Pressearchiv 2007

Schafschurfest in Eschbach Pfingsten 2007
Halsbandsittich in Gleisweiler
Einweihung Kräuterspirale im St. Paulusstift
Stunde der Gartenvögel in Speyer
NAJU Ludwigshafen im Frühjahr gegründet
Vogelexkursion in Diedesfeld
Vogelexkursion in Gleisweiler
Vogelexkursion in Gimmeldingen
Agenda 21 Germersheim sammelt 78 Handys für die Havel

Aktuelles von der Jobbörse für Ehrenamtliche

Vogelexkursion in Königsbach
Vogelexkursion in Dernbach
NABU bildet Senioren zu „Naturtrainern“ aus
Stunde der Gartenvögel im Heidewald
Spaziergang in den Wässerwiesen
Spritspartag in Speyer
NABU und Böbinger Landwirte retten 27 Kiebitze
Frankenthalerin überträgt geerbtes Grundstück an NABU
JHV Landau-Stadt 2007
JHV Landau-Land 2007
Jobbörse der Regionalstelle voller Erfolg
Amphibienwanderung abgeschlossen

Osterferienprogramm beim NABU Landau wieder ein voller Erfolg

Spritsparevent und Klimaschutztag in Speyer

NABU und NVS unterstützen die bundesweite Brutvogelkartierung ADEBAR
Ein Jahr Handys für die Havel: NABU und Vodafone ziehen Bilanz
Müllsammelaktion der NAJU Neustadt am Speyerbach
Jahreshauptversammlung des NABU Wachenheim / Deidesheim
Neues Programm der Naturerlebnisschule für das Sommerhalbjahr'07
Wie Kröten wohlbehalten zum Wasser kommen
Vogel des Jahres braucht Nischen und Türme
Osterferienprogramm 2007 - NABU Hirtenhaus
NABU gründet neue Kindergruppe in Landau
Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Laichgewässer der Erdkröten 
Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeichnet Bioland - Weingut Seiler aus

Helfer für Krötenschutzzäune gesucht
Vögel zu früh: Klimawandel macht sich bemerkbar
Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung
Jahreshauptversammlung des NABU Bellheim
Jahreshauptversammlung des NABU Lingenfeld

Jahreshauptversammlung des NABU Frankenthal

ST. Martin: NABU schafft neuen Lebensraum
Naturschutzbund jetzt auch in Annweiler
ST. MARTIN: NABU richtet Gelände für seltene Tiere und Pflanzen her
NABU LINGENFELD wird 25 Jahre alt, Festabend im November geplant
Speyer: Die Klima-Allianz informierte Bürger über CO2-Einsparung
 WACHENHEIM: NABU sucht Verstärkung für Nistkästenpflege
SÜW: Förderverein gewährt 9200 Euro
Klimaschutztag Speyer 2007
NABU Ludwigshafen besteht seit 25 Jahren
„Umweltdiplom für Kinder“ beim NABU Landau
NABU Frankenthal pflegt Weiher im „Kleinen Wald“
NABU Landau-Land feiert 25-jähriges Bestehen - Mitgliederzahl wächst
Erste JHV der NABU-Gruppe Neustadt/Lambrecht
WACHENHEIM: Fortbildungsangebot des NABU - „Wassertrainer"
Aus- und Fortbildungsprojekt: „Wasser-TrainerInnen RLP"
NABU Ludwigshafen stellt Ergebnisse der botanischen Kartierung vor
Bad Bergzabern: NABU für kostengünstigen Radweg
NABU Ludwigshafen sucht die schönste Darstellung
Wie die Kinder - Spieleworkshop für Umweltbildner im Hirtenhaus
NABU Heidewald - Kinderwanderung am 13. Oktober
Herbstferienprogramm beim NABU Landau unter neuem Motto
Start der NABU Werbung in der Vorderpfalz
Malwettbewerb „Einheimische Tiere im Herbst“
Letzter von 5 Workshops mit dem NABU - „Naturtrainer“ im Heidewald
Japanische Delegation besucht Naturschutzzentrum Hirtenhaus
NABU Neustadt schafft Lebensraum für Frosch und Co.
Greifvögel und Eulen gegen die Mäuseplage
NABU sucht WassertrainerInnen
NABU Neustadt richtet Regenrückhaltebecken für Amphibien her
NABU warnt: Kein Hummelsterben unter Linden im Ostring
 NABU jetzt auch in Speyer – Erste Info-Veranstaltung am 18.10.07
Schafe freigelassen - Täter gesucht

Handys für die Havel: Naturschutzjugend sammelt Althandys

NAJU Neustadt erhält Preis in Hamburg
Spieleworkshop "Leben gestalten lernen" am 20.10. im Hirtenhaus
Herbstferienprogramm des NABU in Landau-Mörzheim
Frankenthal: Wanderfalken brüten erfolgreich auf Kirchturm
Apfelernte in Göcklingen: Helfer gesucht!
BatNights - Nächte der Fledermäuse in der Südpfalz
NAJU Neustadt: Aktiv für den Speyerbach
NABU bot Kindern ein Naturerlebniscamp in Neustadt-Hambach
Bodenbrüter stark gefährdet!
Ziegenmelkerexkursion der NABU-Gruppe Frankenthal
Deutschlands größtes Fledermausvorkommen muss erhalten bleiben
Jungvögel - bitte nicht einsammeln!
NABU-Jazz in Frankenthal
FÖJ - Workcamp  2007
Grillfest in Gommersheim 2007
Vogelvielfalt und Gottesdienst im Grünen in Mörzheim
Naturerlebniscamp für Kinder: noch Plätze frei
Was macht ein Naturtrainer?

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Trotz Kälte muss die Wolle runter

Schafschur beim NABU Landau-Land

 Wie jedes Jahr an Pfingsten ließ die NABU-Gruppe Landau-Land in Eschbach am vergangenen Montag ihre gesamte Schafherde von einem professionellen Schafscherer unters Messer nehmen. Beim „Schauscheren“ büßten die Rauwolligen Pommerschen Landschafe, die die Naturschützer unterhalb der Madenburg zur Landschaftspflege einsetzen, ihre dicke Wolle ein. „Im April haben sie bestimmt geschwitzt und jetzt frieren sie“, bemerkte eines der zahlreichen Kinder, die dem Schauspiel beiwohnten. Jedes frisch geschorene Schaf wurde von den Artgenossen unter aufgeregtem Blöken besehen und beschnuppert – schließlich sorgt so eine neue „Frisur“ für ein ungewohntes Aussehen.

Die sieben Spinnerinnen der „Spinnstube“, die sich monatlich im Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU treffen, saßen beim Fest gemütlich plaudernd unterm Dach und ließ die hölzernen Spinnräder schnurren. Für die Kinder gab es außerdem Malen und Filzen.

Wegen des schlechten Wetters musste die geplante Exkursion an die Schafkoppel am Haardtrand ausfallen. Als Ersatz bot Arno Laux, der das Fest mit seinem „NABU Arbeitskreis Eschbach“ organisiert hat, spontan eine Führung durch die historischen Keller an der Weinstraße an und erläuterte heimischen und zugereisten Gästen die alten Techniken der Weinlagerung und Fassreinigung.

Auch der geplante Flohmarkt, der im letzten Jahr einen großen Anklang gefunden hatte, fand aus Platzmangel unterm Scheunendach nicht statt, es gab lediglich einen Kräuter- und einen Infostand. Dafür fanden die Suppen, Hausmacherbrote und Kuchen sowie heiße Getränke reißenden Absatz. Zudem konnten die Naturschützer einige Bestellungen für Bettdecken entgegen nehmen, die in der Südpfälzischen Steppdeckenfabrik mit der rauhen Wolle der Pommerschen Schafe gefüllt werden.

 Ein Schaf wird geschoren (Foto: NABU/Nathalie Plum)

 Die Spinnerinnen vom „Spinnclub“ (Foto: NABU/Nathalie Plum)

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Halsbandsittich jetzt auch im „Pfälzischen Nizza“

Beobachtung in Gleisweiler überrascht Vogelkundler

 „Da sitzt ein Papagei schon den ganzen Nachmittag in meinem Hof“, berichtete Daniela Seckinger, NABU Mitglied aus Gleisweiler, aufgeregt am Telefon. Franz Grimm, der Vorsitzende der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer, erkannte schnell dass es sich bei dem vor ihm sitzenden grünen Vogel mit dem roten Schnabel und blauen Schwanz nur um einen Halsbandsittich, auch Alexandersittich genannt, handeln konnte. Der aus Afrika und Asien stammende Edelpapagei floh in mehreren europäischen Großstädten aus der Gefangenschaft, konnte sich in „freier Wildbahn“ erfolgreich vermehren und besiedelt heute mit vielen tausend Exemplaren unter anderem Mainz, Mannheim und Ludwigshafen. Nun sind die Exoten offensichtlich auch dabei, in ländliche Gebiete vorzudringen – vielleicht begünstigt durch das milde Klima hier und den milden Winter. Eine weitere Meldung aus Neustadt zeigt, dass die Vögel tatsächlich den Haardtrand erreicht haben. „Es ist schon etwas überraschend, diese Art jetzt auch am Rande des Pfälzerwaldes anzutreffen. Wir wollen nicht hoffen, dass dieser Höhlenbrüter unseren heimischen Vögeln die ohnehin knappen Nistplätze streitig macht“, so Grimm. Der jetzt immer wieder beobachtete weibliche Halsbandsittich scheint jedoch momentan noch alleine zu sein. Sein auffälliges Gekreische dürfte dem Flair im „Pfälzischen Nizza“ Gleisweiler eine exotische Note hinzufügen.

 

Beobachtungen von Halsbandsittichen können gemeldet werden an die NABU Regionalstelle in Landau, Tel. 06341/31629, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Ein Fest für die Sinne

Einweihung der Kräuterspirale im St. Paulusstift

Mit einem kleinen Fest weihten die Erzieherinnen und Kinder des Förderkindergartens St. Paulusstift am vergangenen Mittwoch die prächtige „Sinnesspirale“ ein, die sie im letzten Jahr mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt gemeinsam im Hof des Kindergartens angelegt hatten. Projektleiterin Petra   Dausch-Franz, Erzieherin und selbst aktives Mitglied in der NABU-Gruppe Landau-Land, hatte diesen Termin gewählt, „damit man auch sieht, was die Spirale so alles zu bieten hat“! Tatsächlich standen Phacelia, Lupine und Lauch in voller Blüte und verliehen dem Kräuterbeet eine überwiegend blau-violette Note. „Das wird sich im Laufe des Jahres noch ändern, wenn nicht nur Salbei und Thymian, sondern auch Königskerze und Stockrose ihre Pracht entfalten“, so Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle im Mörzheimer „Hirtenhaus“, die das Projekt vermittelt hat und vom Ergebnis sichtlich beeindruckt war. Während die Kinder nicht nur die blühenden Pflanzen bestaunten, sondern die Kräuter auch anfassten, an den aromatischen Blättern rochen und dem Summen und Sirren von Bienen und Schwebfliegen lauschten – ganz im Sinne der „Sinnessspirale“ – tauschten sich die Erzieherinnen über die besten Rezepte aus und nahmen sich vor, keine teuren Kräuter mehr im Supermarkt zu kaufen. „Da kann man doch von hier einfach ein bisschen Petersilie oder Thymian mitnehmen!“ Die meisten Kräutersamen und Stauden stammen aus dem Kulturgarten der NABU-Gruppe Bellheim. Bevor die Kinder ein Frühlingslied sangen und vor dem neuen Bauwerk ein Tänzchen aufführten, dankte Petra   Dausch-Franz allen Kollegen aus den eigenen Reihen, den beteiligten Eltern und nicht zuletzt den Kindern, die die Kräuter bereits fleißig gegossen haben in den letzten Wochen. Stellvertretend für den NABU Landau-Stadt war Umweltpädagogin Ulrike van der Bloemen gekommen, die mit der „Naturerlebnisschule“ bereits mehrere Aktionen für den Kindergarten gestaltet hat. Gedankt wurde auch den Abwesenden: Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau-Stadt, Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, die das Projekt „Sinnesspirale“ im Rahmen ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres beim NABU durchgeführt haben sowie Andreas Hechinger vom Berufsbildungswerk in Bad Dürkheim für den praktischen Schaukasten aus Holz, der über die Inhalte der Kräuterspirale informiert.

Nathalie Plum und die Kinder vom St. Paulusstift an der "Sinnesspirale"

 

Petra Dausch-Franz dankt allen Beteiligten am Projekt  "Sinnesspirale"

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Was ein Buchfink mit Bier zu tun hat

Auf Vogelsuche im Domgarten - Exkursion anlässlich der "Stunde der Gartenvögel"

Wie viele verschiedene Gartenvögel sind in einer Stunde bei einem Rundgang durch den Dompark zu hören? Wir sind der Einladung des Naturschutzbundes (NABU) gefolgt und haben gestern um 18 Uhr eine Stunde lang Vögel beobachtet und gezählt.

"Ein Rotkehlchen, Oh, jetzt geht's langsam los. Der Zaunkönig hat angesetzt." Dr. Nathalie Plum hebt ihr Fernglas und stellt auf eine Bank vor dem Domcafé scharf. "Ein Buchfink " Während das Tier gerade unter der Bank verschwindet, schwärmt die Mitarbeiterin von NABU, die für die Süd- und Vorderpfalz zuständig ist, vom Zaunkönig. " Er ist einer der kleinsten Vögel die wie haben, hat einen schmetternden Gesang. Erstaunlich was aus so einem kleinen Körper rauskommt."

Der Buchfink ist aus der Deckung gekommen und sammelt Körner. Über der Domwiese ziehen 15 Schwalben ihre Kreise uns kreischen. "Mehlschwalben", erklärt Plum. Dann ist das gurren einer Türkentaube zu hören.

Acht Vögel hüpfen unter einem Baum im Gras hin und her. "Amseln können das nicht sein", erklärt Plum. Sie blickt durchs Fernglas und nickt. "Stare". Die sind immer in Truppe unterwegs." wieder ist ein Buchfink zu hören. "Es gibt da einen Merkspruch für seinen Gesang", verrät sie: "Fritze, Fritze, Bring uns mal 'n würz 'ges Bier." Sie Vögel klingen aber nicht überall gleich. "Es gibt lokale Dialekte." Und Vögel die sogar Handymelodien nachmachen können: Amseln.  "Ich hab so eine Handyamsel", sagt eine Speyererin. Im Domgarten klängen Amseln heute so, wie sie klingen müssen. ein braunes Tier verschwindet gerade im Gebüsch.  "Das ist eine weibliche, sie ist bräunlich und singt nicht", erklärt die Geographin und Biologin. Und fügt an, dass die Vögel nicht singen, weil sie dem Menschen eine Freude machen oder Gott loben wollen, wie überliefert wurde, sondern allein um ihr Revier zu verteidigen und Weibchen anzulocken.

Carolin Übel, eine Biologiestudentin die viele einheimische Vögel kennt, hat ein Rotkehlchen entdeckt. "Sein Gesang erreicht Frequenzen, die der Mensch nicht wahrnehmen kann", sagt Plum. "Es wird erzählt, dass er wie ein feuchter Korken klingt, den man an einer Rotweinflasche entlanggleiten lässt - es quietscht." Wie auf Kommando quietscht es im Baum. Die Biologin ist mit den Gedanken schon wieder wo anders. "Ich glaub, ich hör eine Nachtigall." Der Vogel verstummt. Sie Gruppe ist inzwischen am Heidentürmchen angekommen. Zwei kleine halten sich an der Mauer fest und scheinen etwas aufzupieksen "Stieglitze", sagt Carolin Übel und sie gesteht dass sie erst einmal einen gesehen hat. Plum wundert sich: "Dass er so an der Mauer klebt. Ich habe dieses Verhalten noch nie gesehen," Die Erklärung findet sie im bebilderten Lexikon, das sie mitgebracht hat. Er frisst Samen.

Die NABU Mitarbeiterin beobachtet eine Gruppe Amseln bei ihren Revierkämpfen. Dann blickt sie nach oben. "Das ist doch eine Nachtigall." Das Rotkehlchen quietscht, ein Grünfink hüpft vorbei, Nathalie Plum ist zufrieden auch wenn sie mehr Meisen und Spatzen erwartet hätte. Das Ergebnis der einstündigen Tour. 15 Arten gab es zu entdecken, darunter Amsel, Ringeltaube, Buchfink, Stieglitz, Grünfink, Mehlschwalbe, Rotkehlchen, Spatz und Zilpzalp.

Weitere Informationen zu der Aktion, die noch bis Samstag läuft, gibt es im Internet unter: www.stunde-der-gartenvögel.de

Quelle: Die Rheinpfalz

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Jugendgruppe des Naturschutzbundes im Frühjahr gegründet

Exkursion in die Vielfalt der Natur

Der Naturschutzbund (NABU) Ludwigshafen hat vor wenigen Wochen eine Jugendgruppe (NAJU) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kindern Verständnis für und Informationen über die Natur zu geben. Zuletzt beschäftigten sich die Teilnehmer mit Schnecken.

Aufmerksam schauen die sechs Kinder der Jugendgruppe des Naturschutzbundes (NAJU) im feuchten Gras nach Schnecken.  "Ist denn hier irgendwo noch eine Schnecki?", ruft die siebenjährige Julia, um gleich darauf nach einem Weichtier zu greifen und es in einen kleinen Plastikbehälter zu setzen. "So, jetzt gehen wir zurück zur Schule und schauen uns die Schnecken in Ruhe an", Kündigen die Gruppenleiterin Elke Henninghaus und Katrin Hoffmann an.

Zum zweiten mal haben sich die zwischen sieben und neun Jahren alten Mädchen und Jungs nun im Maudacher Bruch getroffen, um die Ludwigshafener Natur zu erkunden. "Wir wollen die Kinder spielerisch an die Umwelt heranführen", erklärt die hauptberufliche Erzieherin Henninghaus. Viele Kinder würden gar nicht wissen was es um sie herum gibt. "Aber erst wenn man die schätzen lernt, kann man sich auch für deren Schutz einsetzen." Zudem wollten sie auch Hemmungen gegenüber den Tieren und Insekten abbauen. "Manche haben Angst eine Schnecke zu berühren. Wir wollen zeigen, dass daran nichts ekliges ist", sagt die 32-jährige Gruppenleiterin. Die Idee für eine solche Jugendgruppe habe sie schon lange beschäftigt. "Es ist bloß schwierig, jemanden zu finden, der als Partner mitmacht." Aber dann habe sich Katrin Hoffmann bereit erklärt und die Gruppe konnte im Frühjahr gegründet werden.

In einem Klassenraum der Gesamtschule Gartenstadt werden die eingefangenen genau betrachtet. Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten erläutert. Fast alle lassen die Tiere auf ihrer Hand gleiten und schauen ihnen fasziniert zu. "Der Schleim ist voll cool", meint der achtjährige Stefan. Sie ebenfalls acht Jahre alte Christin bestaunt die Wellenbewegungen der Schnecken. "Ich möchte vielleicht später Naturwissenschaftlerin werden, deshalb mache ich hier mit", erzählt sie. Zudem gefalle es ihr, mit anderen Kindern in einer Gruppe zu sein. Auch Felix findet die Gruppe gut. "Hier lerne ich viele Dinge und bin auch noch in der Natur. Ich hab mir vorher noch nie Schnecken so genau angeschaut."

Auf dem Aktionsplan der Gruppenleiterin steht aber nicht nur die Beobachtung von Weichtieren. "Beim letzten Treffen haben wir eine Rallye durch das Bruch veranstaltet, das nächste mal wird es um Löwenzahn gehen und es wird ein paar kleine Umweltaktionen, wie Müllsammeln geben", sagt Hoffmann. Gerne könnten auch noch Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren dazu kommen.

Quelle: Die Rheinpfalz

Keine Scheu vor Regen und Natur: Die NABU-Naturjugendgruppe NAJU beim Schneckensammeln im Maudacher Bruch (Foto: Rheinpfalz)

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Neuntöter, Nachtigall und Schwarzmilan:

NABU entdeckt 31 Vogelarten auf Zaunammerexkursion

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: 31 Vogelarten konnten die 10 Teilnehmer der Vogelstimmenexkursion der NABU-Gruppe Neustadt am vergangenen Sonntag am Haardtrand bei Diedesfeld hören und sehen – darunter nicht wenige „Raritäten“ und eine ganze Reihe von interessanten Verhaltensweisen. Unter dem melodiösen Gesang der Heidelerche, die in Kreisen aufsteigend ihre Reviergrenzen markierte, erläuterten die Hobbyornithologen Volker Platz und Franz Grimm Interessantes zu Gesang und Brutverhalten der heimischen Vögel. Direkt nebenan sang der seltene Steinschmätzer während des Fluges seine Strophe und konnte ebenso wie Girlitz und Bluthänfling im morgendlichen Sonnenschein durchs Fernrohr von allen Teilnehmern bestaunt werden. Aus dem Gebüsch heraus trugen unentwegt Nachtigall, Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke ihren melodischen Gesang vor. Auf der weiteren Wegstrecke konnte das leiernde Lied der Klappergrasmücke vernommen und auf einem Baum sitzend der Turmfalke, Vogel des Jahres, mit einer erbeuteten Maus beobachtet werden. Zwei Rotrückenwürger saßen auf einer blühenden Heckenrose und hielten nach einem Nistplatz Ausschau. Während die kleine Turteltaube ihr monotones „gruu gruu gruu“ von einem abgestorbenen Ast vortrug, flog über die Köpfe der Frühaufsteher ein Schwarzmilan hinweg – ein seltener Anblick, da dieser Vogel sich normalerweise nur in den Rheinauen aufhält. In den Weinbergen nahe am Waldrand suchte eine seltene Hohltaube nach Futter, während am Himmel der Mäusebussard seine Kreise zog. Fast am Ende der Exkursion konnte in der Morgensonne die farbenprächtige Zaunammer, der Charaktervogel des Haardtrandes, beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs bestaunt werden.

 

 Für den Steinschmätzer legt der NABU spezielle Steinhaufen als Brutmöglichkeit an. Der vom Aussterben bedrohte Vogel kann mittlerweile in den Weinbergen am Haardtrand wieder häufiger beobachtet werden.

(Foto: NABU / Werner Kern)

 Der Rotrückenwürger wird auch Neuntöter genannt, da er oft mehrere Beutetiere – meist große Insekten - „auf Vorrat“ auf Dornen von Bäumen und Sträuchern aufspießt. (Foto: NABU / A. Klose)

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"Stunde der Gartenvögel" in Gleisweiler

NABU entdeckt 37 Vogelarten auf Exkursion

Zum „kostenlosen Open-Air-Konzert“ hatte die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer am vergangenen Sonntagmorgen eingeladen. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Stunde der Gartenvögel“ konnten die Teilnehmer gemeinsam mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm Daten sammeln, die den Vogelschützern wichtige Aufschlüsse über den Bestand der häufigsten Vogelarten in Deutschland geben. Die Frühaufsteher, die sich in Gleisweiler eingefunden hatten, wurden durch die stattliche Anzahl von 37 Vogelarten belohnt. Bettelrufe junger Haussperlinge auf einem Dachbalken, Dohlen, die ihre Jungen im Kirchturm füttern, Mehlschwalben im Nest an der Hauswand, Rauchschwalben, die in einer Scheune ein- und ausflogen – Franz Grimm holte die Vögel mit dem Fernrohr dicht heran, so dass die Teilnehmer faszinierende Einblicke in deren Aussehen und Verhalten bekamen. „Für Dohle und Turmfalke hat der NABU im Kirchturm spezielle Nistkästen angebracht, die alle 4 besetzt sind. Man sieht also den Bedarf – und es hat den angenehmen Nebeneffekt, dass nun keine Tauben mehr den Turm aufsuchen und verschmutzen“, so Grimm. Den Turmfalken,  Vogel des Jahres, sah die Gruppe aber erst später bei seinem Rüttelflug über den Grasflächen und Weinbergen, wie er aus beachtlicher Höhe nach Mäusen und anderen Kleinsäugern spähte. Zunächst aber ging es durch die von Schafen beweideten Streuobstwiesen auf dem Schützenberg, wo der Buntspecht und Stare nach Nahrung suchten. Während die Teilnehmer den Gesang von Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke in den Hecken und Gebüschen am Waldparkplatz als melodisch empfanden, klang das Lied der Klappergrasmücke, vorgetragen von der Spitze eines Baumes, deutlich leiernd. Den Chor vervollständigten die leisen Strophen des Sommergoldhähnchens und das Hämmern der Zaunammer. Als einer der letzten Vögel wurde der gelbe Girlitz bei seinem schmetterlingsartigen Balzflug und seinem rasselnden Gesang zwischen den Dächern ausgemacht.

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NABU „Stunde der Gartenvögel“ in Gimmeldingen:

Exkursionsteilnehmer entdecken 27 Vogelarten

Der Einladung der NABU-Gruppe Neustadt zum „kostenlosen Open-Air-Konzert“ in Gimmeldingen waren am Sonntag 25 interessierte Vogelfreunde – unter ihnen zahlreiche Kinder - gefolgt, um gemeinsam mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm die „Stunde der  Gartenvögel“ zu erleben. Vom Sportplatz aus machte die Gruppe eine Runde durch die Siedlung, um gemeinsam die Vogelwelt der Gärten zu erkunden und Daten für die bundesweite Aktion des NABU zu sammeln. Der erste Vogel auf der Liste war der Hausrotschwanz, der mit seinem scharfen Gesang von einem Schornstein aus sein Revier abgrenzte. Die akrobatischen Mauersegler zeigten am Himmel ihre Flugkünste. „Sie schlagen  abwechselnd mit dem linken und rechten Flügel, von daher erscheint ihr Flug etwas gaukelnd“, erläuterte Grimm zur Überraschung der Teilnehmer. Nach ersten Auswertungen gehört der Mauersegler zu den "Gewinnern" der diesjährigen Aktion, denn der Vogel des Jahres 2003 ist im Vergleich zum letzen Jahr von Platz acht auf vier in der Liste der häufisten "Gartenvögel" geklettert. Zwei bunte Distelfinken, auch Stieglitze genannt, zeigten in einem naturnahen Garten, wie wertvoll Gräser und Stauden aus dem letzten Jahr für ihre Nahrungssuche sind – sie brauchen nämlich das ganze Jahr über Sämereien, um satt zu werden. „Man braucht nur eine kleine Ecke im Garten sich selbst zu überlassen – so einfach kann man Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen“, empfahl Grimm. Einzelne Vögel – zum Beispiel zwei Türkentauben auf den Dächern und einen prächtig gefärbten Grünfink in einer Tanne - holte der Ornithologe immer wieder mit dem Fernrohr ganz nah heran, so dass auch die Kinder einen guten Blick auf sie erhaschen konnten. In den Weinbergen hinter den Häusern konnte der hämmernde Gesang der Zaunammer gehört werden. In Deutschland im Allgemeinen selten, zählt die Zaunammer am Haardtrand zu den Charaktervögeln und kann recht häufig beobachtet werden. In den Hecken und Büschen am Waldrand sangen Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke im Chor ihre melodischen Strophen, während ein „lachender“ Grünspecht in Richtung Waldrand flog. Insgesamt wurden 27 Vogelarten gesehen und gehört.

Die nächste Vogelstimmenwanderung des NABU findet am  Sonntag, 20. Mai um 7:30 Uhr in Diedesfeld statt. Treffpunkt: Parkplatz Klausentalhütte.

Foto: Der Mauersegler, "Gewinner" der Gartenvogel-Aktion - in Neustadt unterstützt durch das NABU-Projekt "Mauersegler an Schulen"

(Foto: NABU)

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390,- € für den NABU - vielen Dank für Ihre Handys!

Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sind unserem Aufruf gefolgt und haben ihre alten Handys ins Stadthaus gebracht. - genau 78 Stück!

Im Agenda Büro wurden sie für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) gesammelt - denn der hat einen Vertrag mit Vodafone: Für jedes alte Handy (egal welcher Marke) bekommt der NABU von Vodafone 5,-€ ! Und damit können dann bestimmte Naturschutzprojekte gefördert werden. Toll was? Und  sie haben gleichzeitig eine gute Tat getan! Vielen Dank!

Die Agenda -Beauftragte Brigitta Breuer (rechts) übergibt die gesammelten Handys an Frau Dr. Nathalie Plum, NABU  Regionalstellenleiterin.

 (Foto: Uwe Wittner)

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Jobbörse beim NABU: Helfer für Ferienprogramme und Biotoppflege gesucht

Die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ beim Naturschutzbund NABU in der Süd- und Vorderpfalz startete auch in diesem Jahr wieder erfolgreich und stieß in der Bevölkerung auf große Resonanz. Beispielsweise konnten bei der aufwändigen Betreuung der 11 Amphibienschutzzäune über 100 Personen eingebunden werden und auch bei einzelnen Entbuschungsaktionen in den Biotopen des NABU halfen zahlreiche Freiwillige.

Speziell für Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt die „Jobbörse“ einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem Naturschutzverband zu bewältigen sind.

Aktuell sucht der NABU Helfer für diverse Kinderferienprogramme in den Sommerferien – insbesondere BetreuerInnen für das Naturerlebniscamp für Kinder, das vom 10. bis zum 12. Juli in Neustadt-Hambach stattfindet. Im Herbst stehen dann wieder die Apfel- und Heuernte an und Nistkästen müssen gereinigt oder neue aufgehängt werden. Schulen und Kindergärten fragen an, ob der NABU ihnen einen Lebensturm, ein Insektenhotel, eine Immenwand oder einen Weidentunnel baut – hierfür werden handwerklich geschickte Personen gesucht.

Die Regionalstelle in Landau vermittelt die örtlichen Ansprechpartner, bietet Informationen, Einarbeitung, Unkostenerstattung und sonstige Unterstützung wie zum Beispiel durch Material, das im Naturschutzzentrum Hirtenhaus ausgeliehen werden kann.

Unter www.NABU.Sued@NABU-RLP.de/jobs.htm sind alle „Jobs für Ehrenamtliche“ unter Angabe der notwendigen Vorkenntnisse und des Zeitbedarfs aufgelistet.

Bei Interesse an einem „Job“ berät Sie Regionalstellenleiterin Dr. Nathalie Plum: Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Kinder und ehrenamtliche Betreuer bauen beim Osterferienprogramm an einer Trockenmauer. (Foto: Werner Kern)

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Zaunammer, Wanderfalke und Sperber in Aktion:

NABU entdeckt 37 Vogelarten auf Exkursion in Königsbach

Zwanzig Teilnehmer hatten sich früh morgens an der Kirche in Königsbach mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben-Maikammer) getroffen, der die Exkursion auf Einladung der NABU-Gruppe Neustadt leitete. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Mehl- und Rauchschwalben sowie einige Mauersegler ihre akrobatischen Flugkünste über Gassen und Gärten. Als ersten Höhepunkt bestaunten die Teilnehmer mit dem Fernrohr den „König der Lüfte“, einen Wanderfalken, der im Königsbacher Steinbruch auf einem Baum saß. Währenddessen trug ein Wintergoldhähnchen, der kleinste Vogel in Deutschland, unaufhörlich seinen feinen leisen Gesang vor. Auf dem weiteren Weg entlang des Waldrandes sangen der seltene Gartenrotschwanz, das Rotkehlchen und der Grünfink ihre melodiösen Strophen. Inmitten der Rebenlandschaft flog der Vogel des Jahres, der Turmfalke über die Gruppe hinweg und zeigte sein charakteristisches Rütteln bei der Suche nach Mäusen. Vorbei an einer grünen Feldgehölzinsel mit singenden Nachtigallen ging es zu einzelnen Gebüschen zwischen den Weinbergen am Ortsrand. Dort konnte in der Morgensonne die Zaunammer, der Charaktervogel des Haardtrandes, durchs Fernrohr beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs bestaunt werden. Plötzlich jagte wie aus dem Nichts heraus ein Sperber ganz nah an der Gruppe vorbei und versuchte einen Haussperling zu fangen, was ihm aber misslang. Insgesamt konnten 37 verschiedene Vogelarten gesehen und gehört werden. Die nächste Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Sonntag 13. Mai um 18.00 Uhr in Gimmeldingen statt (Treffpunkt: Sportplatz).

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Nachtigall, Grünspecht und Zaunammer:

NABU entdeckt 38 Vogelarten auf Exkursion in Dernbach

Zwölf Teilnehmer trafen sich am vergangenen Sonntag zu einer abendlichen Exkursion mit dem Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer) am Ortsrand von Dernbach, um Vögel zu beobachten und etwas über ihren Gesang und ihre Lebensweise zu erfahren. Gleich zu Beginn der Wegstrecke genossen die Teilnehmer das wehmütige Lied der Nachtigall, das aus einer Gebüschgruppe erklang. Auf dem weiteren Weg, vorbei an blühenden Orchideen, beobachtete die Gruppe Kohlmeise und Grünfink auf der Nahrungssuche und lauschte Rotkehlchen, Ringeltaube und Singdrossel. Mit dem Fernrohr holte Grimm den seltenen Baumpieper auf der fernen Spitze einer Pappel nah heran. Im Wald sangen der Kleiber und das Sommergoldhähnchen - der kleinste Vogel in Deutschland - ihre wohlklingenden Strophen. Über der herrlichen Wiesenlandschaft zeigte der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007, sein charakteristisches Rütteln bei der Suche nach Mäusen. Nach Grünspecht und Heckenbraunelle kam überraschend noch eine ganz besondere Art auf die Liste der Vogelfreunde: Man staunte über eine singende Zaunammer, die eigentlich der Charaktervogel des Haardtrandes ist, sich aber scheinbar immer weiter in die offenen Täler des Pfälzerwalds hinein ausbreitet. Insgesamt konnten 38 verschiedene Vogelarten gehört und gesehen werden.

Die nächste Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Donnerstag 17. Mai um 8.00 Uhr in Wernersberg statt (Treffpunkt: Wernersberger Mühle).

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Noch Plätze frei:

NABU bildet Senioren zu „Naturtrainern“ aus

Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der NABU in der Vorderpfalz 10 Senioren zu „Naturtrainern“ aus. Im Rahmen von fünf Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und Tipps für die Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in Kindertagesstätten, sammeln erste Praxiserfahrungen und werden intensiv durch den NABU begleitet.
Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für die Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom NABU gestellt.                         Interessierte Senioren können sich bei der NABU Regionalstelle Süd in Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der erste Workshop findet am Mittwoch, den 30. Mai von 9 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Birkenheide, Eyersheimer Str. 11, statt.

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Stunde der Gartenvögel im Heidewald

Vögel beobachten + gewinnen - Bundesweite Mitmach-Aktion des NABU

Wie häufig sind unsere Gartenvögel? … und wo kommen welche Arten vor? Um herauszufinden, wie es um die heimische Vogelwelt bestellt ist, hat der NABU die Stunde der Gartenvögel ins Leben gerufen. Machen Sie mit, denn Ihre Beobachtungen geben Auskunft über die Verbreitung unserer gefiederten Nachbarn. Jetzt im dritten Aktionsjahr können wir mit Ihrer Hilfe auch Hinweise auf Zu- und Abnahmen der Vogelbestände erhalten. Und so geht’s: Notieren Sie in der Zeit vom 11.-13.Mai von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die Sie innerhalb einer Stunde gleichzeitig beobachten konnten. Übertragen Sie dann die Beobachtungen in einen Meldebogen, der entweder beim NABU Heidewald, Albertine-Scherer-Str. 30 in Birkenheide erhältlich ist oder über das Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de abgerufen werden kann. Hier sind auch weitere Informationen für Sie bereitgestellt.  

Das Rotkehlchen ist noch häufig anzutreffen (Foto: NABU)

Unter den Teilnehmern verlost der NABU wertvolle Preise: 

1. Preis: Fünftage-Reise an den Kaiserstuhl für 2 Personen                                                2.-100 Preis: Ferngläser, Bücher, Nistkästen, Armbanduhren …                                Online-Teilnehmer nehmen an einer Sonderverlosung  teil.                         Abgabeschluss ist der 19. Mai

Am Sonntag, 13. Mai veranstaltet der NABU Heidewald eine Vogelexkursion. Geeignet ist der Spaziergang durch den Heidewald um Birkenheide auch für Familien. Wenn man Glück hat, kann man innerhalb von 2-3 Stunden über 50 Vogelarten sehen und hören. Henning Cramer übernimmt die Führung. Er ist ein erfahrener Vogelexperte und Heidewaldkenner. Treffpunkt: ASV Birkenheide 9.00 Uhr. Dauer etwa 2-3 Stunden. 

Auskunft unter Telefon 06237-6297 oder 06237-6369

Text: Walter Gramlich

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Spaziergang in den Wässerwiesen

Groß und Klein bestaunen Vielfalt in den Bellheimer Holz- und Sandwiesen

Dreizehn Weißstörche wateten auf der Suche nach Nahrung durchs flache Wasser, als die 9 Teilnehmer zum „Spaziergang in den Wässerwiesen“ am Parkplatz bei den Bellheimer Sand- und Holzwiesen aufbrachen. Exkursionsleiter Matthias Brock von der NABU-Gruppe Bellheim erläuterte die Hintergründe der seit zwei Jahren wieder regelmäßig stattfindenden Wiesenwässerung an der Queich. Die Wässerungstechnik wurde seit dem Mittelalter zur Erhöhung der Heuerträge in den Queichwiesen eingesetzt, geriet aber im letzen Jahrhundert beinahe in Vergessenheit. Heute ist sie nicht nur ein interessantes Instrument für die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz, sondern auch zur Förderung einer typischen artenreichen Flora und Fauna. Vor allem die Interessengemeinschaft Queichwiesen und der Landschaftspflegeverband Pfalz (LPV) setzen sich seit einigen Jahren für den Erhalt der Gräben und den Wiederaufbau von Wehren und Schließen ein und werden dabei tatkräftig vom NABU und anderen Naturschutzverbänden unterstützt. „Dabei geht es uns nicht nur um den Weißstorch“, betont Brock. „Die flachen Flutungen finden nur an wenigen Tagen im Jahr statt. Das schadet dem Leben in den Wiesen nicht nachhaltig und erhöht sogar nachweislich die Vielfalt und Dynamik“, erläuterte Brock und wurde darin von Martin Grund (Aktion
Pfalzstorch/NABU-Gruppe Neustadt), der als Gast mit dabei war, bestätigt.

Und in der Tat: Neben den Störchen sichteten die Besucher einen Wiesenpieper, der nach taumelnden Flug mit einem Trillern im Gras verschwand. Auch tummelten sich diverse Schmetterlinge, darunter der seltene Schwalbenschwanz, auf der blütenreichen Wiese. Die anwesenden Kinder bestaunten Raupen, Schnecken und Käfer. Als Peter Wolf vom Bauhof Bellheim am Vortag die Schließen zur Sollach hochkurbelte, um dem Wasser den Weg in die Wiesen zu bahnen und dabei die Gräben überprüfte, konnte er außerdem zwei Ringelnattern beobachten – die übrigens hervorragend schwimmen können, so dass eine Flutung sie nicht im Geringsten stört.

Die NABU-Gruppe Bellheim lädt herzlich ein zum nächsten Spaziergang in den Wässerwiesen am Freitag, 11.05.07 um 15.00 Uhr.

Die Teilnehmer am Wässerwiesen-Spaziergang an einer Schließe in den Holzwiesen (Foto: Martin Grund)

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In der Petschengasseden neuen Trick geübt

40 Teilnehmer beim ersten Spritspar-Taining von Naturschutzbund, Evangelischer Kirche und Autohaus Neubeck

Ein kostenloses Spritspar-Training hat der Naturschutzbund (Nabu) Südpfalz in Kooperation mit der evangelischen Kirche der Pfalz am Samstag im Autohaus Neubeck angeboten. Das Motto: Umschalten - ganz einfach Sprit sparen". Vier Trainer zeigten den Teilnehmern in vier Autos auf einer vorgegebenen Strecke, wie sie verglichen mit ihrer bisherigen Fahrweise, bis zu 25 Prozent Sprit sparen können.

Ab 10 Uhr verließen im Halbstundentakt präparierte PKW den Hof des Autohauses Neubeck. Die Trainer seien ausgebucht, berichtete Neubecks Organisationsleiter Frank Bilabel im RHEINPFALZ-Gespräch. Etwa 40 Teilnehmer seien auf dem Weg zum umwelt- und kostenschonenden Autofahrer.

Auch Andreas Schäfer aus Waldsee hat sich zum Spritspar-Training angemeldet. Gegen 15 Uhr begibt sich der Rechtsreferendar auf die 11,86 Kilometer lange Teststrecke. Neben ihm sitzt Trainer Jörg Henf. "Das Auto ist so sparsam wie man es fährt", sagt er zu Beginn der ersten Runde und weist auf das an der Scheibe angebrachte Messgerät das ständig wechselnde Zahlen anzeigt. "Die werden dann später am PC ausgewertet", kündigt der Experte an. Die Strecke werde zweimal abgefahren, erfährt Schäfer kurz vor der Siemensbrücke: "Jetzt nach links. Henf schickt ihn in die Iggelheimer Straße. Fahrer und Beifahrer unterhalten sich bis zur Petschengasse über die Parkplatzsituation vor dem Gerichtsgebäude in Frankenthal. Vom Grünen Winkel aus fährt Schäfer den VW Experience über Kopfsteinpflaster durch die engen Gassen der Altstadt. Der Verkehr am Domplatz ist - wie häufig - etwas unübersichtlich. Souverän lenkt der Fahrer das Auto am Historischen Museum vorbei zur B9-Auffahrt, 100 Stundenkilometer (km/h) zeigt der Tacho bis zur Ausfahrt Speyer-West an.

Das Tempo auf 50 km/h gedrosselt, fährt Schäfer zurück zum Ausgangspunkt und stoppt auf Anweisung seines Trainers auf den Parkplatz gegenüber dem Autohaus. 7,98 Liter habe er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,7 km/h verbraucht und 185 Gramm CO2  ausgestoßen, entnimmt Henf dem Messgerät und empfiehlt Schäfer für die zweite Runde vorausschauendes Fahren. Anfahren aus dem Stand gelte als besonders großer "Spritfresser", gibt der Trainer bekannt. So oft es die Verkehrssicherheit zulasse, sei ein kurzer Sprint zur erwünschten Geschwindigkeit optimal.

Jetzt fährt Schäfer nach Henfs Anweisungen und schaltet so oft es geht in den höchsten Gang. Das Ausschalten des Motors bezeichnet Henf als die einfachste Möglichkeit, Sprit zu sparen und rät Schäfer gleich vor der roten Ampel hinter der Siemensbrücke dazu. "Bei flachen Gefälle den Gang raus" übt der Fahrer in der Petschengasse und "mit Vollgas auf 100" auf der B9.

Die Auswertung beider Runden ergibt 4,64 Prozent Verbrauchs-Einsparung in der zweiten Runde mit einem Zeitunterschied von 40 Sekunden. Trainer und Fahrer sind zufrieden mit dem Ergebnis. Andreas Schäfer hat das Spritspar-Training etwas gebracht für seinen Autofahrer-Alltag, ist er überzeugt. "Das Ausschalten vor der Ampel ist wirklich zu überlegen", sagt er.

Sie Sieger eines Gewinnspiels in dem Zusammenhang: Walter Christmann, St. Martin (Hotelscheck), Friedrich Brixius, Waldsee (100 Euro Gutschein), Franziska Rink, Heidelberg (50 Euro Gutschein), sowie Gerhard Albrecht, Heidelberg und Marco Bürger aus Altrip.      

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NABU und Böbinger Landwirte retten 27 Kiebitze

Bedrohter Zugvogel brütet behütet in Pfälzer Äckern

In einer  beispielhaften Aktion  wurden in den vergangenen Wochen 27 junge Kiebitze vom NABU und den Böbinger Landwirten Günter Gödelmann und Michael Vogel gerettet. Wolfgang Staudt von der NABU-Gruppe der Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer hatte die Kiebitze auf feuchten Ackerflächen bei Böbingen entdeckt und die Sache ins Rollen gebracht. Zuerst wurden die Nester nach Rücksprache mit den Flächeneigentümern durch NABU-Aktive lokalisiert und markiert. Hierbei fand der NABU insgesamt 7 Nester mit 27 Eiern.

Die markierten Nester wurden bei der in den nächsten Tagen folgenden Bearbeitung der landwirtschaftlichen Flächen ausgespart und somit vor der Zerstörung  bewahrt. Bei weiteren Kontrollen in den folgenden Tagen wurden die Kiebitze brütend auf ihren Gelegen mit dem Fernglas beobachtet. Nach ungefähr einer  Woche waren alle Jungvögel geschlüpft was an den verbliebenen Eierschalen ersichtlich war.

Der Kiebitz ist ein Zugvogel, der meistens schon im März aus seinen Überwinterungsgebieten zu uns zurückkommt. Er ist Brutvogel der Feuchtwiesen und Niedermoore. Durch zunehmende Landwirtschaft und deren Intensivierung seit den 1970er Jahren sind viele natürliche Feuchtgebiete verloren gegangen. Wegen dieser fortschreitenden Zerstörung seiner Lebensräume haben die Bestände des Kiebitzes in Deutschland bereits stark abgenommen

Der Kiebitz ist etwa taubengroß mit vergleichsweise kurzen Beinen und hat einen weißen Bauch mit einem schwarzen Brustband. Am auffälligsten aber sind die lange schwarze Kopfhaube und der charakteristische „Gaukelflug“, bei dem die Kiebitze ihr typisches scharfes „kiwitt“ ausrufen.  Kiebitze brüten meistens in kleineren Gruppen in offenen, flachen Landschaften mit kurzem oder gar keinem Gras oder auf Feldern und Äckern. Ihr Gelege besteht meistens aus vier beigefarben bis braun gefleckten Eiern, in sehr seltenen Fällen werden drei oder zwei Eier gelegt. Beide Altvögel bebrüten die Eier 21 bis 28 Tage lang, bis die Küken schlüpfen. Die Küken sind Nestflüchter und verlassen das Nest bereits wenige Stunden nach dem Schlupf. Dann werden sie bis zu fünf Wochen lang noch von den Eltern geführt, bis sie flügge werden. Diese Zeit verbringen die meisten Familien in der direkten Umgebung des Nestes. In den ersten zehn Tagen ihres Lebens sind die Küken noch nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur selbst zu regeln (Thermoregulation). Deshalb müssen die Küken noch gewärmt werden, was meistens das Weibchen übernimmt. Mit 35 Tagen sind die Küken vollbefiedert und flugfähig.

Alle Beteiligten hoffen, dass ein Großteil der 27 ausgeschlüpften Jungvögel auch flügge werden und vielleicht im nächsten Jahr wieder in das Gebiet, in dem sie das Licht der Welt erblickten, zurückkehren.

Foto 1: Kiebitz auf Böbinger Acker (Foto: Franz Grimm)

Foto 2: Kiebitz-Gelege (Foto: NABU / Ludwichowski)

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2208 Quadratmeter für den Naturschutzbund

Frankenthalerin überträgt geerbtes Grundstück an NABU

Ein in der Gemarkung Heßheim gelegenes Ackergrundstück hat die Frankenthalerin Eva Koch dem Naturschutzbund Frankenthal (Nabu) geschenkt. Der Verein plant, auf dem Gelände eine Streuobstwiese anzulegen.

„Das ist für uns ein bedeutender Akt, so etwas hatten wir noch nicht", sagte der Vorsitzende des Nabu, Manfred Becker, bei der Grundstücksübertragung am Dienstag in einem Frankenthaler Notariat.

Zusammen mit ihrem im Bayerischen Wald lebenden Cousin hatte Eva Koch ein 2208 Quadratmeter großes Ackergrundstück geerbt. Dieses Grundstück liegt in der Gemarkung Heßheim, östlich der A 61. Koch beschloss, den zurzeit noch landwirtschaftlich genutzten Acker wieder der Natur zuzuführen. Der Pachtvertrag sei bereits gekündigt, sagte sie.

„Nach dem Tod meiner Mutter hält mich hier nichts mehr", so die Frankenthalerin, die nun abwechselnd in Berlin und in Australien, wo ihre Tochter wohnt, leben wird. „Aber auch wenn ich nicht wegziehen würde, hätte ich das Grundstück dem Nabu übertragen", fügte sie hinzu.

Laut Manfred Becker soll der Acker vom Naturschutzbund auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, jedoch auf eine extrem naturverträgliche Art und Weise. Becker schwebt die Anlage einer Streuobstwiese vor, Genaues müsse jedoch noch besprochen werden.

Ihr Motiv, das Grundstück zu verschenken, erklärte die Stifterin so: „Auf dem Feldweg zwischen Monte Scherbelino und Studernheim habe ich auf Schildern gelesen, dass hier naturbelassene Äcker vom Nabu verwaltet werden. Das hat mir gefallen. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leute für den Naturschutzbund spenden würden." (kae)

SCHAEDB1
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.82
Datum: Samstag, den 07. April 2007
Seite: Nr.16

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Aktiv für Landschaft, Vogelwelt und Umweltbildung

Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt 2007

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt wurden positive Bilanzen gezogen. In seinem Jahresbericht lobte der 1. Vorsitzende Werner Kern den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven, die insgesamt über 2000 Stunden ableisteten. Nach dem Erfolg der Mitgliederwerbung hat der NABU Landau aktuell 1150 Mitglieder. Höhepunkte in 2006 waren die Verleihung des Umweltpreises der Stadt Landau an Werner Kern, die Ernennung des Hirtenhauses zur offiziellen SchUR-Station (schulnahe Umweltbildung Rheinland-Pfalz) durch Ministerin Doris Ahnen sowie der Besuch des NABU-Präsidenten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus. Das SWR-Fernsehen drehte einen Bericht über die ausländischen Teilnehmer des 20. Internationalen Workcamps. Das SWR-Radio berichtet über die Schleiereulenberingung an der evangelischen Kirche in Mörzheim, die der NABU gemeinsam mit der Universität Landau durchführte.

Wie in jedem Jahr pflegten die Naturschützer diverse Biotope, retteten tausende von Erdkröten in Mörzheim und Landau vor dem Verkehrstod, schrieben politische Stellungnahmen, boten zahlreiche Exkursionen an, beteiligten sich am „Ferienpass“ und schrieben einen Malwettbewerb für Kinder aus. Die Gruppe nahm die Schenkung einer Streuobstwiese und eines alten Weinbergs durch Mitglieder an und betreibt so weiterhin Flächensicherung für den Naturschutz, eine ihrer satzungsgemäßen Kernaufgaben.

Bildungsreferentin Inge Keller berichtete, dass im Jahr 2006 über 2000 Kinder von 23 verschiedenen Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den Kreisen SÜW und GER an den Veranstaltungen der Naturerlebnisschule teilgenommen haben.

Kassenwart Lutz Querfurth konnte einen Überschuss für die Vereinskasse verzeichnen.

Nach 35 Jahren Engagement für die Natur wurde Werner Kern für weitere 3 Jahre  in seinem Amt als 1. Vorsitzender des NABU Landau bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende bleibt Ingrid Munzinger, Schriftführer Horst Mantel und Kassenwart Lutz Querfurth. Jürgen Elger, Martina Gellrich, Ulf Janz, Stefan Laux, Roland Metzger und Klaus Pittner wurden in den erweiterten Vorstand gewählt. Kassenprüferinnen sind Gisela Jester und Inge Kern.

Der gemütliche Teil wurde bereichert durch Ulf Janz, der in einem Diavortrag den Vogel des Jahres 2007, den Turmfalken, vorstellte.

 

Foto1 : Junger Turmfalke, der im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim abgegeben und in der Pflegestation des NABU in Haßloch aufgezogen und später ausgewildert wurde. (Foto: Werner Kern)

Foto 2: Turmfalke, Vogel des Jahres 2007

(Foto: NABU)

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Ein Vierteljahrhundert für den Naturschutz

NABU Landau-Land wird 25 Jahre alt - Jahreshauptversammlung plant Feierlichkeiten

Die Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Land im Eschbacher „Zehnthof“ stand ganz unter dem Zeichen des 25-jährigen Vereinsjubiläums. Im Jahr 1982 als „Ortsgruppe Landau-Land im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV)“ gegründet, zählt die NABU-Gruppe inzwischen über 500 Mitglieder von Knöringen bis Impflingen. In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende Hans Frech (Göcklingen) auf die Höhepunkte des letzten Jahres ein – das Pfingstfest mit Schafschur, das Göcklinger Brünneltreffen, die Nacht der Fledermäuse und den Tag des Ehrenamtes, die auch alle in diesem Jahr wieder statt finden. Gleichzeitig zog er Bilanz über ein Vierteljahrhundert Naturschutz.

In Walsheim wurden im vergangenen September 40 Obstbäume auf einer Ausgleichsfläche gepflanzt. Mittlerweile pflegt die Gruppe in der Verbandsgemeinde 8 Streuobstwiesen. Dazu kommen 8 Feuchtgebiete, Wiesen und Wäldchen. Insgesamt besitzt und/oder pflegt die Gruppe 12 ha Fläche, die auf zahlreiche Dörfer in der Verbandsgemeinde verteilt sind. „Damit leisten wir unseren Beitrag zur Flächensicherung - unsere wichtigste Aufgabe nach der neuen NABU-Strategie“, so Rolf Schmitt, 2. Vorsitzender, der die meisten Biotoppflege- und Pflanzaktionen organisiert.

Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gruppe und berichtete von verschiedenen Aktivitäten mit Messdienern, Konfirmanden und der NABU Hochschulgruppe Landau in der Verbandsgemeinde.

Zum Jubiläum war die Gruppe im März dieses Jahres bereits Gastgeber der großen Landesvertreterversammlung des NABU Rheinland-Pfalz. In die Kaiserberghalle in Göcklingen waren zu diesem Anlass nicht nur Ortsbürgermeister Fritz Garrecht, Verbandsbürgermeister Klaus Stalter und Landrätin Theresia Riedmaier gekommen, sondern auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke aus Berlin. Alle gratulierten der Gruppe herzlich zu ihrer langjährigen professionellen Arbeit. Ein größeres Jubiläumsfest ist für den November in Ilbesheim geplant.

Neuwahlen standen nicht an, lediglich Petra Dausch-Franz (Eschbach) wurde als „Verstärkung“ in den Vorstand gewählt und freut sich auf ihr Amt als Beisitzerin. Der Kassenwart Thomas Dausch (Eschbach) hatte ein sattes Plus zu verzeichnen – die meisten Einnahmen sind Vergütungen für landespflegerische Aktivitäten sowie Spendengelder. Die Mitglieder beschlossen deshalb, ein Artenschutzprojekt des NABU Landesverbande mit einer Spende von 1000 Euro zu unterstützen: Das größte deutsche Winterquartier für Fledermäuse, der so genannte „Bierkeller“, eine Basaltgrube in der Nähe von Mayen, soll durch Ankauf gesichert werden. Gleichzeitig ruft die Gruppe die Bevölkerung in der Südpfalz dazu auf, ebenfalls zu spenden. Insgesamt muss der NABU 300.000 Euro aufbringen. Auch ein Ausflug zur Besichtigung des Fledermausquartiers ist geplant.

Für Spenden und Infos: NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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„Naturschutz in Rheinland-Pfalz“ (NABU-interner Artikel)

Zehntausend Erdkröten gerettet

Jobbörse der Regionalstelle voller Erfolg – Über 100 Ehrenamtliche helfen mit an Amphibienschutzzäunen in der Südpfalz

Bei den diesjährigen Aktivitäten des NABU im Amphibienschutz in der Südpfalz zeigte die „Jobbörse für Ehrenamtliche“ der NABU Regionalstelle Süd in Landau ihre volle Wirkung.

Die NABU-Gruppen Landau-Stadt, Landau-Land, Edenkoben/Maikammer, Lingenfeld und Neustadt/Weinstraße betreuten in ihren Gebieten insgesamt 11 Wanderstrecken. Die meisten Schutzzäune errichtete Franz Grimm in einem Kraftakt gemeinsam mit seinen beiden FÖJlern. Bei der anschließenden Betreuung der Zäune gab es natürlich ebenfalls eine Menge zu tun. Dr. Nathalie Plum gab den Bedarf an Helfern nicht nur wie üblich auf der Internetseite und über den Emailverteiler bekannt, sondern rief auch noch einmal gesondert über die Presse auf. Die Resonanz aus der Bevölkerung war überwältigend: Insgesamt waren über 100 Personen an der „Krötenfront“ engagiert – darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei auch, dass viele Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, mit anpackten. Auch der befreundete Naturschutzverband Südpfalz (NVS) profitierte von der „Jobbörse“ der Regionalstelle, da auch einige Helfer für die Zäune des NVS gefunden werden konnten.

Die im Dezember auf Initiative der Regionalstelle neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße stürzte sich gleich in die praktische Naturschutzarbeit und betreute allein 4 Zäune. „Es war schon ein tolles Erlebnis, den Tieren so Aug’ in Aug’ zu begegnen – vor allem für unsere Jugend“, schwärmt die Vorsitzende Ursel Mosebach. An den traurigen Anblick der überfahrenen Tiere hingegen mag sie sich noch nicht recht gewöhnen.

In Eußerthal (Verbandsgemeinde Annweiler, Kreis SÜW) mobilisierte die frisch gebackene NABU-Aktive Marie-Luise Buschmann-Hof ihre Kollegen in der dortigen Fachklinik. Nach einer Woche gehörte es in der gesamten Belegschaft „zum guten Ton“, sich zum „Krötendienst“ in der Auffahrt der Klinik einteilen zu lassen – „Sonst konnte man in der Kaffeepause nicht mehr mitreden“, so Buschmann-Hof.

Insgesamt wurden in der Südpfalz über 10.000 Erdkröten, einige hundert Grasfrösche und einige Dutzend andere Amphibien, darunter auch Molche und eine einzelne Wechselkröte, sicher in ihre Laichgewässer gebracht.

Die langjährigen Betreuer einiger Schutzzäune, wie zum Beispiel Herbert Magin (NABU Lingenfeld), berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als sonst einsetzte – an den Standorten in der Nähe des Rheins kam die "Vorhut" schon im Januar und die Rückwanderung setzte bereits im März ein. Auch war die Gesamtzahl der wandernden Kröten an den meisten Standorten deutlich geringer als in den Vorjahren – bis zu 50%. Beim abschließenden regionalen Stammtisch diskutierten die Krötenretter, ob diese Entwicklungen mit dem Klimawandel zusammenhängen – ein Thema, das die Wissenschaft sicherlich noch beschäftigen wird.

Der NABU und der NVS bedanken sich herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

Die neue NABU-Gruppe Neustadt errichtet mit Franz Grimm (vorne rechts) ihren ersten Schutzzaun (Foto: NABU Neustadt)

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Zehntausend Erdkröten gerettet

NABU und NVS betreuten Amphibienschutzzäune in der ganzen Südpfalz

Wanderung abgeschlossen – Zahlen rückgängig

Viele Menschen ekeln sich vor Amphibien, ganz besonders vor Kröten. Diese Tiere sind jedoch ein wertvolles Glied im Nahrungsnetz und sollten ganz besonders von Gärtnern geschätzt werden – fressen sie doch neben allerlei Insekten und Spinnen auch Nacktschnecken. Deshalb machen sich die Naturschutzverbände NABU und NVS jedes Jahr dafür stark, möglichst viele Erdkröten, Frösche und Molche vor dem Verkehrstod zu bewahren und so die Populationen zu sichern.

Der Naturschutzverband Südpfalz (NVS) betreute Zäune in Spirkelbach, Hagenbach und Hatzenbühl – mit 2400 und 1073 geretteten Kröten gehörten die ersten beiden zu den am meisten frequentierten Standorten, während in Hatzenbühl die größte Artenvielfalt angetroffen wurde. Grasfrösche, Springfrösche, Grünfrösche, Bergmolche und Fadenmolche sorgten dort für Abwechslung. Weitere große Erdkrötenpopulationen konnte der NABU in Eußerthal (1754), Schwegenheim (1400) und Landau-Mörzheim (1007, jeweils eingesammelte Erdkröten) sichern. Die im Dezember neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße betreute 3 Zäune an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet; der wichtigste Standort war das Kaltenbrunnertal, wo ca. 1700 Kröten und einige Dutzend Grasfrösche gerettet werden konnten. Die Naturschützer lernten dabei Privatpersonen kennen, die sich bereits seit Jahren im „Einzelkampf“ um die Rettung der wandernden Amphibien in ihrer Siedlung kümmern. Dazu kamen Zäune und Sammelstellen mit kleineren Populationen in Kirrweiler, Burrweiler, Frankweiler, Siebeldingen, Gräfenhausen und Annweiler sowie an der Kaiserbachermühle bei Klingenmünster und in Landau im Gewerbegebiet Nord.

Sämtliche Schutzzäune wurden über einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von den Naturschützern vor Ort kontrolliert. Insgesamt konnten so in der Südpfalz mehr als 11.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht werden, wie Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau berichtet. Wie auch schon in den Vorjahren funktionierte die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bestens; die notwendigen Zäune wurden teilweise zur Verfügung gestellt und wenn möglich Straßen gesperrt oder beschildert.

Die „Jobbörse für Ehrenamtliche“, die die NABU Regionalstelle über die Presse und über die eigene Internetseite bekannt macht, zeigte hier ihre volle Wirkung: Insgesamt waren über 100 Personen als Helfer an der „Krötenfront“ engagiert – darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei auch, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, halfen. Passanten fragten die Helfer auch schon einmal im Scherz, ob sie für eine Froschschenkelsuppe sammelten.

Die langjährigen Betreuer einiger Schutzzäune berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als sonst einsetzte – an den rheinnahen Standorten (Schwegenheim, Hagenbach) kam die "Vorhut" schon im Januar und die Rückwanderung setzte bereits im März ein. Auch war die Gesamtzahl der wandernden Kröten an den meisten Standorten deutlich geringer als in den Vorjahren – bis zu 50%. „Ob dies mit dem Klimawandel zusammenhängt, darüber wagen wir nicht zu spekulieren“, so Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle, „das ist aber sicherlich ein Thema, das die Wissenschaft noch beschäftigen wird.“

Der NABU und der NVS bedanken sich herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

 

Foto: Erdkrötenpaar

(Foto: Manfred Winkler/NVS)

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Biotoppflege, Pappkäfer und Eiersuche:                                                      Osterferienprogramm beim NABU Landau wieder ein voller Erfolg

50 Kinder aus Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße nahmen am diesjährigen Osterferienprogramm des Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim teil. Ulrike van der Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule gestalteten über drei Tage ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur – mit der tatkräftigen Unterstützung von 9 wechselnden ehrenamtlichen Helfern des NABU Landau.

Wie jedes Jahr wurde zunächst das „Grüne Klassenzimmer“ am Brühlgraben in Mörzheim „fit für den Frühling“ gemacht. Die im letzten Jahr von den Kindern angelegte Benjeshecke, ein Unterschlupf für Kleintiere, wurde mit neuem Grünschnitt aufgefüllt. Mit großem Eifer besserten die kleinen Naturschützer die Insektenlehmwand aus und zimmerten ein neues Dach. Dank der tüchtigen Vorarbeit der NABU Hochschulgruppe Landau, die den Boden rund um die Obstbäume mit Spaten gelockert hatte, konnten die Kinder Trester-Kompost als Dünger an den Bäumen verteilen. Zwischendurch gab es zur Auflockerung wie immer Spiele und eine Wasserexkursion, bei der die Kinder Kaulquappen von Molchen, Froschlaich und Libellenlarven entdecken konnten. Auf der von ihnen angelegten Trockenmauer sonnten sich bereits die Eidechsen. Die Bastelfreudigen fertigten aus Pappmaché lustige Riesenkäfer und schöne Ostergrußkarten an. Der Höhepunkt des bunten Programms war eine spannende Eiersuche im Grünen.

Der besondere Dank der Naturschützer gilt der Bäckerei Walther (Offenbach), die für die Verpflegung der Kinder Brot und Kuchen zur Verfügung stellte.

Zum Vormerken: Die NAJU (Naturschutzjugend) Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich an jedem 1.Dienstag im Monat um 15 Uhr in Mörzheim und macht spannende Ausflüge in die Natur. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos über weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail: hirtenhaus@web.de

Foto 1: Die Teilnehmer des Osterferienprogramms auf der Wiese des NABU Landau in Mörzheim (Foto: Werner Kern)

Foto 2: Die gebastelten Pappmaché-Käfer (Foto: Werner Kern)

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Spritspartag in Speyer 

Speyer: NABU, evangelische Kirche und Volkswagen laden ein zu Aktionstag

Kostenloses Spritspar-Training am Autohaus Neubeck

Berlin/Speyer - "Umweltschonend Auto fahren" lautet das Motto eines Aktionstages, der am Samstag 14. April von NABU und Volkswagen gemeinsam mit der evangelischen Landeskirche der Pfalz ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich im Volkswagen-Autohaus Neubeck in der Landwehrstr. 34 alles um die Themen Spritsparen, Klimaschutz und Umweltschutz. Kostenlos angeboten wird ein ebenso spannendes wie nützliches Spritspar-Training. Wer lernen möchte, wie mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um bis zu 25% gesenkt werden kann, sollte unbedingt am Spritspar-Training teilnehmen.

Nach der erfolgreichen „Aktion Autofasten“ der evangelischen Landeskirche geht das kirchliche Engagement für die Umwelt auch nach Ostern weiter. Schirmherr des Aktionstages ist Rolf Wunder, Beigeordneter der Stadt Speyer.

Ein buntes Rahmenprogramm gestalten der NABU und verschiedene Firmen aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz. Anbieter von Photovoltaikanlagen, Sonnenkollektoren, Wärmepumpen, Gasautos, Gebäudeanalysen, Isolier- und Dämmstoffen sowie biologischen Baustoffen zeigen auf, was man als Privatmann alles für den Klimaschutz machen kann. Zwei Biolandbetriebe bieten ihre Produkte aus ökologischem Anbau an.

Rückfragen/Anmeldung: Tel. 06341 / 31628, e-mail: Kontakt

 

Das Autohaus Neubeck, Veranstaltungsort des NABU Spritspartages           (Foto: Werner Kern)

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NABU und NVS unterstützen die bundesweite Brutvogelkartierung  ADEBAR - Kartierungen der Eulen in Landau und Umgebung liefern erste interessante Ergebnisse

Mit dem Projekt ADEBAR (Altas Deutscher Brutvogelarten) wird seit 2005 die längst überfällige Zählung, der in Deutschland vorkommenden Brutvögel durchgeführt. Als Ergebnis wird in drei Jahren ein Atlas mit Verbreitungskarten und Angaben zur Häufigkeit der deutschen Piepmätze herausgegeben. In Landau und Umgebung wird diese Vogelzählung gemeinsam vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Naturschutzverband Südpfalz (NVS) durchgeführt. Ulf Janz vom NABU-Landau kartiert zur Zeit die pfälzischen Eulen. „Es ist sehr erfreulich, dass von den 10 verschiedenen Eulenarten, die in Deutschland brüten, immerhin 8 in der Südpfalz nachgewiesen werden konnten“, so Janz. Neben den häufigeren Arten wie Waldkauz und Waldohreule sind auch Schleiereule, Uhu, Steinkauz und Rauhfußkauz vertreten. Die großen Sensationen der letzten Jahre waren aber zwei Brutnachweise der sehr seltenen Zwergohreule und mehrere Brutnachweise des Sperlingskauzes, der im Pfälzer Wald als Brutvogel bisher unbekannt war. „Diese Erkenntnisse sind aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wichtig“ betont Janz. Auch Rolf Wambsganss vom NVS ist der Meinung, dass für einen erfolgreichen Artenschutz bekannt sein muss, wo und in welcher Anzahl die Tiere brüten. Und das sehr erfolgreiche Steinkauzprojekt des NVS spricht für sich. „Der bei uns vom Aussterben bedrohte Steinkauz konnte durch gezielte Maßnahmen gerettet werden“ freut sich Wambsganss und bedankt sich bei der Gelegenheit bei seinem Naturschutzfreund Karlheinz Stahlheber, dessen unermüdlichen Einsatz dieser große Erfolg zu verdanken ist. Durch das Aufhängen von sogenannten Steinkauzröhren finden die Käuze ausreichend Nistmöglichkeiten und inzwischen haben sich die Bestände sehr gut erholt.

Sorge bereitet den ehrenamtlichen Naturschützern jedoch das zum Teil umfangreiche Fällen großer Bäume in den Ortschaften und Ortsrandgebieten. Genau diese Bäume sind jedoch oftmals die einzigen Brutmöglichkeiten der Waldohreulen. „Obwohl sie so heißen, haben wir festgestellt, dass die Waldohreulen im geschlossenen Wald gar nicht vorkommen. Sie benötigen zur nächtlichen Jagd offene Flächen und zum Brüten hohe Bäume. Diese Strukturen finden wir bei uns aber nur in dörflichen Strukturen und entlang der Bachläufe“ erklärt Wambsganss. In diesem Jahr konnte Ulf Janz bereits 14 Brutpaare der Waldohreule beobachten: in Göcklingen, Dammheim, Nussdorf, Arzheim, Mörzheim und sogar mitten in Landau. Dr. Nathalie Plum von der Regionalstelle Süd des NABU Rheinland Pfalz hofft, dass diese Erkenntnisse die Städte und Gemeinden dazu bringen, das Fällen großer Bäume nicht zu übertreiben. „Ich würde es auch begrüßen, wenn wir wir aus der Bevölkerung Meldungen über Eulenbeobachtungen erhalten könnten, damit wir unser Bild von der Verbreitung der Eulen vervollständigen können“ so Plum. „Außerdem ist es auch möglich unsere Eulen-Experten bei ihren Begehungen zu begleiten“.

Anfragen und Meldungen von Beobachtungen ab dem 10.4. an die NABU Regionalstelle Süd, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim,                               Tel. 06341/31628, e-mail: Kontakt

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Ein Jahr Handys für die Havel: NABU und Vodafone ziehen Bilanz

Über 77.000 Euro für Renaturierungsprojekt gesammelt

Vor genau einem Jahr starteten der NABU und Vodafone die Handyrecycling-Kampagne „Handys für die Havel“. Unverändert ist diese Aktion auf Erfolgskurs: Zum 15. Februar 2007 sind insgesamt rund 9.800 Handys zugunsten des NABU beim Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ eingegangen. Zahlreiche Bürger, aber auch Unternehmen, Schulen und Behörden haben sich beteiligt. So konnten über 77.000 Euro für den NABU gesammelt werden.

Wer sein Alt-Handy umweltverträglich entsorgen und gleichzeitig etwas für den Naturschutz tun möchte, kann das bei NABU-Aktiven, in einigen Geschäften oder bei der Stadt Germersheim tun (Adressen siehe unten). Inzwischen kann man einen Großteil der Handysammelstellen des NABU auch im Internet einsehen: http://www.nabu.de/m07/m07_02/06053.html

Für jedes Handy erhält der Naturschutzbund Deutschland eine Spende von drei Euro fünfzig von seinem Kooperationspartner Vodafone. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Südpfalz: „Wir freuen uns sehr darüber, dass nach wie vor so viele Mitbürger unsere Arbeit durch die Abgabe ihrer Alt-Handys unterstützen. Allein in der Südpfalz haben wir schon knapp 250 Handys gesammelt. Die Gelder verwendet der NABU für die naturnahe Gestaltung der Unteren Havel – dem zur Zeit größten Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas.“

Das Recycling eines alten Handys ist übrigens unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag oder dem Kauf eines neuen Gerätes.

Sammelstellen im Kreis GER:

Westheim: Pia Herbel, Bahnhofstr. 7 . (Briefkasten)

Zeiskam: Postagentur, Inh.: Herr Mees

Bellheim: Frisör Busch, Optiker Kuntz

Knittelsheim: Bäckerei Busch

Ottersheim : Walter Frey, Waldstr. 47 (Briefkasten)

Germersheim: Brigitta Bräuer, Lokale Agenda 21, Kolpingplatz 3

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Müllsammelaktion der NAJU Neustadt am Speyerbach

Am vergangenen Samstag hat die Naturschutzjugend (NAJU) Neustadt am Speyerbach in Höhe der Festwiese Müll von den Bachufern eingesammelt. Darunter waren Flaschen, Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, eine Radkappe und viel Styropor. „Unglaublich, was die Leute alles achtlos in den Bach werfen“, so Thore Fink, Sprecher der Jugendgruppe. Das ESN nahm den gesammelten Müll entgegen - insgesamt 6 Säcke, also über 700 Liter auf nur 100 Metern Uferabschnitt. Für eine Sammlung im Bach selbst führte der Speyerbach zu viel Wasser und auch die geplante „Müll-Ausstellung“ musste wegen des schlechten Wetters (Regen und Sturm) entfallen. Der kleine Leon (9 Jahre) wurde beim Sammeln bereits von einem herumfliegenden Pappschild niedergestreckt. Auch von der befreundeten BUND-Gruppe waren Helfer mit dabei. Die Jugendlichen machten unter den Passanten noch eine Umfrage zum Speyerbach und waren positiv überrascht, wie gut informiert einige waren, zum Beispiel darüber, wo Quelle und Mündung des Bachs liegen. Die Passanten wurden auch gefragt, welche persönliche Bedeutung der Speyerbach für sie hat und ob sie Verbesserungsvorschläge haben. Die NAJU plant die Auswertung der Fragebögen für die nächste Gruppenstunde.

Nächste Treffen der NAJU Neustadt: Freitag, 09.03. und 23.3. jeweils um 15:30 bis 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus (Hof der VHS). Infos bei Thore Fink,          Tel. 06325 / 980840

Foto1: Die Jugendlichen beim Müllsammeln am Speyerbach

(Foto: Martin Grund)

Foto 2: Geschafft! So viel Müll auf nur 100 Metern…(

Foto: Martin Grund)

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Biotoppfleger, Bachpaten und Vogelschützer:

NABU Wachenheim/Deidesheim aktiv für die Natur an der Haardt

Am vergangenen Freitag fanden sich die Aktiven der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim zur Jahreshauptversammlung und Vorstandswahl im Rathaus der Verbandsgemeinde Wachenheim ein. Wie der 1. Vorsitzende Nicolas Bachmann berichtete, waren die Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr rege.

Wie immer machte die Biotoppflege einen großen Teil der Aktivitäten aus. Dazu gehörten auf Flächen des NABU das Mähen, der Schnitt von Obstbäumen und die Pflege von Kopfweiden. Im Rahmen der Bachpatenschaften für den Goldbach und den Neuen Weinbach wurden ebenfalls verschiedene Baumschnitt- und Säuberungsarbeiten durchgeführt.

An den fast 50 für den Steinschmätzer entlang der B 271 angelegten Lesesteinhaufen, wurde gemäht, um freien Anflug des seltenen Acker- und Weinbergvogels zu gewährleisten. Außerdem betreut die NABU-Gruppe über 600 Nistkästen. Es fanden zwei „Vogelstimmenwanderungen“ und eine Wanderung zu den Steinschmätzern statt. Außerdem waren die Naturschützer beim Ferienprogramm der Agenda 21 von Wachenheim und mit einem Stand auf dem Wachenheimer Kräutermarkt in der Öffentlichkeit präsent. Friedrich Reinert vertrat den NABU im Naturschutzbeirat des Kreises Bad Dürkheim und arbeitete Stellungnahmen zu verschiedenen Bauvorhaben und Flurbereinigungen aus. Wie immer war die Naturschutzjugend NAJU sehr aktiv und an fast allen Aktivitäten der NABU-Gruppe beteiligt.

Der Kassenwart Klaus Brenner hatte ein leichtes Plus in der Kasse zu verzeichnen und zeigte sich zufrieden mit der stabilen Finanzlage der Gruppe.

Die Neuwahlen ergaben folgenden Vorstand:

1. Vorsitzender: Nicolas Bachmann

2. Vorsitzender: Tobias Koreng

Kassenwart: Alexander Brändlein

Schriftführer: Sebastian Krauß

Pressewart: Friedrich Reinert

Kassenprüfer: Klaus Brenner, Gerd Reuther.

Im Februar fand auf der NABU-eigenen Streuobstwiese im Einstal bereits eine Schulung statt, bei dem die Wachenheimer Naturschützer sich von Werner Kern (NABU Landau) zeigen ließen, wie man Obstbäume  fachmännisch beschneidet. Im Jahresprogramm stehen wieder Mäh- und Pflegearbeiten auf den Grundstücken des Vereins, die Weitergestaltung des Spielplatzes im Poppental, eine Radtour zu den im Bereich der Verbandsgemeinden angelegten Nistplätzen der seltenen Steinschmätzer, eine Vogelstimmenwanderung im Forster Bruch, eine Wanderung mit einer NABU-Gruppe aus Niedersachsen zu Steinschmätzer und Zaunammer, Teilnahmen am Kräutermarkt, am Waldtag sowie am Ferienprogramm der Agenda 21 und im Herbst die Reinigung, Reparatur und Ergänzung der zahlreichen Nisthilfen. Auch 2007 wird die Gruppe sich an jedem 1. Freitag im Monat um 19:30 Uhr im Rathaus der Verbandsgemeinde Wachenheim treffen und freut sich über neue Gesichter.

Wichtigste Neuerung ist der Anschluss der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim an die NABU Regionalstelle für die Süd- und Vorderpfalz, die ihren Sitz in Landau-Mörzheim im Naturschutzzentrum Hirtenhaus hat. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle, wird die Gruppe vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Gewinnung von neuen Aktiven unterstützen und sie mit den anderen NABU-Gruppen in der Region vernetzen. Auch bei allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die Regionalstelle für Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Infos: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628, e-mail: Kontakt

 

Foto: Obstbaumschnittkurs des NABU im Einstal.

(Foto: Werner Kern)

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Neues Programm der Naturerlebnisschule für das Sommerhalbjahr 2007

Die Naturerlebnisschule des NABU Landau startet ihr neues Programm für Frühjahr und Sommer. Schulklassen aller Alterstufen können das Angebot nutzen und den Sachkunde- oder Biologieunterricht im Freien gestalten, einen Wandertag einmal anders erleben oder Projekttage mit dem NABU durchführen.

Unter fachkundiger Anleitung der Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller und Ulrike van der Bloemen erfahren und erforschen Schüler und Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren viel über ökologische Zusammenhänge. Die Angebote sind entsprechend dem Alter der Klassen konzipiert. Sinneseindrücke und spielerische Lernformen sind neben der Wissensvermittlung tragende Element.

Themen für Grundschulen sind ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze, eine Frühlingsentdeckungstour, ein Besuch beim Imker, bei dem es viel über Honig- und Wildbienen zu erfahren gibt. Beim Thema Bäume kann der Sachkundeunterricht im Wald oder Park stattfinden. Verschiedene Lebensräume wie Wiese, Streuobstwiese, Wasser oder Laubstreu können erforscht oder das Schulgelände an Projekttagen mit dem Bau eines Lebensturms neu gestaltet werden. Wir versuchen, die Angst vor Spinnen zu nehmen, indem wir ihre faszinierenden Seiten aufzeigen oder beobachten die Flugkünstler über den Dächern unserer Stadt. Dem Turmfalken als Vogel des Jahres wird besondere Beachtung zuteil.

Für die Klassenstufen der weiterführenden Schulen werden überwiegend dieselben Themen angeboten, jedoch ist der inhaltliche Schwerpunkt ein anderer: Beim Lebensraum Wiese erhalten die Schüler eine Einführung in die Bestimmung von Pflanzen oder Tieren oder sie untersuchen am Wasser, welche Anpassungsmechanismen die Entwicklungsstadien verschiedener Insektenarten entwickelt haben. Zusätzliche Themen sind die Verbreitungsmechanismen von Samen und Früchten, der Lebensraum Wald mit seinen Stockwerken und beim Thema Tarnung und Warnung wird untersucht, wie sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können. Für Projekttage können sich Gruppen bei der Arbeit am Grünen Klassenzimmer oder im Schulgelände engagieren, z. B. durch die Anlage einer Benjes-Hecke oder beim Bau einer Lehmwand für Wildbienen. Beim Projekt „Essbare Wildkräuter“ wird in der Speisekammer der Natur nach würzigen Beigaben gesucht. Wohin am Wandertag? – Die Naturerlebnisschule bietet hierzu einen Walderlebnistag an.

Alle Veranstaltungen sind in der Regel für 2,5 - 3 Stunden konzipiert. Ist geeignetes Gelände in Schulnähe vorhanden, kommen die Mitarbeiter des NABU auch zu der Schule. Ansonsten besteht die Möglichkeit, mit dem Linienbus nach Mörzheim zu fahren. Dort verfügt der NABU über eigene Wiesen-, Wald- und Wasserflächen.

Die Programme der Naturerlebnisschule werden zur Zeit an die Schulen verteilt, sie können auch beim NABU Landau im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter 06341 / 31628 angefordert werden.

Weitere Informationen unter www.nsz-hirtenhaus.de.

 

            Bewegungsspiel im "Grünen Klassenzimmer" der Naturerlebnisschule    in Mörzheim (Foto: Werner Kern)

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SCHWEGENHEIM.  Wie Kröten wohlbehalten zum Wasser kommen

Sie erreichen eine Länge von etwa acht bis zwölf Zentimetern und erscheinen ungeschickt. Ihre Färbung reicht vom Bräunlichen bis ins Grünliche, ihr Leib ist mit Warzen besetzt, und sie halten sich tagsüber verborgen: Die Rede ist von Erdkröten, die derzeit in den Abend- und Nachtstunden zu ihren Laichgewässern wandern. Auch in diesem Jahr unterstützt der Naturschutzbund (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld die Krötenwanderung am Mehlsee zwischen Schwegenheim und Gommersheim.

„Der Krötenschutzzaun, der seit 2005 vom Landauer Landesbetrieb Mobilität errichtet wird, war ein lang ersehnter Wunsch, erleichtert unsere Arbeit und bewahrt zahlreiche wandernde Tiere vor dem Tod“, freut sich NABU-Vorsitzender Herbert Magin aus Westheim. In Zeiten ohne Zaun hätten die Helfer die Amphibien einzeln einsammeln müssen. Die L 538 sei während der Krötenwanderung zwar gesperrt worden, vielen rücksichtlosen Autofahrern sei dies jedoch gleichgültig gewesen: „Tagtäglich wurden Tiere überfahren und sogar Helfer durch Raser gefährdet.“

Der in diesem Jahr erweiterte, zirka 600 Meter lange Krötenzaun, der am 12. Februar gestellt worden sei, habe den Vorteil, dass die Tiere auf das Hindernis träfen, sich daran entlang tasteten, in die eingegrabenen Eimer fielen und so von einem Überqueren der Straße abgehalten würden, erklärt der NABU-Chef.

 „Die erste Wanderung hat in diesem Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar stattgefunden“, informiert Magin: „Im Gegensatz zu 2006 stellen wir uns auf eine lange Wandersaison ein“. Mit  vermehrter Wandertätigkeit sei zu rechnen, wenn die Temperaturen bei über fünf Grad lägen und es regne, weiß Magin aus Erfahrung. Teilweise würden die Witterungsbedingungen für die Wanderung ausreichen, aufgrund des frühen Zeitpunkts im Jahr ticke jedoch die innere Uhr der Kröten noch etwas anders. „Obwohl in den letzten Tagen keine oder nur sehr wenige Exemplare die Wanderung in Angriff genommen haben, kontrollieren wir täglich die Eimer“.

In Stoßzeiten seien die NABU-Helfer sogar zwei Mal, morgens und abends, im Einsatz. Aufgrund des Sekretes, das die Kröten absondern, würden die Helfer die Amphibien überwiegend mit Handschuhen aus den Eimern sammeln und sie sicher über die Straße zum Mehlsee bringen. Nach dem Ablaichen stehe dann einige Tage später die Rückwanderung an, die der NABU ebenfalls begleite. Magin appelliert an Fahrzeugteilnehmer, die in den nächsten Wochen die L 538 zwischen Schwegenheim und Gommersheim nutzen, rücksichtsvoll zu fahren und die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zum Schutze der Tiere und der Helfer nicht zu überschreiten.

 Falls Kröten nämlich außerhalb der Zaunanlage versuchen würden, den Mehlsee zu erreichen, kämen sie nicht nur durch das direkte Überfahren zu Tode. Alleine der Anpressdruck eines Fahrzeuges, das mehr als 50 Stundenkilometer fahre, reiche aus, um die Tiere zum Platzen zu bringen.

 Dass sich die aufopferungsvolle Arbeit der Naturschützer sowie die Installation   des Zauns lohnt, zeigen die geführten Statistiken. In den letzten Jahren tauchen darin immer mehr wandernde Amphibien auf. Unter diesen befinden sich neben Erdkröten insbesondere auch verschiedene Frosch- und Molcharten. „In 2005 und 2006 haben wir alleine bei den Hinwanderungen jeweils mehr als 2000 Amphibien wohlbehalten über die Straße gebracht“, zeigt sich Magin zufrieden. (nti)

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KREIS GERMERSHEIM: Schon seit 15 Jahren nistet ein Turmfalkenpaar in einer Scheune in Zeiskam

Von unserer Mitarbeiterin Jennifer Speigl. Der Turmfalke (Falco tinnunculus) wurde vom Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres 2007 gewählt. Noch ist der Bestand der Vögel nicht bedroht, trotzdem soll es wieder mehr Nistmöglichkeiten geben, wie zum Beispiel in Zeiskam. Dort ist es bald wieder so weit: Wenn zwischen März und Mai die Balz- und Brutzeit beginnt, kann man in der alten Scheune ein Turmfalkenpaar mit seinen Jungen beobachten.

Vor 15 Jahren brachte der Hauseigentümer zusammen mit Beauftragten des Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz einen Turmfalkenkasten an. Seitdem brütet darin jedes Jahr ein Turmfalkenpaar - bis jetzt immer erfolgreich. Im Schnitt vier bis sechs Junge werden dort zur Welt gebracht und „wohnen" im geräumigen Nistkasten, in dem sich über die Jahre eine Menge Gewöll und Überreste angesammelt haben, bis sie schließlich ausfliegen.

„Manchmal kommen die Turmfalken auch im Winter in die Scheune", erzählt Joachim Zürker vom NABU Bellheim im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Zum Schutz vor Wind und Wetter, und um die Nistmöglichkeit im Frühjahr zu sichern. Denn für den Turmfalken als Stand- und Strichvogel sei es, im Gegensatz zum Wanderfalken, der ein Zugvogel ist, äußerst wichtig, das Revier zu verteidigen. Deshalb könne man, wenn es hart auf hart kommt, auch mal einen Luftkampf zwischen zwei Turmfalken beobachten, die sich um den Nistplatz in der Scheune streiten, so Zürker.

Für Rolf Wambsganß, Spezialist für Vögel und Säugetiere beim Naturschutzverband Südpfalz, gehören Turmfalken zu den faszinierendsten Greifvogelarten der Region. Im Frühjahr soll eine bundesweite Bestandserfassung stattfinden. Wie Joachim Zürker berichtet, gehe man davon aus, dass der rheinland-pfälzische Bestand nicht erheblich zurückgegangen ist. Trotzdem leide natürlich auch der Turmfalke unter der Intensivierung der Landwirtschaft. Wambsganß bestätigt, dass diese zum Verlust von Brachflächen für Mäuse und Spatzen, der Nahrungsgrundlage der Turmfalken, führe. Noch stehe er jedoch nicht auf der „roten Liste", der Liste der Bestandsbedrohten Tierarten.

Turmfalkenpaare sind sich lebenslang treu

Dennoch sollte man um die Zukunft des Vogels besorgt sein. Denn zur Jungenaufzucht suchen sich die Turmfalkenpaare, die in der Regel ein Leben lang zusammenbleiben, alte Krähen-, Raben- oder Elsternnester, die in Schlupfwinkeln von Türmen, landschaftlichen Gebäuden oder Industrieanlagen versteckt sind. Auch in vielen Dörfern der Südpfalz gebe es Kirchtürme, die von Turmfalken besetzt werden. Aus Gründen der Sauberkeit wurden jedoch schon viele Türme geschlossen, sodass dem Turmfalken diese Brutstätte verwehrt bleibe. Wambsganß weiß, dass darunter auch Schleiereule und Fledermaus leiden, für die ein Kirchturm ebenfalls eine willkommene Unterkunft sein kann.

Türme und hohe Gebäude für Falken freihalten

Laut Bericht des Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz ist vielen Verantwortlichen solcher Gebäude nicht klar, dass das Schließen der Schlupfwinkel den Bestand der Tiere stark verringert. Der Spezialist weist deshalb darauf hin, dieses Kriterium in Zukunft zu berücksichtigen und die Nistmöglichkeiten nicht zu verschließen oder, wie es unter anderem schon in Zeiskam und Berlin gemacht wurde, so genannte „Turmfalkenkästen" an die Gebäude anzubringen. Wie der Naturschutzbund bestätigt, ist es aufgrund mangelnder Brutplätze auch schon vorgekommen, dass sich ein Turmfalkenpaar in einem Blumenkasten auf dem Balkon eines Hochhauses einnistet. Dies kann jedoch äußerst gefährlich für die Jungen sein, die sich wegen Platzmangels gegenseitig schubsen und aus dem Nest purzeln.

Erst rütteln sie, dann fangen sie die Maus

Willi Graf, Vorsitzender des Vogelparks Wörth, erzählte der RHEINPFALZ, man könne, vor allem in den Sommermonaten Turmfalken beobachten, die über einer Wiese in der Luft „rütteln" und sich dann plötzlich auf eine Maus stürzen. Viele Turmfalken der südpfälzischen Region jagen im Weinanbaugebiet der Südlichen Weinstraße, da es dort besonders viele freie Wiesen- und Brachflächen gibt, auf denen der Turmfalke seine Beute erspähen kann. Das Turmfalkengehege im Vogelpark Wörth ermöglicht es den Besuchern, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, was besonders bei Kindern sehr beliebt ist.

Info Vogelpark Wörth, Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.

Zum Weiterlesen: www.nabu-rlp.de  oder www.BUND.de

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OSTERFERIENPROGRAMM 2007

NABU HIRTENHAUS

Von Mittwoch, den 28.März bis zum Freitag, den 30.März 2007 bietet der NABU Landau jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr wieder ein Ferienprogramm für alle kleinen Leute ab 8 Jahren an.

Jetzt zur Frühlingszeit gibt es im „grünen Klassenzimmer“ und auf der Streuobstwiese alle Hände voll zu tun, die Wildbienenlehmwand braucht ein sicheres Dach, die Terrasse an der Trockenmauer will aufgefüllt sein, die Ohrwurmhotels müssen dringend renoviert werden und vieles mehr ruft nach kleinen und großen Naturschützern.

Aber auch die Kreativen unter Euch können sich beim Papier schöpfen oder beim Werkeln mit Pappmaché auslassen und ihrer Fantasie dabei freien Lauf lassen. So werden ganz gewiss tolle eigene Werke regelrecht geschöpft.

Und natürlich werden wir an den 3 Tagen jede Menge Spiele für Euch bereithalten und spielen.

Also meldet Euch an unter 06341 / 31628 oder e-mail: Kontakt

Der Unkostenbeitrag pro Tag beträgt 5,- €, Rucksackverpflegung und wetterfeste Kleidung nicht vergessen!

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NABU gründet neue Kindergruppe in Landau

Seit den 70er Jahren ist der Naturschutzbund NABU Landau, ehemals Deutscher Bund für Vogelschutz, in der Umweltbildung aktiv. Neben Ferienprogrammen für Kinder und der Naturerlebnisschule gibt es seit einigen Jahren eine Naturschutzjugend NAJU für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, die sich an jedem 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr am Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim trifft. Ergänzend zu diesem Angebot wird nun am Freitag, 9. März eine Kindergruppe für Kinder von 6 bis 10 Jahren gegründet. Unter der Leitung von Marlies Kanebley (Wollmesheim) und Dr. Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz) kommen die Kinder den diesjährigen Frühlingsboten der NAJU auf die Spur: dem Turmfalken, der Zauneidechse, der Wolfsspinne und dem Moos. Treffpunkt ist 15 Uhr am Friedhofsparkplatz in Arzheim. Von dort aus startet die Gruppe zur Naturerkundung ins Ranschbachtal. Für NABU-Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Ein/e zweite/r Betreuer/in wird ebenfalls noch gesucht. Anmeldung im Hirtenhaus unter Tel. 06341 / 31628

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Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Laichgewässer der Erdkröten 

Helfer gesucht für Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle

Auch in diesem Jahr war die NABU-Gruppe Landau-Land wieder fleißig im Landschaftsschutzgebiet Göcklinger Tongrube, für das sie eine Patenschaft übernommen hat. Um auch besonnte Flächen mit niedriger Vegetation im Umfeld des Landschaftsweihers zu erhalten, organisierte Hans Frech, der Vorsitzende der NABU-Gruppe, einen Arbeitseinsatz, bei dem in einem festgelegten Bereich wieder der frische Aufwuchs entfernt wurde. Hierbei half auch tatkräftig Göcklingens Bürgermeister Fritz Garrecht, die Gemeindearbeiter sowie die Jugend aus dem Ort. Alfred Roth sorgte für die Stärkung der Helfer mit einer deftigen Suppe. Währenddessen herrschte auf der Wasserfläche ein reges Treiben von Blässhühnern und verschiedenen Wildenten.

Im Vorfeld bereits hatte Franz Grimm von der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer Amtshilfe geleistet, indem er mit dem Bagger im Umfeld der Grube Flachtümpel aushub und erweiterte. Er legte außerdem eine Steilwand als Nistmöglichkeit für den Eisvogel an und erweiterte den Graben, der das Drainagewasser aus den Weinbergen auffangen und so das Gewässer vor Überdüngung schützen soll.

Eine Woche später errichtete die NABU-Gruppe wieder den Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle, der im letzten Jahr bereits viele hundert Kröten vor dem Verkehrstod retten konnte. Am vergangenen Mittwochabend erschien dann auch schon die Vorhut in Form der ersten 10 Erdkröten. Jetzt sucht die NABU-Gruppe noch Helfer, die morgens und abends den Zaun kontrollieren und die Kröten über die Straße bringen, damit sie ihr Laichgewässer erreichen – den Biotopweiher ehemalige Tongrube im Göcklinger Kaiserbachtal. Kontakt: Hans Frech oder Gerhard Wisser (Göcklingen). Weiter Infos über die Amphibienwanderung: NABU  Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628

 

Die fleißigen Helfer beim Arbeitseinsatz in der Tongrube stärken sich bei einer warmen Suppe. Foto: NABU

Der Amphibienschutzzaun wird errichtet.

(Foto: Hans Frech)

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Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen

Rehbachtal, Vogelschutz, Jugendgruppe und regionale Geschäftsstelle:

NABU-Stadtverband Ludwigshafen auf alten und neuen Wegen im Naturschutz

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des NABU-Stadtverbands Ludwigshafen in der Gaststätte „Zum Hirsch“ in Rheingönheim berichtete der Vorsitzende Dr. Georg Waßmuth zunächst über die Aktivitäten des Verbandes im Jahr 2006. Insbesondere die ca. 35 Nistkästen für Fledermäuse wurden intensiver betrachtet. „Unsere Fledermauskästen im Maudacher Bruch fanden die verschiedensten Bewohner von der Blaumeise über Nachtfalter bis zu Ohrwürmern und sogar Hornissen“, so Waßmuth, „nur siedelten sich in keinem Kasten Fledermäuse an.“ Im Rahmen der Bachpatenschaft für den Rehbach wurden Schlehen und Hartriegel entfernt, um den offenen Lebensraum der seltenen Essigrose zu sichern. Der Pflanzenarbeitskreis unter der Leitung von Herrn Alban Berthold war mit Kartierungen in Mündungsgebiet des Rehbachs aktiv.

Daneben war der NABU bei Pflegeabsprachen mit der Naturschutzbehörde der Stadt Ludwigshafen im Rehbachtal, in einem gemeinsamen Runden Tisch mit Landwirten, Jägern und Naturschützern wegen der Schadensproblematik durch die hohe Zahl von Gänsen in den Gemüsefeldern rund um Ludwigshafen beteiligt. Der Protest (aller Naturfreunde) gegen die Fällung einer von 3 über 100jährigen Platanen am Rheinufer Süd war leider erfolglos.

Kassenwart Herr Alban Berthold zeigte sich zufrieden mit einem Überschuss im Jahr 2006. Dieser wird in 2007 zur Finanzierung der NABU- Regionalstelle gebraucht werden, an der sich die Gruppe ab März beteiligen wird. Die Regionalstelle hat zurzeit noch ihren Sitz in Landau und vernetzt 10 NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz. Sie ist Ansprechpartner für Fragen rund um Umwelt- und Naturschutz, unterstützt die Gruppen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und will mit der „Jobbörse für Ehrenamtliche“ auch in Ludwigshafen mehr Menschen zur aktiven Mitarbeit, zum Beispiel bei Biotoppflegearbeiten, bewegen.

Der Mitgliederstand des NABU Ludwigshafen ist in 2006 leicht gesunken und liegt aktuell bei 370 Mitgliedern. Die für den Sommer geplante Mitgliederwerbung wird den Verlust voraussichtlich auffangen. Der alte Vorstand wurde wieder gewählt: Dr. Georg Waßmuth (1. Vorsitzender), Franz Stalla (2. Vorsitzender), Herr Alban Berthold (Kassenwart), Armin Vogelgesang (Schriftführer) und Hans-Jürgen Renner (Pressewart). Kassenprüfer sind Hans-Henning Kleb und Isolde Frech.

Zur Abrundung des vom NABU angelegten Grundstücks im Maudacher Bruch wäre der Erwerb der beiden benachbarten Grundstücke wünschenswert. Allerdings sind die Preisvorstellungen nicht akzeptierbar. Um bestimmte aktuelle Themen aus dem Natur- und Umweltschutz zu diskutieren und „Neueinsteigern“ eine Anlaufstelle vor Ort zu bieten, wird ein Mitgliederstammtisch eingerichtet. Dieser findet zum ersten Mal statt am Montag, 19. März; Ort und Zeit werden über die Presse noch bekannt gegeben. Große Pläne gibt es in Sachen Kinder- und Jugendarbeit: Die Erzieherin Frau Elke Hennighaus und die Biologin Katrin Hoffmann gründen am 25. April die NAJU (Naturschutzjugend) Ludwigshafen, die sich von da an alle 14 Tage mittwochs von 17 bis 18:30h treffen wird. Bei gutem Wetter geht die Gruppe auf Naturerkundung, vorzugsweise im Maudacher Bruch, bei Schlechtwetter steht den Kindern ein Raum in der Gesamtschule Gartenstadt zur Verfügung.

Zum Abschluss berichtete Franz Stalla von naturschutzrelevanten Ereignissen und Beobachtungen in Ludwigshafen und unterhielt die Mitglieder mit einem Vortrag über den Turmfalken, den Vogel des Jahres 2007. Der NABU bietet Kirchen und Hausbesitzern an, einen Turmfalkennistkasten in ihrem Gebäude zu installieren. Neben den interessanten Beobachtungsmöglichkeiten, die ein brütender Turmfalke bietet, hat er noch einen großen Vorteil: Er hält die Tauben fern von Haus und Kirche.

NABU Ludwigshafen: Dr. Georg Waßmuth, Tel. 0621 / 551787, e-mail: Kontakt

NAJU Ludwigshafen: Interessierte Kinder von 8 bis 12 Jahren können sich anmelden bei Frau Hennighaus unter Tel. 0621 / 518314 oder bei Frau Hoffmann unter Tel. 0176 / 63120024.

NABU Regionalstelle Südliches Rheinland-Pfalz: Tel. 06341 / 31628

 

Turmfalke, vom NABU zum Vogel des Jahres 2007 gekürt. Wer eine Nistmöglichkeit für Turmfalken in einer Scheune oder Kirche einrichten möchte, kann sich an die Regionalstelle wenden. Foto: NABU

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Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeichnet Bioland - Weingut Seiler aus

S. Gabriel mit L. Seiler bei Preisverleihung

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel verlieh am 13. Februar 2007 erstmals den "Förderpreis Naturschutzhöfe", mit dem vorbildliche Leistungen der Landwirtschaft für den Naturschutz ausgezeichnet werden. Initiiert und durchgeführt wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), Bad Dürkheim. Bei der offiziellen Preisverleihung lobte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die besonderen Verdienste der Preisträger für den Naturschutz: "Wir wissen alle, dass wir zur Erhaltung unserer biologischen Vielfalt die naturverträglich wirtschaftenden Landnutzer brauchen".

Einer der drei Preisträger 2006 ist das Bioland -Weingut von unserem aktiven NABU Mitglied Ludwig Seiler aus Weyher.

Ludwig Seiler realisiert auf seinem Weingut eine umfassende Umsetzung von Naturschutz im Weinbau. Sein Bewirtschaftungssystem hat das Ziel, nicht nur die Rebe optimal mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen, sondern gleichzeitig die Artenvielfalt zu fördern. Ludwig Seiler arbeitet mit eigens zusammen gestellten Begrünungsmischungen für die Rebgassen und mit Selbstbegrünung. Die Bodenbearbeitung richtet sich unter anderem danach, ob wertvolle Arten der Weinbergsflora schon Samen gebildet haben. So bergen seine Weinberge ein großes Samenreservoir und eine hohe Artenzahl der gefährdeten Weinbergsflora. Zudem hat Ludwig Seiler viele Möglichkeiten entwickelt, Öko-Nischen im Weinberg einzurichten: Niströhren für Singvögel, Wildbienen-Nisthölzer, ungemulchte Rebrandstreifen. Auch die seltene Heidelerche hat bei ihm einen besonderen Schutzstatus. Wenn sie in seinen Weinbergen brütet, was häufig vorkommt, dann ist dort die maschinelle Bodenbearbeitung tabu bis die Jungvögel ausgeflogen sind. Weiterhin stehen an einigen seiner Weinberge alte Hochstamm-Obstbäume an denen Nistkästen für den Vogel des Jahres 2007, den Turmfalken angebracht sind.  Einen solchen Turmfalken-Nistkasten hat er auch an seinem Wohnhaus angebracht. Freunde, Gäste und seine Kunden können über eine Nistkastenkamera die Brutzeit "live" miterleben. Sein von Trockenmauern umsäumter Betrieb bietet Lebensraum für viele Tier-  und Pflanzenarten. Auch seine beiden Esel,  die er als vierbeinige Landschaftspfleger im Naturschutzgebiet einsetzt, gehören schon fast zur Familie und sind nicht mehr wegzudenken. Neben dem Wissen über seine Weinberge besitzt Ludwig Seiler aber vor allem fundierte Kenntnisse über Fauna und Flora der Region. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er neben verschiedenen Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft, auch bei Kartierungen von Fauna und Flora ehrenamtlich tätig ist.  Ein Schwerpunkt liegt hier sicherlich bei den Fledermäusen, im Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz ist er jedenfalls nicht wegzudenken im südlichen Teil der Pfalz.

Sein Wissen gibt er gerne weiter bei Führungen durch seine Weinberge für Kunden und Gäste seines Bioland-Weingutes. Aber auch naturkundliche Führungen als Teil von Seminaren für Teilnehmer des Freiwilligen ökologischen Jahres oder als Umweltbildungsmaßnahme mit anschließender Betriebsbesichtigung werden von ihm durchgeführt. Und wer einer seiner kulinarischer Weinprobe einmal beiwohnen durfte, wird diese so schnell nicht vergessen.

Wir von der NABU Gruppe sind stolz auf unser Mitglied Ludwig Seiler und hoffen, dass diese Auszeichnung nicht nur Ansporn für ihn ist auf diesem Weg weiterzumachen, sondern auch einige Mitmenschen zum Umdenken bewegt.

 

L. Seiler bei der Arbeit

Das Kuratoriumsmitglied der Stiftung Ökologie & Landbau, Prof. Dr. Hubert Weiger, zeigte sich sehr zufrieden mit der großen Beteiligung am Wettbewerb: 233 Betriebe hatten sich im Frühjahr 2006 für den Preis beworben und stellten sich dem Votum einer unabhängigen Jury. In seiner Laudatio betonte Hubert Weiger, dass "das große Engagement und das breite Spektrum an Naturschutzansätzen auf den Höfen sichtbar wurde."

Den Jurymitgliedern Stephan Börnecke (Frankfurter Rundschau), Adalbert Kienle (Deutscher Bauernverband), Eva Meyerhoff (Bioland) und Dr. Thomas van Elsen (Forschungsinstitut für Biologischen Landbau) wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht. Grundlage ihrer Bewertung waren Leistungen in den Schwerpunkten naturschonende Bewirtschaftung, aktive Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung sowie biologische Vielfalt auf der Betriebsfläche. Auch neue Ansätze in der Kommunikation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sowie beispielgebende Kooperationen wurden in die Beurteilung einbezogen.

Text und Fotos: Franz Grimm

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Helfer für Krötenschutzzäune gesucht

Die NABU-Gruppe Neustadt hat in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Forstamt und Grundstücksbesitzern 4 Amphibienschutzzäune errichtet. Diese Einrichtungen sollen den massiven Verkehrstod der Tiere auf ihrer Wanderung zu Laichgewässern verhindern.

Am Triftbrunnenweg unmittelbar beim Triftbrunnen wurden zwei potentielle Wanderstrecken vom Wald direkt auf den Triftbrunnenweg abgesichert. Ein zweiter Amphibienschutzzaun steht an den Schlösselwiesen am Übergang der Eichstraße in die Schlossstraße. Eine dritte Schutzeinrichtung wurde im Kaltenbrunner Tal am Parkplatz der Kaltenbrunner Hütte errichtet. Der NABU Neustadt betreut außerdem eine Amphibienleiteinrichtung in Kirrweiler am Ortsausgang nach Venningen.

Wegen der anhaltenden milden Witterung kann die Wanderung der Erdkröten jeden Tag losgehen. Ab sofort sucht der NABU Neustadt dringend noch ehrenamtliche Helfer, die die Zäune nach Einbruch der Dunkelheit abgehen und die Amphibien aus den in den Boden eingegrabenen Eimern herausnehmen und sicher über die Straße bringen.

Anmeldung bei Annette Schwarz, Tel. 06321 / 481265, e-mail: Kontakt

 

Foto: Bei der Wanderung tragen die größeren Erdkrötenweibchen die kleineren Männchen oft bereits auf dem Rücken mit sich.

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Vögel zu früh: Klimawandel macht sich bemerkbar

Naturschützer beobachten Frühlingshaftes bei Vogelexkursion

Ins rechtsrheinische Naturschutzgebiet Waghäusel führte in diesem Jahr die traditionelle NABU-Exkursion „Wintergäste am Rhein“ – und die Besucher staunten diesmal am Rande der eisfreien Klärbecken der ehemaligen Zuckerfabrik nicht nur über eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Wasservögeln, sondern machten auch einige besondere Beobachtungen. Unter den insgesamt 35 Arten – darunter Mandarinenten, Löffelenten, Krickenten, Pfeifenten, Schellenten, Graugänse, Nilgänse, Zwergsäger und Zwergtaucher – war auch ein stattlicher Fischadler. „Der taucht hier normalerweise erst im März auf und ist damit mindestens 3 Wochen zu früh dran“, so der Referent Gerhard Postel aus Freisbach. Noch verwunderlicher war allerdings die Anwesenheit einer Rohrweihe, die über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer kreiste: „Die hat hier vor dem 1. April wirklich nichts zu suchen“, staunte Postel, „wir vermuten fast, dass sie gar nicht in den Süden gezogen ist. Der Klimawandel macht sich bemerkbar!“ Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Vogelwelt den Winter längst nicht mehr ernst nimmt, war eine Gruppe Kormorane, die bereits Nistmaterial zusammentrug.

 

Foto 1: Eine Kette Graugänse am Himmel über dem Naturschutzgebiet Waghäusl

Foto 2: Höckerschwäne, Enten und Bläßhühner in einem Klärbecken der ehemaligen Zuckerfabrik Waghäusl

Foto 3: Kormorane sammeln bereits Nistmaterial

(Fotos: Werner Kern)

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Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung

Di 23.01.07 um 19:30 Uhr findet im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21 in Landau-Mörzheim ein Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibien-wanderung statt. Der NABU plant Maßnahmen an folgenden "Verkehrs-Brennpunkten" in der Südpfalz: in der Gilletstraße in Landau-Mörzheim, an der Kaiserbachermühle, bei Albersweiler/Frankweiler, in Annweiler-Gräfenhausen, in Eußerthal, im Triftbrunnenweg in Neustadt sowie in Knittelsheim und am Mehlsee bei Schwegenheim. Das Treffen soll den Charakter eines offenen "Stammtisches" haben; für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Auch "Neulinge" sind eingeladen, sich hier über das Thema Amphibienwanderung zu informieren. Hiermit werden interessierte Bürger aufgerufen, sich in der NABU-Regionalstelle zu melden, wenn sie an einem der Amphibienzäune für Kontrollgänge zur Verfügung stehen würden. Morgens und/oder abends müssen in der Dämmerung Kröten aus den Fangeimern gesammelt und über die Straße zu ihrem Laichgewässer gebracht werden. Die Regionalstelle wird stets über den aktuellen Stand der Wanderungsbewegungen informieren und die Helfer in "Schichten" einteilen. Infos unter Tel. 06341 / 31628

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Den „Kleinen Wald“ nach wie vor im Focus:

Jahreshauptversammlung des NABU Frankenthal

Am vergangenen Samstag fanden sich die Mitglieder der NABU-Gruppe Frankenthal im Gemeindezentrum Pilgerpfad zur Jahreshauptversammlung ein. Wie der 1. Vorsitzende Manfred Becker berichtete, waren die Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr rege.

Ein Schwerpunkt war, wie bereits in den vergangenen Jahren, das Engagement im „Kleinen Wald“.  Im Rahmen der Patenschaft wurden die Ackerparzellen „Mohr“ und „Frank“ gepflegt. Sie haben sich mittlerweile zu einer bunten Blumenwiese mit Klatschmohn, Kornblumen und Geruchloser Kamille entwickelt, wie Becker in seinem illustrierten Vortrag zeigen konnte. Das Problem der zunehmenden Disteln soll in 2007 in Angriff genommen werden. Bei der Bewässerung der Wiese im Sommer erwies sich der Traktor vom Typ „Gator“, bestückt mit einem Wasserfass, als sehr nützlich. Becker bedankte sich bei dieser Gelegenheit noch einmal bei der Fa. John Deere, der die NABU-Gruppe dieses Spezialfahrzeug verdankt. Mit Schülern einer 9. Klasse pflanzten die Naturschützer Bäume auf einer der Parzellen am „Kleinen Wald“. Der Friedhofsweiher, ein Laichgewässer für Amphibien, wurde  wie in jedem Jahr gepflegt. Am NABU-Weiher und am Scherrschen Weiher wurden am Ufer Gehölze entfernt, damit die Wasserfläche besser belüftet wird und Gewässer bei hohen Temperaturen nicht „umkippt“. Weitere gelungene Aktionen waren die Ausweitung der Dachbegrünung auf einer Garagenanlage gemeinsam mit dem Pfälzerwaldverein sowie eine Müllsammlung  in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Hauptschule. Mit Info-Ständen war der NABU beim Bauernmarkt und dem Tag der Vereine vertreten.

Der Arbeitskreis Nistkästen, geleitet von Monika Kröber und Helmut Zerfaß, betreut über 200 Kästen, darunter 13 Steinkauzröhren und 14 Fledermauskästen. Zusätzlich wurden etwa 100 Nistkästen an Privatleute veräußert, die diese in ihren Gärten, auf Schulhöfen und an Kindergärten aufhängten. Leider wurden die Fledermauskästen nicht angenommen und auch der Steinkauz scheint zur Zeit in Frankenthal verschollen. Dafür war im Kleinen Wald jeder Nistkasten von Singvögeln besetzt. Monika Kröber wünscht sich, Menschen zu finden, die zum Beispiel 5 Jahre lang 5 Nistkästen betreuen, das heißt die Belegung dem NABU melden, im Herbst säubern und gegebenenfalls den beschädigten Kasten ausbessern. Wer sich in so einer Weise mittelfristig engagieren will, kann sich bei ihr melden (Tel. 06353 / 93073, e-mail: Kontakt. Der vom NABU eingerichtete Wanderfalkenhorst auf dem Turm der Zwölf-Apostel-Kirche wurde wieder angenommen, es wurden 3 Jungvögel großgezogen. Im Rahmen der landesweiten Erfassung seltener Vogelarten kartierte Hermann Deichfuß mit einigen Mitstreitern in Frankenthal, am Silbersee und am Roxheimer Altrhein 11 Blaukehlchenreviere. Der leichte Rückgang (noch 15 Reviere im Jahr 1985) hängt vermutlich mit dem gesunkenen Wasserspiegel des Altrheins zusammen, der auch für den Tod zahlreicher Wasservögel wegen Vergiftung des Wassers verantwortlich ist. Bei Bedarf soll auch in diesem Jahr das THW  von der oberen Landeswasserbehörde beauftragt werden, um den Altrhein mit Wasser aus dem Silbersee aufzufüllen.

Becker lobte, dass die verschiedenen Arbeitskreise der NABU-Gruppe sehr professionell und autonom vom Vorstand arbeiten. Von einer großzügigen Spenderin bekam die NABU-Gruppe eine Ackerparzelle in der Nähe der A61 geschenkt. Um dieses Grundstück selbst übernehmen zu können, wurde im Laufe der Versammlung eine Satzungsänderung beschlossen, die den Eintrag der Gruppe ins Vereinsregister zum Inhalt hatte.

Die Naturschutzjugend NAJU hat 10 Hummelkästen gebaut, die demnächst aufgestellt werden. Sie hat den Friedhofsteich gereinigt und wie jedes Jahr eine spannende Natur-Ralley für Kinder durch den Kleinen Wald angeboten.

Die Mitgliederzahl ist in 2006 leicht gesunken auf 500; die für den Sommer geplante Mitgliederwerbung wird diesen Verlust jedoch auffangen, so Becker. Ganz besonders dankte der Vorsitzende den Unterstützern von außerhalb. Neben der Fa. John Deere, deren Mitarbeiter die NABU Gruppe auch bei einer großen Pflegeaktion im Spätherbst unterstützt haben und der Spenderin des Grundstücks lobte Becker Herrn Geiberger, den Direktor der Friedrich-Ebert-Schule, die Lehrer Klostermeier, Frey und Dreißigacker, Herrn Vogt vom Umweltamt sowie Herrn Wolfgang Bauer, der sich in vielen Arbeitsstunden an der Pflege des Kleinen Waldes beteiligt hat. Die Firma Fischer unterstützte die Gruppe bei der Garagendachbegrünung, Herr Klähr und Herr Dibutsch von der ZAK beim Wanderfalkenschutz.

Nach dem Kassenbericht wurde der alte Vorstand entlastet. Klaus Bamberger schied aus Altersgründen nach 10jähriger Aktivität aus dem Vorstand aus, „ um Platz für die junge Generation zu machen“, wie er selbst sagte. Bamberger betonte, dass er der Gruppe nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehe. Insbesondere die Kooperation mit den Schulen in Frankenthal will er weiter pflegen und ausbauen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie dem Pfälzerwaldverein, den Naturfreunden und der Jägerschaft will der NABU verstärken. Lediglich den fehlenden Dialog mit der Landwirtschaft bedauerte Becker.

Vom alten Vorstand wurden bestätigt: Manfred Becker (1. Vors.), Monika Kröber (2. Vors.), Björn Baumann (Kassenwart), Hermann Deichfuß, Evelyn Lepique, Dr. Rainer Schulze (Beisitzer), Heiko Weißgerber (Jugendwart). Neu hinzu kommt Hendrik Nordhoff als Pressereferent. Auch die Kassenprüfer, Elisabeth Maurer  und Ewald Raab, wurden von der Mitgliederversammlung bestätigt.

Einer der Höhepunkte des Vereinslebens in 2007 wird das NABU-Fest mit den "Uffg'Blues'd", der beliebten Jazzband, bei der Frankenthaler Kunst- und Kulturnacht im Juni sein. Ein wichtiger Schritt ist die Angliederung der Gruppe an die NABU Regionalstelle Süd, die zur Zeit noch ihren Sitz in Landau hat. Sie wird die Gruppe vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Gewinnung von neuen Aktiven unterstützen und sie mit den anderen NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz vernetzen. Auch bei allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die Regionalstelle für Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.

Infos: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628

Der Vogelschutz ist der NABU-Gruppe Frankenthal ein wichtiges Anliegen. Hier der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007

(Foto: Gerd Baumann)

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Jahreshauptversammlung des NABU Lingenfeld

LINGENFELD. Der Naturschutzbund (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld werde in nächster Zeit ein attraktives Programm für das 25-jährige Jubiläum im Jahre 2008 erarbeiten. Dies kündigte Vorsitzender Herbert Magin bei der Jahreshauptversammlung am Freitag in Weingarten an.

Aufgrund einer Werbeaktion sei es gelungen, 250 Naturfreunde, darunter auch Personen aus Römerberg und der Verbandsgemeinde Dudenhofen hinzuzugewinnen und die Mitgliederzahl auf 470 zu steigern. 2007 werde die Ortsgruppe erneut die Amphibien-Wanderung am Mehlsee unterstützen, Nistkästen für den Wiedehopf herstellen sowie anbringen, Pflegemaßnahmen durchführen und sich wiederum dem Steinkauz-Schutz widmen. Neben der Teilnahme am Umwelttag werde die NABU-Gruppe wieder die Fahrradbewachung beim Lustadter Handkeesfescht übernehmen und sich an der Westheimer Kerwe beteiligen. Exkursionen seien am 15. April (Lingenfelder Auwald) und 13. Mai („Stunde der Gartenvögel“ in Freisbach) geplant. Die Versammlung beschloss, mit einer Patenschaft (100 Euro jährlich) die Greifvogelstation Haßloch zu unterstützen. Magin informierte über eine stattgefundene Begehung des Schwegenheimer Waldes mit Forstamt-Vertretern. NABU-Mitgliedern sei nämlich die hohe Durchforstung von Alteichenbeständen aufgefallen, durch die auch ein Baumhöhlenverlust eintrete. „Appell an den Forst war, möglichst viel Alt- und Todholz stehen zu lassen“, so Magin.

Die Jugendarbeit beleuchtete Jugendwartin Cornelia Osterhorn: Mit der Kindergruppe (Erst- bis Viertklässer), der zehn junge Naturschützer angehören, sei es einfacher zu arbeiten, da die Kleinen für Naturschutz leichter zu motivieren seien. Die Jugendgruppe (Fünft- bis Neuntklässer) habe sich auf acht Personen verkleinert. Zahlreiche Aktivitäten wie Tierbeobachtungen, Pflanzaktionen, Mithilfe bei der Krötenwanderung, Teilnahme an Exkursionen, Wasseruntersuchungen sowie der Bau eines Igelhauses hätten stattgefunden. Auch an einer Handy-Sammelaktion (diese läuft 2007 weiter) zugunsten der Renaturierung der Havel habe sich der Nachwuchs beteiligt. In diesem Jahr sei wiederum ein Zeltlager sowie der Bau von Nistkästen geplant. In Vertretung des Schriftführers Manfred Wilhelm ließ Helga Nerger das aktivitätenreiche Jahr 2006 Revue passieren.  Über ein finanzielles Plus freute sich Kassenwartin Jutta Magin. (nti)

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Steinschmätzer und Speierling

NABU Bellheim hat neben Vogelschutz auch die Flora im Focus

Am vergangenen Montag fand die Jahreshauptversammlung der NABU Gruppe Bellheim im Restaurant „Zur Fellach“ statt.

Der Vorsitzende Joachim Zürker begann seinen Bericht über das Jahr 2006 mit einem Nachruf auf den verstorbenen Mitstreiter Klaus Hünerfauth aus Knittelsheim, den „Storchenvater“,  der von der ersten Stunde an beim NABU – damals noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) - mit dabei war.

Zürker berichtete zunächst von den „traditionellen“ Aktionen der Gruppe, die auch in 2006 erfolgreich durchgeführt wurden: Der Schnitt von 25 Kopfweiden und über 80 Obstbäumen, die Pflege eines Straßenbeets und des NABU-Gartens in Zeiskam, die Pflanzung von Hecken mit heimischen Gehölzen und von historischen Obstsorten - darunter als Besonderheit der sehr seltene Speierling. Große Nachfrage besteht nach den Sämereien von Wildblumen und Bauerngartenpflanzen, die die Gruppe als eine ihrer „Spezialitäten“ in Tütchen verpackt bei vielen Gelegenheiten verkauft oder als Präsent an neue Mitglieder verschenkt. Auch Setzlinge von Obstbäumen, Stauden und Kletterrosen wurden an Gartenbesitzer abgegeben. Zur Reaktivierung des Wiesenbewässerungssystems in den Queichwiesen wurden mehrere Arbeitseinsätze durchgeführt. Auch im Artenschutz ist die Gruppe sehr aktiv: 250 Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten werden von ihr betreut. Für das Jahr 2007 ist die Anlage eines Lesesteinhaufens als Brutmöglichkeit für den seltenen Steinschmätzer auf der NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim sowie der Bau eines „Lebensturms“ als Unterschlupf für viele verschiedene Tierarten auf Bellheimer Gemarkung geplant.

Bei Exkursionen wurde der Bevölkerung die Natur näher gebracht. Auch bei der landesweiten Datengewinnung und -erfassung über Flora und Fauna beteiligten sich verschiedene NABU-Aktive. Einer der Höhepunkte in 2006 war der gut besuchte Naturerlebnistag in Ottersheim, bei dem die NABU-Gruppe gemeinsam mit anderen Verbänden ein buntes Programm für die ganze Familie anbot. Auch beim Nikolausmarkt in Bellheim waren die Naturschützer präsent.

Kassenwart Bernd Busch hatte einen ordentlichen Überschuss zu verzeichnen und lobte die stabile Finanzlage der Gruppe. Der gesamte alte Vorstand wurde wiedergewählt: Joachim Zürker (1. Vorsitzender), Matthias Brock (2. Vorsitzender), Bernd Busch (Kasse), Beate Gaab (Schriftführerin). Kassenprüfer bleibt Gerd Pfirrmann.

Die Naturschutzjugend –NAJU- unter der Leitung von Beate Gaab trifft sich weiterhin regelmäßig an verschiedenen Plätzen in der Verbandsgemeinde, um die artenreiche heimische Natur zu beobachten, zum Beispiel im Rahmen der großen NABU-Aktionen „Erlebter Frühling“ und „Stunde der Gartenvögel“.

Mit der NABU Regionalstelle Südpfalz in Landau wurde wieder gut kooperiert. Unter anderem halfen Aktive der Gruppe tatkräftig bei der Durchführung eines Zeltlagers für Kinder und sammelten 65 Handys für die Recyclingaktion. Die Finanzierung der Anlaufstelle für Naturschutz interessierte Bürger konnte gemeinsam mit den anderen NABU-Gruppen der Region gesichert werden – nicht zuletzt dank der Mitgliederwerbung, die in der Verbandsgemeinde Bellheim besonders erfolgreich war. „Gemeinsam leisten wir einiges für Mensch und Natur und das wird auch anerkannt“, so Zürker. 

Zum Mitmachen: Die NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim freut sich immer über neue Mitstreiter. Vor allem bei den verschiedenen Biotoppflegearbeiten werden immer wieder helfende Hände gebraucht. Althandys können weiterhin beim NABU abgegeben werden. Weitere Infos bei Dr. Nathalie Plum in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, oder e-mail: Kontakt

Der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007, nistet seit 15 Jahren in einem NABU-Nistkasten in dieser alten Scheune in Zeiskam.

(Foto: Rosemarie Kuntz)

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NABU schafft neuen Lebensraum

Die NABU-Gruppe „Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer“ hat bei einem  Pflegeeinsatz auf ihren Grundstücken unterhalb der Kropsburg bei St. Martin große Flächen von aufkommenden Brombeeren, Hecken und Gebüschen befreit. So sollen Brutmöglichkeiten und Lebensraum für Steinschmätzer, Neuntöter und die Zaunammer, den Charaktervogel des Haardtrandes, geschaffen werden. Das gut einen Hektar große Grundstück wird nach und nach zu einem vielfältig strukturierten Lebensraum mit offenem Grasland, eingestreuten Gebüschen, Obstbäumen und Trockenmauern umgewandelt. Als Folgenutzung ist eine Beweidung mit Schafen angedacht. Die ehrenamtlichen Naturschützer haben dort Hochstammobstbäume - alte historische Sorten – gepflanzt und die Baumscheiben älterer Bäume von Gras und Dornen befreit. Zusätzlich wurden acht vorhandene Sandsteinmauern von aufkommendem Bewuchs freigeräumt. Diese ehemaligen Strukturen des Kultur- und Siedlungsraums sind nun wieder für jedermann sichtbar und können von der Sonne beschienen werden, erwärmen sich und bieten somit Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Auf einem weiteren Grundstück des NABU sind durch die Fällung von Bäumen die alten Weinbergsterrassen mit ihren einzigartigen Trockenmauern wieder zum Vorschein gekommen. Hier sind jedoch einige der Mauern beschädigt, so dass diese bei einem weiteren Arbeitseinsatz Mitte Januar repariert werden müssen. Bei diesem Termin hofft der NABU auch auf die Unterstützung der Interessengemeinschaft zum Erhalt alten Kultur- und Siedlungsraumes St. Martin, die dieses Mal einen eigenen Arbeitseinsatz auf dem Wingertsberg durchführte.

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Neue Lobby für die Natur: Naturschutzbund jetzt auch in Annweiler

Erste Info-Veranstaltung am 10.01.08 in Bindersbach

Der NABU, größter Natur- und Umweltschutzverband in Deutschland, lädt am Donnerstag, 10.01.2008 um 19:30h Uhr zu einer Info-Veranstaltung in die Gaststätte „Richard Löwenherz“ in Annweiler-Bindersbach, Burgstr. 23 ein. Ziel ist das Zusammenfinden von Menschen, die sich im Naturschutz in der Verbandsgemeinde Annweiler sowie eventuell auch in Hauenstein engagieren wollen. Vorschläge für mögliche Betätigungsfelder einer NABU-Gruppe vor Ort werden gesammelt. Ein Anfang ist gemacht: Die Amphibienwanderung wird schon seit Jahren in Gräfenhausen und Albersweiler und seit letztem Jahr in Eußerthal von mehreren Aktiven betreut und es konnten schon hunderte Erdkröten vor dem Verkehrstod gerettet werden. Im Wasgau wurden vom NABU viele Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt, wie beispielsweise auf dem Adelberg, in Gräfenhausen, Rinnthal oder Wernersberg. Auch die Nistkästen für Mauersegler am Gemeindehaus in Annweiler und für verschiedene Singvögel und den Waldkauz in Rinnthal wurden mit Hilfe von NABU-Aktiven angebracht. Viele Kinder aus der Verbandsgemeinde nehmen teil an den Ferienprogrammen der benachbarten NABU-Gruppen oder kennen bereits die „Naturerlebnisschule“. Im Rahmen der politischen Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur unterstützt der NABU die Initiativen gegen den Ausbau der B10.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle in Landau, wird einen Überblick über die Naturschutzarbeit des NABU in Rheinland-Pfalz und aktuelle Projekte in der Region geben. Aktive aus benachbarten NABU-Gruppen (Landau, Landau-Land, Edenkoben) werden für Fragen der Interessierten ansprechbar sein.

Wer an einer Mitarbeit in der neuen Gruppe interessiert ist, kann sich melden bei der NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Die Landschaft im Wasgau ist, wie hier bei Gossersweiler, noch reich strukturiert. Dennoch gibt es für den Naturschutz viel zu tun, um diese Landschaft und ihre Artenvielfalt zu erhalten. (Foto: W. Kern)

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Neustadt ST. MARTIN: Platz für Zaunammer und Steinschmätzer

ST. MARTIN: Naturschutzbund richtet unterhalb der Kropsburg Gelände für seltene Tiere und Pflanzen her

Nach Abschluss der Flurbereinigung in St. Martin vor rund vier Jahren hat die Naturschutzbund-Ortsgruppe der Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer (Nabu) ein etwa 2,5 Hektar großes Gelände unterhalb der Kropsburg gekauft. Ziel ist es, „ein naturnahes Gebiet mit vielfältigen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen" entstehen zu lassen, erklärt Franz Grimm, Vorsitzender der Ortsgruppe, bei einem Arbeitseinsatz am Samstag.

Das Gebiet zwischen Wald und Weinbergen sei früher als Wingertgelände genutzt worden, weiß Grimm. Wegen der steilen Lage werde die Fläche jedoch seit vielen Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Im südlichen Teil des Geländes sind noch deutlich die Weinbergterrassen zu erkennen. In diesem Teil hat sich der Wald ausgebreitet; neben den Terrassen prägen Laubbäume das Gelände.

Der Nabu habe sich bisher auf den nördlichen Teil des Geländes konzentriert, der weitaus stärker mit Büschen und Gestrüpp zugewachsen gewesen sei, sagt Grimm. In regelmäßigen Arbeitseinsätzen würden Gebüsch und Gestrüpp zurückgeschnitten, Laubbäume gefällt, Obstbäume gepflanzt, Trockenmauern freigeschnitten und, soweit erforderlich, wieder aufgebaut. Gearbeitet werde in der vegetationsarmen Zeit zwischen Oktober und März. Denn man wolle brütende Vögel nicht stören, außerdem solle die Aussamung von Pflanzen nicht beeinträchtigt werden.

Steinschmätzer (Foto: W. Kern)

Hecken und Sträucher werden nicht herausgerissen, sondern immer wieder nachgeschnitten. „Die Brombeerranken werden so mit der Zeit zurückgedrängt, und die verschiedenen Sträucher und Pflanzen können geregelt wachsen", erklärt Grimm. Auch bei dem Arbeitseinsatz am Samstag ging es vor allem darum, mit dem Freischneider Sträucher und Hecken zu stutzen. Neben Franz Grimm waren Wolfgang Staudt, Manfred Hünerfauth und Alex Grimm mit dem Freischneider auf dem Gelände unterwegs. Norbert Graf hat derweil mit einer Axt und einer Axtschere Bäume gestutzt. Insgesamt seien etwa 20 Mitglieder der Nabu-Gruppe auf dem Gelände aktiv, berichtet Grimm. Auf einem Teil des Geländes arbeite auch eine St. Martiner Interessengemeinschaft zur Erhaltungs von Siedlungs- und Kulturräumen.

An einigen Stellen schneidet der Nabu die Brombeerhecken nicht weg, hier sollen Vögel, wie Zaunammer und Neuntöter, Brutmöglichkeiten finden. „Wichtig ist uns, dass es hier eine vielfältige Vegetation und viele verschiedene Lebensräume für unterschiedliche Tiere gibt", erklärt Grimm. Dazu gehört beispielsweise auch ein so genannter Lesesteinhaufen, der aufgeschichtet wurde. Er sei für Steinschmätzer interessant, erklärt Grimm.

Ein wichtiger Bestandteil des Gebiets sind mehrere Trockenmauern. Einige habe man nur freigeschnitten, andere neu aufgeschichtet und dabei darauf geachtet, dass die Ritzen und Spalten zwischen den Steinen unterschiedlich groß sind, so dass hier unterschiedliche Tiere Platz finden. In einer der Trockenmauern steckt ein Rohr, aus dem Wasser läuft, das vermutlich von einer Wasserader im Berg komme, so Grimm. Dieses Wasser läuft in eine Mulde im Gelände, in der ein kleines Feuchtbiotop entstanden ist. An verschiedenen Stellen haben die Nabu-Mitglieder Obstbäume alter Sorten, wie Weinbergspfirsich, Aumüller Kirsche oder Reineclauden, gepflanzt. Ziel sei es, dass in vier bis fünf Jahren der Mensch das Gelände nicht mehr pflegen müsse; eine Beweidung mit Schafen reiche dann aus. (ann)

HOFFMAEQuelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.292
Datum: Montag, den 17. Dezember 2007
Seite: Nr.25
"Deep-Link"-Referenznummer: '3009112'

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Landau LINGENFELD Nabu wird 25 Jahre alt

LINGENFELD: Festabend im November geplant

Ein arbeitsintensives Jahr steht den Mitgliedern des Naturschutzbundes (Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld bevor: 2008 feiert die Ortsgruppe ihr 25-jähriges Bestehen. Bei der jüngsten Sitzung in Weingarten berieten die Naturschützer über entsprechende Aktivitäten.

Mit der Teilnahme am „Tag der offenen Gärten" (Sonntag, 1. Juni, von 11 bis 18 Uhr) wollen die Nabu-Aktiven anhand des Gartens von Vorsitzendem Herbert Magin (Westheim) Interessenten praktische Beispiele für Naturschutz im Dorf geben. Zur Dokumentation des Artenreichtums in verschiedenen ökologischen Bereichen will sich die Ortsgruppe auch am „Tag der Artenvielfalt" (20. und 21. Juni) beteiligen. Ausgangspunkt der zahlreichen Aktionen soll der Lustadter Handkeesplatz sein. Neben dem Erscheinen von vielen Experten hoffen die Naturschützer auch auf großes Interesse der Bevölkerung.

Der Festabend zum 25-jährigen Bestehen, verbunden mit einer Ausstellung, soll nach derzeitigen Planungen voraussichtlich im November im Westheimer Bürgerhaus stattfinden.

Weitere Aktivitäten im kommenden Jahr sind eine Wasservogelexkursion in die Mechtersheimer Tongruben sowie den Bereich „Schäfersee". Eine Frühjahrsexkursion in die Rheinauen, eine Pilz-Exkursion und die Teilnahme an der Bat-Night (Fledermausnacht) runden das Programm ab. Im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel" werde es eine Aktion mit der Kindergruppe geben. Auch die Fahrt ins Zeltlager sei wiederum geplant, hieß es. (nti)

SCHLINS

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.290
Datum: Freitag, den 14. Dezember 2007
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '2966404'

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Mit Pinguinen gegen Verheizen der Erde

Die Klima-Allianz informierte Bürger über CO2-Einsparung

Speyer. Anlässlich des Welt-Klimagipfels auf Bali hat die „Klima-Allianz der Pfalz“ am Samstag in der gut besuchten Speyerer Fußgängerzone auf das „Verheizen der Erde“ aufmerksam gemacht. An einem Informationsstand am Altpörtel informierten die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz sowie regionale Gruppen von Attac, BUND, NABU und WWF mehr als 500 Menschen über die Ziele der Klima-Allianz und gaben Tipps für die aktive CO2-Einsparung im Alltag.

Zum Abschluss wurde im Domgarten hinter dem Heidentürmchen ein Tulpenbaum gepflanzt – für Oberkirchenrat Gottfried Müller „ein Zeichen der Hoffnung, ganz im Sinne Martin Luthers. Es ist noch nicht zu spät.“ Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau sprach stellvertretend für die anwesenden Umweltverbände von der „symbolischen Bedeutung dieses Baums für all die vielen Möglichkeiten, die wir zur Reduktion des CO2 haben. Anstatt die Schuld auf andere zu schieben, sollten alle – Tourismus, Industrie, Landwirtschaft und jeder einzelne Bürger – ihren Beitrag leisten.“

Die Klima-Allianz besteht aus über 50 Mitgliedsorganisationen: Kirchen, Umweltverbände, Gewerkschaften und andere gesellschaftlich relevante Gruppen. Ziel der Klima-Allianz ist es, für die konsequente Reduzierung von klimaschädlichen Gasen einzutreten. Nähere und aktuelle Informationen finden sie im Internet unter www.die-klima-allianz.de oder auf den Seiten der Mitgliedsorganisationen. Als nächste Aktion in der Pfalz ist im Februar 2008 das „Autofasten“ mit einem Spritspartraining in Neustadt am 1. März geplant.

Weitere Auskunft: Bärbel Schäfer, Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Große Himmelsgasse 3, 67346 Speyer, Tel. 06232 / 671519, E-Mail: umwelt@frieden-umwelt-pfalz.de

Mit Pinguinen auf Eisschollen warben Mitstreiter der Pfälzer Klima-Allianz für mehr Klimaschutz im Alltag. (Foto: N. Plum)

Oberkirchenrat Gottfried Müller packt mit an bei der Baumpflanzung.

(Foto: W. Schneider)

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Bad Dürkheim WACHENHEIM Nabu sucht Verstärkung für Nistkästen Pflege

WACHENHEIM. Wie Nistkästen kontrolliert und gereinigt werden, will der Naturschutzbund (Nabu) Wachenheim/Deidesheim bei einer Wanderung morgen durchs Poppental Interessierten zeigen, die sich vorstellen, die Arbeit der Naturschützer zu unterstützen. „Unsere in Höhlungen brütenden Vögel wie auch Fledermäuse, Waldmausarten und Bilche, oder Insekten wie Hornissen, Hummeln und seltene Wildbienenarten finden in bewirtschaftetem Forst und Gelände nicht genügend natürliche Brutmöglichkeiten", begründet der Nabu, weshalb er in fast 25 Jahren rund 900 künstliche Nisthilfen innerhalb der beiden Verbandsgemeinden angebracht hat. Derzeit werden etwa 600 betreut und jährlich gereinigt, über die Belegung wird regelmäßig Buch geführt. Dazu werden jetzt noch Helfer gesucht: Während der Tour (Treffpunkt 10 Uhr am Wachenheimer Schützenhaus) erfährt man, welche Vögel und Tiere Nisthilfen brauchen und welche Ansprüche sie stellen. Wer bei der praktischen Arbeit erst mal nur zuschauen möchte, ist ebenfalls willkommen. (rhp)

SPENGLP

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung
Ausgabe: Nr.284
Datum: Freitag, den 07. Dezember 2007
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '2977103'

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Landau: Zur Pflege der Natur

SÜW: Förderverein gewährt 9200 Euro

Der Förderverein zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft der Südlichen Weinstraße hat beschlossen, insgesamt sieben Projekte mit 9200 Euro zu fördern.

Zum Zuge gekommen sind folgende Projekte: Streuobstwiese in Siebeldingen, Entwicklung bzw. Optimierung von Biotopen für die stark gefährdete Amphibienart Gelbbauchunke in Frankweiler und Eschbach, Trockenmauer in Gleisweiler, künstliche Brutinseln im Frankensee bei Gommersheim, Beschaffung eines Freischneiders zur Biotoppflege in der Verbandsgemeinde Edenkoben und schließlich die Entwicklung eines Sandbiotops in Schweighofen. Antragsteller waren der Naturschutzverband Südpfalz, der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz, Regionalstelle Süd und die Pollichia.

Gerd Kümmel, Vorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz, stellte bei einem Diavortrag verschiedene durch den Förderverein geförderte Projekte der letzen Jahre vor. Er informierte über den Ankauf und biotopverbessernde Maßnahmen in der Sandgrube Schlüter in Schweighofen, über die Anlage einer Lößsteilwand in Niederhorbach und ein Feuchtbiotop im Otterbachtal zwischen Nieder- und Oberotterbach. Verschiedene Bestandsaufnahmen hätten ergeben, dass die vorgenannten Biotope eine große Anzahl von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aufwiesen. Die vom Verein mit finanzieller Hilfe des Fördervereins veranlassten Maßnahmen seien damit ein großer Erfolg. (red)

Info Auf Antrag kann jeder Bürger des Landkreises Mitglied des Fördervereins werden. Informationen bei der Geschäftsführung (Telefon 06341 940440 oder 940231).

REUTERM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.281
Datum: Dienstag, den 04. Dezember 2007
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '2944556'

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Mit Pinguinen gegen Verheizen der Erde

Eintreten für konsequente Reduzierung von klimaschädlichen Gasen

Speyer. Mit Pinguinen auf Eisschollen wollen Mitstreiter der Pfälzer Klima-Allianz am Samstag, 8.12.07 ab 11 Uhr in der Speyerer Fußgängerzone auf das „Verheizen der Erde“ aufmerksam machen. An einem Informationsstand am Altpörtel bekommen Klimaschützer Tipps für die aktive CO2-Einsparung.

Hier informieren die Veranstalter - die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz sowie regionale Gruppen von Attac, BUND, NABU und WWF - über die Ziele der Klima-Allianz. Der NABU nimmt an seinem Stand gebrauchte und defekte Handys zum Recycling entgegen.

Zum Abschluss wird um 15 Uhr im Domgarten hinter dem Heidentürmchen ein Baum gepflanzt.

Die Klimaallianz besteht aus über 50 Mitgliedsorganisationen aus Kirchen, Umweltverbänden, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlich relevanten Gruppen. Ziel der Klima-Allianz ist es, für die konsequente Reduzierung von klimaschädlichen Gasen einzutreten.

Der Welt-Klimagipfel tagt ab dem 3. Dezember 2007 in Bali. Begleitend dazu finden am 8. Dezember weltweit Demonstrationen und Aktionen statt, um der Forderung  nach konkreten Vereinbarungen bei der Reduzierung von Klimagasen Nachdruck zu verleihen. In Deutschland  werden Großdemonstrationen in Berlin und Neurath, einem Braunkohlekraftwerksneubau in Nordhein-Westfalen, stattfinden.

Nähere und aktuelle Informationen finden sie im Internet unter www.die-klima-allianz.de oder auf den Seiten der Mitgliedsorganisationen.

Weitere Auskunft: Bärbel Schäfer, Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Große Himmelsgasse 3, 67346 Speyer, Tel. 06232/671519, E-Mail: umwelt@frieden-umwelt-pfalz.de

Presse- und Öffentlichkeitsreferat, Domplatz 5, 67346 Speyer, Tel. 06232/667145

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Umweltschutz in der Großstadt verschrieben

Naturschutzbund Ludwigshafen besteht seit 25 Jahren - Für Rehbachtal und Bruch eingesetzt

20 Gründungsmitglieder trafen sich vor einem Vierteljahrhundert in den Räumen der Volkshochschule Ludwigshafen, um eine Ortsgruppe des Deutschen Bunds Vogelschutz ins Leben zu rufen. Mittlerweile heißt der DBV Naturschutzbund (NABU) und die Ortsgruppe hat 250 Mitglieder. Seit der Gründung vor 25 Jahren hat der NABU sich dem Umweltschutz zum Ziel gemacht.

Und das ist in Ludwigshafen nicht einfach. Denn in der Stadt gebe es keine größeren Flächen für Naturschutzmaßnahmen mehr. "Wir können nur versuchen, kleinere Gebiete zu retten", sagt der erste Vorsitzende Georg Waßmuth. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei seit Gründung der Ortsgruppe1982 dem Rehbachtal und seiner Ausweisung als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet zu. Schließlich finden sich dort Pflanzen, die auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen: Die Essigrose, das Schabenkraut, der weidenblättrige Alant und der Kantenlauch.

Dass hier kein Mais und Hafer für das Wildgehege mehr angebaut wird, haben die Umweltschützer erreicht, die Bemühungen um das Schutzgebiet hingegen sind bisher vergebens gewesen. So gibt es für die Ortsgruppe des NABU in dem Gelände viel zu tun. Doch zum "harten Kern" der Ludwigshafener Ortsgruppe gehören nur 15 bis 20 Personen, berichtet der Vorstand. Die Mitgliederzahl sei in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, doch mehr Aktive gebe es nicht. Wenn es gelte, Nistkästen aufzuhängen und zu betreuen oder die Landschaft vom Müll zu befreien, seien meist die gleichen Menschen beteiligt.

Deshalb sei langfristig die Kinder- und Jugendarbeit eine wichtige Aufgabe, betont Waßmuth. "Junge Menschen müssen mit der Natur vertraut sein, damit sie verstehen warum sie geschützt werden muss". So trifft sich seit April dieses Jahres jeden zweiten Mittwoch eine Kindergruppe, um gemeinsam mit Elke Hennighaus das Maudacher Bruch zu entdecken.

Quelle: Rheinpfalz 21.11.07

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„Umweltdiplom für Kinder“ beim NABU Landau

 Naturschutz und Nachhaltigkeit kindgerecht vermitteln

„Wir wollen Kinder spielerisch an unsere Themen Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit heranführen“, erklärt Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau, die Idee zu seinem neuen Projekt. „Außerschulisch, aber regelmäßig – damit sich einprägt, was wir vermitteln wollen.“ Im Laufe des Jahres 2008 bietet das „Umweltdiplom“ einen bunten Reigen an Veranstaltungen, bei denen Kinder ab 8 Jahren ein umfangreiches Wissen erwerben können. Die Veranstaltungen finden nachmittags, samstags und in den Ferien in und um Landau statt und dauern jeweils 2 bis 3 Stunden. Im „Naturtagebuch“, dem Veranstaltungskalender, sammeln die Kinder Stempel - auch für die Teilnahme an Ferienveranstaltungen und NABU-Exkursionen. Für 5 gesammelte Stempel erhalten die Kinder ein „Umweltdiplom“. Das „große Umweltdiplom“ gibt es bei weiteren 5 Stempeln und einer „Diplomarbeit“, einer kleinen praktischen Naturschutzaktion, die von den ehrenamtlichen Referenten mit Rat und Tat unterstützt wird.

Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Bezirksverband Pfalz und der NABU Bezirksgruppe Pfalz. Ansprechpartnerin ist Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Süd im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim. Das Hirtenhaus ist seit Dezember 2006 anerkannte SchUR-Station (Schulnahe Umweltbildung Rheinland-Pfalz). Das Motto der ebenfalls im Hirtenhaus ansässigen Naturerlebnisschule, „Mit Kopf, Herz und Hand“ soll auch über den Veranstaltungen des „Umweltdiploms“ stehen. Von praktischen Arbeiten wie der Herstellung von Nisthilfen für Tiere oder dem Bau einer Trockenmauer oder eines Lehmofens über Naturerkundung auf Streuobstwiesen, in Gewässern oder zu bestimmten Tiergruppen wie Fledermäusen, Amphibien oder Wildbienen bis hin zu kreativem Gestalten mit Naturmaterial spannt sich der Bogen der Angebote durch 20 verschiedene Referenten. Auch das abstrakte, meist schwer zu vermittelnde Thema „Nachhaltigkeit“ wird beispielsweise im Rahmen der Apfelernte und der regionalen Vermarktung von Streuobst den Kindern begreifbar gemacht. Zum Abschluss gibt es Anfang 2009 eine Preisverleihung für die Kinder, die die meisten Veranstaltungen besucht oder die gelungenste praktische Aktion durchgeführt haben.

Info:

Der Veranstaltungskalender zum „Umweltdiplom“, das „Naturtagebuch“, kann im neuen Jahr in der NABU Regionalstelle Süd im NSZ Hirtenhaus in Landau-Mörzheim (Tel. 06341/31628; hirtenhaus@web.de) zum Preis von 20 Euro erworben werden. Als Weihnachtsgeschenk wird vorab ein ansprechend gestalteter Gutschein angeboten. Das „Naturtagebuch“ berechtigt zunächst zum Besuch von 5 Veranstaltungen nach Wahl. Für weitere 10,- Euro kann das Kind unbegrenzt weitere Veranstaltungen besuchen.

Erste Veranstaltung:

Pflegearbeiten in der Natur am 19. Januar 14 bis 17 Uhr am Hirtenhaus in Mörzheim

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NABU Frankenthal pflegt Weiher im „Kleinen Wald“

Einer der beiden Weiher im „Kleinen Wald“ heißt bereits „NABU-Weiher“, da sich der NABU Frankenthal bereits seit 1985 dort engagiert. Mit dem Arbeitseinsatz am vergangen Samstag dort und am „Scherrschen Weiher“ wollen die 25 Naturschützer verhindern, dass die Weiher langsam zuwachsen und verschlammen. „Durch die angelegten Schneisen wird jetzt für eine verbesserte Belüftung gesorgt, so dass der Weiher in der warmen Jahreszeit nicht so schnell ‚umkippt’“, erläutert Manfred Becker, Vorsitzender der NABU-Gruppe. „Einige Bäume und Sträucher mussten außerdem entfernt werden, um den Eintrag von Laub und damit von Nährstoffen zu vermindern.“ Die Naturschützer hoffen, dass die Wasserflächen weiterhin von Wasservögeln und ablaichenden Amphibien genutzt werden. Mit dem Schnittgut wollen sie zudem neue Lebensräume für Tiere in Form einer Benjes-Hecke anlegen.

Foto: NABU-Aktive entfernen Teile des Schilfs im „Kleinen Weiher“.

(Foto: Manfred Becker)

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Landau ILBESHEIM Wir sind dem Naturschutz verbunden - und keine Ideologen

ILBESHEIM: Verband für Natur- und Umweltschutz (Nabu) Landau-Land feiert 25-jähriges Bestehen - Mitgliederzahl wächst

1982 wurde in Heuchelheim der Verband für Natur- und Umweltschutz (NABU) Landau-Land gegründet. Im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus in Ilbesheim feierte der Verein am Freitag sein 25-jähriges Bestehen. Die Festrede hielt der Landesvorsitzende des NABU, Siegfried Schuch (Mainz).

Schuch würdigte in seiner Ansprache „das außerordentliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihren Einsatz für die Natur". Er appellierte an Jung und Alt, sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen. „Jeder kann bei uns nach seinen Neigungen und Fähigkeiten mitarbeiten." Der Mitgliederstand sei in den vergangenen fünf Jahren landesweit von 22.000 auf 28.000 gestiegen.

Der seit 1986 amtierende Vorsitzende des NABU Landau-Land, Hans Frech (Göcklingen), dankte „allen meinen Mitstreitern" für ihren permanenten Einsatz, wobei er Pfarrer Gerhard Postel (Freisbach) als den „schöpferischen Ideengeber" bei der Gründung der Landauer NABU-Gruppe vor 25 Jahren besonders hervorhob. Großes Lob ging auch an Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Süd- und Vorderpfalz, „die für uns ein wahrer Glücksfall ist". Besonderer Dank gebühre Herbert Riebel und Heinz Wissing für ihre Ausstellung „Wildbienen" und „Fledermäuse". Viel Beifall erhielt Pfarrer Postel für seinen Vortrag „Mehr als nur Artenschutz - 25 Jahre Landauer Naturschutz". Postel: „Wir sind keine Ideologen, sondern schlicht und einfach dem Natur- und Umweltschutz verbunden, wir machen unsere Arbeit von und für Menschen."

Bei dem Festakt wurden auch die Gewinner des Kinder-Malwettbewerbs zum Thema „Einheimische Tiere im Herbst" geehrt. Stolz zeigte beispielsweise die fünfjährige Emilia aus Eschbach ihre Urkunde für „ihr Werk" das sie im Kindergarten Göcklingen erstellte.

Grußworte kamen von Verbandsbürgermeister Klaus Stalter, von Ulf Janz vom NABU Landau-Stadt und von Göcklingens Bürgermeister Fritz Garrecht.

Ehrungen Mit der bronzenen NABU-Ehrennadel wurden ausgezeichnet: Rolf Schmitt (Walsheim), Albert Leonhard (Heuchelheim-Klingen), Gerhard Wisser (Göcklingen), Herbert Riebel (Ilbesheim), Arno Laux (Eschbach), Karl Löffler (Eschbach), Markus Pfeiffer (Billigheim-Ingenheim) und Hans Frech (Göcklingen).

Die Gewinner des Malwettbewerbs der Kinder heißen wie folgt: Johannes Eichborn, Mario Lauth, Johanna Lauth, Daniel Heilig, Jasmin Schopfer, Shiantini Puwanesvaran (alle Grund- und Hauptschule Kleine Kalmit), Pauline Antoni, Franziska Böttcher (beide Grundschule Klingenmünster), Emilia Siegwarth (Eschbach), Vorschulkinder der „Bärengruppe" der katholischen Kindertagesstätte Göcklingen und die „Gruppe Bauer" vom Sankt Paulusstift in Queichheim. (ohu)

REUTERM

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.268
Datum: Montag, den 19. November 2007
Seite: Nr.28
"Deep-Link"-Referenznummer: '2884664'

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Bilanz eines guten Starts

Erste Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Neustadt/Lambrecht

Pünktlich zum einjährigen Bestehen fand die Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Neustadt/Lambrecht am vergangenen Montag in Mußbach statt.

Ursel Mosebach (Geinsheim), die sich mit Martin Grund (Neustadt) den Vorsitz gleichberechtigt teilt, gab einen Überblick über die Aktivitäten der Gruppe. Bereits in 2006 pflanzten die frisch gebackenen Naturschützer gleich einige Schwarzpappeln, den Baum des Jahres. Über das Jahr 2007 verteilt war die Gruppe, mit einer Sommerpause im August, in allen Monaten aktiv: Nach der Pflege der Kopfweiden im Diedesfelder „Saualiment“ im Januar folgte im Februar die erste große Belastungsprobe. Die Amphibienwanderung hielt an 5 Standorten im Stadtgebiet sowie in Kirrweiler alle Helfer in Atem. Inzwischen sind die Wanderwege der Tiere – vor allem Erdkröten – über die Straßen bekannt und die Leiteinrichtungen können gezielter gestellt werden. Im Oktober wurde zudem ein Regenrückhaltebecken in den „Schlösselwiesen“ zu einem Laichgewässer umgestaltet.

Auch im klassischen Vogelschutz war die Gruppe rührig: Im Rahmen des landesweiten NABU-Projekts „Mauerseglerschulen“ montierte Projektleiter Martin Grund an 6 Schulen in Neustadt und in der Verbandsgemeinde Lambrecht Nistkästen. Der Hornbachturm wurde gesäubert und Dohlenkästen eingebaut. In der freien Landschaft wurden auf Ausgleichsflächen der Stadt Sitzkrücken für Turmfalken aufgestellt. Mit zwei Kirchen in Haardt und Hambach ist bereits der Einbau von Kästen für Turmfalke und Schleiereule in die Kirchtürme abgesprochen. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit war die Gruppe ebenfalls rege: Im März gab es gleich 2 Vorträge: einen über die geplante Reaktivierung der Wiesenwässerung bei Geinsheim – ein größeres Projekt, an dem der NABU sich aktiv beteiligen wird -  und einen über Wildbienen. Außerdem war die Gruppe bei Festen in Geinsheim und im Mehrgenerationenhaus anwesend.

Kassenwartin Annette Schwarz zeigte sich zufrieden mit einem ersten Plus in der Kasse, das jedoch in 2008 auch für diverse Aktionen gebraucht werden wird. Die Kassenprüfer hatten nichts zu beanstanden und der Vorstand wurde entlastet.

Thore Fink (16) aus Lambrecht, Sprecher der NAJU, hatte ebenfalls eine bunte Bilanz vorzuweisen: Mit diversen Aktionen am Speyerbach nahm die Jugendgruppe teil an der bundesweiten NAJU-Kampagne „Fluss-Connection“ und erreichte den 5. Platz. Die Gruppe nahm gemeinsam mit der NAJU Wachenheim/Deidesheim teil am Weinleseumzug, organisierte eine Fledermausexkursion und untersuchte die Bäume im Hof des Mehrgenerationenhauses auf ihre Gesundheit hin. Im nächsten Jahr möchte sie im BUND-Garten am Sonnenweg einen „Lebensturm“ bauen und ein „Fledermausbeet“ anlegen. „Pflanzen, die in der Dämmerung aufblühen, wie die Nachtkerze, werden gerne von Nachtfaltern besucht – und diese dienen den Fledermäusen als Nahrung“, erklärte Fink den verblüfften Erwachsenen den Plan. Finks Schwester Inga (14) möchte zudem eine Kindergruppe gründen und diese an die Natur heranführen. „Wir sind stolz auf unsere NAJU“, so Ursel Mosebach. Sie lobte auch die gute Zusammenarbeit mit Franz Grimm von der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer, der viele praktische Arbeiten mit Rat und Tat begleitet hat, sowie die Unterstützung durch Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau. Neben der Fortführung der bereits laufenden Naturschutzprojekte wie Betreuung der Amphibienwanderung, Ausbringen von Nisthilfen, Partnerschaften mit Schulen, Jugendarbeit und Biotoppflege zählt für Martin Grund vor allem ein Vorhaben: „Unter den über 400 zahlenden Mitgliedern einige aktive Mitstreiter zu gewinnen. Es gibt viel zu tun und wir freuen uns über jeden, der mit anpackt.“

Für Infos: Martin Grund, Tel. 06321/399292, http://www.nabu-nw.de oder NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, www.NABU-RLP-Sued.de

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Neustadt Wie ein Galgen für Artenvielfalt sorgt

Was die Neustadter Stadtgruppe des Naturschutzbunds ein Jahr nach ihrer Gründung erreicht hat

Von unserem Mitarbeiter Rainer Rausch

Es gibt sie in der Stadt noch nicht lange, jedoch erfreut sie sich in der Bevölkerung schon reger Aufmerksamkeit: „Erst neulich rief jemand an, der Auskünfte über den Steinkauz haben wollte", freut sich Ursula Mosebach von der erst im November vergangenen Jahres gegründeten Gruppe Neustadt des Naturschutzbunds (NABU).

Die Abkürzung NABU steht für Natur-, Umwelt-, Biotop- und Umweltschutz. Diesen Zielen der bundesweit tätigen Organisation sieht sich natürlich auch Mosebach verpflichtet, die sich zusammen mit Martin Grund als Doppelspitze den Vorsitz in der Neustadter Gruppe teilt. „Wir wollen das Bewusstsein für Natur und Umwelt im Neustadter Raum stärken. Lebensräume sollen entdeckt und wiederbelebt werden", umreißt die Geinsheimerin die Vorstellungen des NABU Neustadt und seinen Ortsteilen.

300 Mitglieder, darunter ein Stamm von zehn Aktiven im Alter zwischen 35 und 55 Jahren, zählt die Stadtgruppe. Die dazugehörige Naturschutzjugend umfasst derzeit fünf Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren.

Trotz der kurzen Zeit kann sich die Bilanz der Umweltschützer bereits sehen lassen: Bei der Neuanlage eines Laichgewässers für Molche, Kröten und Frösche in den Hambacher Schlösselwiesen (wir berichteten) durch den NABU wurden dort auch gleich einige Weiden behutsam zu ökologisch wertvollen Kopfweiden umgestaltet. „Lebensraum für Insekten und Kleinvögel, später auch für den amselgroßen Steinkauz", erläutert Mosebach. Aber keine einmalige Arbeit, denn die Bäume müssen jedes Jahr geschnitten werden.

Auf Streuobstwiesen bei Königsbach, Diedesfeld und Lachen-Speyerdorf konnte die Stadtgruppe auch schon Falkenstützen, so genannte „Galgen", als Aufsitzmöglichkeit für Mäuse jagende Turmfalken errichten. Neben einigen Nistkästen für diese kleine Falkenart wurden viele weitere Vogelnistkästen aufgehängt. Der NABU Neustadt nimmt sich zugleich auch dem Fledermausschutz an, betont Mosebach. Mit einem Jungbaum der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Schwarzpappel wurde zudem der „Baum des Jahres 2006" gepflanzt. Rechtzeitig vor der Krötenwanderung wurden im Frühjahr im Kaltenbrunnertal Schutzzäune am Wegesrand installiert. Über 1000 Kröten wurden dadurch eingefangen und unbehelligt zu ihren Laichgewässern gebracht.


Ziel: Ansiedlung des Weißstorchs
Als längerfristiges Projekt benennt der NABU die Reaktivierung der Wässerwiesen, was in Hinblick auf die Wiederansiedlung des Weißstorchs ein wichtiges Unterfangen sei.

Einer anderen seltenen Spezies widmeten sich die Naturschützer aktuell im Herbst: An der Geinsheimer Grundschule wurden zwei Mauerseglerkästen aufgehängt. „Vielleicht können die Kinder ja schon im nächsten Jahr die Tiere beobachten", hofft die Vorsitzende, die auch die Grundschulen im Neustadter Raum besuchen und dort Vorträge halten möchte.

„Wir fangen mit kleinen Schritten an", so Mosebach, die selbst erst vor kurzem vom Tier- zum Naturschutz überwechselte. Und von klein auf soll es nach den Vorstellungen der Geinsheimerin auch weitergehen mit dem lokalen Engagement: Sie plant, in ihrem Ortsteil eine Kindergruppe des Nabu mit auf die Beine zu stellen.

Info: Treffen der NABU-Stadtgruppe jeden zweiten Montag im Monat um 19.30 Uhr in „Weiks Vinothek", An der Eselshaut 53, Mußbach. Kontakt: unter Telefon 06327/5837 oder 06321/399292.

GIERESS
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.272
Datum: Freitag, den 23. November 2007
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '2835569'

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Bad Dürkheim WACHENHEIM -  Wissen über Wasser weitergeben

WACHENHEIM: Fortbildungsangebot des Naturschutzbundes - „Wassertrainer" sollen mit Kindern arbeiten

„WassertrainerInnen Rheinland-Pfalz" heißt ein neues Fortbildungsprojekt, das der Naturschutzbund (Nabu) in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium landesweit in drei Regionen durchführt, jetzt auch in der Pfalz. Was steckt dahinter? RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Sigrid Ladwig fragte die Umweltpädagogin Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Nabu Regionalstelle Süd in Landau, die für die Projekt in der Pfalz zuständig ist.

Frau Plum, welche Ideen und Ziele stecken hinter dem Projekt „Wassertrainer und -trainerinnen Rheinland-Pfalz"?

Unser Ziel ist, Kindern wieder mehr Möglichkeiten zu geben, mit Natur und speziell mit Wasser intensiv in Kontakt zu kommen. Selbst im ländlichen Raum ist das längst nicht mehr selbstverständlich. Unsere Absicht ist deshalb auch, die Schulen als Kooperationspartner der Wassertrainer zu gewinnen. Während das schon laufende Projekt „Naturtrainer" mit Kindergärten arbeitet, eignet sich das speziellere Thema Wasser besonders für Schulkinder, vor allem vom dritten bis sechsten Schuljahr.

Warum wollen Sie vorrangig Senioren für die ehrenamtliche Mitarbeit gewinnen?

Der Nabu hat schon viele positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Senioren gemacht. Viele engagieren sich gern, sodass sich sonst brachliegende Arbeitskraft auf sinnvolle Weise nutzen lässt. Außerdem fördert die Arbeit den Dialog zwischen den Generationen. Und drittens bringen ältere Menschen oft schon biologische Kenntnisse mit. Das schließt jüngere Teilnehmer natürlich nicht aus, nur Lehrer und Erzieher bilden wir nicht aus.

Wie verläuft die Ausbildung der Interessenten?

Insgesamt werden fünf Workshops veranstaltet, die im Abstand von jeweils zwei Monaten auf die Jahreszeiten verteilt sind. Ich werde mit den Teilnehmern im Gelände die verschiedenen Gewässerarten studieren, ihre Ökologie, ihren Zustand sowie die Tiere und Pflanzen. Inhalt der Workshops wird weiterhin sein, wie sich all diese Themen didaktisch umsetzen lassen. Dazu bekommen die Teilnehmer Lerneinheiten und konkrete Aktionsideen vermittelt. Drei praktische Einsätze mit Schulklassen oder Gruppen sind für das Zertifikat Voraussetzung. Jeder zertifizierte Wassertrainer erhält den Leitfaden „Die besten Ideen rund ums Wasser" und eine Materialkiste.

Müssen die ausgebildeten Wassertrainer später selbst organisieren, wie und wo sie ihre Kenntnisse und Ideen an Schüler weitergeben?

Die Kontakte zu den Schulen, die selbstverständlich wohnortnah sein sollen, vermitteln wir gern, wenn das gewünscht wird. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass viele selbst bei den Schulen vorsprechen. Sie wirken dann bei Wandertagen mit oder sie übernehmen Arbeitsgruppen an Ganztagsschulen. Der zeitliche Rahmen bleibt jedem selbst überlassen, da schreiben wir nichts vor. Schließlich spenden die Trainer ja ihre Arbeitskraft gegen eine geringe Aufwandsentschädigung. Als Ansprechpartner stehe ich auch weiterhin für jeden zur Verfügung.

Info Eine Info-Veranstaltung findet morgen, Mittwoch, 11 bis 12.30 Uhr, im Rathaus Wachenheim statt. Erster Workshop ist am Mittwoch, 5. Dezember, 9 bis 15 Uhr, im Rathaus Wachenheim und im Poppental. Weitere Infos: Nathalie Plum, Telefon 06341 31628.

KELLERK
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung
Ausgabe: Nr.257
Datum: Dienstag, den 06. November 2007
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '2840087'

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Aus- und Fortbildungsprojekt: „Wasser-TrainerInnen RLP"

Einleitung

Das Erleben von Wasser und Natur, das Begreifen der kindlichen Umwelt und der ökologischen Zusammenhänge ist eine wesentliche Voraussetzung für einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit dem Lebenselement Wasser.

Viele Kinder kommen – auch in ländlichen Räumen – in ihrem Alltag nur noch selten mit Wasser und Natur in Kontakt. Auch vielen Lehrerinnen und Lehrern ist der Zugang zu diesen Themen nicht immer einfach. Viele Erwachsene hingegen, insbesondere Seniorinnen und Senioren, haben aus ihrer Lebenserfahrung heraus eine breite Kenntnis in den Bereichen Wasser und Natur. Sie können wichtige Bildungspartner von Schulen und Kindergärten werden. Gleichzeitig wird hierdurch der generationsübergreifende Dialog gefördert. Die Erfahrungen des NABU Rheinland-Pfalz aus den Projekten „Generationennetzwerk Umwelt“ und „Naturtrainer“ können hier zielgerichtet eingebracht werden.

Der NABU bietet deshalb in Zusammenarbeit mit der Abteilung Wasserwirtschaft im Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz (MUFV) das Fortbildungsprojekt „WassertrainerInnen RLP“ an.

Ziel des Projektes ist es, Ehrenamtliche – insbesondere Seniorinnen und Senioren – im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements als WassertrainerInnen zu gewinnen. Als Multiplikatoren sollen die WassertrainerInnen in erster Linie für Schulklassen vom 3. bis 6. Schuljahr umweltpädagogische Veranstaltungen nach dem Praxisleitfaden „Die besten Ideen rund ums Wasser“ anbieten.

Projektidee

Die Grundidee besteht darin, auf Grundlage von fertigen Lernmodulen Senioren und Seniorinnen das Handwerkszeug zur Vermittlung von Wasserthemen zu geben und sie zu geschätzten PartnerInnen von Schulen und anderen Einrichtungen zu machen.

Hauptziel ist die Ausbildung von ehrenamtlichen Seniorinnen und Senioren zu Wasser-TrainerInnen. Diese sollen dezentral wasserbezogene Umweltbildung in Rheinland-Pfalz anbieten. Hierbei wird unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den schulnahen Umwelterziehungseinrichtungen (SchUr-Stationen) angestrebt.

Jede/r ProjektteilnehmerIn soll in Kooperation mit einer Schule arbeiten und sich für zwei Jahre zur Projektteilnahme bereit erklären. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen auf Dauer als Wasser-TrainerInnen zu gewinnen und insbesondere in Schulen Akzeptanz für diese externe Unterstützung zu schaffen.

Bausteine des Projektes „Wasser-TrainerInnen“

Ausbildung zu „Wasser-TrainerInnen“

Interessenten, insbesondere SeniorInnen werden zu so genannten „Wasser-TrainerInnen RLP“ ausgebildet. Hierzu werden fachliche, methodische und didaktische Grundlagen für eine Umweltbildung über Gewässer und Gewässerschutz vermittelt.

In drei Regionen von Rheinland-Pfalz (Rheinhessen, Pfalz und Trier) werden hierzu Workshops angeboten. Ziel ist es, im Projektzeitraum 30 Wasser-TrainerInnen auszubilden, die insbesondere zusammen mit Schulklassen (3. bis 6. Schuljahr) Veranstaltungen rund um das Thema Wasser anbieten.

Am Abschluss steht ein Zertifikat „Wasser-TrainerInnen-RLP“. Nach Möglichkeit soll die Ausbildung in Kooperation mit Gewässerzweckverbänden erfolgen.

Die drei Stationen des NABU dienen als Ansprechpartner vor Ort und haben eine zentrale Funktion in der Netzwerkbildung.

Die ausgebildeten Wasser-TrainerInnen sollen vorwiegend ehrenamtlich arbeiten, Unkosten aber durch Teilnehmerbeiträge decken können.

Herausgabe von Begleitmaterialien

Für die Veranstaltungen werden Begleitmaterialien zusammengestellt.

Ebenso werden für alle zertifizierten Wasser-TrainerInnen Materialkisten zusammengestellt, die diese für ihre Aktivitäten nutzen können.

Die Materialien werden über die Koordinationsstelle „NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen“ verwaltet. Sie sollen über eine externe Finanzierung angeschafft werden.

Projektverlauf und Finanzierung

Das Projekt Wasser-TrainerInnen beginnt ab Herbst 2007 und hat eine Laufdauer von zwei Jahren. Im Jahr 2007 werden TeilnehmerInnen gewonnen und einführende Gespräche geführt. Ein Faltblatt für die Werbung wird erstellt, sowie das Ausbildungsprojekt durch Pressearbeit beworben. Die Durchführung der Seminare erfolgt durch die beteiligten Regionalstellen in Trier, Landau und das NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen und deren umweltpädagogischen Fachkräften. Ein erster halbtägiger Praxisworkshop wird bis Jahresende in jeder Region angeboten.

In den Jahren 2008 und 2009 werden die Wasser-TrainerInnen ausgebildet und durch begleiteten Praxisübungen (Einsatz mit Schulklassen, SchülerInnen-Projektgruppen, AG`s in Ganztagsschulen, o.ä.) und Erfahrungsaustausche unterstützt. In jeder Region wird eine Seminarreihe mit 5 Workshops (im Jahr 2007/2008), einer begleiteten Praxisübung (2008/2009) pro Teilnehmer und 3 Erfahrungsaustauschen (2008/2009) angeboten. Am Ende steht das Zertifikat „Wasser-TrainerInnen RLP“. Eine weitere Voraussetzung für das Zertifikat ist, dass jede/r TeilnehmerIn die Durchführung von drei praktischen Einsätzen mit Schulklassen nachweist.

Termine

Mittwoch, 07. November 2007, 11-12:30h:  Info-Veranstaltung im Rathaus Wachenheim

Mittwoch, 05. Dezember 2007, 9-15h: Erster Workshop im Rathaus Wachenheim/ Poppental

Die weiteren Workshoptermine für Januar, Februar, März und April werden noch festgelegt.

Dienstag, 30. September 2008, 10.00 bis 14.00 Uhr landesweiter Erfahrungsaustausch aller Gruppen auf der Landesgartenschau in Bingen

Projektdurchführung und Koordination für die Pfalz:

NABU-Regionalstelle Süd

im Naturschutzzentrum Hirtenhaus

Dr. Nathalie Plum

Brühlstr. 21 - 76829 Landau

Tel. 06341 / 31628,  Fax 06341 / 3526         

E-mail: NABU.Sued@NABU-RLP.de

Internet: www.NABU-RLP-Sued.de

 

Wasser-Trainer bringen Kindern das Leben im Wasser näher

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Das Rehbachtal – artenreiches Kleinod der Natur

NABU-Gruppe Ludwigshafen stellt Ergebnisse der botanischen Kartierung vor

Während draußen bereits gedeckte Farben vorherrschen, blüht es bunt in Alban Bertholds Fotoalbum „Pflanzen im Rehbachtal“. Fast jede einzelne der insgesamt 396 Arten hat der Leiter des Pflanzenarbeitskreises im NABU Ludwigshafen in voller Pracht fotografiert. Darunter auch 4 Pflanzen, die nach der Roten Liste in Rheinland-Pfalz gefährdet sind: die Feldulme, der Langblättrige Ehrenpreis, der Weidenblättrige Alant sowie der Hühnerbiss.

Insgesamt 18 Mal waren mehrere Mitglieder des Arbeitskreises im Gebiet zwischen der Kreisstraße Rheingönheim-Altrip und der Rehbachmündung in den Rhein 2007 unterwegs. „Wir wollten so eine möglichst vollständige Bestandserhebung erhalten“, so Berthold, „einfach um zu zeigen, welche Artenvielfalt auch in unserer dicht besiedelten Vorderpfalz möglich ist, wenn man die Natur nur lässt und ihr etwas Raum gibt.“ Die umfangreiche Liste zeigt auch, dass im Vergleich zu 2006 wieder einige neue Arten gefunden werden konnten.

Neben Berthold engagieren sich auch der NABU-Vorsitzende Dr. Georg Waßmuth, Ingrid Wanner und mehrere andere Mitstreiter für die Kartierungen im Rehbachtal und erweitern dabei stets ihr Fachwissen. „Auch Riesenbärenklau und Drüsiges Springkraut, die zwei gefürchteten Neophyten, kommen im Rehbachtal vor“, so Berthold. „Sie zeigen eine starke Ausbreitungstendenz, vor allem das aus Indien stammende Springkraut hat weite Bereiche erobert. Der Riesenbärenklau ist nur lokal vorhanden und kann bekämpft werden. Wir behalten ihn seitens des NABU im Auge.“ Neophyten sind Pflanzen, die aus anderen Kontinenten eingeschleppt wurden. Invasive Arten breiten sich stark aus und verdrängen dabei einheimische Arten.

Für den Naturschutz im Rehbachtal setzt sich der NABU Ludwigshafen seit Jahren ein, indem er Müllsammelaktionen durchführt und die Verbuschung des Essigrosenareals – einer weiteren Besonderheit des Rehbachtales – entfernt.

Die NABU-Gruppe freut sich stets über neue Mitstreiter, nicht nur im Pflanzenarbeitskreis.

Informationen in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628 oder  NABU.Sued@NABU-RLP.de

Für die kostenlose Ausbildung zum „Wassertrainer“ für die Umweltbildung in Schulen sucht die Regionalstelle außerdem noch rüstige, naturbegeisterte Senioren.

Herbststimmung im Rehbachtal (Foto: N. Plum)

Der Hühnerbiss oder Taubenkropf, eine selten gewordene Stromtalpflanze, die zu den Nelkengewächsen gehört (Foto: A. Berthold)

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Landau BERGZABERN Dennhardt Platanen stehen für Kurstadt

Bad Bergzabern: Stadtplaner will Bäume retten - NABU für kostengünstigen Radweg

Von unserem Redakteur Robert B. Wilhelm

„Die Platane ist der Baum für Bad Bergzabern wie kein anderer", ging der Stadtplaner Professor Hans Dennhardt (Kaiserslautern) gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ in die Offensive, die halbseitige Allee mit rund 50 Bäumen in der Landauer Straße vor der Abholzung zu retten.

Wie mehrfach berichtet, wollen Straßenbauer und die Mehrheit im Stadtrat die Platanen am östlichen Stadteingang fällen, um auf der Nordseite der Landauer Straße einen Radweg zu bauen. Hernach sollen die Platanen dann durch Stadtlinden ersetzt werden.

Die Platane stehe für den mediterranen Raum, verkörpere also gerade für die Südpfalz und insbesondere für eine Kurstadt ein Flair, das durch nichts zu ersetzen sei - auch nicht durch Stadtlinden, so Dennhardt: „Die Stadtlinde taugt nichts für Bad Bergzabern. Die ist viel zu gewöhnlich."

Des Weiteren ziehe das Argument, dass die flach wurzelnden Platanen die Abwasserkanäle zerstörten und deshalb durch den Tiefwurzler Stadtlinde ersetzt werden müsse, überhaupt nicht, so Dennhardt. Es seien gerade tief wurzelnde Bäume, die die Kanäle zerstörten. Im Übrigen seien ja gar nicht die Bäume das Problem, sondern aufgrund ihres Alters die Kanäle selbst, so Dennhardt.

Mit seinem Kollegen, Professor Christoph Hupfer von der Uni Karlsruhe, habe er auch bereits zwei Alternativplanungen zu denen der Speyerer Straßenbaubehörde LBM (Landesbetrieb Mobilität) ausgearbeitet, die er umgehend der Stadt vorstellen werde, so Dennhardt. Demnach könnten nicht nur die Platanen gerettet werden, sondern seine Vorschläge würden darüber hinaus eine weitere Aufwertung der Landauer Straße mit sich bringen. Seine Pläne will Dennhardt auch Mitte November den Speyerer Straßenbauern vorlegen.

Die derzeitige Planung des LBM sieht vor, alle Platanen für einen bis zu drei Meter breiten kombinierten Rad-/Fußweg zu fällen. Nur ein kombinierter Weg wird großzügig vom Land bezuschusst. Die Streckenführung entlang der Nordseite wurde gewählt, weil auf der Südseite der Landauer Straße einige Betriebe mit zum Teil starken Kundenverkehr angesiedelt sind. Entsprechend gibt es Bedenken, dass sich das Unfallrisiko wegen kreuzender Autofahrer erhöht.

Wird die jetzige Planung für die Nordseite umgesetzt, folgt auf den drei Meter breiten Fahrradweg ein zwei Meter breiter Grünstreifen. Dieser Platz soll durch die Verschmälerung der Fahrbahn von derzeit 8,50 auf hernach 6,50 Meter gewonnen werden. In diesen zwei Meter breiten Grünstreifen sollen genauso viele Stadtlinden nachgepflanzt werden wie zuvor Platanen haben entfernt werden müssen.

Vorschlag der Naturschützer: Weiße Linie auf Fahrbahn reicht

Unterdessen hat der Naturschutzbund Landau einen ganz konkreten Plan vorgelegt, den auch viele Anrufer bei der RHEINPFALZ-Telefonaktion zu den Platanen gemacht haben: Den Radweg einfach per weißer Linie auf der bereits bestehenden Fahrbahn ausweisen. Der Radweg sollte eine Breite von zwei Metern haben (siehe Grafik) - die Breite, um die die Fahrbahn sowieso verschmälert werden soll. Für Nabu-Vorsitzenden Werner Kern ist es gar nicht notwendig, überhaupt einen eigenen Fahrradweg zu bauen und dafür die Platanen zu fällen. In der Landauer Straße seien eh" kaum Fahrradfahrer unterwegs. Zahlreicher hingegen seien die Radrennfahrer. Doch die führen sowieso nicht auf einem Radweg, sondern seien in der Regel immer auf den Autostraßen unterwegs. Deshalb sei ein mit einer weißen Linie abgetrennte Radweg auf der Fahrbahn erst recht sinnvoll. Und: „Das kostet ja so gut wie nix", so Kern. Die Platanen seien im Übrigen eine sonnenresistente Art, vertrügen also besonders gut die sich im Asphalt ansammelnde Hitze durch die Sonneneinstrahlung, so der Nabu. Auch wenn die Platanen durch neue Bäume ersetzt würden, würde die jetzige Ansicht „für einige Jahrzehnte zerstört werden", meint Kern. Vielmehr sollte das gesparte Geld „lieber für die Sanierung des Radwegs in der Kapeller Straße verwendet werden", so der Nabu-Vorsitzende Kern.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.250,
Datum: Samstag, den 27. Oktober 2007,  Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '2809581'

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Malwettbewerb „Einheimische Tiere im Herbst“

NABU Ludwigshafen sucht die schönste Darstellung

Zum Anlass ihres 25-jährigen Bestehens ruft die NABU-Gruppe Ludwigshafen zu einem Malwettbewerb für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren auf. Thema sind die „Einheimischen Tiere im Herbst". Wie bereiten sie sich auf den Winter vor? Wo suchen sie Schutz vor Wind, Wetter und Kälte? Erlaubt sind neben gemalten Bildern (mindestens DIN A3) auch Bastel- oder Collagearbeiten sowie Gruppenarbeiten. Abgabeschluss ist der 30.November 2007. Die Bilder können bei Armin Vogelgesang, Eichenstraße 31 in LU-Gartenstadt abgegeben oder an die NABU Regionalstelle gesendet werden (Brühlstr. 21, 76829 Landau, Tel 06341 / 31628). Die Sieger erhalten bei einer festlichen Veranstaltung im Dezember Preise rund um die Natur wie Fernglas, Becherlupen, Nistkästen und vieles mehr. Der NABU wünscht viel Freude und Spaß beim Malen oder Basteln!

Viele Vogelarten – hier Wildgänse über der Südpfalz - ziehen vor dem Winter nach Süden in wärmere Gefilde. Wie machen es andere Tiere? (Foto: W. Kern)

Eine Amsel im Schneetreiben findet Nahrung in einem Futterhäuschen                (Foto: H. Töngi)

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Wie die Kinder - Spieleworkshop für Umweltbildner im Hirtenhaus

Das Hirtenhaus platzte aus allen Nähten, so viele Teilnehmer - sogar aus Bobenheim-Roxheim und Ludwigshafen - waren zum „Spieleworkshop“ der NABU Regionalstelle gekommen. Dr. Nathalie Plum, Barbara Halfmann und Eva Radenberg boten ein buntes Repertoire an Spielen „rund um die Natur“ an. Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) wurden vor allem Spiele aus der Aktionsideensammlung „Leben gestalten lernen“ gemeinsam ausprobiert.

Ein Großteil des Workshops spielte sich bei herbstlichem Kaiserwetter auf den Streuobstwiesen des NABU ab. Im „Grünen Klassenzimmer“ der Naturerlebnisschule Landau  konnten sich die Teilnehmer zwischen den Spielen anschauen, wie man einen Lebensturm, ein Weidentipi, ein Insektenhotel, eine Immenwand, einen Lehmofen, eine Trockenmauer oder ein hängendes Xylophon baut.

Viele der Teilnehmer engagieren sich regelmäßig als Leiter von Naturschutzjugend-Gruppen (NAJU) in der Süd- und Vorderpfalz, doch auch einige Erzieherinnen und Lehrer waren mit dabei. „Viele Spiele kannte ich im Prinzip schon – doch man vergisst sie auch wieder. Und interessant ist, wie man sie im Zusammenhang mit Phänomenen aus der Natur für die Umweltbildung verwenden kann“, so Gerhard Wisser von der NABU-Gruppe Landau-Land, der als Lehrer an der Grundschule Klingenmünster arbeitet. Aus einem Blinde-Kuh-Spiel wird die „Heuschreckenhochzeit“ oder „Fledermaus und Falter“, Fangen spielen kann man raffinierter als „Vogel und Eidechse“ oder „Hirsche und Wölfe“. „Wenn man die Spiele selbst spielt, merkt man auch, was viel Spaß macht und was weniger“, so Wisser.

„Vom passenden Spiel begleitet, prägen sich Naturbeobachtungen bei den Kindern besser ein“, erklärt Naturpädagogin Barbara Halfmann aus Burrweiler, die selbst eine NAJU-Gruppe leitet und auch „Naturgeburtstage“ anbietet.

Barbara Halfmann leitet die „Blinde Reise“ an. (Foto: N. Plum)

„Starenflug“ – ein Bewegungsspiel, passend zur Jahreszeit. (Foto: N. Plum)

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NABU Heidewald - Kinderwanderung am 13. Oktober

10 Kinder aus Birkenheide und Altrip ließen es sich nicht nehmen, an einem wunderschönen Samstag die Natur um Birkenheide unter fachkundiger Anleitung von Volker Schlie und Walter Gramlich zu erkunden. Von 10 bis 15 Uhr war man unterwegs ohne dass es langweilig wurde.

Die Kinder erfuhren, dass die Akazie eigentlich Robinie heißt und die Unterwelt eines Pilzes so groß sein kann wie ein Fußballfeld. Volker Schlie, frisch ausgebildeter Naturtrainer, verstand es vorzüglich, die Kinder mit Spielen zu begeistern und dabei gleichzeitig Wissenswertes über Pflanzen und Tiere zu vermitteln. Höhepunkt war die Mittagspause am Storchenturm, wo ein großer Heuhaufen auf der Wiese, ein kleiner Wasserfall im Bach und Galloway-Rinder auf einer 7 Hektar großen Weide genug Abwechslung und Aufregung boten.

Allgemeiner Wunsch der Kinder am Ende der Wanderung: Das muss unbedingt wiederholt werden. Die NABU-Führer haben versprochen, dass vielleicht noch dieses Jahr an einem schönen Winter-Samstag wieder eingeladen wird.

Walter Gramlich

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Natur erleben wie die Indianer

Herbstferienprogramm beim NABU Landau unter neuem Motto

Beim diesjährigen Herbstferienprogramm des NABU Landau konnten 35 begeisterte und aufgeweckte Kinder bei sonnigem Herbstwetter drei Tage lang spielerisch viel Wissenswertes über das Leben und die Kindheit der Indianer erfahren. Ulrike van der Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule des NABU Landau verwandelten das „Grüne Klassenzimmer“ in Landau-Mörzheim diesmal mit Lagerfeuer und Trommelschlag in ein Indianerlager. Mit selbst bemalten Stirnbändern „tauften“ die Kinder sich um in „Blaue Wolke“, „Lachender Stier“, „Morgensonne“, „Weiße Feder“ oder „Schlauer Fuchs“.  Auch die restliche Ausstattung, bestehend aus Schutzketten, Medizinbeutel, Traumfänger, Pokean-Wurfbällen, Pfeilwurfgeräten und Coupstöcken - für die mutigen und friedvollen Krieger – stellten die Kinder selbst her. So „bewaffnet“ erkundeten sie mit allen Sinnen als Indianer die Natur, sammelten essbare Früchte, übten Wettrennen und Anschleichen und fanden beim Ritual des Schamanen zusammen. Am letzten Tag stand die große Mutprobe mit der Verleihung der Indianerfeder an: Wer wagt es, blind dem Barfußpfad zu folgen?

„Wir haben uns sehr über die große Gemeinschaft unter den Kindern, das faire Miteinander und die Hilfsbereitschaft beim Basteln gefreut“, so Ulrike van der Bloemen. Das Motto der Naturerlebnisschule, „Mit Kopf, Herz und Hand“, ist offensichtlich bei den Kindern angekommen.

Die Veranstalterinnen danken allen NABU-Aktiven und Praktikantinnen für die tatkräftige Unterstützung sowie der Bäckerei Andreas Walther, Offenbach, für Brot und Backwerk zur „Versüßung“ des Indianerlagers.

Indianertanz auf den Baumstämmen im „Grünen Klassenzimmer“

Nur was für mutige Indianer: Die „Blinde Reise“

(Fotos: Charlotte Keller)

 

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Auf der Suche nach starkem Rückhalt

Start der NABU Werbung in der Vorderpfalz

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind Aktive des Naturschutzbund Deutschland (NABU) diese Woche in Frankenthal, Ludwigshafen und den Verbandsgemeinden Maxdorf, Lambsheim, Wachenheim und Deidesheim unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie viele neue Mitglieder für den NABU gewinnen.

Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der Vorderpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen.

Auf Initiative der NABU-Gruppe Frankenthal wurde der „Kleine Wald“ als Biotop erhalten, unter Landschaftsschutz gestellt und immer weiter zu einem Mosaik von wertvollen Lebensräumen entwickelt. Im Rahmen seiner Patenschaft pflanzte der NABU Bäume und Sträucher im „Kleinen Wald“, sanierte die Weiher im Gebiet und legte einen weiteren Teich auf dem Hauptfriedhof an. Auch im Artenschutz ist die Gruppe aktiv: In einem alten Bunker hat sie ein Fledermaus-Winterquartier hergerichtet. Sie betreut über 200 Nistkästen für Höhlenbrüter im Stadtgebiet, unter anderem für Mauersegler und Schwalben. Der Wanderfalkenhorst, der in der Zwölf-Apostel-Kirche angelegt wurde, ist seit Jahren besetzt – 3 bis 4 junge Falken erblicken dort jedes Jahr das Licht der Welt. Die Naturschutzjugend (NAJU Frankenthal) engagiert sich in der Umweltbildung mit Kindern, hat einen Lebensturm als Unterschlupf für verschiedenste Tierarten gebaut und bringt Hummelkästen als Winterquartiere für die beliebten Insekten aus.

Den Mittelpunkt der Aktivitäten der NABU-Gruppe Heidewald bildet, wie der Name schon sagt, der Heidewald zwischen Birkenheide (VG Maxdorf) und Lambsheim, eine Naturoase bestehend aus Wald, Wiesen und Heide. Durch Biotoppflege – Mahd, Entbuschung, extensive Beweidung - werden der typische Charakter der halboffenen Landschaft und gleichzeitig eine enorme Artenvielfalt erhalten. Walter Gramlich, Vorsitzender der NABU-Gruppe Heidewald, bietet gemeinsam mit seinem Mitstreiter Volker Schlie, der sich im NABU-Projekt „Naturtrainer“ für die Umweltbildung in Kindergärten einsetzt, auch immer wieder Ausflüge in die Natur an.

Die NABU-Gruppe Ludwigshafen betreut zahlreiche Nistkästen für Höhlenbrüter und und richtet Quartiere für Fledermäuse ein. Im Rahmen der Patenschaft für das untere Rehbachtal, für dessen Unterschutzstellung der NABU sich seit Jahren engagiert, führen die Naturschützer botanische Bestandserhebungen und jährliche Reinigungsaktionen durch. Im Maudacher Bruch wurden Feldholzinseln angelegt, um wertvollen Lebensraum für Tiere zu schaffen. Die Kindergruppe NAJU trifft sich monatlich im Maudacher Bruch und „erforscht“ spielerisch die Natur.

Die NABU-Gruppe Wachenheim-Deidesheim ist vor allem im Biotopschutz aktiv, pflegt Wiesen, selbst gepflanzte Obstbäume und Kopfweiden im Odinsthal, im Einsthal und am Goldbach. Als Lebensraum für Amphibien wurden mehrere Feuchtbiotope angelegt. Daneben spielt natürlich der klassische Vogelschutz eine Rolle – viele hundert Nistkästen werden im Gebiet betreut, unter anderem für den Steinkauz. Der ebenfalls seltene Steinschmätzer konnte dank der Maßnahmen des NABU wieder in den Weinbergen am Haardtrand angesiedelt werden. Nicolas Bachmann, Vorsitzender der NABU-Gruppe, in der sich viele junge Leute engagieren, würde gerne auch wieder eine Naturschutzjugend NAJU mit aufbauen. Dafür sucht er noch Verstärkung durch  freiwillige Betreuer.

"Für laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle in Landau. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Stadt durch Exkursionen mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu machen.“

Neue Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.

„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden“, betont Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen beitragen".

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle,

Tel. 06341 / 31628; NABU.Sued@NABU-RLP.de

Das Junge Team unter der Leitung von Tino Anker, rechts (Foto: N. Plum)

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Malwettbewerb „Einheimische Tiere im Herbst“

NABU Landau-Land sucht die schönste Darstellung

Zum Anlass ihres 25-jährigen Bestehens ruft die NABU-Gruppe Landau-Land zu einem Malwettbewerb für Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren auf. Thema sind die „Einheimischen Tiere im Herbst". Wie bereiten sie sich auf den Winter vor? Wo suchen sie Schutz vor Wind, Wetter und Kälte? Erlaubt sind neben gemalten Bildern (mindestens DIN A3) auch Bastel- oder Collagearbeiten sowie Gruppenarbeiten. Abgabeschluss ist der 10.November 2007. Die Bilder können abgegeben werden bei Gerhard Wisser o. Hans Frech in Göcklingen, Petra Dausch in Eschbach, Herbert Riebel in Ilbesheim, Rolf Schmitt in Walsheim oder in der NABU Regionalstelle im Hirtenhaus in LD-Mörzheim (Tel 06341 / 31628). Die Arbeiten werden bei der Jubiläumsfeier am Freitag, 16. November um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ilbesheim präsentiert. In diesem Rahmen findet auch die Preisverleihung statt. Die Sieger erhalten Preise rund um die Natur wie Fernglas, Becherlupen, Zoo-Eintrittskarten, Nistkästen und vieles mehr. Der NABU wünscht viel Freude und Spaß beim Malen oder Basteln!

Viele Vogelarten – hier Wildgänse über der Südpfalz - ziehen vor dem Winter nach Süden in wärmere Gefilde. Wie machen es andere Tiere? (Foto: W. Kern)

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„Naturtrainer“ im Heidewald

Letzter von 5 Workshops mit dem NABU

Senioren für Umweltbildung in Kindergärten ausgebildet

Wie immer, wenn die „Naturtrainer“ sich in Birkenheide trafen, war das Wetter auch an diesem Mittwoch wieder noch besser als in der restlichen Pfalz. Der fünfte und letzte Workshop hatte neben „Leben im Wasser“ das herbstliche Thema „Laub“ als Schwerpunkt. Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) haben Dr. Nathalie Plum und Ulrike van der Bloemen vom NABU im Laufe des Jahres in Birkenheide 6 Menschen ausgebildet, die sich ab sofort in Kindergärten in ihrer Umgebung engagieren und den Kindern dort spielerisch die Natur nahe bringen.

Theorie und Bastelideen besprachen die Naturfreunde im Dorfgemeinschaftshaus. Von da aus erkundeten sie die Natur im Heidewald und in den angrenzenden Wiesen und probierten dort eine Vielzahl von Spielen aus dem von der LZU herausgegebenen Ordner „Leben gestalten lernen“ aus. Zufällig war diesmal der Kindergarten „Maximilian“ aus Maxdorf bei einem Ausflug am Ellerstädter Weiher, so dass man das „Eichhörnchenspiel“ gleich mit den Kindern zusammen ausprobieren konnte.

Die meisten Teilnehmer befinden sich in der nachberuflichen Phase, bringen also viel Zeit für das neue Ehrenamt mit. Aus Maxdorf ist Volker Schlie vom NABU Heidewald mit dabei, der bereits einige Erfahrung mit der Umweltbildung hat. Er wird sich im Kindergarten „St. Franziskus“ engagieren. Peter Feisthamel aus Speyer, der vorher noch gar nichts mit Naturschutz zu tun hatte, bemerkte: „Wenn ich jetzt rausgehe in die Natur, sehe ich viel mehr als vorher – und ich freue mich schon drauf, das bald alles den Kindern zu zeigen!“ Die anderen Teilnehmerinnen – vier Frauen - kommen aus Wachenheim, Haßloch, Meckenheim und Worms. Walter Gramlich, Vorsitzender der NABU-Gruppe Heidewald, brachte zur Erfrischung der Teilnehmer frisch gepressten Apfelsaft vorbei – man stieß auf einen vorläufigen Abschied an, denn das Netzwerk der „Naturtrainer“ ist mittlerweile auch menschlich zusammengewachsen.

„Die gute Resonanz macht Mut für unser neues Projekt „Wassertrainer“, so Nathalie Plum, die der Ortsgemeinde Birkenheide herzlich für die Bereitstellung der angenehmen Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus dankt.

Interessenten für diese neue Ausbildung, die aus 5 halbtägigen Workshops zwischen Dezember und April in Wachenheim und Umgebung besteht, erhalten in der NABU Regionalstelle weitere Informationen. Tel. 06341 / 31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de. Eine erste Info-Veranstaltung findet statt am Dienstag, 6. November von 11 bis 13 Uhr im Rathaus in Wachenheim.

Die 6 „Naturtrainer“ am Ellerstädter Weiher (Foto: Nathalie Plum)

Mit einer Gruppe des Kindergartens „Maximilian“ probiert Volker Schlie das „Eichhörnchenspiel“ aus. (Foto: Nathalie Plum)

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Von den Erfolgreichen lernen

Japanische Delegation besucht Naturschutzzentrum Hirtenhaus

Mit finanzieller Unterstützung einer großen Supermarktkette konnten Aktive verschiedener japanischer Natur- und Umweltschutzorganisationen Deutschland besuchen, um dort von den erfolgreichen Verbänden zu lernen. Nach einem Besuch bei den Landesgeschäftsstellen von NABU und BUND in Mainz fand die 10-köpfige Delegation um Yoshito Yanagisawa mitsamt einer tüchtigen Übersetzerin auch den Weg ins NABU Naturschutzzentrum Hirtenhaus. Abgesandte von „Kids for future“, „Japan for sustainability“ und „Shizuoka environmental education“ waren vor allem interessiert zu hören, wie man Freiwillige für die Naturschutzarbeit requiriert, motiviert und bei der Stange hält.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle für die Süd- und Vorderpfalz, gab zunächst einen Überblick über die Aktivitäten des NABU in der Region. Dann erläuterte sie die „Jobbörse für Ehrenamtliche“, die über Internet, Presse und per Mail verschickte Newsletter bekannt gibt, für welche klar umrissenen Aufgaben beim NABU Menschen gesucht werden – mit Erfolg. „Bei der diesjährigen Apfelernte waren allein in Landau und Umgebung 30 Menschen für uns im Einsatz, bei der letzten Amphibienwanderung sogar über 100 - und sie kommen gerne wieder! Es stimmt nicht, dass niemand etwas für die Natur tun will!“, widerlegt Plum das Vorurteil von den desinteressierten, faulen Bürgern und machte auch den Japanern Mut. Denn laut Yoshito Yanagisawa ist sein Volk zwar im Rahmen der Erwerbsarbeit unermüdlich, aber eher selten an zusätzlichem, freiwilligem Engagement interessiert. Plum betonte, dass Fortbildungen in verschiedenen Kompetenzen, die die Menschen für die freiwillige Arbeit brauchen, sich auszahlen. Schließlich wies sie noch auf die Wichtigkeit von „geselligem Beisammensein“ nach den Naturschutzaktionen hin, „damit die Menschen sich auch kennen lernen, Netzwerke untereinander knüpfen und eigene Ideen besprechen können“, so Plum.

Ganz in diesem Sinne ließ sich Gastgeber Werner Kern vom NABU Landau, Leiter des Hirtenhauses, nicht nehmen, neben Apfelsaft von eigenen Streuobstwiesen auch einen selbst gemachten Walnusslikör auszuschenken, der den Gästen aus Fernost auch vorzüglich schmeckte und die disziplinierte Stimmung ein wenig auflockerte. Zum Schluss wurden zahlreiche Fotos geschossen und traditionelle Geschenke aus dem Heimatland überreicht – dann drängte der dichte Zeitplan die Japaner zur Weiterfahrt.

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NABU Neustadt schafft Lebensraum für Frosch und Co.

Neues Laichgewässer in den Schlösselwiesen

Einen ganzen Tag lang legten sich die Aktiven der NABU-Gruppe Neustadt ins Zeug, um die Voraussetzungen zu einem Laichgewässer für Frösche, Kröten und Molche zu schaffen. „Bei der Amphibienwanderung im Frühjahr sind uns insbesondere die Erdkröten ans Herz gewachsen“, so die Vorsitzende Ursel Mosebach. „Jetzt können wir den Tieren auch einen Lebensraum bieten.“ Der ehemalige Löschteich in den Schlösselwiesen  in der Eichstraße in Neustadt-Hambach bot gute Voraussetzungen – allerdings war er sehr schattig, so dass sich der Amphibienlaich zu langsam entwickelt. Deshalb entfernten die ehrenamtlichen Helfer Bäume und Sträucher an der Süd- und Ostseite, um besonnte Stellen im Wasser zu schaffen. Um jedoch eine zu schnelle Verdunstung des Wassers und somit ein Austrocknen des Gewässers im Sommer zu verhindern, ließ man einige Bäume stehen. Die Weidenbäume wurden auf einer Höhe von etwas über einem Meter abgeschnitten, damit sie wieder austreiben und sich als Kopfweiden ausbilden können. Kopfweiden bilden einen vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Insekten, später auch für Vögel und Säugetiere, die in den entstehenden Hohlräumen der knorrigen Bäume einen Unterschlupf finden.

Die große Menge an Astmaterial wurde direkt vor Ort gehäckselt, das etwas dickere Stammholz fand als Brennholz Verwendung. Nach einer zünftigen Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein wurden von der Sohle des Biotops große Mengen der Laub- und Humusschicht an den Rand verbracht, um möglichst wenig Nährstoffe in der späteren Wasserfläche zu haben. Dadurch entstanden zwei getrennte Niedrigwasserflächen; die eine wird von einer Quelle, die andere durch Regenwasser gespeist. Die endgültige Feinmodellierung der Wasserflächen mit Spaten, Eimer und Rechen übernahm die Naturschutzjugend (NAJU) Neustadt. Die Maßnahmen wurden im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Neustadt abgesprochen.

Der NABU hofft, dass die Aktion langfristig dazu beiträgt, den Amphibienbestand in diesem Bereich zu stabilisieren bzw. zu stärken.

 

Bäume und Strauchwerk an der Südseite des Biotops werden entfernt, um die Sonneneinstrahlung auf das Laichgewässer zu erhöhen. (Foto: Franz Grimm)

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Greifvögel und Eulen gegen die Mäuseplage

NABU bietet Unterstützung an

Nicht nur Naturschützer, auch viele Landwirte und Winzer machen sich anstelle von Gift die natürlichen Feinde der Mäuse zu deren Bekämpfung zu nutze. Durch das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel versuchen bereits viele, der in diesem Jahr besonders starken Mäuseplage Herr zu werden. Diese Maßnahme ist jedoch nach Meinung des Naturschutzbund NABU nicht ausreichend. Nachhaltiger ist die Ansiedlung des Turmfalken, dem „Vogel des Jahres 2007“, sowie der Schleiereule durch das Anbringen von Nistkästen, empfiehlt Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Süd in Landau. „Die Vögel brüten meist ein Leben lang an ein und demselben Ort in solch einer Nisthilfe und  jagen vor allem während der Brutzeit in ihrem Revier rund um das Nest, um Nahrung für sich und ihren Nachwuchs zu fangen“, so Plum. Da sich die Reviergröße auch nach dem Nahrungsangebot richtet, ist es wichtig, flächendeckend Brutmöglichkeiten anzubieten, wenn man die Nahrung – hauptsächlich Mäuse – wirkungsvoll dezimieren will. Nistkästen für die Fressfeinde der Mäuse können an Sitzstangen, Bäumen und Gebäuden angebracht werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter des NABU nehmen diese Plätze in Augenschein und bringen die Nistkästen an geeigneter Stelle an. Infos in der NABU Regionalstelle Süd in Landau, Tel. 06341/31628; NABU.Sued@NABU-RLP.de

Turmfalkenkästen werden gerne von den Vögeln angenommen

(Foto: Werner Kern)

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NABU sucht WassertrainerInnen

Der sonnige Herbst lockt viele Naturfreunde an die Ufer unserer Gewässer. Am Rhein und an seinen Zuflüssen erfreuen sich viele Menschen an den leuchtenden Farben der Natur. Viele Kinder machen leider nur noch wenige Erfahrungen mit der Natur. Aus diesem Grund möchte der NABU mit sogenannten WassertrainerInnen Kinder an die Natur heran führen.

Der NABU bildet mit drei regionalen Bildungseinrichtungen diese „WassertrainerInnen RLP“ aus. Hierzu sollen engagierte Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden, die Umwelt - Bildungsangebote zum Thema Wasser insbesondere für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3.-6. anbieten möchten. Im Mittelpunkt des Projektes stehen verschiedene Aktionen aus dem Praxisleitfaden „Die besten Ideen rund ums Wasser“.

Die Fort- und Ausbildung  wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz angeboten und dauert zwei Jahre. Die Teilnehmenden lernen innerhalb von Workshops und Praxisübungen verschiedene Projekte rund um das Thema Wasser kennen und erfahren, wie diese sich mit Kindern umsetzen lassen. Für Bewerberinnen und Bewerber, die sich zur Teilnahme an dem zweijährigen Projekt verpflichten, ist die Teilnahme frei.

Das Projekt  findet landesweit in den Regionen Trier, Rheinhessen und in der Pfalz statt.

Interessierte können sich bei der NABU Regionalstelle Süd in Landau wenden, Tel. 06341-31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de melden. Dort gibt es auch nähere Informationen.

Die Erforschung von Lebewesen im Wasser fasziniert schon die Kleinsten.

(Foto: NABU)

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Helfer gesucht:

NABU Neustadt richtet Regenrückhaltebecken für Amphibien her

Am kommenden Samstag, 6.10. ab 10 Uhr führt die NABU-Gruppe Neustadt in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Neustadt einen Arbeitseinsatz am Regenrückhaltebecken Schlösselwiesen (Eichstr./ Übergang Schlossstr. in NW-Hambach) durch. Angeschwemmtes Erdreich soll beseitigt und so eine Wasserfläche für Amphibien geschaffen werden. An der Süd- und Ostseite des Beckens werden Bäume und Sträucher entfernt, um besonnte Stellen im Wasser zu schaffen, in denen sich der Laich von Erdkröte und Grasfrosch entwickeln kann. Alle interessierten Personen, Anwohner und Naturliebhaber sind zur Mithilfe eingeladen. Für Getränke und Essen ist gesorgt. Bitte festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe mitbringen. Weitere Infos in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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NABU warnt: Kein Hummelsterben unter Linden im Ostring

Leserbrief zum Artikel Ostring wird bald „Unter den Linden“

Der Naturschutzbund NABU begrüßt die Entscheidung des Stadtrates, den Ostring mit einer heimischen Baumart, der Winterlinde (Tilia cordata, Variation „Erecta“, die „Aufrechte“) zu bepflanzen. Es sollte jedoch peinlichst darauf geachtet werden, dass die gewünschte Baumart auch wirklich gepflanzt wird und nicht aus Versehen oder in einer Mangelsituation auf andere Lindenarten ausgewichen wird. Eine einzige Silberlinde (Tilia tomentosa, die „stark Behaarte“) oder Krimlinde (Tilia x euchlora, die „Tiefgrüne“, eine Kreuzung) kann den Tod von Tausenden von Hummeln bedeuten. Erst in den letzten Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass der starke Geruch, der auch nach der Blüte noch von Silber- und Krimlinde ausgeht, die Hummeln in großen Zahlen anlockt. Die Hummeln, die einen hohen Grundumsatz haben, gehen aber an den nektarlosen Blüten der Bäume vergeblich auf die Suche nach Nahrung und verhungern. Der NABU gibt übrigens Tipps für die Gestaltung naturnaher Gärten, die auch in der nektararmen Hochsommerzeit, wenn die Silberlinde verblüht ist, noch Nahrungsquellen für Hummeln und andere nützliche Insekten zu bieten haben.

Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstelle in Landau-Mörzheim

                      

Weitere Infos unter http://www.nabu.de/nh/archiv/hummel395.htm

 

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Neue Lobby für die Natur: Naturschutzbund jetzt auch in Speyer – Erste Info-Veranstaltung am 18.10.

Der NABU, größter Natur- und Umweltschutzverband in Deutschland, lädt am Donnerstag, 18.10. um 20 Uhr zu einer Info-Veranstaltung in das Gasthaus „Waldeslust“, Iggelheimer Str. 19 in Speyer ein. Ziel ist das Zusammenfinden von Menschen, die sich im Naturschutz in Speyer sowie in den Verbandsgemeinden Dudenhofen und Römerberg engagieren wollen. Vorschläge für mögliche Betätigungsfelder einer NABU-Gruppe vor Ort werden gesammelt. Ein Anfang ist gemacht – das „Spritspartraining“ des NABU im Autohaus Neubeck im April war gut besucht und die Zeppelinschule ist bereits im Netzwerk „NABU Mauerseglerschulen“ mit dabei.

In der Süd- und Vorderpfalz setzen sich bereits 11 NABU-Gruppen für den Schutz von Lebensräumen wie Streuobstwiesen, Trockenmauern, Feuchtbiotopen und Fledermausquartieren ein und sind aktiv in der Umweltbildung, zum Schutz von Tieren und Pflanzen und natürlich in der politischen Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle in Landau, wird einen Überblick über die Naturschutzarbeit des NABU in Rheinland-Pfalz und aktuelle Projekte in der Region geben. Aktive aus benachbarten NABU-Gruppen (VG Lingenfeld, Edenkoben) werden für Fragen der Interessierten ansprechbar sein.

Für Rückfragen: NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Schafe freigelassen - Täter gesucht

Am Samstag, 15.09.07 um 21:40 Uhr ereignete sich auf der Straße von Klingenmünster nach Landau (L509) in Höhe der Ortsausfahrt Eschbach ein Unfall. Drei frei laufende Schafe liefen in einen PKW. Eines der Tiere verstarb sofort, zwei weitere mussten auf Grund ihrer schweren Verletzungen an Ort und Stelle getötet werden. Die Schafe, die von der NABU-Gruppe Landau-Land, Arbeitskreis Eschbach, im Bachtal unterhalb der Madenburg zur Landschaftspflege eingesetzt werden, standen zu dem Zeitpunkt auf einer Weide zwischen Eschbach und Göcklingen, die mit einem Elektrozaun gesichert war. Vermutlich wurde der Zaun geöffnet, um die Tiere frei zu lassen. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat der NABU eine Belohnung von 500,- Euro ausgesetzt.

In unmittelbarer Nähe der Weide standen zum Tatzeitpunkt ein rot-schwarzes Iglu-Zelt und ein dunkler Opel Caravan älterer Bauart. Die Camper werden gebeten, etwaige Beobachtungen zu melden.

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Landau entgegen, Tel. 06341 / 2870.

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Handys für die Havel: Naturschutzjugend sammelt Althandys im Mehrgenerationenhaus in Neustadt

Wer sein altes Handy umweltgerecht entsorgen und gleichzeitig einen Beitrag für den Naturschutz leisten will, kann dies nun im Mehrgenerationenhaus (Hof der VHS, Von-Hartmann-Str.) tun. Die Naturschutzjugend NAJU Neustadt hat dort einen Sammelbehälter aufgestellt und hofft nun auf die Sammelwut der Neustadter.

In der gemeinsamen Kampagne von NABU und Vodafone, „Handys für die Havel“, wurden so bereits über 80.000 Euro für das zurzeit größte Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas, die Renaturierung der Unteren Havel in Brandenburg, gesammelt. Das Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ verwertet Handys und Rohstoffe und belohnt die Naturschützer mit 3,50 Euro pro Gerät – ganz egal ob alt oder neu, beschädigt oder funktionstüchtig.

Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle in Landau: „Allein in der Südpfalz haben wir schon über 300 Handys gesammelt. Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele Mitbürger unsere Arbeit durch die Abgabe ihrer Alt-Handys unterstützen.“

Das Recycling eines alten Handys ist übrigens unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag oder dem Kauf eines neuen Gerätes.

NAJU Neustadt: http://www.nabu-rlp-sued.de/KinderJugend.htm

Mehrgenerationenhaus Neustadt: http://www.mehrgenerationenhaeuser.de

Handysammelstellen des NABU: http://www.nabu.de/m07/m07_02/06053.html

Weitere Handy-Sammelstellen im Gebiet der NABU Regionalstelle Süd

Für Landau und SÜW:

Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim, Brühlstr. 21

Sammelstellen im Kreis GER:

Westheim: Pia Herbel, Bahnhofstr. 7 . (Briefkasten)

Zeiskam: Zürker & Gaab, In der Pfarrau 36 (Briefkasten)

Bellheim: Frisör Busch, Optiker Kuntz

Knittelsheim: Bäckerei Busch

Ottersheim : Walter Frey, Waldstr. 47 (Briefkasten)

Germersheim: Brigitta Bräuer, Lokale Agenda 21, Kolpingplatz 3

… und selbstverständlich können Sie Ihr Handy auch bei jedem NABU-Aktiven, bei unseren Info-Ständen auf Veranstaltungen sowie bei den Exkursionsleitern abgeben.

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NAJU Neustadt wird Fluss-Experte

Fünfter Platz bei Preisverleihung in Hamburg
Die diesjährige Kampagne der Naturschutzjugend NAJU, die „Fluss-Connection“, ging für die NAJU-Gruppe Neustadt erfolgreich zu Ende. Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit dem Speyerbach, analysierten sein Wasser, sammelten Müll an seinem Ufer und machten eine Umfrage, welche Bedeutung das Gewässer für die Neustadter Bürger hat. Auch mit einem kreativen „Fluss-Krimi“ konnte die Gruppe punkten – und durfte im August nach Hamburg reisen, um sich ihren Preis für den 5. Platz in dem bundesweiten Wettbewerb abzuholen. Neben einer Urkunde gab es ein „Start-Paket“ für die Flusserkundung mit Kescher, Badezubehör, „Nervennahrung“ und Bestimmungshilfen für die Lebewesen im Wasser.

Bei einem bunten Rahmenprogramm mit Ausflügen – großenteils mit dem Kanu – lernten die Neustadter nicht nur die Alster, sondern auch viele andere junge Naturschützer aus ganz Deutschland kennen, trafen alte Bekannte und schlossen neue Freundschaften. Gemeinsam erarbeiteten die Jugendlichen Forderungen an die lokalen Politiker und übergaben diese in einer „Flaschenpost“. „Die Flüsse haben in Deutschland immer noch zu wenig Platz, so kommt es immer wieder zu Überschwemmungen, bei der Häuser zu schaden kommen“, fasst Thore Fink, der Sprecher der NAJU Neustadt, das Ergebnis zusammen.

Die Interessen der Gruppe sind allerdings noch vielfältiger. Als nächstes wollen sie einen Lebensturm als Unterschlupf für verschiedenste Tierarten bauen sowie ein Fledermausbeet mit Nektarpflanzen für Nachtfalter, die Lieblingsbeute der Fledermäuse, anlegen.

Die glücklichen Fluss-Experten der NAJU Neustadt mit ihren Preisen. V.l.n.r.: Thore Fink, Marcel Kaarow, Inga Fink. (Foto: NAJU)

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Spieleworkshop „Leben gestalten lernen“ im Hirtenhaus

Fortbildung für Ehrenamtliche: Repertoire für die Umweltpädagogik

 Am Samstag, 20.10.07 von 9 bis 18 Uhr bietet die NABU Regionalstelle Süd einen Spieleworkshop an. Auf der Grundlage der Aktionsideensammlung „Leben gestalten lernen“ der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) werden Spiele und Bastelideen für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter gemeinsam ausprobiert. Thema sind Naturerlebnis, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Ausrichtungsort ist das Naturschutzzentrum Hirtenhaus mit dem „Grünen Klassenzimmer“, einer nahe gelegene Streuobstwiese in Landau-Mörzheim. Das Angebot richtet sich in erster Linie an ehrenamtliche Kinder- und JugendgruppenleiterInnen, aber auch an ErzieherInnen und LehrerInnen. Der Unkostenbeitrag pro Teilnehmer beträgt 30,- Euro.

Infos und Anmeldung in der NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

Aktionsidee "Wiesenblumentattoos"

(Foto: Robert Egeling, NSZ Rheinauen)

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Herbstferienprogramm des NABU in Landau-Mörzheim:

„Der Natur begegnen wie ein Indianer“

In den Herbstferien bietet der NABU Landau wieder ein Ferienprogramm rund um das Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim an.

Von Montag, 8. bis Mittwoch 10. Oktober, jeweils von 13-17 Uhr , sind Kinder ab acht Jahren eingeladen, als Indianer der Natur zu begegnen.

Auf verschlungenen Pfaden beobachten wir mit Indianeraugen die Natur, sammeln Naturgegenstände und fertigen damit Indianerschmuck, Traumfänger oder Pfeilwurfgeräte an. Spielen in der großen Gemeinschaft, Trommeln und Lagerfeuer werden auch nicht fehlen.

Anmeldung: Telefon 06341-31628 oder e-mail an: Hirtenhaus@web.de

Pro Tag wird ein Unkostenbeitrag von 6,- Euro erhoben.

Rucksackverpflegung und wetterfeste Kleidung nicht vergessen!

Kinder und Kürbisse beim Herbstferienprogramm 2006.

(Foto: Werner Kern)

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Wanderfalken brüten erfolgreich auf Kirchturm

Auch dieses Jahr haben Wanderfalken auf dem Turm der Zwölf-Apostel-Kirche in der dort vom NABU aufgestellten Nisthilfe Küken groß gezogen. Obwohl sie erst recht spät zu brüten begonnen hatten, sind die Jungvögel längst ausgeflogen. Nur noch gelegentlich sieht man einen der Falken anfliegen. Die drei Weibchen und der Terzel (so heißen die Männchen, die wesentlich kleiner sind) werden nun in der weiteren Umgebung herumstreifen und sich irgendwann einen Partner und einen geeigneten Nistplatz suchen. Da Wanderfalken sehr ortstreu sind, bestehen beste Chancen, dass die braven Eltern, die zur Fütterung ihrer Jungen viel Beute heranschleppen mussten, auch im kommenden Jahr auf dem Kirchturm brüten werden. Um dies zu ermöglichen, stiegen am letzten Samstag 5 Aktive des NABU auf den Turm, um die Hinterlassenschaften der abgeschlossenen Brutsaison zu entfernen, die Nisthilfe zu reinigen und sie zu desinfizieren. Dann wurde ein Sand-Kiesgemisch eingebracht und die Nisthilfe gegen ungebetene Gäste gesichert. Rechtzeitig vor der Balzzeit wird die Nisthilfe wieder zugänglich gemacht. Der NABU dankt der protestantischen Kirchengemeinde und ganz besonders der Dekanin Frau Ganz-Walther für Ihre Unterstützung bei der Ansiedlung der Wanderfalken.

(Bericht: Dr. Rainer Schulze, NABU Frankenthal)

Junge Wanderfalken im Turm der Zwölf-Apostel-Kirche

(Foto: H. Deichfuß)

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Apfelernte 2007 beim NABU: Helfer gesucht! 

Am  Samstag, 15. September ab 9.00 Uhr startet der Naturschutzbund NABU, Gruppe Landau-Land, eine große Apfelernte auf den Streuobstwiesen in Göcklingen. Treffpunkt für Helfer ist der  Parkplatz an der Winzergenossenschaft zwischen Ilbesheim und Göcklingen an der L509 (Landau Richtung Klingenmünster). Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der NABU-Gruppe wird im Rahmen der „Woche des ehrenamtlichen Engagements“ um eine „Zeitspende“ für die Streuobstwiesen gebeten, die einen wichtigen Lebensraum für unzählige Tierarten darstellen. Zur Stärkung der Helfer wird es Getränke und eine kleine Brotzeit geben.

Helfer bei der Apfelernte 2006 (Foto: Nathalie Plum)

Die angelieferten Äpfel werden am darauffolgenden Montag in Ilbesheim zu naturtrübem Apfelsaft gekeltert. Die Helfer erhalten je zwei Gratisflaschen.

Ansprechpartner sind Herbert Riebel (Ilbesheim) und Gerhard Wisser (Göcklingen).

 Infos und Anmeldung in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Nacht der Fledermäuse – bei Exkursionen des NABU - Kobolde der Nacht gesehen und gehört

Im Rahmen der „European BatNight – Nacht der Fledermäuse“ bot der Naturschutzbund NABU an den vergangenen beiden Wochenenden diverse Exkursionen an. Im vergangenen Herbst hatte eigens eine Fortbildung statt gefunden, um mehr Aktive mit der Artenvielfalt der fliegenden Säugetiere vertraut zu machen, sie im Umgang mit dem Bat-Detektor zu schulen und so der großen Nachfrage nach Fledermausexkursionen zu begegnen.

Bei bestem Wetter – mild und trocken, also idealen Jagdbedingungen für die Fledermäuse –herrschte große Flugaktivität und auch Besucher waren zahlreich zu den Exkursionszielen erschienen – in Freisbach und Rülzheim je über 60 Personen. Bei klarem Himmel und teilweise sogar Vollmond kamen dennoch alle auf ihre Kosten und konnten die fliegenden Säugetiere bei ihrer Jagd auf Insekten beobachten. Durch die Regulation der zum Teil schädlichen Insekten haben die Fledermäuse eine  wichtige Funktion im Naturhaushalt.

In Freisbach, wo Herbert Magin und Dieter Becker (NABU Lingenfeld) eine Nistkastenkontrolle durchführten, hatten die Fledermäuse es spannend gemacht. Erst im letzten Nistkasten drängten sich mehr als 30 Fransenfledermäuse aneinander und flogen in der Dämmerung aus ihrem Tagquartier hinaus zur Jagd. Die zahlreichen Kinder waren aber auch glücklich über die Beobachtung einer Waldmaus, die sich in einem der Kästen verkrochen hatte. In Göcklingen an der Alten Tongrube, einem vom NABU gepflegten Biotop, konnte Peter Stahlschmidt (NABU Landau-Land) mit dem Bat-Detektor die Ultraschallrufe von Zwergfledermaus und Wasserfledermaus in für das menschliche Ohr hörbare Laute umwandeln. Die gleichen Arten zeigte Ulf Janz (NABU Landau-Stadt) den Teilnehmern in Bad Bergzabern am Schwanenweiher. Fasziniert beobachteten die Teilnehmer den akrobatischen Flug der „Kobolde der Nacht“ und wurden von den Exkursionsleitern darüber aufgeklärt, dass sich Fledermäuse grundsätzlich nicht in Haaren verfangen, weil sie dafür viel zu geschickte Flieger sind, und dass keine der europäischen Arten Blut saugt.

 

Fransenfledermäuse im Tagquartier, einem Nistkasten (Foto: N.Plum / NABU)

In Silz konnten unter der Anleitung von Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer) auch Abendsegler, die größte der heimischen Fledermausarten, beobachtet werden. In Rülzheim zeigte Grimm den Besuchern sogar eine echte Besonderheit: eine seltene Bechsteinfledermaus in einem Nistkasten.

In Rheinland-Pfalz gibt es insgesamt 21 Fledermausarten, die ausnahmslos auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Mit Nistkästen, Sicherung von Winterquartieren und Monitoring (Kartierung von Fledermäusen) setzt sich der NABU vielfältig für ihren Schutz ein. In einem neuen Projekt sichert der NABU gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz (MUFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) eines der größten westeuropäischen Quartiere für Fledermäuse, den „Bierkeller“, einen alten Basaltsteinbruch im Mayener Grubenfeld.

 *Spenden für den „Bierkeller“ an NABU Rheinland-Pfalz, Spendenkonto Nr. 291 154 045 bei der Mainzer Volksbank (BLZ 551 900 00), Verwendungszweck: Fledermausgrossprojekt RLP

Weitere Infos: NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628 oder

www.NABU-RLP-Sued.de/Artenschutz

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NAJU Neustadt: Aktiv für den Speyerbach

Junge Naturschützer freuen sich über neue Mitstreiter
Sie sind gerne an der frischen Luft, erkunden die Landschaft in der Umgebung und wollen aktiv etwas für die Natur bewegen. Die NAJU Neustadt, gegründet im November 2006, besteht aus sechs Leuten von 12-16 Jahren. Wenn es was zu planen gibt, tagt die Gruppe jeden 2. und 4. Freitag im Monat in ihrem Gruppenraum im Mehrgenerationenhaus (Hof der Volkhochschule in der von-Hartmann-Straße). Noch lieber aber gehen sie gleich raus in die Landschaft– oft zu praktischen Naturschutzaktionen gemeinsam mit den „Erwachsenen“ der NABU-Gruppe Neustadt. In der ersten Ferienwoche halfen sie mit Begeisterung beim „Naturerlebniscamp für Kinder“, das die NABU Regionalstelle in Neustadt-Hambach ausrichtete. „Seitdem können wir uns vorstellen, auch selbst ein regelmäßiges Programm für kleinere Kinder anzubieten“, so Thore Fink, der Sprecher der NAJU. Als erste Aktion plant er gleich den Bau eines „Lebensturms“ im Naturschutzgarten am Sonnenweg, der gemeinsam mit der befreundeten BUNDjugend gepflegt wird.

Die NAJU Neustadt mit ihrem Maskottchen im Gruppenraum des Mehrgenerationenhauses

(Foto: Martin Grund)

Zurzeit nehmen die jungen Naturschützer am Wettbewerb „Fluss-Connection“ teil. Dabei geht es um die Rettung der Fließgewässer. Symbolisch sollen mit Aktionen und Ideen 3910 Flusskilometer durch 48 NAJU-Gruppen aus ganz Deutschland gerettet werden – mittlerweile sind es bereits stolze 9805 Kilometer. Die NAJU Neustadt hält den 5. Platz mit 555 Punkten (sprich: geretteten Flusskilometern). Im August fährt sie deshalb nach Hamburg zur Preisverleihung, deren Höhepunkt eine Segeltour sein wird. Für die Fluss-Connection machte die NAJU Neustadt eine Umfrage über den Speyerbach, analysierte sein Wasser und sammelte Müll an seinem Ufer. Beim Fluss-Activity-Spiel hatte allerdings die NAJU Neustadt die Nase vorn. Neben Ausflügen und Naturbeobachtungen kommt auch die Kreativität nicht zu kurz: Die jungen Naturschützer schrieben einen „Fluss-Krimi“ über die Reise eines Eisbärs mit dem Wasserkreislauf vom Polarmeer zum Speyerbach und verfilmten diesen sogar.

“Die Fluss-Connection hat uns auf jeden Fall eine Menge Spaß gebracht und wir haben einiges über Fließgewässer erfahren. Außerdem haben wir andere Naturschutzgruppen kennen gelernt“, so Inga Fink. Zum Beispiel die NAJU Frankenberg, den Sieger der Fluss-Connection, die aus Nordhessen zu Besuch kam, um bei einer gemeinsamen Rallye den Speyerbach kennen zu lernen. „Aber letztendlich hat die Natur gewonnen – deshalb sind wir ja aktiv“, betont die junge Naturschützerin.
Kontakt:
Thore und Inga Fink , Tel.: 06325/ 9596830, thore-fink@gmx.de

Internet: http://www.nabu-rlp-sued.de/KinderJugend.htm#NW

Inga Fink erklärt den Wasseranalysekoffer (Foto: Frank Seumer)

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Kleine Naturforscher entdeckten die Artenvielfalt an der Haardt

NABU bot Kindern ein Naturerlebniscamp in Neustadt-Hambach

Die 25 Kinder und 8 Betreuer des Naturschutzbund NABU ließen sich von den kräftigen Schauern nicht entmutigen, die herunter kamen, während sie ihre Zelte auf dem Pfadfinderzeltplatz in Neustadt-Hambach aufbauten. Zu sehr freuten sie sich auf das bevorstehende Naturerlebnis. Während der ersten Spiele besserte sich das Wetter glücklicherweise und es kam Stimmung auf zwischen den Kindern aus der ganzen Süd- und Vorderpfalz. Beim Abendspaziergang besuchte man selbstverständlich gemeinsam das nahe gelegene Hambacher Schloss.

Am Mittwoch bestiegen die Kinder bei bestem Wanderwetter die Hohe Loog. Nicolas Bachmann und Anja Lied vom NABU Wachenheim-Deidesheim hatten die Wanderung als Ralley vorbereitet und wiesen die Kinder mit gezielten Fragen auf Flora und Fauna am Wegesrand hin. Mit Draht und Naturmaterial bastelten die Kinder anschließend Vogelnester und Elwetritschen und auch ein Jonglage-Workshop zeigte Möglichkeiten, seine Freizeit ohne Computerspiele interessant zu gestalten.

Am letzen Tag erforschten die Kinder unter der Anleitung von Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Süd in Landau, die Artenvielfalt auf dem Zeltplatz. Sie notierten Bäume, Vögel, Pflanzen und Insekten, die sie bei einer  „Wiesensafari“ in den ungemähten Bereichen des Platzes fanden. Die aufregendsten Funde machte der 10jährige Robin aus Wernersberg: Zwei große Blindschleichen sowie eine Raubfliege, die gerade dabei war, eine Schmeißfliege auszusaugen. Die Gewinnergruppe,  Nele (8) und Maite (11) aus Harthausen und Lina (8) aus Wörth, hatten stolze 78 Arten notiert. In der Liste fehlten auch nicht die neugierigen Wildschweine, die den Zeltplatz in der Nacht aufgesucht hatten und deren Grunzen und Quieken einige der Teilnehmer ganz schön erschreckt hatte. „Aber das ist ja auch Naturerlebnis“, resümierte der 11jährige Thore aus Ottersheim, der schon zum dritten Mal beim Camp mit dabei war.

Kinder und Betreuer des NABU-Camps auf dem Pfadfinderzeltplatz (Foto: NABU)

Beim Zirkus-Workshop (Foto: Nathalie Plum)

Mit Stockbrot am Lagerfeuer (Foto: Nathalie Plum)

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Augen auf bei der Mahd - Bodenbrüter stark gefährdet

Der Aufmerksamkeit eines Landwirts bei Böbingen (Verbandsgemeinde Edenkoben) verdanken drei junge Rohrweihen ihr Leben. Er bemerkte die Tiere, bevor das Mähwerk das Nest der Greifvogeljungen erwischte und ließ eine kleine „Insel“ von hohem Gras auf seiner Wiese stehen.

Bodenbrüter wie Rebhuhn, Wachtelkönig und Rohrweihe nutzen die Deckung, die das hohe Gras der Wiese ihnen vor ihren Feinden gibt. Der NABU bittet die Landwirte in der Region, seinem Beispiel zu folgen und die Augen auf zu halten bei der Mahd – auch nach dem 15. Juni, wenn die Schonzeit für Brutvögel zu Ende und die Mahd offiziell erlaubt ist. Viele Jungvögel sitzen auch nach diesem gesetzlich festgelegten Termin noch im Nest und sind den Messern des Mähers hilflos ausgeliefert.

  

Diese jungen Rohrweihen - hier bei Böbingen - wurden bei der Mahd verschont. (Foto: Wolfgang Staudt / NABU Edenkoben/Maikammer)

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Ziegenmelker und Glühwürmchen

Nach einem vielerorts verregneten Tag blieb es am Abend überraschend trocken, als Rainer Schulze von der NABU-Gruppe Frankenthal mit 8 Teilnehmern zu einer ganz besonderen ornithologischen Exkursion in den Haßlocher Wald aufbrach. Es galt, den Ziegenmelker zu beobachten, nur bei gutem Wetter und nur nach Sonnenuntergang aktiv ist, weshalb er auch Nachtschwalbe genannt wird. Gerne jagt der Ziegenmelker in der Nähe von Viehherden, da dort die Insekten zahlreich sind. Deshalb sagte man ihm früher nach, er sauge nachts den Ziegen die Milch aus.

Auf dem Weg zum Jagdrevier der Nachtschwalben lauschten die Teilnehmer dem abendlichen Gesang der Mönchsgrasmücke, der Nachtigall, der Singdrossel  und der Amsel. Endlich war das Schnarren der Ziegenmelker zu hören, dann auch die typischen Warnrufe und das Flügelklatschen, das ihren Flug beim Fang der Insekten in der Luft begleitet. Eine der Nachtschwalben - ein Männchen, wie an den weißen Punkten auf den Flügeln zu erkennen war -  flog mehrmals über die Köpfe der Besucher hinweg. Das Tier tat den Besuchern dann sogar den Gefallen, von einem gut einsehbaren abgestorbenen Ast aus seinen Gesang vorzutragen. Auch einige Waldschnepfen konnten beobachtet und belauscht werden. Für den romantischen Abschluss der rundum gelungenen Exkursion sorgten die Glühwürmchen im Wald, die trotz der etwas niedrigen Temperatur mit ihren Leuchtsignalen auf Partnersuche gingen.

Der Ziegenmelker, auch Nachtschwalbe genannt. (Foto: NABU / Reufsteck)

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Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Mainz, 15. Juni 2007

Europaweit bedeutsames Fledermausvorkommen dauerhaft geschützt
Heute ging ein gemeinsames Projekt von Bund, Land Rheinland-Pfalz und NABU zum langfristigen Erhalt der Fledermausbestände im Mayener Grubenfeld an den Start. Das Naturschutzgroßprojekt „Mayener Grubenfeld“ umfasst eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen Mitteleuropas. Mit 4,6 Millionen Euro wird das 7 Hektar große Gebiet mit seinem verzweigten Stollensystem im früheren Basalt-Untertagebau erworben und bis 2011 als Lebensraum für 15 überwiegend streng geschützte Fledermausarten gesichert und erhalten. Am Projekt „Mayener Grubenfeld beteiligen sich die Ministerien Umwelt und Wirtschaft zu 33 Prozent, der Bund zu 60 Prozent und der NABU als Projektträger zu 7
 Prozent. Das Vorhaben zählt zu den repräsentativen Naturschutzgroßprojekten Deutschlands und wird vom Bundesamt für Naturschutz betreut. Der NABU erhielt für die erste Phase des Projekts den Förderbescheid in Höhe von 580.000 Euro.
Umweltministerin Margit Conrad: „Es handelt sich hierbei um ein Artenschutzprojekt von europäischer Bedeutung. Rheinland-Pfalz nimmt die Verantwortung für eines der größten Fledermausvorkommen wahr. Das Land leistet gemeinsam mit den Projektbeteiligten einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.“ Die Umweltministerin lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Land, Bund, NABU, der Stadt Mayen und des Unternehmens und dankte allen Beteiligten ich für ihren engagierten Einsatz.
“Wir werden uns auch weiterhin intensiv für die Vereinbarkeit von Rohstoffgewinnung und Naturschutzbelangen einsetzen. Wir sehen das Projekt als wichtigen Baustein dieser Politik an und möchten die an unsere Heimat gebundene Rohstoffwirtschaft auch weiterhin in ihrer
 historischen wie gegenwärtigen Form sichtbar machen“, betonte Wirtschaftsminister Hendrik Hering. ?Gerade unsere Region bietet durch die Jahrhunderte währende Rohstoffgewinnung ein großes Potential für Erlebnistouristik - ein Potential, welches wir zum Nutzen der Region
 und zum Wohle der hier lebenden Menschen ausbauen wollen.“

„Der Start des Vorhabens ist eine gute Nachricht für den Naturschutz, denn damit nimmt Deutschland seine internationale Verantwortung für die bedrohten Fledermausarten wahr. Im Vorfeld der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur biologischen Vielfalt, bei der Deutschland Gastgeber sein wird, ist dies auch ein wichtiges Signal zur Erhaltung der biologischen Vielfalt an die Staatengemeinschaft“, erklärte Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz. „Das Vorhaben stellt unter Beweis, dass Artenschutzmaßnahmen nicht zum wirtschaftlichen Niedergang einer Region, sondern zu einer dauerhaften Wertschöpfungssteigerung beitragen können. Entgegen allen Befürchtungen wird der Naturschutz im Rahmen dieses Projektes zum Partner für eine langfristig erfolgreiche Firmenperspektive und den Erhalt von Arbeitsplätzen.“
“Ich freue mich, dass unsere zweijährige intensive Arbeit jetzt mit der Erhaltung dieses bedeutendsten deutschen Fledermausquartieres belohnt wird“, sagt Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU Rheinland-Pfalz. Die Zusammenarbeit zwischen Land, Bund und NABU stelle einen Meilenstein im bundesdeutschen Artenschutz dar.
Die Höhlen entstanden einst durch den Abbau von Basalt. Mit dem Verzicht der Firma MAYKO auf den Abbau des Bierkellers und der Fortsetzung der Produktion an anderer Stelle wurde sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen und sozialen Belangen Rechnung getragen. Die Größe der Vorkommen der einzelnen Fledermausarten zeigt, wie wohl
 sich diese Tiere in dem weit gefächerten Höhlensystem fühlen. Dabei kommt ihnen die sehr beständige Temperatur um die zehn Grad Celsius in den bis zu zehn Meter hohen Höhlen zu gute. Diese war lange Zeit der Grund dafür, dass hier Brauereien ihr Bier gekühlt gelagert haben. Deshalb ist in der Bevölkerung ein Teil der Höhlen auch heute noch als Bierkeller bekannt. In der Überwinterungsphase werden in den teilweise nur sehr schwer zugänglichen Höhlen zwischen 30.000 und 50.000 Tiere vermutet. Fledermausweibchen bilden im Sommer zur Zeit der Aufzucht der Jungtiere so genannte Wochenstuben. Darin ziehen sie ihre Jungen
 gemeinsam groß. Diese Sommerquartiere befinden sich je nach Art nur wenige Kilometer bis zu vielen hundert Kilometern vom Mayener Grubenfeld entfernt. In der Schwarmphase im Spätsommertreffen treffen sich hier dann wieder viele tausend Fledermäuse aus Mitteleuropa und paaren sich. Dabei nützt der Gentausch auch dem langfristigen Überleben der streng geschützten Fledermausarten. Genaue Zählungen sollen über die tatsächlichen Bestände im
 Jahresverlauf Auskunft geben. Erhaltungsmaßnahmen sollen dabei helfen, die Fledermausbestände samt Lebens- und Jagdraum dauerhaft zu schützen. Dauerhafte Markierungen und eine Ausstattung der Tiere mit Sendern können Auskunft darüber geben, in welchem Einzugsbereich die einzelnen Arten in den unterschiedlichen Lebensphasen der Tiere diese Höhlen nutzen. Bisher wurden Nachweise bis nach Belgien und den Niederlanden erbracht. Dafür sind die Fledermausvorkommen im Mayener Grubenfeld auch als Schutzgebiet von europaweiter Bedeutung von der EU-Kommission in Brüssel bekannt gemacht worden.

Herausgeberin: Staatsministerin Margit Conrad. Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei, http://www.mufv.rlp.de/top/home/thema/naturschutz.html

Für Rückfragen: NABU Rheinland-Pfalz, Tel. 06131/14039-0, Kontakt@NABU-RLP.de

Spendenkonto Nr. 291 154 045 bei der Mainzer Volksbank (BLZ 551 900 00)

Kontoinhaber: NABU Rheinland-Pfalz; Verwendungszweck: Fledermausgrossprojekt RLP

Fliegende Bechsteinfledermaus (Foto: Carsten Braun)

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Jungvögel außerhalb der Nester – nur scheinbar verlassen
NABU: Bitte nicht einsammeln – falsch verstandene Tierliebe

Nun machen die Jungvögel von Amseln, Spatzen und verschiedenen Singvögeln ihre ersten Flug- und Kletterversuche und besorgte Menschen nehmen sich oft übereilt der scheinbar hilflosen Jungtiere an. Viele greifen gleich zum Telefon, rufen beim NABU an oder bringen die Vögel gleich im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim vorbei. Dies ist jedoch falsch verstandene Tierliebe, wie Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Süd in Landau, erläutert. "Bei fast allen Arten verlassen die Jungvögel das Nest, noch bevor sie richtig fliegen können. Sie machen sich durch Bettelrufe bei ihren Eltern bemerkbar und werden noch einige Zeit von den Alttieren in der Umgebung des Nestes versorgt."

Nur bei akuter Gefahr, wenn zum Beispiel ein flügge gewordener Jungvogel in einen Schacht gefallen ist oder auf der Straße sitzt, sollte man ihn vorsichtig in der Nähe des Fundortes an einen geschützten Ort, z.B. auf einen Baum oder in einen geschützten Winkel setzen. Ratsam ist auch, Katzen und Hunde von den Jungvögeln fern zu halten. „Sollte mal ein Fuchs oder ein Marder in der Nacht den Jungvogel holen, so ist das der Lauf der Natur“, so Plum. „Die Jungvögel aber, die auf Kosten von Katzen gehen – selbst wenn diese nur mit ihnen spielen wollen – sind bei der Familienplanung der Singvögel nicht mit eingerechnet“.

Wer sich um den Jungvogel kümmert, sollte in ausreichendem Abstand mindestens einen Tag lang beobachten, ob er versorgt wird oder ob er tatsächlich verlassen ist. Sehr junge Vögel, die kaum Federn haben und die offensichtlich aus dem Nest gefallen sind, können problemlos zurückgesetzt werden. Sie werden wieder angenommen, auch wenn sie angefasst wurden. Vögel besitzen anders als Säugetiere keinen besonders guten Geruchssinn. Mit nach Hause nehmen sollte man Jungvögel besser nicht, raten die Naturschützer, denn die Aufzucht ist sehr schwierig. Oft gelingt es später nicht mehr, die Vögel an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen.

„Findet man einen verletzten Vogel, so sollte man einen Tierarzt oder die Pflege- und Auswilderungsstation für Eulen und Greifvögel des NABU in Haßloch kontaktieren“, so Plum. Die Regionalstelle sucht noch Freiwillige, die im Ernstfall einen verletzten Vogel nach Haßloch bringen.

Die beste Hilfe für Tierkinder ist ein naturnahes Umfeld, in dem die Eltern ausreichend Brutmöglichkeiten und Nahrung für ihren Nachwuchs finden und die Jungvögel bei ihren ersten Ausflügen ausreichend Schutz finden, zum Beispiel in dornigen Sträuchern und Hecken. Ein abwechslungsreicher Garten mit vielen einheimischen Kräutern und Bäumen, am besten ohne chemische Schädlingsbekämpfung  und ohne jagende Katzen, ist ein wahres Vogelparadies.

Viele Tipps zum Thema "Vögel im Garten" enthält die gleichnamige Broschüre des NABU.

Kontakt: NABU Regionalstelle Süd, 06341/31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de

 

Jungvögel - hier Kohlmeisen - im Käfig sollten die Ausnahme bleiben – sie sind Wildtiere und gehören in die Freiheit, wo die Elterntiere sie auch außerhalb des Nests füttern. (Foto: Werner Kern)

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NABU-Jazz mit den „Uffgschdummbd“

„Hinterher soll jeder Frankenthaler wissen, dass es den NABU hier in der Stadt gibt und was er macht“, so die Vision von Manfred Becker, dem Vorsitzenden der Gruppe Frankenthal e.V. im Naturschutzbund. Die Kulturtage als größte Veranstaltung in Frankenthal boten den richtigen Rahmen für diese Mission. Monika Kröber, die zweite Vorsitzende, hatte die Idee, wie man dort in positiver Weise Aufsehen erregen könnte: Durch das Engagement keiner geringeren Band als den „Uffgschdummbd“, die in Pfälzer Mundart beschwingte Bluesstücke vortragen und das Publikum stets mitzureißen wissen. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse Rhein-Haardt wurde dieser Traum auch Wirklichkeit. Am Freitagabend verzogen sich Wind und Regen rechtzeitig, um den Brüdern Hauck und Sohn Dennis einen gut besuchten Auftritt zu bescheren. Zur Einstimmung führte Conny Hauck, Sänger und Frontmann der Band, gemeinsam mit dem NABU-Vorsitzenden Manfred Becker eine spontane Slapstick-Comedy rund um das Thema „Nistkästen“ auf - natürlich „uff Pälzisch“. Hauck entschied sich eindeutig für die Mehlschwalbe als sympathischste Vogelart, da sie pflegeleicht ist und im Gegensatz zu Meise, Kleiber und Hausrotschwanz ihre Nisthilfe selbst reinigt.

Neben dem Ausschank von Wein und Apfelsaft, teils aus eigenem Anbau, informierte die NABU-Gruppe über ihre vielfältigen Aktivitäten in Frankenthal, wie zum Beispiel den Vogelschutz und die Biotoppflege im „Kleinen Wald“. Die Jugendgruppe NAJU machte kräftig Werbung für die „Rallye durch den Kleinen Wald“, die für den Samstag geplant war, aber leider ins Wasser fiel.

Die „Uffgschdummbd“ in Aktion (Foto: Nathalie Plum)

Bei Interesse an Mitarbeit im Naturschutz: Manfred Becker, Tel. 06233/436436, manfred.becker@nabu-ft.de

Mehlschwalbenprojekt / Nisthilfen: Monika Kröber, Tel. 06353/93073, monika.kroeber@nabu-ft.de

Naturschutzjugend NAJU: Heiko Weissgerber, Tel. 06233/44938, heiko.weissgerber@online.de

 

Fr 29.06.07, 20:15 - 24 Uhr Exkursion des NABU Frankenthal zu den Ziegenmelkern im Haßlocher Wald.

Treffpunkt: vor dem Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal / 20:40 Uhr bei der Mühle am Waldrand zwischen Haßloch und Geinsheim.

Dauer: ca. 4 Stunden einschl. Fahrzeit. In einer lauen Sommernacht ist es ein unvergessliches Erlebnis, den auffälligen Flug, das Flügelklatschen und den schnarrenden Gesang der Ziegenmelker, auch Nachtschwalben genannt, zu bewundern.

Referent: H. D. Hoffmann. Kontakt: Rainer Schulze, Tel. 06233 / 63341

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Junge Menschen gemeinsam für den Naturschutz

Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres helfen im Forst

Zum Abschluss noch einmal gemeinsam schaffen – so das Anliegen der zehn Teilnehmer des „Freiwilligen Ökologischen Jahres“ (FÖJ), das im August aufs Neue beginnt. Bevor die jungen Leute nach dem Orientierungsjahr ihr Studium oder ihre Ausbildung anfangen und in alle Himmelsrichtungen weiterziehen, wollte Werner Kern vom Naturschutzbund (NABU) Landau gemeinsam mit dem Forstamt Haardt noch einmal einige von ihnen bei praktischen Naturschutzaktionen zusammen bringen. Förster Konrad Gollong leitete die Arbeiten im Wald an: Eine Kirschen- und eine Eichenkultur in Göcklingen und ein Feuchtbiotop in Eußerthal wurden freigestellt und ein Magerrasen am „Hohenberg“ gemäht. Unterstützt wurde er dabei von Forstwirt Stefan Laux, dem ehemaligen FÖJler des NABU Landau. Sogar bei strömendem Regen arbeiteten die jungen Leute tapfer weiter und bauten zwischen Impflingen und Insheim eine Trockenmauer.

Werner Kern stellte den jungen Leute das Naturschutzzentrum Hirtenhaus und das alte Schulhaus in Mörzheim als Unterkunft zur Verfügung und sorgte für das leibliche Wohl. Er dankt den Einsatzstellen, dem Landschaftspflegeverband Südpfalz (Landau), der BUND Kreisgruppe Südliche Weinstraße (Lindelbrunn), der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer (Gleisweiler) und der Imkerei Friedrich (Mainz), dass sie den FÖJlern die Teilnahme am Workcamp ermöglicht haben. Sein ganz besonderer Dank aber gilt einem Einzelspender, der den Einkauf des Materials erst ermöglichte. In den gelagerten Steinen hatte bereits eine Eidechse ihre Eier abgelegt, diese konnten unbeschädigt in die Mauer integriert werden. Auch die emsige Anwesenheit von Goldlaufkäfer und Tausendfüßler zeigte den jungen Leuten, dass die Mauer als Lebensraum angenommen wird und ihre Arbeit einen Nutzen für die Natur hat.

Als Lohn für die Mühen gab es  jeweils ab dem späten Nachmittag eine gesellige Aktion: Man besuchte gemeinsam die Burg Trifels, mehrere Wein- und Straßenfeste sowie den Wild- und Wanderpark in Silz. Ein Tagesausflug führte die Gruppe nach Straßburg. Hier konnten sich zwei der Teilnehmer, Vincent Anglade und Aurélie Marlier, als Dolmetscher nützlich machen. Seit diesem Jahr sind nämlich auch Teilnehmer aus Frankreich beim Freiwilligen Ökologischen Jahr mit dabei.

Bau der Trockenmauer zwischen Impflingen und Insheim. (Foto: Werner Kern)

Informationen zum Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)

unter http://www.foej-rlp.de

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40 Jahre Naturschutz

Grillfest in Gommersheim zum Jubiläum der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer

Zum 40jährigen Jubiläum der NABU-Gruppe Gommersheim, die sich jetzt NABU Gruppe Edenkoben/Maikammer nennt, veranstaltete der Naturschutzbund am vergangenen Samstag ein großes Fest an der Grillhütte Gommersheim. Das Wetter spielte glücklicherweise mit, so dass knapp 200 Naturschützer und interessierte Besucher die entspannte Atmosphäre auf dem Grillplatz im Grünen bei einem abwechslungsreichen Programm genießen konnten.

Los ging es früh morgens um sieben mit einer Vogelstimmenwanderung unter der Leitung von David Heilig, an der bereits 15 Frühaufsteher teilnahmen. Belohnt wurden diese durch die Beobachtung junger Pirole am Nest. Beim anschließenden Frühstück wurden bereits die ersten Gespräche geführt und neue gemeinsame Projekte geplant. Bei den beiden „Wiesensafaris“ lernten Kinder und auch Erwachsene die Vielfalt der Pflanzen und Insekten in den angrenzenden Wiesen kennen. Vor jeweils etwa 60 Zuschauern wilderte Franz Grimm, Vorsitzender der NABU-Gruppe, während des  Tages einen Turmfalken, drei Rabenkrähen und eine Waldohreule aus. Die Vögel waren verletzt in die Greifvogelstation des NABU in Haßloch gebracht und dort gesund gepflegt worden. Während einer weiteren Exkursion an den benachbarten Frankensee zeigte Franz Grimm den Besuchern das Areal des geplanten neuen Feuchtbiotops für Amphibien. Auf dem See wurden Haubentaucher, Kormoran, Graureiher und Teichhuhn beobachtet.

Neben zwei Führungen am Vogellehrpfad gab es ganztägig die Möglichkeit, junge Turmfalken in einem Nistkasten an einem Hochspannungsmast durchs Fernrohr zu beobachten und der  Fütterung einer verletzten Fledermaus und junger Igel beizuwohnen. Kinder konnten selbständig Nisthilfen für Vögel und Wildbienen herstellen und als „Andenken“ mit nach Hause nehmen. Am Info-Stand konnten sich die Besucher ein Bild über die Naturschutzprojekte des NABU machen. Ab Mittag wurde gegrillt und als Besonderheit gab es frisch gefangene, geräucherte Pfälzer Forellen. Am Nachmittag sorgte ein Quintett um Thomas Fischer (NABU-Gruppe Neustadt) mit Gitarre, Geige, Akkordeon und Flöte für stimmungsvolle Hintergrundmusik zu Kaffee und Kuchen.

Der Tag schloss mit einer Fledermausexkursion, an der noch einmal 50 Leute teilnahmen.

Der NABU dankt herzliche allen freiwilligen Helfern und Spendern, die dieses Fest ermöglicht haben.

 

          Franz Grimm mit einer Waldohreule kurz vor ihrem Flug in die Freiheit.                (Foto: Werner Kern)    

Die musikalischen Neustädter Naturschützer vor der Info-Wand

(Foto: Werner Kern)

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Der Pirol dankt dem Naturschutz

Vogelvielfalt und Gottesdienst im Grünen in Mörzheim

Am vergangenen Sonntag trafen sich früh morgens um sieben Uhr 18 Vogelfreunde, um unter der Leitung von Dr. Manfred Niehuis (Universität Landau) und Ulf Janz  (NABU Landau) den Gesängen der Vögel in den Landschaftsschutzgebieten bei Mörzheim zu lauschen. Obwohl die Brutsaison bereits fortgeschritten und die Gesangsaktivität der Vögel entsprechend gering ist, kam die Exkursionsgruppe auf stolze 40 Arten. Niehuis ergänzte seine Ausführungen zur Lebensweise der Vögel um kuriose Anekdoten aus seiner Tätigkeit als Vogelberinger und stellte außerdem aktuelle Forschungsergebnisse zum Zugverhalten der Mönchsgrasmücke vor. Am Rande identifizierte Niehuis, der nicht nur als Ornithologe, sondern auch als Käferexperte bekannt ist, einige interessante Insekten, zum Beispiel den Scheinbockkäfer oder den violetten Laufkäfer. Ulf Janz erläuterte die Bedeutung der vom NABU Landau betreuten Wiesen und Feuchtgebiete für die heimische Natur. Sie bieten den Vögeln und anderen Tieren einen abwechslungsreichen Lebensraum mit ausreichend Nahrung und Nistmöglichkeiten, die sie in der sonst ausgeräumten Landschaft kaum noch finden. Niehuis bestätigte, dass beispielsweise der Pirol früher häufiger anzutreffen war, heute jedoch fast nur noch an den etwas verwilderten, baumbestandenen Bachläufen vorkomme. Vier Reviere dieses seltenen Vogels konnten während der Exkursion festgestellt werden - drei davon liegen auf Flächen des NABU. "Die Vögel zeigen uns, dass unser Naturschutzkonzept erfolgreich ist", freute sich Janz. Beim anschließenden feierlichen „Gottesdienst im Grünen“ an der Mörzheimer Grillhütte taufte Pfarrer Traugott Oerther vor einer Hundertschaft von Kirchgängern bei bestem Sommerwetter gleich drei Kinder.

 

Foto: Pirol beim Nestbau (Foto: NABU/ Hans Pollin)

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Naturerlebniscamp für Kinder: noch Plätze frei

Di 10.07. - Do 12.07.07, Naturerlebniscamp der NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Süd auf dem Pfadfinderplatz in Neustadt-Hambach

Das Naturerlebniscamp der NABU Regionalstelle Süd findet dieses Jahr von Dienstag 10.Juli bis Donnerstag 12.Juli auf dem Jugendzeltplatz in Neustadt-Hambach (Nähe Schloss) statt. Ein buntes Programm mit Wanderungen, Spielen und Naturerkundung bringt Kindern von 8 bis 13 Jahren die Natur näher.

Infos und Anmeldung unter 06341 / 31628 oder NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Was macht ein Naturtrainer?

Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der Naturschutzbund (NABU) in der Vorderpfalz im Rahmen von fünf Praxisworkshops - der erste ist am Mittwoch, 30. Mai, von 9 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Birkenheide  - zehn Senioren zu Naturtrainers aus. Über die Projektinhalte sprach Marktplatz regional-Mitarbeiterin Gudula Heugel mit Nathalie Plum (33), der Leiterin der NABU-Regionalstelle Süd in Landau.

Frau Plum, können Sie die Aufgaben eines Naturtrainers kurz beschreiben?          In einem Projekt des NABU-Naturschutzzentrums Rheinauen in Bingen lesen beispielsweise Senioren in Kindergärten regelmäßig Geschichten über die Natur, Tiere uns Pfalzen vor. Senioren und Geschichten sind bei Kindern und Erziehern sehr beliebt. Es geht aber nicht nur darum, Wissen über die Natur zu vermitteln, sondern auch abstrakte Zusammenhänge begreifbar und erfahrbar zu machen. Etwa was Energieerzeugung, Abfallwirtschaft , Kreisläufe in der Natur und im Haushalt angeht. Deshalb machen die Naturtrainer mit den Kindern Spiele, Bastelaktionen und Ausflüge in der Natur.

Können sich auch jüngere Menschen bewerben?                                                              Ja. Wichtig ist , dass die Teilnehmer ab 2008 vormittags Zeit haben, in den Kindertagesstätten etwa einmal wöchentlich oder monatlich oder alle zwei Wochen mitzuarbeiten.

Welche Voraussetzungen muss ich als Teilnehmer mitbringen? Muss ich beispielsweise alle Vögel kennen?                                                                            Niemand muss alle Vögel kennen. Wir raten den Teilnehmern, sich stetig fortzubilden, etwa bei einer unserer NABU-Vogelexkursionen in der Region. Eine Voraussetzung ist aber das Interesse an Natur und Umwelt. Wünschenswert ist eine nähere Beschäftigung mit einem Bereich im Vorfeld, zum Beispiel Wildkräuter, denn die "Wilde Küche" ist ein wichtiges Thema der Workshops. Wichtig ist ein Gespür für Kinder. Pädagogische Grundlagen hierzu werden in den Workshop vermittelt.

Müssen bestimmte Verpflichtungen übernommen werden?                                         Wer die Ausbildung macht, sollte auch bereit sein, das Gelernte ab 2008 in einer Kindertagesstätte anzuwenden.

Werden die Arbeitsstunden honoriert?                                                                              Nein, der NABU ist ein Ehrenamtsverband und baut auf die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Entstehen dem Bewerber Kosten? Ist ein Beitritt zum NABU erforderlich?         Auslagen für Fahrten, auch zu den Workshops, und für die Anschaffung von Material werden auf Wunsch in voller Höhe erstattet. ein Beitritt ist wünschenswert, da bei einer Mitgliedschaft die Versicherung des NABU bei Unfällen greift.

Wohin wenden sich Interessierte?                                                                                        Wer an den Workshops teilnehmen will, wendet sich an die NABU-Regionalstelle Süd in Landau. Telefon 06341 / 31628. Wer sich bei unseren Naturschutzprojekten engagieren will, den nehmen wir gerne als Mitglied bei uns gerne auf.

Quelle: Marktplatz regional

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