bellheim: Weißstörche, Wachtelkönige und Mauersegler fühlen sich in der Verbandsgemeinde Bellheim wohl. Die ehrenamtlichen Naturschützer des NABU Bellheim haben in den letzten Jahren viel dazu beigetragen. Unermüdlich setzten sie sich für die Wiederbelebung der alten Wässertechniken in den Holzwiesen ein, pflegen alte Streuobstwiesen und informieren über die Bedeutung von naturnahen Gärten für Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel. Dafür wurden sie am Sonntag im Rahmen des Gollenbergfestes in der Kulturwerkstatt „Alter Kindergarten“ vom ÖDP Gemeindeverband mit einem Umweltpreis ausgezeichnet. Rüdiger John, Vorsitzender des ÖDP Gemeindeverbandes, bedankte sich in einer kleinen Ansprache für das Engagement und überreichte Joachim Zürker vom NABU eine Ehren-Urkunde. Ebenfalls gratulierten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dieter Adam und der erste Kreisbeigeordnte Strunk.

(Foto: Silvana Stockhausen)

Anschließend verteilte der NABU an die Gäste Wildblumensamen und wies mit dieser kleinen Geste darauf hin, dass jeder etwas zum Erhalt der Artenvielfalt tun kann. Dass Naturschutz auch Spaß macht und schmeckt, zeigte sich an der Apfelpresse der NABU Regionalstelle. Hier konnten sich die Kinder aus Bioäpfeln von lokalen Streuobstwiesen ihren eigenen Saft pressen. Der Kommentar der Kinder war kurz und überzeugend: „superlecker!“

Die ÖDP verleiht den Umweltpreis im Abstand von zwei bis drei Jahren an nachhaltig und umweltfreundlich arbeitende Unternehmen oder Vereine. 2003 ging der Preis an die Aktion Pfalzstorch.

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Apfelernte beim NABU Landau: Helfer gesucht!

Im Rahmen des landesweiten Ehrenamtstages lädt der Naturschutzbund NABU zur Mithilfe bei der Apfelernte auf den Streuobstwiesen in Landau und Umgebung ein.

Die NABU-Gruppe Landau-Land wird ihre Wiese in Göcklingen am Samstag, den 20. September beernten. Treffpunkt für die Helfer ist um 9 Uhr der Parkplatz an der Winzergenossenschaft zwischen Ilbesheim und Göcklingen an der L509 (Landau Richtung Klingenmünster). Die Apfelernte des NABU Landau-Stadt findet am 25. und 26. September sowie am 2. und 3. Oktober in Mörzheim statt. Beginn ist jeweils um 9 Uhr am Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21. Für die Helfer wird es Getränke und eine kleine Brotzeit geben. Natürlich darf jeder auch Früchte mit nach Hause nehmen. Um Anmeldung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus wird gebeten.

Nach der Ernte werden die Äpfel zu leckerem NABU-Apfelsaft verarbeitet.

Der NABU pflegt seit vielen Jahren ökologisch wertvolle Streuobstwiesen, die einen Lebensraum für unzählige heimische Tier- und Pflanzenarten darstellen. Regelmäßig werden junge Bäume nachgepflanzt um den Baumbestand langfristig zu sichern. Dabei werden vor allem historische Obstsorten aus der Pfalz gefördert.

Weitere Informationen in der NABU Regionalstelle Süd bei Carmen Schauroth

Tel.: 06341-31628, E-mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Herbstferienprogramm des NABU Landau

Von Montag, den 6. bis Mittwoch, den 8. Oktober, jeweils von 13 –17 Uhr geht es in Mörzheim beim Naturschutzbund rund um den Apfel. Wir werden Äpfel ernten, unseren eigenen Apfelsaft mit Muskelkraft keltern, die Tiere und Pflanzen auf einer Streuobstwiese kennen lernen, basteln und gemeinsam spielen. Eingeladen sind Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Rucksackverpflegung bringt sich jeder selbst mit, wetterfeste Kleidung ist unbedingt nötig. Ein Unkostenbeitrag von 6 Euro pro Tag wird erhoben.

Anmeldung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341-31628.

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Staatssekretärin Kraege dankt ehrenamtlichen Paten für die Umweltbildung

Projekt „Leben-gestalten-lernen“:

Senioren und Seniorinnen haben sich ausbilden lassen, um in Kindergärten als aktive und unterstützende Paten für die Umweltbildung zu arbeiten. Das außergewöhnliche Projekt des Umweltministeriums, das in Landau, Trier und Bingen durchgeführt wurde, ist fast beendet. Zum Abschluss überreichte Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege am Vormittag auf der Landesgartenschau in Bingen den ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern Urkunden und dankte für erfolgreiche Zusammenarbeit.

Kraege erklärte: „Bildung für nachhaltige Entwicklung hat inzwischen weltweit durch die Bildungsdekade für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen einen hohen Stellenwert. Diejenigen, die seit längerem in der Umweltbildung tätig sind, wissen, dass das Erleben und im wahrsten Sinne des Wortes „Begreifen“ der Natur wichtig  ist für die Entwicklung vieler kindlicher Kompetenzen“.

Auch fühle sie sich mit dem Projekt „Leben-gestalten-lernen“ bestätigt, weil es zwischenzeitlich als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet wurde.

Die Umweltstaatssekretärin dankte dem Naturschutzbund Rheinland-Pfalz, der die Ausbildung der „Naturtrainer“ übernahm und den landesweit rund 30 Paten:

„Der Mensch wird nur etwas schützen, was er kennt und zu schätzen gelernt hat. Ihre Arbeit startet beim bloßen Naturerlebnis und geht durch aktives und kreatives Mitgestalten die Fragen der Zukunft an. Natürlich geht es hierbei auch um so wichtige Themen wie Energie, Klimaschutz, Gerechtigkeit, Konsum und Lebensstile.“

Das Projekt „Leben-gestalten-lernen“ soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz

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Ehrung der Häuser mit Schwalbennestern auf dem Frankenthaler Bauernmarkt am 6. September 2008

Nun sind sie fort die Schwalben – in wärmere Gefilde geflogen. Das ist immer ein bisschen traurig, denn dann ist der Sommer vorbei.

Unsere diesjährige „Schwalbenaktion“ ist hiermit  erfolgreich zu Ende gegangen.

Alle 15 mir gemeldeten Hausbesitzer mit mehr als 5 bewohnten Schwalbennestern habe ich aufgesucht, ihre Nester gesehen, Gespräche geführt und gefragt, ob sie an unserer NABU-Aktion teilnehmen und geehrt werden wollen.

Rechtzeitig wurden alle noch mal schriftlich eingeladen zur Ehrung auf dem Frankenthaler Bauernmarkt bei dem der NABU Frankenthal  einen repräsentativen Stand aufgebaut hat. Dabei erwies es sich als angenehm, dass keine feste Uhrzeit angegeben war, sondern die Schwalbenfreunde so erscheinen konnten, wie es ihnen am besten gepasst hat. Bis auf zwei (Urlaub) sind alle gekommen und wir hatten reichlich Zeit, mit jedem einzelnen zu sprechen und uns ihre wirklich informativen Schwalbengeschichten anzuhören.

So z. B. von aus dem Nest gefallener Jungschwalbe, die bei gleichaltrigen Jungen im Nachbardorf einfach wie durch den Briefkastenschlitz ins Nest geschleust wurde und dort mit gefüttert wurde. Das hat uns sehr gefreut welch schöne Geschichten uns erzählt wurden.

Höhepunkt war dann die Ehrung mit  Überreichung von Urkunde und Plakette.

Einige nahmen noch einen Doppelnistkasten für Schwalben mit, oder auch Höhlenbrüter-Nistkästen, die wir anboten oder andere NABU-Artikel aus dem NABU-Shop.

Fazit war, einige hatten weniger Schwalben dieses Jahr, manche  genauso viele, andere sogar mehr. Und alle haben sich besonders über die Plakette gefreut und befestigen  sie gerne am Haus.

Werbewirksam war auch der RHEINPFALZ-Artikel über diese Aktion, der am Vortag zum Bauernmarkt erschienen war.

Eine schönes, erfolgreiches Projekt, das hoffentlich unseren Schwalben hilft mehr Freunde zu gewinnen.

Monika Kröber, 2. Vorsitzende NABU-Frankenthal e.V. 

Kontakt: monika.kroeber@nabu-ft.de

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Frischer Wind in der Südpfalz

Seit Anfang September ist die NABU Regionalstelle Süd in Landau wieder besetzt. Carmen Schauroth, die neue Leiterin, ist bereits seit vielen Jahren im Naturschutz aktiv. Die Diplom-Umweltwissenschaftlerin hat 5 Jahre als Bildungsreferentin für die NAJU in Essen und Mülheim gearbeitet und dort neben der Umweltbildung für Kinder und Jugendliche verschiedene Naturschutzprojekte betreut. In der neuen Region gefällt es ihr sehr gut - kein Wunder, zeigt sich die Pfalz doch im Herbst von ihrer schönsten Seite. Ab sofort wird sie elf NABU Gruppen mit Rat und Tat unterstützen und steht als Ansprechpartnerin im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in allen Fragen des Naturschutzes zur Verfügung.

Zwei FÖJ-Teilnehmerinnen sind im September ebenfalls neu ins Hirtenhaus eingezogen. Julia Weidner und Nina Ruckteschler haben direkt an ihrem ersten Arbeitstag mit der Weinlese im NABU-Weinberg begonnen. Ein Jahr lang werden die beiden in der Biotoppflege und in der Umweltbildung eingesetzt.

 

v.l.n.r. Julia Weidner, Nina Ruckteschler, Carmen Schauroth

(Foto: Werner Kern)

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Werner Kern – 1. Vorsitzender des NABU Landau

Regelmäßig stellt der STADTANZEIGER Landau Personen des öffentlichen Lebens aus Politik, Kunst, Kultur, Wirtschaft, sozialen Einrichtungen und Sport vor. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, nicht nur über die Arbeit dieser Person zu berichten, sondern auch den Menschen selbst kennen zu lernen. Dieses Mal an der Reihe ist Werner Kern, 1.Vorsitzender des NABU Landau. „Der Natur- und Artenschutz wurde mir so quasi in die Wiege gelegt, denn schon mein Vater war im NABU aktiv.“, erzählt der 65-jährige. „Von ihm habe ich die Sensibilität für Tiere und Pflanzen gelernt! Zudem ist es die Schöpfung Gottes die mich fasziniert – sie ist etwas Großartiges“, betont er. „Gegründet habe ich die NABU-Gruppe im Jahre 1972, damals noch als Vogelschutzgruppe im Deutschen Bund für Vogelschutz. Wegen der vielfältigen Naturschutzaktivitäten, die sich nicht nur auf den Vogelschutz beschränken, wurde der DBV 1990 in NABU Naturschutzbund Deutschland umbenannt“. Die NABU-Gruppe Landau-Stadt hat ihren Sitz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim und zählt 850 Mitglieder. Im Gespräch wird schnell klar, dass er stolz ist auf das Hirtenhaus. „Es wurde 1749 erbaut und von drei Hirten bewohnt. Es ist ein Stück Mörzheimer Geschichte - 1989 sollte es abgerissen werden. Der NABU hat es zunächst gepachtet und in mühevoller Arbeit, immerhin 3 Jahre lang, renoviert und saniert. Am 30. Apri1 1992 konnten wir dann das Naturschutzzentrum Hirtenhaus der Öffentlichkeit präsentieren und haben es nach einigen Jahren von der Eigentümerin als Schenkung erhalten“. Kern sieht das Hirtenhaus als Haus der Umweltbildung, dass mit seinem Bildungsangebot in der ganzen Pfalz bekannt ist. Zwei ausgebildete Umweltpädagoginnen sorgen mit Seminaren, Vorträgen und Exkursionen, dafür, dass, dass Hirtenhaus ein anerkannter außerschulischer Lernort ist. „Darüber hinaus kaufen, pachten und pflegen wir ökologisch wertvolle Flächen und führen die ökologische Bewirtschaftung eines Weinbergs durch und vermarkten auch die erwirtschafteten Produkte wie Wein, Apfelsaft und Schnaps“. Zu sprechen kommt der Naturschützer auch auf das Internationale Workcamp, dass der NABU alljährlich veranstaltet. Die insgesamt 12 Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, übernehmen einige Stunden am Tag verschiedene Pflegearbeiten beispielsweise von Streuobstwiesen oder Feuchtgebieten, auch Nistkästen anbringen gehört zum Einsatzbereich. Dafür stellt dann der NABU Unterkunft im Hirtenhaus und Verpflegung. Bei all der Arbeit, die es beim NABU für ihn gibt, merkt man doch, dass ihm besonders die Jugendarbeit sehr am Herzen liegt. In diesem Zusammenhang erzählt er von den Turmfalken im Mörzheimer Kirchturm, die er mit den Kindern des Kindergartens beim Brüten beobachtet hat und von den Aktionen im Rahmen des Ferienpasses. „In zwei Jugendgruppen will ich den Kindern die Natur näher bringen“, wie er sagt. „Bei all dem ist mir meine Frau Inge, eine unbezahlbare Kraft. Sie kocht, versorgt die Teilnehmer der Workcamps und unterstützt mich auch in allen anderen Dingen“. Auch seine Tochter Kerstin hat der ehemalige Elektroinstallateur für den Naturschutz begeistert. Sie ist heute Umweltbeauftragte eines großen Konzerns in Mannheim. Man merkt deutlich, dass ihm sein Wirken beim NABU erfüllt und Freude macht, nur eines bereitet ihm Sorge – er sucht einen Nachfolger. „Im Moment ist niemand in Sicht“, bedauert er. Auf die Frage nach einem Hobby lacht er und sagt, dafür habe ich keine Zeit…. zu Gunsten der Natur! (ps)

Stadtanzeiger Landau: 26.Juli 2008

Werner Kern, Vorsitzender der NABU-Gruppe Landau-Stadt – Sein Stolz ist das Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim (Foto: Schlitter)

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Formenreichtum der Natur am Handkeesplatz begeistert Jung und Alt

Lustadt: GEO-Tag der Artenvielfalt und Naturerlebnistag mit dem NABU

Es war der Reporter Reiner Klingholz, der vor 10 Jahren die Idee nach Deutschland brachte und gemeinsam mit der Zeitschrift GEO und 102 Wissenschaftlern in der Wakenitz-Niederung bei Lübeck 2.066 Tier- und Pflanzenarten nachweisen konnte. Auch die NABU-Gruppe Lingenfeld wollten nun wissen, was da im FFH- und Vogelschutzgebiet Lustadter Wald mit der bemerkenswerten Druslachaue und den angrenzenden Wald- und Wiesengebieten alles wächst und kreucht und fleucht.

Außerdem wollte Sie der umliegenden Bevölkerung, die Vielfalt der heimischen Natur, näher bringen.

Bereits am Freitagabend durften Interessierte bei einer Nachtexkursion die heimliche Welt der Fledermäuse unter der fachkundigen Leitung von Franz Grimm hautnah erleben. Er zeigte dem interessierten Publikum verschiedene Fledermausarten in ihren Nisthöhlen und machte anschließend mit dem Bat-Detektor die Rufe der jagenden Fledermäuse hörbar. Dessen Flugbahnen wurden durchkreuzt von denen des seltenen Ziegenmelkers, der mit klatschenden Flügelschlägen auf sein Revier aufmerksam machte. Auch die Waldschnepfe überflog bei Einbruch der Dunkelheit die Waldlichtung. Am Handkeesplatz hatte die Lichtfalle von Willi Aures inzwischen zahlreiche Nachtfalter und andere Insekten angelockt - und Zuschauer mit Berührungsängsten waren angesichts der Formenvielfalt begeistert.

 Frühaufsteher kamen am Samstagmorgen unter der Führung von Rolf Wambsganß vom Naturschutzverband Südpfalz in den Genuss eines artenreichen Vogelkonzerts. Besonders der Pirol, dessen sonores Flöten im Lustadter Wald geradezu häufig ist, begeisterte die Besucher.

Danach berichtete Heiko Himmler von der Pollichia bereits am Parkplatz Spannendes aus der Welt der Pflanzen. Zusammen mit zwei weiteren Experten fand er um die 500 verschiedene Pflanzenarten - darunter die Flockige Königskerze, die in Rheinland Pfalz nur an wenigen Standorten beheimatet ist.

Dr. Horst Koßmann und Heinz Günster vom Landesfischereiverband untersuchten mit Hilfe moderner Fangtechnik die Fischfauna in Queich und Druslach und förderten an einem kleinen Gewässerabschnitt 6 Kleinfischarten zu Tage. Während sich die Gewässergüte der Queich in den letzten 30 Jahren massiv verbessert hat, verschlechtert sich die Wasserzuführung bei der Druslach

seit einigen Jahren derart, dass knietiefer Faulschlamm kaum noch eine vernünftige Lebensgrundlage für Kleinfische zulässt, so Koßmann.

Klaus Weiss vom NABU Bellheim brachte den Teilnehmern eine der anmutigsten Insektengruppen, die Libellen, näher und fand zwischen dem Teich an der Lustadter Vogelhütte und der Lachenmühle ganze 20 Arten.

Neben den geführten Exkursionen waren zahlreiche Experten im Gelände unterwegs, um eine Inventur von Fauna und Flora durchzuführen. So wurden neben Ringelnatter, Blindschleiche, Waldeidechse, Kamberkrebs, Marder, Nutria, Feldhase und Reh fast 80 Vogelarten, 7 Fledermausarten, 28 Pilzarten, 10 Heuschreckenarten, 10 Tagfalter sowie 50 weitere Insektenarten bestimmt. Die Liste wird durch Nachbestimmungen noch vervollständigt. Insgesamt wurden vorläufig über 700 Tier- und Pflanzenarten identifiziert. Die erfassten Zahlen werden an die GEO-Redaktion und an die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz übermittelt, die das Projekt auch gefördert haben. Die Daten können dann unter    http://www.geo-artenvielfalt.de nachgelesen werden.

Die Lustadter Ergebnisse erscheinen anlässlich des 25jährigen Jubiläums der NABU-Gruppe Lingenfeld im Herbst als Broschüre.

Zwischendurch durften sich alle Mitstreiter und Besucher am Handkeesplatz bei Kuchen und Grillgut stärken.

Bei der Rucksackschule des Forstamts Pfälzer Rheinauen konnten die Kinder mittels Präparaten zahlreiche Waldtiere entdecken. Danach ging’s mit Beate Werner von der Rucksackschule und Ingeborg Keller von der Naturerlebnisschule des NABU Landau auf Erkundungsreise in die Natur.

Bei einem Quiz mit Fragen zu Fauna und Flora konnten die Kinder Sachpreise rund um die Natur gewinnen.

Landrat Dr. Fritz Brechtel, der spontan die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hatte, sagte in seiner Begrüßungsrede eine finanzielle Unterstützung für die Aktion zu. Der Landesvorsitzende des NABU Rheinland Pfalz, Siegfried Schuch, nahm die Veranstaltung zum Anlass, im Rahmen der Aktion „Schwalben willkommen“ Hausbesitzer mit mindestens 5 besetzten Mehlschwalbennestern auszuzeichnen. Die „Glücksbringer“ machen leider auch viel Dreck und werden nicht überall geduldet – hier wollte der NABU ein Zeichen setzen. Auch Carla Held vom Therapiezentrum Ludwigsmühle nahm eine Plakette für ihr „schwalbenfreundliches Haus“ entgegen und bestätigte die positive Wirkung der Schwalben, des brütenden Weißstorchs und aller anderen tierischen Hausbewohner auf die Gesundheit ihrer Patienten.

Anschließend überreichte Herbert Magin vom NABU Lingenfeld dem Landesvorsitzenden einen Scheck über einen gesammelten Spendenbetrag von 1625,27 Euro für den Erhalt des größten westeuropäischen Fledermauswinterquartiers, des so genannten „Bierkellers“ in Mayen. Dort überwintern jährlich über 50.000 Fledermäuse. Er bedankte sich noch recht herzlich bei allen Experten, Helfern und Mitstreitern. Sein besonderer Dank gilt dem Vogelschutzverein Lustadt, der seine Biotope und Nistkastenkolonien für die Erfassungsarbeiten zur Verfügung stellte sowie dem Handkeesverein für die Überlassung des Platzes. Dieser bot mit seiner naturnahen Lage genau den richtigen Rahmen für die Veranstaltung.

Herbert  Magin und Nathalie Plum übergeben die gesammelten Spenden an Siegfried Schuch. Rechts: Schirmherr Dr. Fritz Brechtel.

(Foto: M. Wilhelm)

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Helfer für Arbeitseinsatz auf Streuobstwiese gesucht

Am Samstag, 28.6. ab 9 Uhr befreit die NABU-Gruppe Annweiler/Hauenstein die Obstbäume am Trifelsgymnasium (Bannenberg) von den Grassoden, damit den Wurzeln mehr Wasser zukommen kann und die Bäume besser wachsen. Helfer – auch Familien - sind willkommen; wer kann, sollte einen Spaten mitbringen. Treffpunkt: Vor der Aula. Infos und Anmeldung bei Hans-Joachim Fette, Tel. 06346/7342. Das nächste Planungstreffen der Naturschützer findet statt am Dienstag, 22.7. um 19 Uhr in Dernbach, Stockacker 8. Interessierte sind herzlich willkommen.

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GEO-Tag der Artenvielfalt und Naturerlebnistag für Kinder beim NABU Lingenfeld am Lustadter Handkeesplatz

Es war der Reporter Reiner Klingholz, der vor 10 Jahren die Idee nach Deutschland brachte und gemeinsam mit der Zeitschrift GEO und 102 Wissenschaftlern in der Wakenitz-Niederung bei Lübeck 2.066 Tier- und Pflanzenarten nachweisen konnte. Seitdem findet die Aktion jedes Jahr in vielen interessanten Naturregionen in Deutschland statt.

Die NABU-Gruppe Lingenfeld will nun auch wissen, was da im Gebiet Lustadter Wald mit der bemerkenswerten Druslachaue und den angrenzenden Wald- und Wiesengebieten alles wächst und kreucht und fleucht. Wegen seines hohen ökologischen Stellenwerts ist das Gebiet zu Recht als FFH und Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

Fachleute für nachtaktive Tiere beginnen am Freitag, den 20.6.08, um 19.00 Uhr mit ihren Untersuchungen. Treffpunkt ist am Handkeesplatz in der Waldstraße in Lustadt; Besucher und Interessierte sind willkommen. Am Samstag, den 21.6.08 ab 8:00 Uhr gibt es neben den wissenschaftlichen Erhebungen außerdem ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie. Schirmherr des Aktionstages ist Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Fr 20.06.08

19:00 Uhr Exkursion zu den Nachtschwalben (Ziegenmelkern)

21:00 Uhr Fledermausbestimmung mit Detektor

22:00 Uhr Bestimmung von Nachtfaltern

Ziegenmelker (Foto: Reufsteck)

Sa 21.06.08

07:00 Uhr Vogelkundliche Wanderung

09:30 Uhr Pflanzenkundliche Wanderung

11:00 Uhr Die Fauna unserer Fliessgewässer

13:30 Uhr Der Natur auf der Spur:  Mit der Rucksackschule auf Erkundungstour

13:30 Uhr Libellenexkursion

15:30 Uhr Auszeichnung der Teilnehmer der NABU- Aktion „Schwalben willkommen“, Verlosung von Sachpreisen für Kinder

16:30 Uhr Fledermäuse in ihren Behausungen

Ganztägig ab 10:00 Uhr Erlebnisschule Wald und Wild mit der Rucksackschule des Forstamts Pfälzer Rheinauen (Kinderprogramm)

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Traumergebnis: starker Rückhalt für den Naturschutz

NABU ehrt 6000. Mitglied in der Region

Bei der Mitgliederwerbung des NABU sind erneut große Erfolge zu verzeichnen: Hans-Jürgen Flickinger und sein Team, die zurzeit für den NABU in der Südpfalz unterwegs sind, konnten innerhalb von zwei Wochen über 100 neue Menschen für die Unterstützung der lokalen Naturschutzarbeit gewinnen. Damit knackten sie die 6000.-Marke für das Gebiet Süd- und Vorderpfalz. Dort haben sich zwölf NABU-Gruppen mit der Einrichtung einer regionalen Geschäftsstelle in Landau zusammengeschlossen, um gemeinsam mit vielen neuen Mitstreitern Naturschutz vor Ort zu machen.

Als Dankeschön für ihre Unterschrift überreichte Werner Kern von der NABU-Gruppe Landau  Michaela und Holger Hutzl aus Mörzheim, ihren Kindern Amelie und Joshua sowie deren Großmutter zwei Nistkästen für Kohlmeise und Hausrotschwanz. „Da hat auf jeden Fall die ganze Familie was davon, wenn die erst einmal bewohnt sind“, versprach Kern.

Zum Beweis zeigte er den begeisterten Neumitgliedern die Turmfalken, die in einem NABU-Kasten im evangelischen Kirchturm von Mörzheim brüten. Auf einem Fernseher, der die Bilder einer im Nistkasten installierten Webcam überträgt, konnten alle mitverfolgen, wie die Turmfalkenmutter ihre Jungen besorgt zusammenhielt. „Die kommen jetzt in ein Alter, wo der Bewegungsdrang zunimmt“, so Kern. Eltern und Großmutter nickten verständnisvoll, „das kennen wir von unserem Nachwuchs!“

Michaela Hutzl staunte zudem, „dass man im Zeitalter der modernen Technik einen Turmfalken in 45 Meter Höhe aus solcher Nähe bequem beobachten kann.“

Zum Vormerken: Freitag, 20.6. abends und Samstag, 21.06. ganztägig veranstaltet der NABU einen Naturerlebnistag und GEO-Tag der Artenvielfalt in Lustadt mit einem Programm für die ganze Familie.

Infos in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Werner Kern (links),  Hans Eifler (3.v.l) und  Hans-Jürgen Flickinger (rechts) vom NABU überreichen der Familie Hutzl die Präsente für ihre Ehrenmitgliedschaft.

(Foto: I. Kern)

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Kinder, Käfer und Studenten

Großes NAJU-Grillfest in der Südpfalz fördert Austausch

Eigentlich wollte die NAJU Edesheim an jenem Samstag im Mai lediglich die benachbarte NAJU Burrweiler zu einem Essen einladen. Lothar Engelmann und Fabian Krapp, Leiter der NAJU Edesheim, wünschten sich Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle hinzu. Diese plante mit Engelmann gleich ein größeres Treffen aller NAJU-Gruppen in der Südpfalz, um den Austausch zu fördern – und brachte gleich die NABU Hochschulgruppe Landau mit. Schließlich sind dort die meisten auch unter 27 Jahre und es gibt bereits Querverbindungen durch gemeinsam Teilnahme am Nachwuchskräfteseminar, einem Wildlife-Camp und bei der Wanderfalkenbewachung.

Die Studierenden hatten an jenem Tag auch noch Besuch von jenseits des Rheins, nämlich von der NABU Hochschulgruppe Heidelberg. Gemeinsam startete man im Steinbruch Frankweiler, wo die Landauer stolz ihr Laichgewässer-Projekt für die Gelbbauchunke vorführten und Franz Grimm vom NABU Edenkoben/Maikammer allen einen spannenden Blick durchs Spektiv auf junge Wanderfalken in ihrem Nest gewährte.

Vom Grillplatz in Gommersheim aus zogen die Studierenden noch einmal gemeinsam mit den Kindern der NAJU-Gruppen Edesheim, Burrweiler, Westheim und Dudenhofen los, um sich von Fabian Krapp das frisch angelegte Amphibiengewässer am Frankensee zeigen zu lassen. Auf dem Weg erregten immer wieder bunte und beeindruckende Insekten die Aufmerksamkeit der Kinder – wie gut, dass der Heidelberger Severin Uebbing als Spezialist mit dabei war und Auskunft geben konnte.

Bei Würstchen und vegetarischen Köstlichkeiten wurde es dann neben dem Grill noch gemütlich und wir lernten uns nicht nur untereinander kennen, sondern auch die Gäste aus Mainz und Rheinhessen: die neue Jugendbildungsreferentin der NAJU, Graciela Gonzalez und ihren Vorstand. Pläne für neue Seminare wurden geschmiedet und natürlich viel erzählt und gelacht.

   

Studierende der NABU Hochschulgruppen Landau und Heidelberg beobachten einen jungen Wanderfalken im Nest.

Nico Bachmann von der NAJU Wachenheim / Deidesheim hat am Grill mal wieder alles im Griff. (Fotos: Nathalie Plum)

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Grundschüler erforschen die fliegenden Säugetiere

NABU lobt fledermausfreundlichen Schulgarten in Dammheim

Noch ein paar Regentropfen fallen aus den dunklen Wolken, die der kräftige Wind von Dammheim wegtreibt, als Ulf Janz vom NABU Landau die abendliche Fledermauswanderung an der Grundschule beginnt. „Obwohl heute kein gutes Fledermauswetter ist, werdet ihr viel Spannendes aus der Welt der nächtlichen Kobolde erfahren – vor allem, warum sich die Fledermäuse gerade hier bei euch wohl fühlen“, erklärt Janz den fast dreißig Kindern, die begeistert zuhören. Natürlich sind sie längst Experten auf diesem Gebiet, denn im Unterricht wurden diese faszinierenden Tiere ausführlich behandelt. Zum Abschluss des Schuljahres lud daher Anja Knauber als erste Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Dammheim zu dieser Veranstaltung mit dem Naturschutzreferenten des NABU ein. Er machte den Kindern bewusst, wie jeder mit einfachen Mitteln den Fledermäusen helfen kann, damit sie Nahrung und Quartiere haben. Gärten mit Kräutern, Blumen und Sträuchern, in dem viele Insekten vorkommen, bilden die Nahrungsgrundlage für die Fledermäuse. Außerdem sind Tagesverstecke unter Hausdächern oder in speziellen Fledermauskästen wichtig. Sogar Luca aus der ersten Klasse ist klar, dass kiesbedeckte Gärten, verziert mit Buchs- oder Lebensbäumen, nichts für Fledermäuse sind. „Da finden die doch nichts zum Fressen“, sagt er empört. Schulleiterin Petra Beek, die selber vor einigen Tagen eine Fledermaus vor der Schule hat fliegen sehen, ist von der Veranstaltung begeistert. „Ich hätte nicht gedacht, dass das Interesse bei den Familien so groß ist.“ Ulf Janz bescheinigt der Schulleiterin einen fledermausfreundlichen Schulgarten, in dem auch zahlreiche Libellen, Schmetterlinge und Vögel vorkommen. „Ich wünsche mir, dass sich viele Gartenbesitzer ein Beispiel daran nehmen“ so Janz. Er hofft auch, dass bei der Pflege öffentlicher Grünflächen ein Umdenken stattfinden wird. Das bodentiefe Zurückschneiden von Hecken und radikale Entfernen von Brombeerhecken, wie es dieses Jahr in Dammheim statt fand, raubt den Vögeln, Reptilien und Fledermäusen mit einem Schlag ihre Nahrungsgrundlage. „Hier müssen auch mal ‚unordentliche` Flächen stehen gelassen werden“ betont Janz. Das spart gleichzeitig Kosten und hilft der Natur.

Fransenfledermäuse in ihrem Sommerquartier, einem Nistkasten des NABU

 (Foto: N. Plum)

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Holzwiesen hundefrei

Anbringung von Hinweisschildern in den Holzwiesen

Für die meisten Vogelarten hat die Brutzeit, für viele  Säugetierarten die Setzzeit begonnen. Daher ist es wichtig, dass überall in Feld und Flur Rücksicht auf unsere heimische Tier- aber auch Pflanzenwelt genommen wird. Eine besondere Verantwortung obliegt dabei den Hundehaltern in der Region. Frei umherlaufende Vierbeiner oder an der "langen" Leine geführte Tiere stellen insbesondere für die am Boden brütenden Vogelarten aber auch für Jungrehe und Hasen eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Ob ein für uns harmlos erscheinender Hund tatsächlich gefährlich ist, kann ein Wildtier nicht einschätzen. Diese folgen ihrem Fluchtinstinkt, werden vertrieben und verlassen dabei oft genug die Brut oder die Jungtiere. Die am Boden lebenden Tiere in der Feldflur und in unseren Wiesen zählen bundesweit zu den am meisten bedrohten Arten.

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, hat die NABU-Gruppe Bellheim in Kooperation mit der Verbands- und der Ortsgemeinde Bellheim sowie dem Landschaftspflegeverband Südpfalz (LPV) entsprechende Hinweisschilder an den Holz- und Sandwiesen angebracht. Solange die Wege nicht verlassen werden, kann natürlich die Natur weiterhin in vollen Zügen genossen werden.

Joachim Zürker (NABU Bellheim, 2.v.l.), Dr. Peter Keller (LPV-Südpfalz, 3.v.l.) mit Vertretern der Verbands- und der Ortsgemeinde Bellheim bringen in den Holzwiesen das Schild „Vorsicht, Wiesenbrüter“ an.

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Frankenthal: Wanderfalkennachwuchs beringt

Vier Jungvögel auf Kirchturm

NABU. Am Mittwoch wurden die vier jungen Wanderfalken auf der Zwölf- Apostel Kirche beringt.

Der Turm der ZAK bietet nun schon seit vielen Jahren einen geeigneten Brutplatz für das einzig bekannte Wanderfalkenpaar Frankenthals. Dieses Jahr sind in dem vom NABU Frankenthal e.V. entwickelten und aufgestellten Brutkasten wiederum ein männliches und drei weibliche Junge geschlüpft, wie bei der Beringung festgestellt werden konnte. Erstaunlich ist die Tatsache, dass in Frankenthal jedes Jahr mehr weibliche als männliche Jungvögel geboren werden, da es normalerweise bei Wanderfalkenbruten mehr männliche Nachkommen gibt.

Das Beringen der Jungfalken, die mittlerweile ca. drei Wochen alt sind, dient einem wissenschaftlichen Zweck und ermöglicht das Verfolgen und Identifizieren der Vögel weltweit. Die auf den Ringen angegebene Nummer ist in einem Zentralregister abgespeichert und kann bei Bedarf eingesehen werden. Obwohl das Beringen ein gewisser Stressfaktor für Jung- und Altvögel ist, ist dieser Schritt zum Schutz der Vögel unbedingt notwendig. Die Beringung wurde von Herrn Franz Stalla, mit Unterstützung von Willi Schneider und Heiko Weissgerber durchgeführt.

Ein Fernsehteam aus Frankfurt kündigte sich letzte Woche an, um unsere Wanderfalken zu filmen.

Für weitere Informationen steht Ihnen der NABU Frankenthal e.V. gerne zu Verfügung.

Heiko Weissgerber mit einem jungen Wanderfalken

(Foto: Hermann Deichfuß)

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Stunde der Gartenvögel - Vögel gesucht: Beobachten und gewinnen

Fliegende Umweltmessstationen im Land unterwegs

NABU ruft zum Vogelzählen auf: Stunde der Gartenvögel 2008 an Pfingsten / Ergebnisse helfen bei Erforschung des Klimawandels

Es klingt nach Science Fiction, ist aber Alltag: Fliegende Umweltmessstationen zeigen, wie es um die Gesundheit von Natur und Umwelt bestellt ist. “Die besten Umweltmessstationen sind unsere vielen Vogelarten”, erklärt Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau. “Ob Rotkehlchen, Hausrotschwanz oder Amsel – wer genau hinschaut, dem zeigen die Vögel, wie es um unsere Umwelt und unser Klima bestellt ist.” Genau hinzuschauen – dazu ruft der Naturschutzbund NABU an Pfingsten auf: Vom 9. bis 12. Mai findet die “Stunde der Gartenvögel” statt. Alle Menschen werden gebeten, in Gärten und Parks eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und an den NABU zu melden. Auf Grundlage der Meldungen können die Experten beim NABU über die Jahre Veränderungen feststellen und erfahren so, wie sich Umweltbedingungen ändern und das Klima sich wandelt.

“Wir beobachten bereits seit Jahren, dass der Klimawandel sich massiv auf die Vogelwelt auswirkt”, berichtet Plum.  “Klassische Zugvogelarten wie Kiebitz, Singdrossel und Hausrotschwanz überwintern teilweise nicht mehr im Süden, sondern bleiben einfach hier. Arten wie die Feldlerche fliegen später in ihr Winterquartier und die Mehlschwalben kommen heute rund zehn Tage früher aus dem Süden zurück als vor 30 Jahren.” Auch der Zeitpunkt der Brut hat sich bei manchen Arten nach vorne verschoben, beispielsweise beim Hausrotschwanz. Einige flexible Arten profitieren von der Klimaerwärmung, vor allem Vögel, die nicht nach Süden ziehen wie Meisen oder Kleiber. Insgesamt jedoch führt der Klimawandel zu Arten- und Individuenschwund. Nachtigall, Kuckuck, Trauerschnäpper, Bekassine und viele mehr werden mit massiven Problemen zu kämpfen haben, etwa weil ihre Lebensräume sich verändern und die Nahrung knapp wird.

“Wichtig ist, dass wir die Veränderungen in der Vogelwelt scharf beobachten, da wir daraus wichtige Erkenntnisse ziehen können”, sagt Plum. “Deshalb rufe ich alle Menschen auf, sich eine Stunde Zeit für die Vögel im Garten zu nehmen und die Beobachtungen zu melden. Die Ergebnisse werden zentral erfasst und ausgewertet. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen.” Teilnehmer können auch in diesem Jahr zahlreiche Preise gewinnen, etwa eine Reise, Ferngläser oder Fahrräder.

Faltblätter zum Mitmachen mit Abbildungen der häufigsten Vögel erhalten Sie auf Anfrage in der NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Informationen und Meldeformulare gibt es auch unter:

www.stunde-der-gartenvoegel.de

Ein unscheinbarer schüchterner Sänger: Die Heckenbraunelle

(Foto: NABU / Rolf Jürgens)

Die Mönchsgrasmücke ist im Zuge der Klimaerwärmung auf dem Vormarsch.

(Foto: NABU / Ludwichowski)

Der Stieglitz ist einer der farbigsten Gartenvögel

(Foto: NABU / Tom Dove)

 

In der Südpfalz bietet der NABU am Pfingstwochenende folgende  Vogelexkursionen an:

Fr 09.05.08, 19 Uhr „Stunde der Gartenvögel“: Abendwanderung zum Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 und anderen Singvögeln. Treffpunkt: Abenteuerspielplatz am Schützenhaus, Forststraße in Bellheim. Referentin: Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Süd

Sa 10.05.08,18 Uhr „Stunde der Gartenvögel“, NABU Neustadt/W.  Aktion in einem schönen Garten im Naturschutzgebiet am Sonnenweg. Treffpunkt: Neustadt /Weinstraße, Ortsteil Haardt, Parkplatz vor den Dr. - Welsch - Terrassen (Zugang zum Leopold-Reitz-Weg, von dort aus zu einem ca. 500 Meter entfernten Garten. Dauer: ca. 1,5 Stunden, danach Abendessen. Referenten: Martin Grund, Thore + Inga Fink u. a. Weitere Infos unter: www.nabu-nw.de

So 11.05.08, 8 Uhr Vogelstimmenwanderung am Haardtrand bei Frankweiler, NABU Edenkoben/Maikammer. Treffpunkt: Bushaltestelle Steigert, unterhalb Steinbruch. Referent: Franz Grimm

Mo 12.05.08, 7 Uhr Vogelstimmenwanderung am Haardtrand und Modenbachtal, NABU Edenkoben/Maikammer. Treffpunkt: Parkplatz Schulhof, Ortsmitte Weyher. Referent: Franz Grimm

Mo 12.05.08, 18 Uhr Vogelstimmenwanderung durch Wiesen und Wald bei Dernbach, NABU Edenkoben/Maikammer. Treffpunkt: Parkplatz Ortsausgang nach Ramberg. Referent: Franz Grimm

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Steppenvogel im Nieselregen

Naturschützer suchen Rebhühner – Mithilfe der Bevölkerung erbeten

Mit 15 Teilnehmern machte sich die NABU Hochschulgruppe Landau auf, um in der abendlichen Feldflur bei Rohrbach nach Rebhühnern zu fahnden. Diese seltenen Hühnervögel haben ihren Lebensraum ursprünglich in der Steppe und wurden zum Kulturfolger auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Altvögel ernähren sich von grünen Pflanzenteilen, Getreidekörnern und Samen von Wildkräutern, die Jungvögel bevorzugen eiweißreiche Nahrung, vor allem Ameisen, kleine Käfer, Schmetterlingsraupen und Blattläuse. Diese finden sie vor allem in einer reich strukturierten Ackerlandschaft mit Feldrainen und Brachflächen.

„Ideales Rebhuhn-Wetter“, kommentierte Ornithologe Ulf Janz vom NABU Landau-Stadt den lauen Nieselregen. „Denen ist es jetzt in der hohen Vegetation zu nass, so dass sie eher aus ihrer Deckung heraus kommen.“  Janz möchte die Studierenden in die flächendeckende bundesweite Kartierung der Brutvögel einbinden. Im Projekt ADEBAR (Atlas der deutschen Brutvogelarten), das unter anderem von der Heinz-Sielmann-Stiftung unterstützt wird, arbeiten ehrenamtliche Ornithologen aus der ganzen Republik mit. Janz bearbeitet ein festgelegtes Gebiet, den Bereich der Topografischen Karte 1:25.000, Blatt Landau, das sich zwischen dem Landauer Süden und dem Klingbach bei Billigheim und Rohrbach erstreckt.

Die Geduld der jungen Umweltwissenschaftler wurde ordentlich auf die Probe gestellt. Lange war nur der Rebhuhnruf aus Janz’ kleinem Lautsprecher zu hören, der die Vögel anlocken sollte. Dann jedoch große Aufregung bei Laien und Experten: gleich zwei Hähne antworteten mit einem schnarrenden „girrhäk“ von verschiedenen Ecken des Ackers. „Sehr schön, ich hatte mit einem Negativnachweis für dieses Gebiet gerechnet“, so Janz, der allen empfahl: „Wenn ihr Rebhühnern begegnen wollt, dann geht mal in Landau ins neue Messegelände – da sind mindestens 3 Reviere.“

Der NABU dankt allen Meldern von Waldohreulen aus dem letzten Jahr und bittet aktuell um Meldung von Rebhuhnbeobachtungen unter Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

 

Das Rebhuhn (Perdix perdix)
Das gedrungene, 30 cm große Rebhuhn ist dank seines überwiegend braungrauen Gefieders ein Tarnungskünstler. Erwachsene Rebhühner haben eine rost-gelbe Kopfzeichnung und tragen auf der Brust einen dunklen Fleck in Hufeisenform. Vom Fasanenweibchen unterscheidet sich das Rebhuhn durch die sehr viel kürzeren Schwanzfedern. Meist bewegt sich das Rebhuhn schreitend vorwärts, es kann aber auch schnell laufen. Der Flug erfolgt meist niedrig über dem Boden, wobei die Tiere längere Gleitstrecken einlegen. Bei Gefahr drückt sich das Rebhuhn flach an den Boden.

Foto: Klaus Reinke / NABU Warendorf

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NABU Landau weiter auf Erfolgskurs

Jahresbilanz bei Versammlung im Mörzheimer Schulhaus -

„Business as usual“ im Naturschutz und neues Projekt in der Umweltbildung

Mit 2000 ehrenamtlichen Stunden pflegte der NABU Landau auch in 2007 wieder Biotope und Obstbäume, erntete Äpfel und Wein und setzte sich im Artenschutz für Amphibien und Vögel ein. Unterstützt wurde die Gruppe dabei von zwei Teilnehmern des Freiwilligen Ökologischen Jahres. Die Umweltbildung bleibt ein Schwerpunkt der Landauer Naturschützer. Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen bedienen mit ihrer „Naturerlebnisschule“ die große Nachfrage von Schulen und Kindergärten. Als neues außerschulisches Angebot kommt zu den üblichen Ferienprogrammen das „Umweltdiplom für Kinder“ hinzu, das der NABU mit ehrenamtlichen Referenten bestreitet und das bei den Familien auf große Resonanz und viel Begeisterung stößt. Insbesondere in diesem Projekt lobte der Vorsitzende Werner Kern die Zusammenarbeit mit Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle, die die gesamte Organisation des „Umweltdiploms“ übernimmt. Neu ist neben der „großen NAJU“ auch die „kleine NAJU“ für Kinder von 6 bis 10 Jahren, die sich monatlich zur Entdeckung der Natur trifft.

Höhepunkte in 2007 waren das Spritspartraining mit einer großen Klimaschutzausstellung in Speyer sowie der Besuch einer Delegation japanischer Umweltschutzverbände im Hirtenhaus.

Politisch beschäftigten den NABU vor allem die großen Verfahren wie der vierspurige Ausbau der B10, die Ortsumgehung Bad Bergzabern und diverse Flurbereinigungen.

Trotz leicht sinkender Mitgliederzahlen ist der Vorstand zufrieden, da die Haushaltslage sehr stabil ist. „Und das ist gut so, denn wir haben noch viel vor“, so Werner Kern.

Zahlreiche Exkursionen werden auch in diesem Jahr wieder angeboten; das Programm ist im Hirtenhaus erhältlich. Beim 22. Internationalen Workcamp werden Jugendliche aus Frankreich, Japan, Chile und Deutschland im Juli wieder gemeinsam mit dem Forst wichtige Naturschutzarbeiten ausführen.

Im Anschluss an die Versammlung – diesmal ohne Wahlen – informierte Ulf Janz die 36 Mitglieder mit einem Diavortrag über den Kuckuck, Vogel des Jahres 2008.

Als Dankeschön für Mitstreiter und Mitglieder spendierte der NABU Landau ein deftiges Mittagessen und führte Interessierte durch die Mörzheimer Feldflur. Auch dabei kümmerte sich Werner Kern, der Patenschaften für die Kindergärten „Wildtulpe“ in Mörzheim und „Zaubernuss“ in Wollmesheim übernommen hat, besonders um die Kleinsten: „Sie sind unsere Zukunft und werden den Naturschutz von morgen machen, wenn wir ihnen zeigen, welche Vielfalt es bei uns zu erhalten gibt.“

Die „kleine NAJU“ trifft sich jeden 2. Freitag im Monat, nächster Termin: 9. Mai, 16 Uhr Vogelstimmenwanderung, Treffpunkt: Friedhof in Arzheim

Die „große NAJU“ für Kinder ab 11 Jahren trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr, nächster Termin: 6. Mai am Hirtenhaus.

Infos zum „Umweltdiplom für Kinder“ unter http://www.nabu-rlp-sued.de/KinderJugend.htm#Umweltdiplom_Termine,

Anmeldung unter Tel. 06341/31628, hirtenhaus@web.de

Exkursionen:

Mittwoch, 23. April, 15-17h: Wildkräuterwanderung in Mörzheim

Freitag, 25.4., 19 Uhr: Naturerlebniswanderung im Ranschbachtal, Treffpunkt: Café Fernblick in Arzheim

Für ihr langjähriges Engagement erhielten Ingrid Munzinger und Roland Metzger (Mitte) von Werner Kern (links) die bronzene Ehrennadel;  Inge Kern (2.v.l.) und Horst Mantel (rechts) die silberne. (Foto: U. Janz)

Die Exkursion durch die artenreiche Mörzheimer Feldflur begeisterte jung und alt. (Foto: W. Kern)

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Amphibienwanderung 2008 - Mehr als 10000 Erdkröten gerettet

NABU zieht Bilanz nach Amphibienwanderung in der Südpfalz

Alle Jahre wieder zieht es die Amphibien nach dem Winterschlaf aus ihren Verstecken in Wald und Flur zu den Laichgewässern, in denen sie meist selbst das Licht der Welt erblickt haben. Dass sie dabei oft Verkehrswege zu queren haben, wird vor allem den langsam „latschenden“ Erdkröten immer wieder zum Verhängnis.

Die Naturschutzverbände NABU und NVS engagieren sich deshalb an insgesamt 13 Wanderstellen zwischen Hagenbach und Neustadt, Spirkelbach und Schwegenheim, bauen Zäune auf, sorgen gemeinsam mit den Unteren Naturschutzbehörden für feste Leiteinrichtungen und tragen die aufgefangenen Tiere Eimer für Eimer über die Straße. An manchen Stellen wie in Landau-Mörzheim kann kein Zaun gesetzt werden, so dass viel Wachsamkeit und „Handarbeit“ beim Aufsammeln der Tiere gefragt ist. Insgesamt brachten die Naturschützer 12400 Erdkröten, 1330 Frösche und 223 Molche sicher über die Straße.

Die höchsten Zahlen hatte das Kaltenbrunnertal in Neustadt: Über 3000 Amphibien, überwiegend Erdkröten, konnten hier aufgesammelt werden. Auch die Betreuung des Zauns in Spirkelbach, der bisher vom NVS gepflegt wurde und den nun der NABU übernommen hat, hat sich gelohnt: Allein hier konnten mit diversen über die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ gewonnenen Helfern 2937 Kröten und 2 Molche gerettet werden.

 „Die eigentlichen Populationen sind zum Glück noch größer, da die Tiere meist von verschiedenen Seiten zu den Laichgewässern kommen“, so Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau. In Gräfenhausen gab es zum Beispiel durch die erweiterte Leiteinrichtung dieses Jahr erstmals die Möglichkeit für einen Teil der ca. 1200 Kröten, die Straße sozusagen ‚unbemerkt’ durch ein Rohr zu unterqueren. „Unser Ziel ist ja nicht, jede Kröte zu zählen, sondern mit der verfügbaren ‚Manpower’ Leben zu retten und die Populationen zu erhalten“, betont Plum.

An den Wanderstellen in der Rheinebene begann die Wanderung viel früher als im Pfälzerwald. Während in Schwegenheim und Hatzenbühl am 26.2. bereits die Rückwanderung einsetzte, begann im Pfälzerwald erst die Hinwanderung. Die größte Artenvielfalt verzeichnete der NVS in Hagenbach: neben Erdkröten, Springfrosch, Wasserfrosch und Grasfrosch kamen auch Berg- und Fadenmolch vor.

 „Es war eine lange Saison, die mehrmals durch Kälteeinbrüche wie an Ostern unterbrochen wurde. Solche Sammeltermine ohne Wanderaktivität sind für die Helfer frustrierend. Alle Achtung, wie gut trotzdem alle durchgehalten haben“, lobt Plum die weit über 100 ehrenamtlichen Krötensammler. Dazu kamen etliche Schulklassen, Kindergarten- und Jugendgruppen, die sich an einzelnen Tagen mit vielen helfenden Händen engagierten und dabei oft zum ersten Mal mit lebenden Amphibien in Kontakt kamen. Zum ersten Mal testete Plum die moderne Terminabsprache über den kostenlosen Internetservice doodle.de und fand das Ergebnis „gelungen, wenngleich wir noch mit kleineren Schwierigkeiten zu kämpfen hatten.“

Der NABU wies zu Beginn der Saison darauf hin, dass auch in Wohn- und Gewerbegebieten wie in Annweiler-Burgenring, Neustadt-Schloßstraße oder Landau-Gilletstraße mit wandernden Erdkröten zu rechnen ist. Und die Anwohner sind zufrieden: „Die Leute waren gewarnt und wir fanden weitaus weniger überfahrene Tiere als in den vergangenen Jahren. Trotzdem, jede überfahrene Kröte ist zu viel, wenn man bedenkt, dass hier Tempo 30 gilt“, so eine Naturschützerin aus dem Burgenring.

Trotz Warnschildern an Landstraßen machten Raser den Helfern das Leben schwer. Selbst wenn diese mit Warnwesten und Taschenlampen ausgestattet waren, sausten die Autos oft ungebremst mit nahezu 100 km/h vorbei.

„Die verhältnismäßig geringe Zahl an Rückläufern hängt wohl mit der kühlen, oft windigen Witterung zusammen“, so Plum. „Die Kröten warten eben, genau wie wir, auf besseres Wetter.“

Der NABU bedankt sich für die gute Zusammenarbeit bei den Unteren Landespflegebehörden der Kreisverwaltungen Südliche Weinstrasse, Südwestpfalz, Germersheim und der Stadt Neustadt. Ebenso für die Unterstützung durch das Ordnungsamt der Stadt Landau und insbesondere für die schnelle, unbürokratische Hilfe der Straßenmeistereien Annweiler und Godramstein.

Die genauen Ergebnisse sind hinterlegt unter:

http://www.nv-s.de/Projekte/Amphibien/amphibien.html

http://www.nabu-rlp-sued.de/artenschutz.htm#Amphibien

Der NABU lädt am Donnerstag, 24.4. um 19:30 Uhr alle Helfer und Kooperationspartner zu einem Abendessen im Dernbacher Haus ein.

Anmeldung unter Tel. 06341 / 31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Erdkrötenpolonaise

Erdkröten auf Wanderschaft (Fotos: Manfred Winkler)

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Obdach für gefiederte Glücksbringer

Schwalben leiden unter Quartiernot - Schutzprojekt läuft an - Population in Rheinland-Pfalz schrumpft

Von unserer Mitarbeiterin Sigrid Ladwig

Schwalben genießen Sympathie, doch allzu oft stößt diese Sympathie an Grenzen. Die rasanten Flieger sind ein anschauliches Beispiel dafür, wie widersprüchlich sich der Mensch zur Natur verhält, sobald sie sich in seiner unmittelbaren Nähe einstellt. „Jeder freut sich, wenn er im Frühjahr Schwalben sieht, aber nur wenige wollen sie an ihren Häusern", beschreibt Biologe Dr. Holger Buschmann die Tatsache, dass die Mehlschwalbe immer weniger Toleranz für ihre Brutstätten findet. Weil aber menschliche Siedlungsbereiche für die schlanken Singvögel überlebenswichtig sind, führt der Landesverband des Naturschutzbund Deutschland (NABU) derzeit ein Schutzprojekt durch.

Der Gesang der zwölf bis vierzehn Zentimeter großen Mehlschwalbe, ein leises schwatzendes Zwitschern, gehört längst nicht mehr zu den bekannten Vogelstimmen des Frühlings. Den Vogelschützern macht die Entwicklung der Schwalbenpopulationen in Rheinland-Pfalz Sorgen: In den letzten vier Jahrzehnten nahmen sie kontinuierlich ab. „Natürliche Schwankungen hat es immer gegeben", erklärt Holger Buschmann, der als NABU-Naturschutzreferent von Rheinland-Pfalz das Schutzprojekt koordiniert. Während aber die Verluste durch nasskaltes Frühlingswetter in günstigen Brutjahren wieder ausgeglichen werden, zeigt sich davon unabhängig ein lang anhaltender, stetiger Rückgang.

Der Umstand, dass die Mehlschwalbe eine ortstreue Art ist, erleichtert solche Beobachtungen. Vogelschützer Franz Stalla aus Ludwigshafen, der im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell schon über 30.000 Schwalben beringt hat, beeindruckt noch nach vierzig Jahren Arbeit, wie sehr die Vögel an ihren gewohnten Brutstätten festhalten. Auch das Heimfindevermögen der Zugvögel weckt seine Bewunderung: „Schwalben fliegen über 5000 Kilometer in ihre Winterquartiere südlich der Sahara und kommen beim Rückflug zielsicher zu den Gebäuden unserer Ortschaften, die sie im Herbst verlassen haben."

Ortstreue Koloniebrüter

Mehlschwalben brüten vorzugsweise in Kolonien. Die Zahl ihrer aus Lehm gefertigten Nester variiert zwischen einer Handvoll und mehreren Hundert. Seine Untersuchungen machte Stalla in großen Schwalbenkolonien, die von ihm und Mithelfern aufgebaut wurden. Die wohl größte Kolonie von Rheinland-Pfalz befindet sich in einem Privatanwesen in Obersülzen, wo jährlich weit über zweihundert Brutpaare nisten.

Sowohl ausgedehnte Ansammlungen als auch kleine Vorkommen mit nur wenigen Nestern können über Jahrzehnte hinweg bestehen, wenn sie nicht gestört werden. Zugleich belegt ihre Entwicklung, wie förderlich sich menschliche Hilfe auswirkt: „Wo Schwalben nisten oder versuchen, Nester zu bauen, da lässt sich eine Kolonie beliebig erweitern, weil Kunstnester dort mit Sicherheit angenommen werden", so die Beobachtung von Holger Buschmann. Schwierig sei dagegen die Neuansiedlung: „Bis die Tiere neue Niststätten annehmen, kann es Jahre dauern."

Ursprünglich nisteten Mehlschwalben an senkrechten, vegetationslosen Felswänden und Steilküsten. Nachdem die Tiere menschliche Gebäude als Brutmöglichkeit entdeckten, entwickelten sie sich zu typischen Kulturfolgern. Über Jahrhunderte gehörten die oberseits glänzend blauschwarz und an der Unterseite weiß gefiederten Vögel selbstverständlich zu Dörfern und Städten, wo sie alljährlich im Frühling als Glücksbringer begrüßt wurden.

Während die Rauchschwalbe innerhalb von Gebäuden, meistens in Ställen brütet, baut die Mehlschwalbe ihre Nester an der Außenseite von Häusern, in Durchfahrten und Toreingängen sowie unter Brücken. Die Nester werden an senkrechten Wänden direkt unter Dach- und Mauervorsprüngen angebracht, wo sie vor Regen- und Tropfwasser geschützt sind. Zunächst klebt die Mehlschwalbe einen kleinen Wall aus Lehmklümpchen an die Wand, wobei sie oberhalb dieser Bröckchen sitzt und sich mit aufgefächerten Schwanzfedern an der Mauer abstützt. Während sie baut, arbeitet sie von innen her, als säße sie bereits im fertigen Nest. Schon in frühem Baustadium übernachten die Schwalben am Nest, manchmal sogar auf einem so schmalen Ansatz, dass sie kaum Platz darauf finden. Ist die Viertelkugel fertig, wird sie mit feinen Pflanzenteilen, Blütenwolle und Federchen ausgepolstert.

Wo Schwalben bauen, hängt entscheidend davon ab, ob sie in der näheren Umgebung lehmige, tonige Erde aus Pfützen, feuchten Bodenstellen und an Gewässerufern finden. Der Bedarf an feuchtem Material stellt Mehl- und Rauchschwalben heute vor große Probleme. Dabei ist die Mehlschwalbe am stärksten betroffen, weil sie reine Lehmnester baut, ohne wie die Rauchschwalbe Pflanzenhalme in die Nestwand einzufügen.

„In unseren Siedlungen und ihrem Umland wird der Boden immer mehr versiegelt, Straßen, Wege, Gehsteige - überall wird asphaltiert und betoniert", begründet Franz Stalla die Not der Schwalben. „Weil sie kaum noch geeignetes Nistmaterial finden, sind viele der gebauten Nester untauglich und fallen bald ab." Auch den vielfach verwendeten Hausanstrich mit Dispersionsfarben, an dem die Nester nicht haften, nennt Stalla als eine Ursache dafür, dass der Nestbau oft erfolglos bleibt.

Erschwerend kommt hinzu, dass Schwalben vielerorts unerwünscht sind, weil Hausbesitzer die Verschmutzungen durch Kot fürchten, die bei der Jungenaufzucht unter den Nestern auftreten. Für Schwalbenfreunde stellt das kein Problem dar, denn der Kot kann durch einfache Brettchen unter den Nestern aufgefangen werden. Trotzdem wird den Tieren an so manchem Haus die Ansiedlung durch Flatterbänder und Netze verwehrt oder es werden gar Nester abgeschlagen - ein gesetzwidriges Vorgehen. Laut Bundesnaturschutzgesetz gehören Mehlschwalben wie Rauchschwalben, Mauersegler und andere Gebäudebrüter zu den besonders geschützten Arten. Überdies dürfen Vogelnester grundsätzlich nicht zerstört werden.

Untermiete mit Konflikten

Doch Naturschutzreferent Holger Buschmann weiß aus Erfahrung, dass vor allem die Mehlschwalbe ein konfliktträchtiger Untermieter ist: Selbst wo Hausbesitzer ihre gefiederten Gäste willkommen heißen, stößt ihr Aufenthalt mitunter auf Widerstand. „Mancher Schwalbenfreund riskiert Ärger mit seinen Nachbarn", erklärt der Biologe: „Natürlich kann beim Abfliegen der Schwalben vom Nest auch mal ein Kotfleck auf Nachbarfassaden oder auf einem parkenden Auto landen. Leider lösen schon solche geringfügigen Flecken Anfeindungen aus."

All dies sind für die Vogelschützer Gründe, ein landesweites Projekt zu initiieren, dessen Idee aus dem Rhein-Pfalz-Kreis stammt und das dort mit großem Erfolg gelaufen ist: „Schwalben willkommen" soll die Akzeptanz in der Bevölkerung fördern und schwalbenfreundliche Hausbesitzer unterstützen. Das unter der fachlichen Begleitung von Franz Stalla laufende Projekt basiert auf der Erfahrung, dass der wirksamste Schutz der Art darin besteht, bereits bestehende Kolonien zu sichern.

Wo ein Gebäude eine Kolonie von mindestens fünf besetzten Nestern aufweist, kann sich der Eigentümer um eine Auszeichnung bewerben. Ansprechpartner ist die nächstgelegene NABU-Stelle. Zur Auszeichnung gehören eine Urkunde und eine Plakette, die das Haus als schwalbenfreundlich ausweist und um Verständnis für mögliche Verschmutzungen wirbt. Nach einer Besichtigung der Kolonie wird die Auszeichnung vorgenommen, bei der auf Wunsch auch ein Doppelkunstnest überreicht wird.

Laut Franz Stalla haben NABU und die Vogelschutzwarte Frankfurt für die Aktion Keramiknester in einer Behindertenwerkstatt anfertigen lassen, die mit Erfolg getestet wurden. Als einen Vorteil der Kunstnester gegenüber Naturnestern nennt Stalla die Tatsache, dass sie „sofort bezugsfertig sind, wenn die Schwalben aus dem Winterquartier zurückkommen". Zudem zeichnen sie sich durch ihre Haltbarkeit aus, sodass man nicht befürchten muss, dass ein Nest mitsamt Jungvögeln abbrechen könnte.

Im Normalfall ziehen Mehlschwalben pro Jahr zwei Bruten auf. Dank ihrer Nähe zum Menschen und des erfolgreichen Einsatzes von Kunstnestern gibt es fundierte Erkenntnisse über die Brutbiologie. So weiß man, dass Männchen und Weibchen das Bebrüten der Eier und die Fütterung der Jungen gemeinsam meistern. Ihren ersten Ausflug machen die jungen Mehlschwalben eng betreut von den Elterntieren. Deren Lockflüge animieren die etwa drei Wochen alten Jungen zum großen Wagnis des ersten Fluges. Folgen sie den lockenden Eltern, werden sie zuverlässig von ihnen begleitet, bis sie wieder sicher ins Nest zurückfinden.

Dass Mehlschwalben gesellige Vögel sind, stellen sie bei vielen Gelegenheiten unter Beweis: Im Schwarm werden Lehm und Polstermaterial für die Nester gesammelt. Auch die Jagd nach Fluginsekten wie Fliegen und Mücken geschieht gemeinsam. Wenn die nützlichen Insektenvertilger in den kommenden Wochen nach langer beschwerlicher Flugreise wieder bei uns eintreffen, geht Franz Stalla von einer Rückkehrerquote von fünfzig Prozent aus. „Unterwegs gibt es durch Vogelfänger und Wetterkatastrophen immer wieder viele Ausfälle", sagt er. „Umso wichtiger ist eine ausreichende Nachzucht."

Kontakt NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Süd:

Dr. Nathalie Plum Telefon: 06341 316 28; e-mail: nabu.sued@NABU-RLP.de
Internet:
www.NABU-RLP-sued.de  

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.88
Datum: Dienstag, den 15. April 2008
Seite: Nr.10
"Deep-Link"-Referenznummer: '3390004'

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Schöpfung bewahren im Glockenturm

NABU zeichnet Kirchen für Artenschutz aus –

Eulen und Falken im „Schichtdienst“ auf Mäusejagd

„Man kann kritisieren und bemängeln – man kann aber auch die loben, die es besonders gut gemacht haben und damit ein Zeichen setzen“, eröffnete Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle die Verleihung der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ an sieben ausgewählte Kirchen in Landau und Umgebung.  In feierlichem Rahmen wurden diese für ihr Engagement im Artenschutz ausgezeichnet.

Turmfalken, Schleiereulen, Dohlen und Fledermäuse sind typische Kulturfolger, die gerne in Städten und Dörfern brüten. Besonders Kirchtürme bieten für sie gute Nistmöglichkeiten, die allerdings bei Sanierungen oft verloren gehen. Deshalb haben der NABU und der Beratungssausschuss für das Deutsche Glockenwesen die gemeinsame bundesweite Aktion „Lebensraum Kirchturm“ gestartet. Während die evangelischen Kirchen in Annweiler, Mühlhofen und Wollmesheim sowie die ökumenisch genutzte Kirche in Rohrbach Dohlen beherbergen, wohnt in Landau-Mörzheim der Turmfalke gleich in beiden Kirchen. Im protestantischen Kirchturm teilt sich der Greifvogel den Nistkasten sogar mit einer Schleiereule – sozusagen im „Schichtdienst“ auf Mäusejagd. „Die Eule muss nachts über die jungen Falken drüber steigen – das scheint die aber keineswegs zu stören“, so Werner Kern vom NABU Landau, der seit 30 Jahren im Vogelschutz aktiv ist und als Gastgeber den Abend im Hirtenhaus ausrichtete.

Junge Schleiereulen (Foto: Werner Kern)

Bei Imbiss und Getränken tauschten sich die Kirchenleute mit den Naturschützern über ihre Erlebnisse in den bebrüteten Kirchtürmen aus. Insgesamt waren 13 Vertreter der Kirchen und Gemeinden zur Verleihung erschienen, darunter auch Thomas Wollenweber, der Stadtbürgermeister von Annweiler, sowie Rudi Klemm, der Beigeordnete für Umweltfragen der Stadt Landau. In Vertretung für den Bischof des Erzbistums Speyer war Pater Mario Crvenka gekommen, um die Auszeichnung für die Josephskirche in Speyer entgegen zu nehmen – an der brütet seit vielen Jahren erfolgreich der Wanderfalke, der in den 1970er Jahren nahezu ausgestorben war und nur durch Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen gerettet werden konnte. „An unserer Heilig-Kreuz-Kirche in Landau könnte man eigentlich auch mal was für die Vögel machen“, überlegt Cvrenka laut. Und Nathalie Plum ist zufrieden: Das gute Beispiel der Ausgezeichneten wird Schule machen.

Das Programm des NABU mit vielen Vogelstimmenwanderungen in der Region ist erhältlich unter Tel. 06341/31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de

Zahlreiche Vertreter von Kirchen und Gemeinden nahmen die Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ von Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstelle (3.v.l.) entgegen: v.l.n.r.: Margot Füßer, Thomas Wollenweber, Hans-Joachim Fette, Irmtraud Schmidt, Annweiler; Marie-Luise Klein, Karl-Heinz Hauck, Rohrbach; Pater Mario Crvenka, Landau; Elke Dicker, Wollmesheim; Pfarrer Traugott Oerther, Mörzheim; Franz Walz, Billigheim-Mühlhofen; Pfarrer Dr. Dr. Emanuel Chukwu, Mörzheim. (Foto: Werner Kern)

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NABU greift Schwalben unter die Flügel

Häuser mit Nestern werden ausgezeichnet

In Kürze kehren die Schwalben aus ihren Winterquartieren zurück und erfreuen die Herzen vieler Menschen, die jährlich auf die Ankunft der Frühlingsboten warten. Trotz dieser Beliebtheit nehmen die Schwalben kontinuierlich ab. Dies liegt daran, dass immer mehr Ställe und Scheunen verschlossen werden, Lehmpfützen zur Gewinnung des Nistbaumaterials selten geworden sind und Schwalbennester an Hauswänden immer weniger geduldet werden. Leider werden insbesondere Mehlschwalben oft als Fassadenbeschmutzer angesehen und wird ihnen keine Möglichkeit zum Nestbau gegeben. Die Flugakrobaten sind allerdings von unserer Duldung abhängig. Ansonsten werden sie aus den meisten Gegenden in absehbarer Zeit verschwinden.

Um den Mehlschwalben zu helfen und diejenigen zu unterstützen, die Schwalbennester an ihren Häusern dulden, hat der NABU Rheinland-Pfalz in diesem Jahr die Aktion „Schwalben willkommen“ ins Leben gerufen. Es geht darum, Hauseigentümer mit Schwalbenkolonien für die Duldung der sympathischen Flugkünstler auszuzeichnen. Dies geschieht über eine attraktive Plakette, die am Haus montiert werden kann, und eine Urkunde. „Die Plakette weist das Haus und seine Bewohner nicht nur als schwalbenfreundlich aus, sondern ist auch gleich ein Hinweis für andere Menschen, dass dieser Dienst an der Natur durchaus wertgeschätzt wird“, so Dr. Nathalie Plum von der  NABU Regionalstelle Süd. „Leider geschieht es immer wieder, dass Personen mit Schwalbennestern am Haus Anfeindungen von Nachbarn ausgesetzt sind und aufgefordert werden, die Nester zu entfernen. Dass die Entfernung von Nestern ein Straftatbestand ist, ist den wenigsten Menschen bekannt.“

Mehlschwalbe (Foto: NABU)

An ausgezeichnete Personen, die gleichzeitig Interesse daran haben, ihre Kolonie zu erweitern, wird zudem kostenlos ein Doppelkunstnest abgegeben. „So eine Nisthilfe wird am ehesten in einer bestehenden Kolonie angenommen – oder aber dort, wo Schwalben bisher vergeblich versucht haben, Nester zu bauen“, so Plum. Zudem leiste man den Schwalben, die meist vergeblich nach Schlammpfützen auf unseren asphaltierten Wegen und Plätzen suchen, mit den künstlichen Nestern eine wichtige Hilfe.

Jeder, der eine kleine Mehlschwalbenkolonie mit mindestens fünf besetzten Nestern an seinem Haus besitzt, ist aufgerufen, sich unter Tel. 06341/31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de zu melden. Anfang Juni wird es voraussichtlich eine feierliche Plakettenverleihung im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau geben; teilweise werden die Auszeichnungen von den NABU-Gruppen vor Ort vorgenommen.

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Mit Spaß im Einsatz für die Natur

Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Frankenthal

 „Spaß im Naturschutz“ war das Motto, unter dem die NABU-Gruppe Frankenthal sich in 2007 für den Naturschutz einsetzte. Neben den üblichen „Zuckerbroten“ wie der ordentlichen Versorgung der Helfer bei Arbeitseinsätzen mit Speis und Trank oder erbaulichen Exkursionen wie der traditionellen Begrüßung des Pirols am 1. Mai im „Kleinen Wald“, dachte sich die Gruppe um den Vorsitzenden Manfred Becker diesmal etwas Besonderes aus. Im Rahmen der Frankenthaler Kulturtage luden sie die beliebte Blues-Band „Uffgschdummbd“ zum „NABU-Jazz“ ein und drückten damit das Lebensgefühl im Verein aus.

Natürlich kamen auch die satzungsgemäßen Aufgaben nicht zu kurz: Im Landschaftsschutzgebiet „Kleiner Wald“ konnten weitere Flächen renaturiert und mit Pflegemaßnahmen am Scherrschen Weiher und am NABU-Weiher Lebensraum für viele verschiedene Pflanzen und Tiere gesichert werden. Der Arbeitskreis „Hauptfriedhof“ erwirkte eine späte Mahd der Rasenflächen zugunsten der Pyramidenorchis. Gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Schule sammelte man Müll aus der Landschaft. Mehrere Exkursionen und ein Vortrag ergänzten wie immer das Programm der Gruppe.

Auch in der Flächensicherung konnten die Naturschützer in 2007 punkten: Von einem begeisterten Mitglied bekam die Gruppe ein Ackergrundstück an der A61 geschenkt und die NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim übertrug den Frankenthalern 9 Grundstücke in der Gemarkung Freinsheim. Der Flächenbesitz wurde nur möglich, weil der Eintrag des NABU Frankenthal in das Vereinsregister gelang.

Der Arbeitskreis Nisthilfen betreut insgesamt 206 Nistkästen. Im „Kleinen Wald“ waren in 2007 alle Kästen belegt – viele mit den selten gewordenen Feldsperlingen. Monika Kröber lobte die Zusammenarbeit mit Jägern und Privatleuten. Gemeinsam mit Franz Stalla vom NABU Ludwigshafen und Carlo von Opel hat sie in der Gemeinde Bobenheim-Roxheim die Nistmöglichkeiten speziell für Mehlschwalben verbessert. Dazu wurde die Bevölkerung über Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert, Schwalbennester zu dulden und wenn möglich zusätzliche Kunstnester anzubringen. Drei Hausbesitzer wurden geehrt. Dieses Projekt griff der NABU Rheinland-Pfalz als nachahmenswert auf und zeichnet nun landesweit Häuser, die mindestens 5 bewohnte Mehlschwalbennester vorweisen können, mit der Plakette „Schwalben willkommen“ aus. Kröber plant für 2008 die Aufstellung eines „Schwalbenbaums“, der die im Rahmen eines Abrisses  zerstörten 28 Nester an der Pestalozzistraße ersetzen soll. Obwohl die Gruppe laut Kassenwart Björn Baumann mit einem soliden Haushalt ins neue Jahr geht, werden für dieses aufwändige Projekt noch Sponsoren gesucht

Hermann Deichfuß berichtete, wie er als Ornithologe zu zwei heiteren Vorfällen mit seltenen Vögeln gerufen wurde: Einmal saß ein Uhu auf dem Dach der Tom-Mutters-Schule. Ein andermal hatte sich ein junges Wanderfalkenweibchen von seinem Nest an der Zwölfapostelkirche in einem ersten Flugversuch in das Zimmer einer älteren Dame verirrt. Der NABU hat in 2004 eine Nisthilfe im Kirchturm angebracht; seitdem haben 14 junge Wanderfalken dort das Licht erblickt.

Die Naturschutzjugend NAJU hat 8 Mitglieder zwischen 8 und 13 Jahren und wird von Heiko Weissgerber und Armin Kubis geleitet. Die Hauptprojekte in 2007 waren der Bau eines „Lebensbaums“ als Unterschlupf für Tiere und ein Zeltlager in Hauenstein. Für 2008 ist wieder die beliebte „Rallye durch den kleinen Wald“ als Fest für Familien mit Kindern geplant – diesmal hoffentlich bei besserem Wetter.

Zur nächsten Jahreshauptversammlung wird der NABU laut Satzungsänderung aus Kostengründen nicht mehr jedes einzelne Mitglied schriftlich, sondern nur noch über die Presse einladen.

Die NABU-Gruppe Frankenthal trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat  um 20 Uhr  im Restaurant „Am Rosengarten“. Interessenten sind immer willkommen!

Die NAJU trifft sich wieder am Mittwoch, 16. April um 15:30h auf dem Parkplatz beim Schachclub, „Am Strandbad“

Die nächste Exkursion geht am Sonntag, 20.04.08, 8 bis 11:30 Uhr in die Sandgrube bei Beindersheim. Treffpunkt: vor dem Albert-Einstein-Gymnasium. Info bei Rainer Schulze, Tel. 06233 / 63341

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NABU pflegt Gehölze im Maudacher Bruch

Biotop für Boden brütende Vögel - Naturschützer bitten Spaziergänger um Rücksicht

Am vergangenen Samstag waren 7 Helfer der NABU-Gruppe Ludwigshafen auf dem Grundstück "Im Kinkel" in der Feldplatte des Maudacher Bruchs im Einsatz. Dort haben die Naturschützer heimische Gehölze gepflanzt, die nun beschnitten wurden. Um der Verbuschung entgegen zu wirken, gruben Dr. Georg Waßmuth und seine Mitstreiter außerdem Brombeersträucher aus und besserten Zäune aus. „Wir hatten eigentlich mit knabbernden Kaninchen gerechnet, doch nun fegt der Rehbock die Rinde von den Gehölzen“, so Waßmuth. Wegen des schlechten Wetters und des aufgeweichten Bodens wurden allerdings nur die nötigsten Arbeiten verrichtet.

 

Das Maudacher Bruch ist wegen seiner landschaftlichen Vielfalt stark von Erholungssuchenden frequentiert. Leider hinterlassen Hunde und Raucher ihre Spuren, „das geht nicht nur den Kindern gegen den Strich“, so Waßmuth, der alle Spaziergänger bittet, die Wiesen sauber zu halten. Frei laufende Hunde wühlen außerdem die angelegten Baumscheiben auf und stören bodenbrütende Vögel, für die das Gebiet hauptsächlich angelegt wurde. Deshalb die Bitte des NABU, das gekennzeichnete Grundstück nicht zu betreten und es vor allem nicht als Hundeauslauf anzusehen.

Nächstes Planungstreffen der NABU-Gruppe Ludwigshafen und Umgebung am Montag, 26.5. um 18:30 Uhr im Gasthaus „Hirsch“ in LU-Rheingönheim. Interessenten sind willkommen und können sich melden unter Tel. 0621/551787, familie.wassmuth@web.de

Naturbegeisterte Kinder können mitmachen bei der NAJU, nächstes Treffen am Mittwoch, 16.04.08, 17:30 - 19 Uhr in der IGS Gartenstadt, Abteistraße 18, Theatersaal. Anmeldung unter NAJU.Ludwigshafen@web.de oder in der NABU Regionalstelle Süd, Te. 06341 / 31628

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Tunnel für die Mauersegler

Nisthilfen-Projekt des NABU an der Hauptschule in Bellheim

Das Gerüst an der Bellheimer Hauptschule, deren Fassade gerade renoviert wird, inspirierte Peter Rüffel und Joachim Zürker von der NABU-Gruppe Bellheim. „Da käme man ja leicht in die Schwindel erregende Höhe, in der Mauersegler nach Brutplätzen suchen“, so die Idee. Für diesen Zugvogel, der als Kulturfolger gerne in der bebauten „Felsenwelt“ der Menschen lebt, gehen im Zuge von Renovierungen immer wieder Brutplätze wie Nischen und Hohlräume an Häusern verloren. Nicht so in Bellheim: Nach Absprache mit der zuständigen Architektin und dem Leiter der Hauptschule schwangen sich die Naturschützer am Gründonnerstag gemeinsam mit dem Mauersegler-Experten Martin Grund vom NABU Neustadt auf das Gerüst und entfernten 8 Lüftungseinsätze aus der Wand. Diese wurden durch Holztafeln mit Einfluglöchern für die Mauersegler ersetzt. NABU-Mitglied Walter Frey hatte in einer Nachtschicht eigens diese Holztafeln mit den tunnelförmig verlängerten Einfluglöchern konstruiert. Nach der vollständigen Renovierung ragen diese eckigen „Tunnel“ durch die Außendämmung der Fassade. Von außen werden lediglich die Einfluglöcher zu sehen sein. Im Inneren der Schule werden demnächst pünktlich zur Ankunft der „Sommervögel“ die Nistkästen  montiert.

Mit den Schwalben verbindet die Mauersegler mehr die Flugweise als die Genetik. Sie sind näher mit dem Kolibri verwandt und besorgen nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern auch die Paarung und die Suche nach Nistmaterial in der Luft. Sie schlafen sogar dort und halten sich nur während der Brutsaison - Anfang Mai bis Ende Juli - zeitweise auf „festem Grund“ in ihren Nestern auf. Warmen Sommerabenden verleihen die Mauersegler mit ihrem „Sri-sri-sri“ eine mediterrane Note. Im August ziehen sie bereits wieder gen Süden.

Obwohl Mauersegler nur kurze Stummelbeine haben, die sich zum Laufen nicht eignen, können gesunde Tiere dennoch problemlos vom Boden starten. „Die Mär, dass sie das nicht können, stammt wohl daher, dass meist verletzte Tiere oder noch nicht flügge Jungvögel am Boden gefunden werden“, so Martin Grund. Diesen sollte man übrigens niemals ‚Starthilfe’ geben, indem man sie in die Luft wirft – dies endet meist in einer Bruchlandung, bei der sich die Vögel lediglich neue, schwerere Verletzungen zuziehen.

Infos über Aufzucht und Pflege von Mauerseglern:

Das NABU-Projekt „Mauerseglerschulen“: www.nabu-mauerseglerschulen.de

http://www.swift.mynetcologne.de/home.htm

Peter Rüffel ersetzt die Lüftungseinsätze durch Bretter mit Einfluglöchern für die Mauersegler. (Foto: Joachim Zürker)

Mauersegler (Foto: Martin Grund)

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Kinderwanderung mit dem NABU Heidewald

Am Samstag, 29. März von 10 bis 15 Uhr lädt die NABU-Gruppe Heidewald Kinder von 7 bis 14 Jahren zu einer naturkundlichen Wanderung in den Heidewald ein. Mit etwas Glück können die Kinder auf der Wegstrecke von etwa 5 km Erdkröten auf der Rückkehr vom Laichgewässer in den Wald, die ersten Störche oder den Turmfalken beim Brutgeschäft beobachten. „Naturtrainer“ Volker Schlie wird zwischendrin für Spiel und Spaß sorgen und hat gemeinsam mit Walter Gramlich für (fast) alle Fragen rund um die Natur eine kindgerechte Antwort auf Lager. Treffpunkt ist am Dorfgemeinschaftshaus in Birkenheide.

Mitzubringen sind Essen und Trinken für ein Picknick, wetterfeste Kleidung und ein Unkostenbeitrag von 5 Euro. Anmeldung unter Tel. 06237/6297.

(Foto: Walter Gramlich)

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Osterferienprogramm 2008 beim NABU – viel Spaß auch bei Sturm und Regen

Das Wetter schien dem jährlichen Osterferienprogramm beim NABU Landau dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der erste Tag war nicht nur verregnet, der Sturm hätte einen Ausflug unter die hohen Bäume am Schleidgraben in Mörzheim auch gefährlich werden lassen. Dennoch wurden es wie immer drei lehrreiche, gesellige und unterhaltsame Tage für die 40 Kinder, die mit den Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen kurzerhand das Alte Schulhaus in Mörzheim bezogen. Die älteren Kinder halfen den jüngeren beim Basteln der beliebten Osterhasen aus Birkenholz und den dazu passenden Mooseiern. Die Mal- und Leseecke mit naturkundlichen Fachbüchern wurde ebenfalls gut angenommen und beim gemeinschaftlichen „Nasenspiel“ waren die Kinder ruhig und konzentriert.

Am zweiten Tag hatte sich das Wetter dann etwas beruhigt und es ging endlich raus ins „Grüne Klassenzimmer“, wo die Kinder das Weidentipi ausbesserten, einen Teich anlegten und die Benjeshecke mit neuem Schnittgut bestückten. Am „Dreiteich“ gingen einige „Nachwuchsforscher“ außerdem auf Entdeckungstour nach Wassertieren.

Am dritten Tag gab es zum Abschluss Stockbrot am Feuer und dazu Quark mit selbst gesammelten Kräutern. Zwischendrin sorgte das „Ringelnatter-Kröte-Schilf-Spiel“ für die nötige Bewegung, um bei den niedrigen Temperaturen warm zu bleiben.

 „Wir freuen uns besonders über unsere Stammgäste, die schon zum fünften oder sechsten Mal mit von der Partie sind“, so van der Bloemen, „aber natürlich genauso über die Neulinge“. Viele Kinder haben schon angekündigt, dass sie beim „Umweltdiplom“ oder spätestens beim Herbstferienprogramm auf jeden Fall wieder mit dabei sind.

Der NABU dankt allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement.

Infos über die aktuellen Angebote der Naturerlebnisschule für Kindergärten und Schulklassen sowie über das „Umweltdiplom für Kinder“ gibt es im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628, hirtenhaus@web.de

Die Kinder packen mit an bei Pflegearbeiten im „Grünen Klassenzimmer“

Ausbesserung des Weidentipis

Basteln von Osterhasen aus Birkenholz

(Fotos: Werner Kern)

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„Erlebter Frühling 2008“:  Lebensraum Streuobstwiese
Am 20. März 2008 startet zum 25. Mal der Wettbewerb "Erlebter
Frühling". Die NAJU, Jugendorganisation des Naturschutzbund NABU, lädt alle Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren ein, sich auf die Suche nach vier Frühlingsboten auf der Streuobstwiese zu begeben: dem Kuckuck, der Wildbiene, dem Apfelbaum und dem Steinmarder.
"Die Streuobstwiese bietet hervorragende Möglichkeiten, Kindern die enge Vernetzung von Artenvielfalt, Landschaft und Kultur nahe zu bringen", sagt Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle in Landau. In der Pfalz sind Streuobstwiesen noch vielerorts zu finden - auch dank des Engagements der hiesigen Naturschützer. Sie sind die Kulisse für so manche NAJU-Gruppenstunde, für Ferienprogramme und Veranstaltungen im Rahmen des „Umweltdiploms für Kinder“. Auch die „Naturerlebnisschule“ des NABU Landau nutzt das „Grüne Klassenzimmer Streuobstwiese“.

Die NAJU entschied sich für die Streuobstwiese als einen der artenreichsten Lebensräume in der Kulturlandschaft, um damit auf die 9. UN-Konferenz zur Konvention über biologische Vielfalt (CBD) aufmerksam zu machen. Diese findet im Mai 2008 in Bonn statt.

Das Material „Erlebter Frühling – die Streuobstwiese“ für LehrerInnen und Kindergruppen kann direkt unter www.erlebter-fruehling.de oder bei der NAJU Bundesgeschäftsstelle, Charitestr. 3 in 10117 Berlin, Tel: 030-2849841900, bestellt werden.

Infos über regionale Angebote für Kinder sowie über den Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 beim NABU unter www.NABU-RLP-Sued.de; Tel. 06341/31628

Der Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 und einer der Frühlingsboten, liebt reich strukturierte Lebensräume wie die Streuobstwiese. Wer hört ihn dieses Jahr als erster? (Foto: NABU)

Wildbienen am Nistholz – vielerorts fliegen sie schon!

(Foto: N. Plum)

(Foto: W. Kern)

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Schwalben willkommen!

NABU montiert Nester und Kotbretter an der Grundschule in Zeiskam

Kinder und Lehrer der Grundschule Zeiskam sind gleichermaßen stolz auf die 40 Mehlschwalbennester an der Hauswand. Doch der herabfallende Kot bereitete in den vergangenen Jahren in der Brutzeit immer wieder Probleme.

Der Naturschutzbund Bellheim beschloss, hier Abhilfe zu schaffen. Da die Aktion in luftigen 8 Metern Höhe stattfinden sollte,  bauten Joachim Zürker, Matthias Brock und Peter Rüffel am vergangenen Freitag ein fahrbares Gerüst auf - bei Wind und strömendem Regen kein ganz ungefährliches Unterfangen. Samstag montierten Zürker und  Rüffel zusammen mit Klaus Weiß nicht nur 35 Meter Kotschutzbretter, sondern auch 8 zusätzliche Kunstnester. Diese wurden im Rahmen der landesweiten Aktion „Schwalben willkommen“ vom NABU Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt. Sie sind für die Schwalben hilfreich, da diese im Dorf mit seinen zumeist asphaltierten Straßen nur noch wenig feuchten Lehm als Baumaterial finden. Da die Aktion den ganzen Tag andauerte, sorgten Beate Gaab und Fritz Riemer für eine Stärkung der „Arbeiter“ mit Speis und Trank.

Unterstützt wurde die Aktion von der Bellheimer Metallwerk GmbH, die unter
Mithilfe von NABU-Mitglied Dirk Weinheimer die langlebigen "Kotbretter" aus feuerverzinktem Blech zur Verfügung stellte. Die Firma Elektro Lutz (Bellheim) steuerte Schrauben und Dübel bei, die Dachdeckerei Butz (Zeiskam) eine Leiter. Der NABU dankt allen Unterstützern und Helfern.

Haben Sie Schwalbennester an Ihrem Haus oder kennen Sie ein „Schwalben-Haus“?

Dann melden Sie es dem NABU, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de.

Ab 5 besetzten Nestern gibt es eine Auszeichnung mit der „Schwalbenplakette“.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass der NABU keine Privathäuser mit Kotbrettern ausstatten kann. Diese Aktionen sind sehr aufwändig und können nur in Ausnahmefällen durch die Ehrenamtlichen geleistet werden.

Joachim Zürker und Klaus Weiß montieren die Kotbretter unterhalb der Schwalbennester (Foto: P. Rüffel)

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Landau: Ein neues Zuhause für Kermit und seine quakenden Freunde

Amphibienprojekt Ahlmühle gestartet - Nach dem Freischneiden von Gehölz Warten auf die Frösche - Spaziergänger unerwünscht

Im Feuchtgebiet Ahlmühle, hinter der Kreisverwaltung Richtung Godramstein gelegen, sollen sich bald schon Erdkröten und Molche tummeln, Wasser- und Grasfrösche quaken. Die Lebensbedingungen für gefährdete Amphibienarten zu optimieren und neuen Lebensraum zu schaffen ist das Ziel eines wissenschaftlich begleiteten Amphibienprojektes. Um Licht in das Dickicht zu bringen, haben Forstmitarbeiter in den vergangenen zwei Wochen Erlen und Weiden gefällt und Gehölze zurückgeschnitten. 2500 Euro wurden dafür ausgegeben.

"Lass Sonne rein": Die  Bäume werfen zu viel Schatten aufs Wasser und sollen gelichtet werden. (Foto: Werner Kern)

Am Freitag trafen sich die städtischen Beigeordneten Rudi Klemm und Maria Helene Schlösser mit Naturschutzvertretern im Feuchtgebiet zum offiziellen Start des Amphibienprojektes. Das rund vier Hektar große Feuchtgebiet gehört der Stadt Landau und wurde 1984 in Kooperation mit dem Naturschutzbund (Nabu) geschaffen. Der Nabu übernahm die Betreuung des Vogelschutzes und mähte die Grünflächen.

Schnell wachsende Bäume und Sträucher schadeten der Teichanlage jedoch durch zu viel Schatten, und herabfallendes Laub verschlechterte in den Folgejahren die organischen Gewässerbedingungen, sodass anspruchsvollere Amphibienarten dort nicht mehr siedelten. „Die Biotopqualität ging zurück", sagte Klemm, „deshalb wollen wir das Gelände wieder mit neuem Leben füllen."

Bis zum zweiten Märzwochenende werden Helferinnen und Helfer deshalb in dem Feuchtgebiet Unrat entfernen, Totholz beseitigen, Äste schneiden. Für diese Landschaftspflege engagieren sich Ehrenamtliche aus verschiedenen Naturschutzverbänden. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Katja Bischoff, Studentin der Umweltwissenschaften der Universität Landau, und von Hans-Peter Buchert von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT). So soll der Bestand aller im Feuchtgebiet siedelnden Amphibien erfasst und dokumentiert werden.

Auch der Landauer Zoo ist in das Projekt miteingebunden. „Das passt gut", findet Zoodirektor Jens-Ove Heckel, hat doch die Weltnaturschutzorganisation zusammen mit dem Weltzooverband das Jahr 2008 zum Jahr des Frosches erklärt. Während des Sommers darf die Zooschule das Gelände für umweltpädagogische Zwecke nutzen. Ansonsten sind Besucher dort eher unerwünscht, um das Amphibienprojekt nicht zu gefährden.

Das Gelände ist sowieso relativ schwierig zu erreichen, der Weg dorthin bewusst versperrt. „Das hier ist ein Raum, wo die Natur Vorrang hat und der Mensch lernt, mit der Natur umzugehen", fasst Förster Siegfried Weiter zusammen.

Der Laubfrosch heißt es, ist immer auch Indikator für eine intakte Umwelt. Alle Beteiligten hoffen deshalb, dass sich bald wieder viele kleine, grüne Hüpfer im Feuchtgebiet tummeln werden. (ovi)

GAUWEIR

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.53
Datum: Montag, den 03. März 2008
Seite: Nr.25
"Deep-Link"-Referenznummer: '3283355

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Neustadt: Wie sich mit wenigen Kniffen Sprit sparen lässt

Aktionstag des Naturschutzbunds beim Autohaus AVG Scherer - Ausgebildete Fahrtrainer geben 41 Teilnehmern Tipps

Benzin sparen ist bei den derzeitigen Preisen für viele Autofahrer zweifellos ein Thema: Bei einem Aktionstag am Samstag im Autohaus AVG Scherer haben einige die Chance genutzt, sich darüber zu informieren. Seit fünf Jahren setzen sich der Naturschutzbund (Nabu) und VW gemeinsam für eine umweltschonende Fahrweise ein, die den CO2-Ausstoß mindern soll. Ziel der bundesweiten Kampagne ist es, mit Trainingsfahrten zu zeigen, wie man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. 41 Teilnehmer ließen sich beraten.

Solche Aktionstage finden bundesweit zwischen 15- und 20-mal im Jahr statt. VW stellt die Autos, Profis übernehmen das Training. Die Fahrzeuge sind mit einem speziellen Computer ausgerüstet, der in zwei Fahrtrunden Parameter wie Drehzahl, Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß misst. Die Teilnehmer legen mit dem Trainer eine erste Runde nach gewohnter Fahrmanier ab. Diese wird dann ausgewertet, bevor eine zweite Runde unter Anleitung angeschlossen wird.

„Die Zusammenarbeit mit VW ist auch entstanden, da VW sich ohnehin im Bau umweltfreundlicher Autos engagiert", erklärte Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Nabu-Regionalstelle Rheinland-Pfalz Süd. Sie schätzt die Effektivität solcher Aktionen vor Ort, weil damit an der Basis etwas bewegt werden könne. Der Nabu informierte die Teilnehmer zusätzlich an einem Infostand über seine Arbeit. Verkürzt wurde den Teilnehmern die Wartezeit auf den Fahrtrainer auch mit der Möglichkeit eines Hörtests oder einer kostenlosen Fahrzeugüberprüfung.

Der Infostand des NABU im VW-Haus avg Scherer

(Foto: Martin Grund)

Initiiert worden war die Veranstaltung in Neustadt von Bärbel Schäfer, Umweltbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Pfalz. Seit elf Jahren gebe es das Projekt „Autofasten". „Leider kann man meist nicht ganz auf das Auto verzichten, aber dann sollte wenigstens so wenig CO2 wie möglich ausgestoßen und so wenig Benzin wie möglich verbraucht werden", sagte sie. So sei ihr die Idee des Spritspar-Trainings gekommen, dessen Teilnehmern demonstriert werde, wie der Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent gesenkt werden könne. Schäfer war es, die auf den Nabu zugegangen war.

Kirchliche Organisationen und Umweltorganisationen arbeiteten seit längerem in einer Klimaallianz zusammen, um so gemeinsam zu versuchen, Einfluss auf die Politik auszuüben.

Eine von 41 Teilnehmern am Samstag war Inge Wassmann. Sie lebt eigentlich auf Lanzarote und war nur zu Besuch, doch als sie von der Möglichkeit eines solchen Fahrtrainings erfahren hatte, meldete sie sich spontan an: „Das ist doch ein super Angebot." Gemeinsam mit Thomas Bruns, Fahrtrainer bei Volkswagen Braunschweig, stieg sie in einen neuen Passat. Ein Dieselwagen, der angeblich ohnehin schon bis zu einem Liter weniger Verbrauch hat als herkömmliche Autos. Auf der ersten Runde der Strecke, die nach Mußbach und über Branchweilerhof zurück zum Autohaus führte, wurde ihr gewohnter Fahrstil beobachtet und die erreichten Werte gemessen.

Expertenrat: Zügig schalten

Vor Beginn der zweiten Runde gab es dann die Tipps vom Fachmann. Während Wassmann stets dachte, zu „untertourig" zu fahren, erklärte ihr Thomas Bruns, dass ihr Fahrstil verbessert und sogar um 200 Umdrehungen gesenkt werden könne: „Im ersten Gang sollte höchstens zwei Wagenlängen gefahren werden." Neben weiteren Tipps zum Benzinsparen, wie das zügige Schalten und ausreichend Reifendruck, verriet er auch, dass sich ein Abschalten des Motors schon ab 20 Sekunden Standpause lohne.

Wirklich dankbar war Wassmann für den Tipp, dass es mitunter effektiver sein könne, bergab den Gang geschaltet zu lassen und nur den Fuß vom Gas zu nehmen, anstatt in den Leerlauf zu schalten. Dieses Prinzip der Schubabschaltung will sie für sich übernehmen. Und so war der Verbrauch in Runde zwei schon um einen Liter geringer und die Drehzahl um 400 Umdrehungen gesunken. Am PC wurden dann die gespeicherten Daten der beiden Fahrten noch einmal übereinander gelegt und verglichen. (vi)

GIERESS

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.53
Datum: Montag, den 03. März 2008
Seite: Nr.26
"Deep-Link"-Referenznummer: '3283554'

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NAJU Burrweiler/Gleisweiler: Jugend begeistert für die Natur

Rückblick auf das Jahr 2007

Zur Jugend in Burrweiler hat die Erzieherin Barbara Halfmann immer schon ein gutes Verhältnis gehabt. Regelmäßig organisierte sie Aktionen für ihre ehemaligen Kindergartenkinder und deren heranwachsende Freunde. Aus privatem Interesse hatten es ihr  - neben dem Wandern mit dem PWV - zunehmend auch der Naturschutz und die Landschaftspflege angetan. „Das sollte aber auch Hand und Fuß haben“, so Halfman, die sich deshalb dem Naturschutzbund NABU als einem kompetenten Partner anschloss.

Mit Beratung von Franz Grimm vom NABU Edenkoben/Maikammer und Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau gestaltet die gebürtige Neustadterin seit mittlerweile 2 Jahren ein buntes Programm für 14 Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren. Die Gruppe übernahm eine Patenschaft für das Regenrückhaltebecken am Lützelbach, schnitt dort die Gehölze zurück und befriedete es mit einer so genannten „Benjeshecke“ aus Schnittgut. So konnte das Becken von den Halfmannschen Schafen beweidet und offener Lebensraum für Pflanzen und Tiere nachhaltig erhalten werden. Die Kinder erlebten hautnah die Lämmeraufzucht der beiden „NABU-Moorschnucken" namens Chip und Chap mit. Diverse Pflegemaßnahmen, so auch im Regenrückhaltebecken Roschbäch, wurden durch die Verbandsgemeinde Edenkoben unterstützt.

Bei der Kontrolle der selbst aufgehängten Nistkästen stellten die Kinder begeistert fest, dass jeder Kasten von Tieren angenommen wurde – jedoch nicht nur von Vögeln: in einem Kasten überwinterten zwei Mäuse. Deshalb sollen in 2008 auch weitere Nistkästen gebaut werden.

Die Kinder engagieren sich außerdem bei der Krötenwanderung und haben ein Winterquartier für Ringelnattern angelegt - es wurden sogar schon mehrere Nattern an dem „Bauwerk“ gesichtet. Ein Besuch beim Imker, ein Ausflug in ein „Heuhotel“ in der Nähe der Wutachschlucht im Schwarzwald und ein Kastanienrückschnitt mit anschließendem Kastanienessen rundeten das Programm ab.

In 2008 soll die Sandsteinmauer in Richtung St.-Anna-Gut weiter frei gestellt werden, um Lebensraum für wärmeliebende Tiere wie Eidechsen und Nattern zu sichern. Eine Bienenwand soll gebaut werden - und natürlich werden die Kinder wieder tolle Naturbeobachtungen machen und sich bei einem gemeinsamen Fest mit der NAJU Edesheim und dem Greenteam Edenkoben darüber austauschen.

Termine von Barbara Halfmann im Rahmen des „Umweltdiploms für Kinder“:

Dienstag, 18. März, 9:45-12:30 Uhr, Rund ums Schaf

Dienstag, 24. Juni, 9:45-12:30 Uhr, Eselwanderung

Jeweils Treff am Ofenmuseum

Anmeldung zum „Umweltdiplom“ und weitere Infos:

NABU Regionalstelle, 06341 / 31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

 

 

Die NAJU Burrweiler / Gleisweiler beim Bau eines Winterquartiers für Ringelnattern

Die NAJU Burrweiler / Gleisweiler befreit die Trockenmauer Richtung St. Anna-Gut vom Aufwuchs, um Lebensraum für wärmeliebende Tiere zu schaffen

(Fotos: Barbara Halfmann)

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Hecke zerstört

Am Donnerstag, dem 06.03.08, stand in der Bad Dürkheimer Zeitung unter "Was Bürger ärgert" eine Meldung mit dem Titel "Hecke zerstört". Dort wird von Herrn Eugen Kessler berichtet, dass die Gemeinde Ellerstadt eine Hecke zerstört habe. Ortsbürgermeister Helmut Renz und Erster Beigeordneter Klaus Schneider sagen dagegen, die Hecke sei ganz normal zurückgeschnitten und durchlichtet worden.

Die etwa 10 m breite Hecke verläuft vom Ellerstädter Industriegebiet "In der Naurodt" eingezwängt zwischen zwei Feldwegen an einem Graben entlang nach Westen. Die Hecke musste vor etwa 20 Jahren als Ausgleichsmaßnahme bei der Flurbereinigung angelegt werden, da ökologisch wertvolle Obstanlagen in Weinbaugelände umgewandelt wurde. Vor Ort bietet sich das von Herrn Kessler geschilderte Bild: Auf nicht ganz 200 m sind Teile der Hecke mit dem Forstmulcher stückweise bis auf den Boden gerodet worden. Teilweise wurden auch die noch vorhandenen Gehölze verletzt. Insgesamt machen die Lücken fast die Hälfte der Hecke aus.

Was übrig blieb von der Hecke, die einst als Ausgleichsmaßnahme für die Obstwiese angelegt wurde, nachdem die Gemeinde "aufräumte"

(Foto: F. Reinert)

Der NABU kann diese Maßnahme überhaupt nicht begreifen. Die Gemeinde Ellerstadt handelt völlig unsensibel und gegen geltendes Recht. Erstens schreibt die europäische Vogelschutzrichtlinie vor, dass "Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsstätten wildlebender Vogelarten weder beseitigt, noch beschädigt werden dürfen". Zweitens sind Hecken, Feldgehölze, Einzelbäume nach dem Landesnaturschutzgesetz "geschützte Landschaftsbestandteile und von besonderem Wert für alle wildlebenden Vogelarten. Pflegemaßnahmen bedürfen der behördlichen Genehmigung". In diesem Fall war die Maßnahme weder genehmigt noch fachgerecht durchgeführt. Es wurden Gesetze eindeutig missachtet. Ein Landschaftselement wurde zerstört.

Naturschutzverbände führen zwar auch Entbuschungsaktionen durch, aber um z. B. für die Pflanzen- und Tierwelt ökologisch wertvolle Trockenwiesen zu erhalten. Sicherlich bedeutet das nicht, dass Hecken grundsätzlich nicht "zurückgeschnitten" werden dürfen, z. B. um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Aber hier handelt es sich nicht um einen Rückschnitt, sondern um eine teilweise Beseitigung der Hecke. Außerdem ist der angeführte Grund nicht stichhaltig, dass die Hecke einen Stau von Kaltluft verursache, da die Hecke von Westen nach Osten - also längs der häufigsten Windrichtung - verläuft. Auch das Argument von Herrn Schneider, in fünf Jahren wachse alles wieder nach, wie man bei einer Hecke in der Nachbarschaft sehen könne, bedeutet, dass für längere Zeit die Ausgleichsmaßnahme nicht Ihren vorgesehenen Zweck erfüllt. Die Hecke hat 20 Jahren gebraucht, um den Zustand vor der Fällaktion zu erreichen. Schlimm an dieser Aussage ist zudem, dass man offensichtlich früher schon in gleicher Weise verfahren ist.

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NABU Frankenthal: 2. Arbeitseinsatz am Kräppelweiher

Trotz des Sturmtiefs „Emma“ haben aktive Naturschützer der NABU-Gruppe Frankenthal am vergangenen Samstag, den 1. März, in einem zweiten Arbeitseinsatz Büsche und junge Bäume in den Flachwasserzonen des Kräppelweihers entfernt. Dabei kam ein ansehnlicher Haufen an Ästen und Wurzeln zusammen. Sie wollen damit das Röhricht als Lebensraum für Amphibien und Wasservögel fördern, den Weiher belüften und nicht zuletzt einen malerischen Ausblick auf die Wasserfläche des Landschaftsschutzgebiets ermöglichen. Die Aktion wird von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Frankenthal unterstützt.

 

NABU-Aktive entfernen den Baumaufwuchs samt der Wurzeln

(Foto: Manfred Becker/NABU)

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NABU Bellheim pflegt Kopfweiden

Am vergangenen Samstag, den 01.03.08 schnitt die NABU-Gruppe Bellheim die Korbweiden an den Gräben in der Zeiskamer Feldflur zurück. Früher wurden diese Flecht- oder Korbweiden von den Zeiskamer Landwirten hauptsächlich zur Gewinnung von Anbindematerial für den Weinbau angepflanzt und gepflegt. Nachdem diese Nutzungsform aufgeben wurde, drohten diese Kopfweiden aus unserer Landschaft zu verschwinden. Einzelne Privatpersonen und vor allem auch der NABU sorgen jedoch schon seit Jahren dafür, dass diese für die Rheinebene so charakteristischen Bäumchen nicht aus dem Landschaftsbild verschwinden. Und so "nebenbei" sichern die Naturschützer mit dem alljährlichen Schneiden von mehr als 50 (!) Weidenbäumchen den Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren.

(Foto: Joachim Zürker)

In den Weiden bilden sich mit den Jahren Höhlungen und Nischen, in denen eine Vielzahl von Vogelarten ihrem Brutgeschäft nachkommen kann. Außerdem kann das anfallende Schnittgut als Osterschmuck zur Dekoration des Hauseinganges genutzt werden. Aus den Weidenruten lassen sich natürlich auch Weidentunnels und grüne Zelte" bauen". Dazu brauchen die Zweige lediglich in den Boden gesteckt werden. Die robusten Weiden treiben von ganz alleine wieder aus. Übrigens: Der NABU gibt Weidenbündel gegen eine kleine Spende zugunsten der Natur ab.

Kontakt: Peter Rüffel 06347-608210 und Joachim Zürker 07272-9725633

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Vögel, Pflanzen, Fledermäuse: Naturschützer suchen Mitstreiter

Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen am 25.02.2008

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Naturschutzbund NABU Ludwigshafen im Gasthaus "Zum Hirsch" in Rheingönheim berichtete der Vorsitzende Dr. Georg Waßmuth von den Aktivitäten der Naturschützer im vergangenen Jahr, die sich vor allem auf die Betreuung des Patenschaftsgebiets Rehbachtal konzentrierten. Nach einer Säuberungsaktion dokumentierte der botanische Arbeitskreis die fast 400 Pflanzenarten bis zur Mündung des Rehbachs in den Rhein fotografisch. Weitere Daueraufgaben sind die Pflege des eigenen Grundstücks beim Kinkel im Maudacher Bruch sowie zahlreicher Nistkästen. Mit vogelkundlichen Wanderungen wurde die Öffentlichkeit an die Natur heran geführt. Nach der Entdeckung von zwei Brutkolonien mit Fledermäusen sind Untersuchungen zu diesen seltenen Tieren geplant. „Nicht nur dabei könnten wir neue Mitstreiter brauchen“, so Waßmuth. „Mit 345 Mitgliedern und nur 10 Aktiven haben wir in einer Großstadt wie Ludwigshafen sicherlich noch Potential“.

Elke Hennighaus und Katrin Hoffmann haben bereits wieder ein buntes Programm für die im letzten Frühjahr gegründete Kindergruppe NAJU vorgelegt, die sich regelmäßig mittwochs am Maudacher Bruch trifft, um gemeinsam die Natur zu erkunden.

Kassenwart Alban Berthold verzeichnete einen finanziellen Überschuss, der bei günstiger Gelegenheit zum Erwerb weiteren Geländes genutzt werden soll.

Landesvorsitzender Siegfried Schuch zeichnete anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Gruppe vier langjährige Mitglieder des Vorstands mit der silbernen Ehrennadel des NABU aus: Franz Stalla, Alban Berthold, Armin Vogelgesang und Dr. Georg Waßmuth. Siegfried Schuch dankte ihnen für ihr langjähriges Wirken im Verein, das gerade heute keine Selbstverständlichkeit mehr sei und wünschte weiter viel Erfolg beim Engagement für die Natur.

Dass dieses Engagement weiterhin gefragt ist, zeigte Franz Stalla in seinem Bericht zur Situation der Vogelwelt in Ludwigshafen. Gerade bei den kleineren Vögeln ist ein gravierender Rückgang zu verzeichnen. Dies trifft leider auch für den Kuckuck, Vogel des Jahres 2008 zu. Mit faszinierenden Bildern brachte Stalla den scheuen Vogel auch optisch nahe.

Der Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz, Siegfried Schuch (Mitte) zeichnet Alban Berthold, Franz Stalla, Armin Vogelgesang und Dr. Georg Waßmuth (v.l.n.r.) für ihr langjähriges Engagement aus. (Foto: E. Hennighaus)

 

Wer sich im Naturschutz engagieren möchte, kann sich an folgende Adressen wenden:

NABU Ludwigshafen:

Dr. Georg Waßmuth, Tel. 0621/551787, familie.wassmuth@web.de

NAJU Ludwigshafen:

für naturinteressierte Kinder von 8 bis 12 Jahren, Anmeldung bei Frau Hennighaus unter Tel. 0621/518314 oder bei Katrin Hoffmann unter Tel. 0176/63120024.

NABU Regionalstelle Süd:

Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de; www.NABU-RLP-Sued.de

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Schutz der Wanderfalken in der Südpfalz – Natururlaub der besonderen Art

Für die jährlich stattfindende Bewachung der Wanderfalkenbruten werden wieder zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Wanderfalken brüten in der Südpfalz bevorzugt an den Buntsandsteinfelsen; Störungen durch Kletterer und Wanderer, Nachstellungen und Vergiftungsaktionen machen es immer noch notwendig, die Tiere während der Brutperiode zu bewachen. Dazu werden ca. 300 Personen in der Zeit zwischen Mitte März bis Mitte Juni benötigt. Die Bewachung wird durch den  Arbeitskreis Wanderfalkenschutz des NABU Rheinland-Pfalz organisiert.

Die Bewachungswagen stehen in der wunderschönen Südpfalz im sogenannten Wasgau. Bewacht wird in der Regel für eine Woche von Samstag bis Samstag. Die Bewachungsstationen in der Nähe der Brutfelsen sind mit Heiz-, Koch- und Schlafgelegenheit ausgerüstet. Die wesentlichen Aufgaben der Bewacher liegen darin, Störungen (z.B. durch Kletterer oder Wanderer) von den gesperrten Felsen fernzuhalten und ein Horstbuch zu führen. Darin werden alle wichtigen Vorkommnisse wie z.B. Fütterung, Beuteflug, Beuteübergabe, Verhalten der Jungvögel, aber auch Störungen, notiert.

(Foto: T. Maiwald)

Neben diesen "Pflichten" bleibt aber immer auch genügend Zeit, sich zu entspannen und die herrliche Natur im Zentrum des Biosphärenreservates Pfälzerwald/ Nordvogesen zu erleben. Es erwartet Sie also ein unvergesslicher Natururlaub der besonderen Art. Für alle Interessierten bietet der Arbeitskreis Wanderfalkenschutz vom 14. – 16. März 2008 ein Seminar in der Wappenschmiede in Fischbach/ Dahn an. Vor allem neue Bewacher erhalten hier jede Menge Hintergrundinformationen über den größten heimischen Falken. Darüber hinaus werden unter kundiger Anleitung die potentiellen Brutfelsen beobachtet. Die Teilnahme am Seminar ist für die Bewachung zwar wünschenswert, aber nicht Bedingung!

Seit mehr als 20 Jahren setzt sich der Arbeitskreis Wanderfalkenschutz für die Wiederansiedlung und den Schutz des „Jägers der Lüfte“ in der Pfalz ein. Dadurch ist der Wanderfalkenbestand in der Pfalz bis heute auf ca. 40 Brutpaare gestiegen. Dieser riesige Erfolg wäre ohne den unermüdlichen Einsatz vieler Bewacher aus ganz Deutschland nicht möglich gewesen.

Weitere Informationen im Internet unter: www.wanderfalkenschutz-rlp.de

Anmeldung zur Bewachung oder zum Seminar in der Geschäftsstelle:

AK Wanderfalkenschutz des NABU Rheinland-Pfalz

Manfred Mächnich, Telefon: 07954 – 926347, Email: info@wanderfalkenschutz-rlp.de

(Artikel: Torsten Maiwald, AK Wanderfalkenschutz)

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Blaue Tonne ist klimaschädlich - NABU rügt doppelte Papierabfuhr

Die in dieser Woche von einem privaten Recyclingunternehmen eingeführte „Blaue Tonne“ mag sicherlich ihre Vorteile haben, vor allem für größere Wohneinheiten mit mehreren Parteien. Kleine Haushalte dürften mit dem Platzbedarf für eine weitere feste Tonne zu kämpfen haben – und mit steigenden Müllgebühren ist unter Umständen auch zu rechnen. Das größte Problem jedoch ist aus Sicht des Naturschutzbund NABU die doppelte Abfuhr des Papiers. Solange der „graue Sack“ der EWL als alternative Sammelmethode bleibt, werden sich alle 2 Wochen 2 konkurrierende Flotten auf den Weg machen, um an einigen Haushalten die Säcke abzuholen, an anderen die Tonnen zu leeren. „Offensichtlich sind Benzin und Diesel immer noch zu billig und die doppelte Abfuhr lohnt sich – der CO2-Ausstoß wird gedankenlos in Kauf genommen“, so Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau. „Vor dem Hintergrund des Klimawandels sind solche Methoden, selbst für so eine gute Sache wie die Wiederverwendung von Papier, unseres Erachtens nicht mehr zeitgemäß.“

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Enten, Gänse, Taucher, Säger: Wintergäste am Altrhein

NABU-Exkursion in Roxheim und Mechtersheim

Bei strahlendem Sonnenschein zog es Vogelexperten des NABU in Begleitung von 6 Exkursionsteilnehmern am vergangenen Samstag an den Roxheimer Altrhein, um dort rastende Wasservögel zu beobachten. Da der Altrhein allerdings zugefroren war, konzentrierten sich die Vögel auf das noch offene Wasser des Silbersees. Zwischen Mittelmeer- und Lachmöwe, Grau- und Silberreiher tummelten sich dort diverse Entenarten: Löffel-, Tafel-, Reiher-, Schnatter-, Schell- und natürlich Stockenten. Neben dem häufigeren Haubentaucher lernten die Teilnehmer auch Zwerg- und Rothalstaucher sowie Zwerg- und Gänsesäger kennen.

Die zweite Station, an der die Ornithologen ihre Spektive aufbauten, waren die Mechtersheimer Tongruben bei Römerberg. Über 600 Gänse - Bläßgans, Graugans und Saatgans - zählten die Ornithologen auf dem Wasser.

„Der Winter war mild, die Weißstörche sind schon wieder hier – da sind seltene Gäste aus dem Norden wie Seeadler und Bergente nicht zu erwarten“, so Exkursionsleiter Gerhard Postel.

Silber – und Graureiher unter Enten am Roxheimer Silbersee

(Foto: Werner Kern)

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NABU Bellheim: eine Lobby für die Natur in der Verbandsgemeinde

Jahreshauptversammlung: Brutplatz für den seltenen Steinschmätzer geplant

Der Schwerpunkt der Arbeit der NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim lag auch im Jahr 2007 wieder eindeutig bei der Biotop- und Baumpflege sowie im Vogelschutz. Der Vorsitzende Joachim Zürker und seine Mitstreiter schnitten über 50 Kopfweiden, züchteten und pflanzten Obstbäume, sammelten und verteilten Samen von Wild- und Bauerngartenblumen. In Zeiskam pflegte der NABU nicht nur seinen eigenen „Kräuter- und Obstgarten“, sondern auch den Fahrbahnteiler am Katholischen Pfarrgarten.

Auch im Vogelschutz war die Gruppe kräftig engagiert: etwa 430 Nisthilfen in Kindergärten, in Feldgehölzen, im Wald und in den Dörfern betreuten die Naturschützer und stellten dabei Bruten von diversen Singvögeln, Turmfalken, Schleiereulen, Dohlen, Fledermäusen und Insekten fest. Zürker dankte der Kreisverwaltung Germersheim, insbesondere Georg Roth, für die finanzielle Unterstützung der Pflanzaktionen, sowie allen fleißigen Helfern.

In den Queichwiesen, wo seltene Vögel wie der Wachtelkönig brüten, setzt sich die Gruppe immer wieder sich für die Minimierung der zahlreichen Störungen, unter anderem durch Hunde, ein.

Kassenwart Bernd Busch verzeichnete einen leichten Überschuss und Kassenprüfer Gerd Pfirrmann hatte nichts zu beanstanden

Ein wichtiges Projekt für 2008 ist die Schaffung der bereits genehmigten Brutmöglichkeiten für den seltenen Steinschmätzer bei Knittelsheim. „Der Schotter für die Fundamente liegt schon bereit, in den nächsten Tagen werden die Sandsteine für die eigentlichen Lesesteinhaufen angeliefert – dann brauchen wir nur noch Leute, die mit anpacken“, so Zürker. Gleichzeitig sollen 3 Sitzstangen für Greifvögel errichtet werden.

Beate Gaab hat für die Naturschutzjugend NAJU bereits ein buntes Jahresprogramm zusammengestellt. Kinder ab 8 Jahren können gerne mitmachen und bei Samstagsaktionen gemeinsam die Natur in der Verbandsgemeinde entdecken.

Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau dankte Zürker für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit und wies auf die informative Internetseite www.NABU-RLP-Sued.de hin, die unter anderem durch die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ aktuelle Möglichkeiten für ein Engagement im Naturschutz aufzeigt.

 

Jobbörse

Bei der NABU-Gruppe Bellheim werden in 2008 Helfer für folgende Aktivitäten gesucht:

  • Mithilfe beim Kopfweidenschnitt am Samstag, 1. März

  • Mithilfe bei der Anlage der Lesesteinhaufen für den Steinschmätzer;      Samstagsaktion im März

  • Mithilfe bei der Pflege des NABU-Gartens in Zeiskam sowie diverser Gehölze,  ganzjährig, Termine auf Anfrage

Bei allen Aktionen können auch gerne Familien mit Kindern helfen. Infos bei Joachim Zürker, Tel. 07272/9725633, NABU.Bellheim@NABU-RLP.de

Die Naturschützer bei der Pflege der Kopfweiden, die als typisches Element der Kulturlandschaft in der Rheinebene zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten (Foto: Joachim Zürker)

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Neustadt Umweltschonend Auto fahren" - Aktionstag am 1. März

„Umweltschonend Auto fahren" - so lautet das Motto eines Aktionstags, der am 1. März vom Naturschutzbund (Nabu) und Volkswagen ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich dann beim Autohaus AVG Scherer (Mußbacher Landstraße) fast alles ums Spritsparen. Kostenlos angeboten wird ein Spritspar-Training.

Die Teilnehmer fahren mit professionellen Trainern und Fahrzeugen zunächst eine bestimmte Strecke im gewohnten Fahrstil. Ein Bord-Computer erfasst dabei den Verbrauch. Nach einer Schulung wird die Strecke erneut zurückgelegt und der Computer rechnet vor, wie weit der „Bleifuß" zurückgenommen wurde.

„Der zunehmenden Schadstofflast, die uns und das Klima belastet, muss aktiv begegnet werden. Aber auch die Preiserhöhungen der letzten Zeit lassen viele Autobesitzer darüber nachdenken, wie der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden kann", begründet Dr. Nathalie Plum von der Nabu-Regionalstelle in Landau die Initiative. „Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Mobilität und Umweltschutz, saubere Luft und geringe Spritkosten besser vereinbaren lassen."

Im Verlauf des Aktionstags können rund 40 Personen an den rund 45-minütigen Schulungen teilnehmen. Start- und Zielpunkt ist jeweils das AVG-Autohaus. Für alle Trainingsteilnehmer gilt: Führerschein unbedingt mitbringen, denn ohne ist keine Schulung möglich. Ein Optiker überprüft außerdem auf Wunsch die Sehtüchtigkeit der Besucher. Für das leibliche Wohl (Kaffee und Kuchen) ist gesorgt. An Infoständen geben Ursel Mosebach und Martin Grund von der Nabu-Gruppe Neustadt Tipps und Einblicke in künftige Entwicklungen. Tipps zum sparsamen Fahren findet man auch in der Broschüre „Umschalten - ganz einfach Sprit sparen", die es am Aktionstag kostenlos am Nabu-Stand gibt.

Info & Verlosung

Weitere Informationen und verbindliche Anmeldung bei Dr. Nathalie Plum unter Telefon 06341 / 31628, per E-Mail unter NABU.Sued@NABU-RLP.de oder direkt beim Autohaus AVG Scherer in der Mußbaher Landstraße.

Die Veranstalter verlosen fünf Trainingsplätze (Wert je 80 Euro) an die ersten RHEINPFALZ Leser, die sich heute ab 13 Uhr unter Telefon 06321/8903-28 in der Lokalredaktion melden.

(ier)

GIERESS

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Mittelhaardter Rundschau Ausgabe: Nr.31. Datum: Mittwoch, den 06. Februar 2008 Seite: Nr.15

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Göcklinger Tongrube: Hoffen auf den Wiedehopf

NABU pflegt Biotop und hängt Nistkästen auf

Zwanzig Helfer gingen dem „harten Kern“ der NABU-Gruppe Landau-Land am vergangenen Samstag zur Hand, um rund um den Landschaftsweiher „Göcklinger Tongrube“ die Vielfalt der Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu erhalten. Schilf wurde gekürzt und Büsche entfernt, um sonnige Stellen an Land und im Gewässer zu schaffen. „So ein offenes Biotop bietet sich natürlich auch für den Wiedehopf zur Nahrungssuche am Boden an“, erläutert Naturschützer Heinz Wissing, der einen speziellen Nistkasten für diesen seltenen Vogel in einem Baum anbrachte. Der Wiedehopf wurde in den letzten beiden Jahren bereits im benachbarten Mörzheim gesichtet. „Vielleicht entschließt er sich ja, hier bei uns in Göcklingen zu brüten!“, hofft Wissing. Die im letzten Jahr angelegten Flachwasser waren gut gefüllt und könnten als Laichbiotope gut angenommen werden.

Wie immer gab es zur Stärkung der Helfer eine kräftige Suppe von Hobby-Koch Alfred Roth.

„Wir freuen uns, dass über die Bekanntmachung der Regionalstelle so viele Helfer zu uns gefunden haben“, so Hans Frech, der Vorsitzende der NABU-Gruppe.

Die NABU Regionalstelle in Landau macht über die „Jobbörse“ regelmäßig bekannt, für welche Aufgaben im Naturschutz Helfer gesucht werden. Aktuell steht die alljährliche Amphibienwanderung an. Für die Betreuung der Schutzzäune entlang von Verkehrswegen werden an zahlreichen Standorten in Landau, im Kreis Südliche Weinstraße – unter anderem an der Kaiserbachermühle, wo Erdkröten ihren Weg zur Göcklinger Tongrube suchen - sowie in Neustadt und Schwegenheim noch helfende Hände gesucht. Interessenten können sich in der Regionalstelle melden: Tel. 06341 / 31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Hans Meyer schneidet Schilf (Fotos: Gerhard Wisser)

Heinz Wissing hängt einen Nistkasten für den Wiedehopf auf

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Osterferienprogramm in der Natur für Kinder

Mit dem NABU den Frühling entdecken

Auch in diesem Jahr bietet der NABU Landau wieder ein Osterferienprogramm für Kinder ab 8 Jahren an. Von Mittwoch, 12. bis Freitag 14. März 2008 von 13 bis 17 Uhr sind Kinder ab acht Jahren eingeladen, mit anzupacken. Nach dem Winter gibt es auf den Streuobstwiesen wieder viel zu tun: die Lebenstürme werden erneuert, die Bachufer gepflegt und das Weidentipi renoviert. Und ganz nebenbei kann man die ersten blühenden Frühlingsboten entdecken, den Gesang der Vögel verstehen lernen oder nach den ersten Laichplätzen im Tümpel suchen. Für die Kreativen ist wieder eine Bastelwerkstatt mit Naturmaterial eingerichtet. Wichtig sind wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und eine kleine Rucksackverpflegung. Kostenbeitrag pro Tag und Teilnehmer 6 €. Für jeden Tag gibt es außerdem einen „Stempel“ für die Teilnehmer am „Umweltdiplom für Kinder“. Anmeldung und Treffpunkt: Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21, 76829 Landau Mörzheim, Telefon 06341/31628, Email hirtenhaus@web.de

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NABU Neustadt: Helfer für Amphibienrettung gesucht!

Bei der diesjährigen Amphibienwanderung wird die NABU-Gruppe Neustadt ihren Schwerpunkt auf das Kaltenbrunnertal legen. Am Freitag 22. Februar werden bei einem Arbeitseinsatz 100 m Amphibienschutzzaun errichtet. Treffpunkt ist 15 Uhr am Parkplatz vor der Gaststätte.

Für diesen und weitere Standorte am "Trifftbrunnenweg" und "Am Nollen" in Hambach sowie an der "Schlossstraße/Eichstraße" benötigen die Naturschützer dringend die Mithilfe der Bevölkerung und der Anwohner, um vor allem Erdkröten vor dem Verkehrstod zu retten. Wer beim Arbeitseinsatz mit dabei sein will oder an einzelnen Abenden oder morgens den Zaun kontrollieren, kann sich melden bei Ursel Mosebach, Tel. 06327/5837 sowie in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, Email NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Uhu auf Dach gesichtet Nabu: „Sehr ungewöhnlich"

Bedrohung der Wanderfalken befürchtet
Dass ein Uhu seinen Lebensraum im Stadtgebiet wählt, ist nach Aussage von Hermann Deichfuß vom Nabu Frankenthal sehr ungewöhnlich. Schüler und Lehrerin der Klasse W II an der Tom-Mutters-Schule konnten Ende Januar einen leibhaftigen Uhu auf dem Dach des Gebäudes Zuckerfabrikstraße 2a bestaunen.

Foto: Hermann Deichfuß

„Der Uhu ließ sich auch nicht von einigen Rabenkrähen, die ihn vertreiben wollten, aus der Ruhe bringen", so Deichfuß. Es sei dem Uhu leicht möglich, die am Kirchturm der Zwölf-Apostel-Kirche an exponierter Stelle schlafenden Wanderfalken zu ergreifen und sich so eine ausgiebige Mahlzeit zu verschaffen, befürchtet der Naturschützer. Da dies jedoch der Lauf der Natur sei, wolle der Nabu keine speziellen Maßnahmen zum Schutz der Wanderfalken ergreifen.
„Mit 70 Zentimetern Größe und einer Flügelspannweite von 1,8 Metern und bis zu 3200 Gramm Körpergewicht ist der Uhu unsere größte Eule", so der Naturschützer. Die orangefarbenen Augen, zwei Federbüschel am Kopf sowie seine massige Gestalt machten ihn unverwechselbar; dennoch werde hin und wieder die sehr viel kleinere Waldohreule von Laien als Uhu gemeldet.
Das Beutespektrum des Uhus reicht von Feldmäusen, Ratten, Igeln, Feldhasen, Jungfüchsen, Fischen, Reptilien und Amphibien bis zu Vögeln von stattlicher Größe. Bruten werden meist im Februar oder im März begonnen. Dank Nachzuchten in Volieren mit anschließender Auswilderung und konsequentem Schutz habe man die Ausrottung verhindern können. 2005 wurden deutschlandweit zirka 1500 Brutpaare gezählt. (rhp)

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.37
Datum: Mittwoch, den 13. Februar 2008
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '3181107'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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Stadt Landau belobigt „Bienenmann“  Herbert Riebel

Das Spezialgebiet von Herbert Riebel sind die „Hymenopteren“, die „Hautflügler“, also Bienen, Wespen und Hummeln. Der wissenschaftliche Familienname kam ihm deutlich leichter über die Lippen als Hans-Dieter Schlimmer, dem neuen Oberbürgermeisters von Landau, der beim diesjährigen Neujahrsempfang die Belobigung für den Ilbesheimer Imker aussprach.

Bereits seit über 25 Jahren engagiert sich Herbert Riebel ehrenamtlich im praktischen Naturschutz in der NABU-Gruppe Landau-Land und im Naturschutzverband Südpfalz (NVS).

Seine besondere Vorliebe für die Bienen und Hummeln gibt Riebel mit Begeisterung an Schulklassen und Kindergartengruppen in Landau und Umgebung weiter. Sie lernen zum Beispiel im Rahmen der „Naturerlebnisschule“, die interessante Lebensweise der Wild- und Honigbienen kennen und bauen kleine Refugien für die Tiere, zum Beispiel Nistkästen, Bienenhölzer, Futterhölzer und Lebenstürme.

Kreativ und unermüdlich klärt der pensionierte Lokführer über die Vielfalt und Lebensweise der Hautflügler und deren Schutz auf. Das Insektenhotel im Landauer Zoo wurde von ihm gebaut und beschildert. Er hält regelmäßig Vorträge, organisiert Ausstellungen (z.B. bei der Landauer Wirtschaftswoche) und ist Herausgeber der Broschüren „Wildbienenschutz im eigenen Garten“ und „Wir bauen einen Hummelkasten“, die mittlerweile von der NABU Regionalstelle Süd aus an Interessenten in ganz Deutschland verschickt werden.

Im Rahmen des „Netzwerks Blühende Landschaften“ setzt sich Herbert Riebel auch dafür ein, dass die Honigbienen wieder mehr Futter entlang von Feldern und Wegen finden.

Foto: Nathalie Plum

Im  Vogelschutz engagierte sich Herbert Riebel zuletzt durch die Anbringung von Schwalben-Nisthilfen in seinem Heimatdorf Ilbesheim sowie durch die Aufstellung von Masten mit selbst gebauten Nistkästen für den Jahresvogel 2007, den Turmfalken, in der Feldflur in und um Landau.

Den Umweltpreis der Stadt Landau erhielt im Rahmen derselben Veranstaltung Siegfried Weiter. Der „Produktleiter Umweltbildung“ setzt sich beim Forst für das „Netzwerk Umweltbildung“ ein, in dem der NABU Landau-Stadt mit der „Naturerlebnisschule“ vertreten ist.

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Landau ANNWEILER Amphibienschutz hat Vorrang

ANNWEILER: Nabu stellt Jahresplanung vor

Bei seiner zweiten Informationsveranstaltung am Donnerstag in Annweiler steckte der Naturschutzbund (Nabu) - Regionalstelle Süd - die Ziele seiner Aktivitäten im Natur-, Umwelt- und Artenschutz für das bevorstehende Frühjahr im Raum Annweiler/Hauenstein ab. Regionalstellenleiterin Dr. Nathalie Plum stellte für die Region die Gründung einer eigenen Ortsgruppe in Aussicht.

Aufgegriffen wurden Vorschläge, die bei der ersten Versammlung im Januar gemacht wurden. Der Amphibienschutz, der ab Mitte Februar in der einsetzenden Krötenwanderung akut wird, stand an vorderster Stelle der Planung. Gisela Zimmerle berichtete von ihren bereits seit 25 Jahren laufenden Bemühungen um die Rettung von jährlich im Durchschnitt 1200 Erdkröten und Feuersalamandern, die auf dem Weg zu ihren Laichplätzen regelmäßig die Straße nach Gräfenhausen überqueren müssen. Die Erhaltung der dazu notwendigen Schutzzäune aber auch die täglich mehrmalige Begehung erfordere viel Zeit und Aufwand, sagte sie und wies auf die große Unterstützung durch die Kreisverwaltung hin, von der jährlich die Zäune erneuert würden.

Ratschläge zur Aufstellung und Wartung der Amphibienzäune gab Franz Grimm vom Nabu Edenkoben/Maikammer. Statt mobiler und arbeitsintensiver Zäune propagierte er den Einsatz von fest eingegrabenen Leitplanken. In Eußerthal sei davon eine Länge von 700 Metern eingeplant. Auch bei Queichhambach sei neben dem mobilen ein stabiler Zaun vorgesehen. Schwierigkeiten bereite es, die starke Krötenwanderung am Burgenring in Annweiler zu kanalisieren. Dort würden dringend Helfer zum Einsammeln der Tiere auf den Straßen gebraucht, bemerkte Grimm, der bemängelte, dass dem Nabu überhaupt zu wenig Schutzzäune zur Verfügung stünden. Zur Betreuung des Leitsystems in Spirkelbach mit vier Straßenunterführungen sollen mehr Jugendliche gewonnen werden. Grimm betonte, dass sich die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße auch hier kooperativ zeige und selbst für den Krötenschutz werben wolle.

Bei der Gewerbeschau in Annweiler am 15. und 16. März will der Naturschutzbund mit einem Info-Stand auf sich aufmerksam machen. Am 23. Februar findet in Rinnthal von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr auf Streuobstwiesen ein Schnittkurs an Obstbaum-Hochstämmen statt. Treffpunkt an der Kirche. Eine vogelkundliche Abendwanderung führt Ulf Janz (Nabu Landau) am 26. April in der Markwardanlage von Annweiler durch. Treffpunkt 19 Uhr Parkcafé. Am 18. Mai werden auf einer Morgenwanderung Vogelstimmen im „Tal der Generationen" von Rinnthal erkundet. Treffpunkt ist um 7.30 Uhr auf dem Sportplatz.

Der Nabu sucht weiterhin Helfer, die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit für den Naturschutz einzusetzen, sei es im Bereich der Botanik, der Ornithologie, im Artenschutz, in der Nistkastenbetreuung oder auch Biotoppflege.

Info Fragen an: Dr. Nathalie Plum, Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, Fax 06341/3526, E-Mail: nabu.sued@nabu-rlp.de. (ppo)

PETRIJ

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.35
Datum: Montag, den 11. Februar 2008
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '3202762'

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Annweiler: Helfer gesucht bei Amphibienwanderung

Am vergangenen Donnerstag trafen sich Naturschützer aus den Verbandsgemeinden Annweiler und Hauenstein zum zweiten Mal, um mögliche Projekte im Gebiet zu planen. Aufgerufen hatte die NABU Regionalstelle in Landau. Vor allem im Rahmen der Amphibienwanderung (Schutz vor allem von Erdkröten vor dem Verkehrstod) laufen bereits diverse Aktivitäten im Gebiet, teils unter der Regie von Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer), teils über den Naturschutzverband Südpfalz (NVS). Auch im Vogelschutz sind bereits einzelne Personen aktiv. Die neu entstehende Gruppe will diese Aktivitäten nun nach und nach bündeln und voran treiben. Irmtraud Schmidt und Hans-Joachim Fette reinigten in Folge der ersten Versammlung bereits einen Nistkasten in der evangelischen Stadtkirche vom Taubenkot und richteten ihn mit Reisig als Nistplatz für Dohlen ein.

Um den „Neulingen“ Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, bietet Franz Grimm gemeinsam mit Förster Karl-Heinz Bosch am Samstag, 23.2.08 von 9:30h bis 12:30h einen Schnittkurs an jungen und einzelnen älteren Hochstamm-Obstbäumen an. Treffpunkt ist die Kirche in Rinnthal. Die Teilnahme ist für NABU-Mitglieder kostenlos. Mitzubringen, falls vorhanden: Astschere, Rebschere, Handsäge, Leiter, Arbeitshandschuhe.

Das nächste Planungstreffen findet statt am  Donnerstag, 6. März um 19:30h im Restaurant Scharfeneck, Altenstr. 17 in Annweiler. Interessenten sind herzlich willkommen.

Aktuell sucht der NABU Helfer für die Betreuung der Amphibienschutzzäune in Gräfenhausen, Eußerthal und Spirkelbach sowie für die Standorte Burgenring und Markwardanlagen (Café am Park), wo die Stellung eines Zauns leider nicht möglich ist.

Interessenten können sich in der NABU Regionalstelle bei Dr. Nathalie Plum melden: Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Landau LINGENFELD Nabu hilft Steinkauz

LINGENFELD: Vorbereitung auf Jubiläum

Wegen des 25-jährigen Bestehens stehen 2008 viele Aktivitäten an, bei denen die 422 Mitglieder gefordert sind, sagte Vorsitzender Herbert Magin bei der Hauptversammlung des Naturschutzbundes (Nabu). Die Jubiläumsfeier findet am 15. und 16. November im Westheimer Bürgerhaus statt.

Laut Magin sind weitere Veranstaltungen wie eine vogelkundliche und eine Pilz-Exkursion sowie die Teilnahme am Tag der offenen Gärten, am Tag der Artenvielfalt und an der Europäischen Fledermausnacht geplant. Der Kauf einer 4000 Quadratmeter großen Obstanlage habe 3000 Euro gekostet, berichtete Kassenwartin Jutta Magin. Die Ausführungen von Schriftführer Manfred Wilhelm zeigten das Engagement der Nabu -Gruppe im vergangenen Jahr auf: „Hinsichtlich des Steinkauzschutzes waren Erfolge zu verzeichnen". Die Jugendgruppe sei geschrumpft, bedauerte Jugendwartin Connie Osterhorn. Ihre Nachfolgerin Sabine Heilmann freute sich über die Begeisterungsfähigkeit der Kinder. Erstes Thema 2008 seien Tierspuren. Auch ein Zeltlager sei geplant.

 

Steinkauzberingung der Jugendgruppe ( Foto: Herbert Magin)

NEUWAHLEN

Vorsitzender: Herbert Magin; Stellvertreter: Dieter Becker; Schriftführer: Manfred Wilhelm; Kassenwartin: Jutta Magin; Jugendwartin: Sabine Heilmann; Pressewart: Timo Nagel; Beisitzer: Otto Ludwig, Helga Nerger, Margot Riebel; Kassenprüfer: Gunter Bug, Kurt Münzer. (nti)

SCHNURK

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.28
Datum: Samstag, den 02. Februar 2008
Seite: Nr.23
"Deep-Link"-Referenznummer: '3153783'

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NABU in Annweiler: Kröten, Streuobst, Vogelschutz

Nächstes Treffen am 8.2.

Trotz der Grippewelle war der Versammlungsraum in der Gaststätte Richard Löwenherz voll, als der NABU im Januar zu einer Info-Veranstaltung in Annweiler einlud. Zahlreiche Freunde der Natur hatten sich eingefunden, um sich über ein mögliches Engagement in Ihrer Verbandsgemeinde zu informieren.

In einem kurzen Vortrag stellte Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau die Aktivitäten des NABU in Rheinland-Pfalz und speziell in der Region vor.

Bereits während der Vorstellungsrunde äußerten die Anwesenden bereits ganz konkrete Erwartungen an mögliche Projekte einer NABU-Gruppe in den Verbandsgemeinden Annweiler und Hauenstein. Franz Grimm von der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer berichtete von den bestehenden Aktivitäten an den Amphibienschutzzäunen und nahm Vorschläge für Verbesserungen entgegen. Die Regionalstelle wird die Koordination der Helfer übernehmen.

Irmtraut Schmidt, die sich seit vielen Jahren bereits für den Vogelschutz in Annweiler engagiert, berichtete von ihren Nistkastenprojekten für Mauersegler und Schleiereule und freut sich auf Hilfe bei der Betreuung.

Mehrere Anwesende machten auf die dringend notwendige Entbuschung zahlreicher Streuobstwiesen aufmerksam. Zur Schulung der Aktiven ist ein Obstbaumschnittkurs in Rinnthal geplant, wofür Förster Karl-Heinz Bosch und Bürgermeister Heinz Hertel ihre Unterstützung zusagten. Beigeordneter Thomas Hierschbiel bot dem NABU einen Stand auf der Annweilerer Gewerbeschau im März an, um so weitere Bürger zum Mitmachen zu bewegen. Auch Exkursionen und eine Kindergruppe sind geplant.

Zwei Damen des „Spinnclubs“ der sich sonst im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau trifft, untermalten die Versammlung mit schnurrenden Rädern, auf denen sie auch Wolle der „Landschaftspflege-Schafe“ der NABU-Gruppe Landau-Land verarbeiteten und sorgten damit für einen gemütlichen Rahmen.

Eindrücke vom 1.Treffen (Foto: Nathalie Plum)

Angesichts der zahlreichen drängenden Projekte, die noch vor der warmen Jahreszeit angegangen werden müssen, entschloss man sich zu einem weiteren Planungstreffen bereits am Donnerstag, 07. Februar 2008, 19:30 Uhr in der Gaststätte „Scharfeneck“ in Annweiler, Altenstraße 17.

Alle interessierten Bürger sind willkommen.

Weitere Infos in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341 / 31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Frischluftkur für den Kräppelweiher

Naturschutzbund säubert Uferzonen im Landschaftsschutzgebiet

Helfer des Frankenthaler Naturschutzbundes (Nabu) haben am Samstag die Flachwasserzonen des Kräppelweihers von überflüssigem Bewuchs befreit. Bei kalten Temperaturen und eisigem Wind machten sich neun Helfer an die Arbeit.

„Um das Röhricht stabil zu halten, entfernen wir an den entsprechenden Stellen Büsche und junge Bäume", erläuterte Heiner Vogt von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Frankenthal die Aktion.

Die Röhrichtzonen seien Lebensräume zahlreicher Tiere. „Amphibien bieten sich hier Möglichkeiten zum Laichen, und auch für die Wasservögel ist das Röhricht sehr wichtig", so Vogt.

Die Helfer wateten durch das flache Wasser und machten sich in mühevoller Handarbeit an das Ausreißen der Pflanzen. Dabei kam in einzelnen Fällen auch eine Eisenstange zum Einsatz

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„Unsere Aktion hat zwei grundlegende Ziele", sagte der Vorsitzende des Nabu, Manfred Becker. Erstens solle der Weiher belüftet werden, deshalb sei es notwendig, Uferstreifen frei zu halten, und zweitens solle ein schöner Ausblick auf das Wasser gewährleistet werden.

Der überflüssige Bewuchs in den Flachwasserzonen des Kräppelweihers, der seit drei Jahren „Landschaftsschutzgebiet" ist, wurde erstmalig entfernt.

„Das Erfordernis war jetzt zum ersten Mal da, und der Nabu hat sich dazu bereit erklärt, die Pflegeaktion durchzuführen und somit neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen", sagte Heiner Vogt. (agp)

WAGNERM

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Frankenthaler Zeitung

Ausgabe: Nr.26, Datum: Donnerstag, den 31. Januar 2008

Seite: Nr.16,"Deep-Link"-Referenznummer: '3141046'

Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

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NAJU Ludwigshafen: Kinder erforschen Umwelt

Verein schreibt zum 25-jährigen Bestehen Malwettbewerb aus

Der kleine Igel hat es sich gemütlich gemacht, umgeben von wärmenden Laub. Die zehnjährige Christin Messner hat das hübsche Bild gemalt und damit den ersten Preis beim Malwettbewerb des Naturschutzbundes (NABU) Ludwigshafen gewonnen, der mit vielfältigen Aktivitäten sein 25-jährigen Bestehen feierte. "Es ist schön, wenn junge Leute sich für Umweltthemen interessieren", betonte der Vorsitzende Georg Waßmuth. 350 Mitglieder zählt die Ortsgruppe, die etwa einen botanischen Arbeitskreis und öffentliche Exkursionen anbietet sowie ein Areal des Rehbachtales pflegt.

"Einheimische Tiere im Herbst" lautete das Thema des Malwettbewerbs, an dem Kinder im Grundschulalter teilnahmen. Wie bereiten sich Tiere auf den Winter vor, wo suchen sie Schutz vor Wind und Kälte? Überaus aufgeweckt hat sich auch Julia Pump, die einen der vier dritten Preise (kein Kind musste leer ausgehen) gewann,, dieser Fragen angenommen. Bei ihrem Bild muss man ein aufgeklebtes Laubblatt zur Seite schlagen, und erblickt dann erst ein possierliches Stacheltier.

Julia gehört zur im letzten April gegründeten NAJU-Gruppe, die von Elke Henninghaus und Katrin Hoffmann geleitet wird und sich jeden zweiten Mittwochnachmittag trifft - entweder in der IGS Gartenstadt oder bei entsprechender Witterung in Maudacher Bruch.

"Wir basteln und reden über Tiere, gehen in den Wald und machen Rallyes", erklärt die Achtjährige. Dabei habe sie schon Schnecken gefangen und "geguckt was sie machen", erinnerte sie sich begeistert ,- und dann wieder freigelassen".

Quelle: Mannheimer Morgen

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Spritspartag in Neustadt

Im März laden der Naturschutzbund NABU und Volkswagen zu einem Aktionstag mit kostenlosen Spritspar-Trainings in Neustadt ein / Broschüre gibt Tipps

Berlin/Neustadt - "Umweltschonend Auto fahren" lautet das Motto eines Aktionstages, der am 1. März vom NABU und Volkswagen ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich beim Autohaus AVG Scherer in der Mußbacher Landstraße fast alles ums Spritsparen. Kostenlos angeboten wird ein ebenso spannendes wie nützliches Spritspar-Training. Wer lernen möchte, wie mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um bis zu 25% gesenkt werden kann, sollte unbedingt am Spritspar-Training teilnehmen. Die Teilnehmer fahren mit professionellen Trainern und Fahrzeugen aus dem aktuellen Volkswagen-Programm zunächst eine bestimmte Strecke im gewohnten Fahrstil. Ein Bord-Computer erfasst dabei den Verbrauch. Nach einer Schulung wird die Strecke erneut zurückgelegt und der Computer rechnet unbestechlich vor, wie weit der "Bleifuß" zurückgenommen wurde.

"Der zunehmenden Schadstofflast, die uns und das Klima belastet, muss aktiv begegnet werden. Aber auch die Preiserhöhungen der letzten Zeit lassen viele Autobesitzer darüber nachdenken, wie der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden kann", so Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau. „Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Mobilität und Umweltschutz, saubere Luft und geringe Spritkosten besser vereinbaren lassen“.

Es können im Verlauf des Aktionstages rund 40 Personen an den rund 45minütigen Schulungen teilnehmen. Start- und Zielpunkt ist jeweils das Volkswagen-Autohaus. Einfach vorbeikommen und testen oder vorher beim NABU anmelden. Für alle Trainingsteilnehmer gilt: Führerschein unbedingt mitbringen, denn ohne ist keine Schulung möglich. An Informationsständen geben Ursel Mosebach und Martin Grund mit ihren Mitstreitern von der NABU-Gruppe Neustadt den autofahrenden Bürgern viele praktische Tipps, Informationen, aber auch Einblicke in zukünftige Entwicklungen. Optik Schallmo überprüft außerdem auf Wunsch die Sehtüchtigkeit der Besucher. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Auto fahren ist für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft selbstverständlich. Jeder Bundesbürger legt im Schnitt 44 Kilometer am Tag zurück, um von der Wohnung zum Arbeitsplatz zu kommen, Geschäfte und Freizeitveranstaltungen aufzusuchen oder Freunde zu besuchen. 60% benutzen dafür ihr Auto.

Die Tipps zum sparsamen Fahren kann man übrigens auch in der Broschüre "Umschalten - ganz einfach Sprit sparen" in aller Ruhe zu Hause nachlesen. Das Heftchen gibt es am Aktionstag kostenlos am Stand des NABU.

Infos/Anmeldung:

Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341-31628, E-Mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

Oder direkt im Autohaus avg Scherer, Mußbacher Landstraße (Nähe Kreisel)

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Auf der Suche nach starkem Rückhalt - Start der NABU Werbung in Neustadt 

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind Aktive des Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Pfalz unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie in Neustadt und den umliegenden Gemeinden so viele neue Mitglieder für den NABU gewinnen.

Seit über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der Südpfalz, sichert Lebensräume für Pflanzen und Tiere wie Streuobstwiesen, Trockenmauern und Feuchtbiotope und bringt den Menschen, vor allem Kindern und Jugendlichen, die Natur nahe. Aktive des NABU bewachen Wanderfalken und arbeiten tatkräftig mit im „Arbeitskreis Klettern und Natur“. Auch im Steinbruch bei Königsbach brütet dieser seltene Vogel. Die NABU-Station in Haßloch pflegt verletzte Greifvögel und Eulen aus der ganzen Pfalz und wildert sie wieder aus.

Im vergangenen Jahr wurde erfolgreich eine NABU-Gruppe für Neustadt und Lambrecht gegründet und hat bereits erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Sie pflanzten Bäume, pflegten Kopfweiden, retteten tausende von Erdkröten vor dem Verkehrstod, richteten ein Laichgewässer für Amphibien her und brachten Nistkästen für Mauersegler, Dohlen und Turmfalken an Gebäuden und in der Landschaft an. Außerdem veranstalteten sie Vorträge über Naturthemen wie Wildbienen oder die Wässerwiesen am Speyerbach.

Für 2008 sind zahlreiche weitere Arbeitseinsätze in den Biotopen geplant, um sie als Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren zu optimieren. Weitere Schulen werden mit Nistkästen für Mauersegler ausgestattet und im Garten am Sonnenweg wird ein Lesesteinhaufen als Unterschlupf für Tiere angelegt werden. Langfristige Projekte sind in den Wässerwiesen bei Geinsheim und am Speyerbach in der Neustadter Innenstadt geplant.  Die Naturschutzjugend NAJU , die sich monatlich freitags im Mehrgenerationenhaus trifft, hat ebenfalls zahlreiche Aktionen, meist rund um den Speyerbach und den Naturgarten am Sonnenweg im Programm.

Martin Grund (Neustadt), der sich mit Ursel Mosebach (Geinsheim) den Vorsitze der NABU-Gruppe teilt, hat vor allem ein Vorhaben: „Unter den über 400 zahlenden Mitgliedern einige aktive Mitstreiter zu gewinnen. Es gibt viel zu tun und wir freuen uns über jeden, der mit anpackt.“

Für laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Süd in Landau. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Pfalz durch naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule, ein Zeltlager und zahlreiche andere Ferienaktionen. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennen lernen.“

Neue Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.

„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden“, betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen beitragen".

Für Infos: Martin Grund, Tel. 06321/399292, http://www.nabu-nw.de/ oder NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, www.NABU-RLP-Sued.de

Hans-Jürgen Flickinger mit Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle

(Foto: Werner Kern)

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Jäger und Angler entlasten Naturschützer

BOBENHEIM-ROXHEIM: 30 neue Nistkästen für Höhlenbrüter wie Kohl- und Blaumeisen - Regelmäßige Kontrolle und Reinigung

30 Nistkästen für Höhlenbrüter sind auf der Vereinsanlage des Angelsportvereins „Früh-Auf" Roxheim ihrer Bestimmung übergeben worden. Ehrenamtliche Helfer des Frankenthaler Hegeringes der Jägerschaft sowie der Bobenheim-Roxheimer Angelsportvereine hatten die Vogelhäuschen in den vergangenen Wochen unter Anleitung des Schreinermeisters Helmut Zerfaß (Frankenthal) hergestellt.
Unterstützt wurde die Gemeinschaftsaktion von Mitgliedern der Naturschutzverbände Nabu und Pollichia, vertreten durch Monika Kröber (Freinsheim) und Klaus Graber (Bobenheim-Roxheim). Hegeringleiter Oskar Jung (Bobenheim-Roxheim) und die beiden ASV-Vorsitzenden Ludwig Weidenkopf und Achim Koch werteten die Aktion als vorbildlichen Ausdruck von Gemeinsamkeit.
Mit dem Aufhängen der Nisthöhlen solle ein Beitrag für den Bestand der heimischen Höhlenbrütervögel geleistet werden, sagte Jung. Die Brutkästen werden an den Uferzonen der Bobenheim-Roxheimer Gewässer aufgehängt und in den nächsten Jahren regelmäßig kontrolliert und gereinigt.
Jäger und Angler seien auch Naturschützer und verfolgten gemeinsame Interessen. Oskar Jung: „Oft sind wir die ersten, die konkret feststellen, dass Umwelteinflüsse zu Schwankungen im Bestand einer Tierart oder zu Populationsveränderungen führen." Bei zahlreichen Aktionen zur Landschaftspflege und Renaturierung hätten sich Jäger und Angelsportvereine gemeinsam der Verantwortung für die Natur gestellt.
Der Pollichia-Kreisgruppenvorsitzender Klaus Graber, zugleich Vorstandsmitglied im Verein für Naturschutz und Heimatpflege, verwies auf das bisherige Engagement seines Vereins. Vor allem Hubert Gauer und Hans Bierlmeier hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten mit großem zeitlichen Einsatz um den Bau und die Pflege von Nisthöhlen bemüht.
Zuletzt hat der Verein für Naturschutz und Heimatpflege 88 Brutkästen betreut. „Ein Großteil unserer Mitglieder ist nun in die Jahre gekommen oder gesundheitlich angeschlagen", sagte Graber. „Wir sind daher froh, dass Jäger und Angler nun mithelfen, die Bruthilfen für unsere heimischen Singvögel zu hegen und zu pflegen."
Oskar Jung verwies auf erste Erfolge. Bei vorangegangenen Aktionen am Kräppelweiher und in der Bobenheimer „Nachtweide" wurden die künstlichen Bruthilfen von den Vögeln gut angenommen. Vor allem Kohl- und Blaumeisen sorgten hier fleißig für Nachwuchs. (wek)

LANDMAA
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.14
Datum: Donnerstag, den 17. Januar 2008
Seite: Nr.16

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Umweltdiplom für Kinder beim NABU

„Wir wollen Kinder spielerisch an unsere Themen Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit heranführen", erklärt Werner Kern, Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Landau, die Idee zu seinem neuen Projekt.

Im Laufe des Jahres 2008 bietet das „Umweltdiplom" einen bunten Reigen an Veranstaltungen für Kinder ab acht Jahren (siehe unten). Im „Naturtagebuch", dem Veranstaltungskalender, sammeln die Kinder Stempel. Für fünf besuchte Veranstaltungen erhalten die Kinder ein „Umweltdiplom". Das „große Umweltdiplom" gibt es bei weiteren fünf Stempeln und einer „Diplomarbeit", einer kleinen praktischen Naturschutzaktion, die von ehrenamtlichen Referenten mit Rat und Tat unterstützt wird.

Die ersten Veranstaltungen:

Samstag, 19. Januar, 14-17h: Pflegearbeiten in der Natur. Mörzheim

Samstag, 15. März, 13-15:30h: Amphibien im Hainbachtal. Gleisweiler/Frankweiler

Dienstag, 18. März (Osterferien), 9:45-12:30h: Rund ums Schaf. Burrweiler

Mittwoch, 26. März (Osterferien), 9-12h: Leben in Bach und Teich. Landau-Reiterwiesen

Samstag, 29. März, 9-11:30h: Wildbienen: Beobachtung an den Hölzern; Pflanzen als Bienenweide. Ilbesheim

Bis November finden weitere 17 Termine nachmittags, samstags und in den Ferien in und um Landau statt. Dazu kommen Ferienveranstaltungen und NABU-Exkursionen, für die die Kinder ebenfalls Stempel bekommen.

Ansprechpartnerin ist Dr. Nathalie Plum im Hirtenhaus in Mörzheim.

Dort kann unter Telefon 06341 / 31628 oder E-mail: hirtenhaus@web.de der Veranstaltungskalender, das „Naturtagebuch", für 20 Euro erworben werden.

 

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