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Trotz Kälte muss die Wolle runter
Schafschur beim NABU Landau-Land
Wie jedes Jahr an Pfingsten ließ die NABU-Gruppe
Landau-Land in Eschbach am vergangenen Montag ihre gesamte Schafherde
von einem professionellen Schafscherer unters Messer nehmen. Beim
„Schauscheren“ büßten die Rauwolligen Pommerschen Landschafe, die die
Naturschützer unterhalb der Madenburg zur Landschaftspflege einsetzen,
ihre dicke Wolle ein. „Im April haben sie bestimmt geschwitzt und
jetzt frieren sie“, bemerkte eines der zahlreichen Kinder, die dem
Schauspiel beiwohnten. Jedes frisch geschorene Schaf wurde von den
Artgenossen unter aufgeregtem Blöken besehen und beschnuppert –
schließlich sorgt so eine neue „Frisur“ für ein ungewohntes Aussehen.
Die sieben
Spinnerinnen der „Spinnstube“, die sich monatlich im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus des NABU treffen, saßen beim Fest
gemütlich plaudernd unterm Dach und ließ die hölzernen Spinnräder
schnurren. Für die Kinder gab es außerdem Malen und Filzen.
Wegen des schlechten
Wetters musste die geplante Exkursion an die Schafkoppel am Haardtrand
ausfallen. Als Ersatz bot Arno Laux, der das Fest mit seinem „NABU
Arbeitskreis Eschbach“ organisiert hat, spontan eine Führung durch die
historischen Keller an der Weinstraße an und erläuterte heimischen und
zugereisten Gästen die alten Techniken der Weinlagerung und
Fassreinigung.
Auch der geplante
Flohmarkt, der im letzten Jahr einen großen Anklang gefunden hatte,
fand aus Platzmangel unterm Scheunendach nicht statt, es gab lediglich
einen Kräuter- und einen Infostand. Dafür fanden die Suppen,
Hausmacherbrote und Kuchen sowie heiße Getränke reißenden Absatz.
Zudem konnten die Naturschützer einige Bestellungen für Bettdecken
entgegen nehmen, die in der Südpfälzischen Steppdeckenfabrik mit der
rauhen Wolle der Pommerschen Schafe gefüllt werden.
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Ein Schaf wird
geschoren (Foto: NABU/Nathalie Plum)
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Die
Spinnerinnen vom „Spinnclub“ (Foto: NABU/Nathalie Plum)

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Halsbandsittich jetzt auch im
„Pfälzischen Nizza“
Beobachtung in Gleisweiler überrascht
Vogelkundler
„Da sitzt ein
Papagei schon den ganzen Nachmittag in meinem Hof“, berichtete Daniela
Seckinger, NABU Mitglied aus Gleisweiler, aufgeregt am Telefon. Franz
Grimm, der Vorsitzende der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer, erkannte
schnell dass es sich bei dem vor ihm sitzenden grünen Vogel mit dem
roten Schnabel und blauen Schwanz nur um einen Halsbandsittich, auch
Alexandersittich genannt, handeln konnte. Der aus Afrika und Asien
stammende Edelpapagei floh in mehreren europäischen Großstädten aus
der Gefangenschaft, konnte sich in „freier Wildbahn“ erfolgreich
vermehren und besiedelt heute mit vielen tausend Exemplaren unter
anderem Mainz, Mannheim und Ludwigshafen. Nun sind die Exoten
offensichtlich auch dabei, in ländliche Gebiete vorzudringen –
vielleicht begünstigt durch das milde Klima hier und den milden
Winter. Eine weitere Meldung aus Neustadt zeigt, dass die Vögel
tatsächlich den Haardtrand erreicht haben. „Es ist schon etwas
überraschend, diese Art jetzt auch am Rande des Pfälzerwaldes
anzutreffen. Wir wollen nicht hoffen, dass dieser Höhlenbrüter unseren
heimischen Vögeln die ohnehin knappen Nistplätze streitig macht“, so
Grimm. Der jetzt immer wieder beobachtete weibliche Halsbandsittich
scheint jedoch momentan noch alleine zu sein. Sein auffälliges
Gekreische dürfte dem Flair im „Pfälzischen Nizza“ Gleisweiler eine
exotische Note hinzufügen.

Beobachtungen von Halsbandsittichen
können gemeldet werden an die NABU Regionalstelle in Landau, Tel.
06341/31629, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Ein Fest für die Sinne
Einweihung der Kräuterspirale im St.
Paulusstift
Mit einem kleinen Fest weihten die Erzieherinnen
und Kinder des Förderkindergartens St. Paulusstift am vergangenen
Mittwoch die prächtige „Sinnesspirale“ ein, die sie im letzten Jahr
mit der NABU-Gruppe Landau-Stadt gemeinsam im Hof des Kindergartens
angelegt hatten. Projektleiterin Petra Dausch-Franz, Erzieherin und
selbst aktives Mitglied in der NABU-Gruppe Landau-Land, hatte diesen
Termin gewählt, „damit man auch sieht, was die Spirale so alles zu
bieten hat“! Tatsächlich standen Phacelia, Lupine und Lauch in voller
Blüte und verliehen dem Kräuterbeet eine überwiegend blau-violette
Note. „Das wird sich im Laufe des Jahres noch ändern, wenn nicht nur
Salbei und Thymian, sondern auch Königskerze und Stockrose ihre Pracht
entfalten“, so Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle im Mörzheimer
„Hirtenhaus“, die das Projekt vermittelt hat und vom Ergebnis
sichtlich beeindruckt war. Während die Kinder nicht nur die blühenden
Pflanzen bestaunten, sondern die Kräuter auch anfassten, an den
aromatischen Blättern rochen und dem Summen und Sirren von Bienen und
Schwebfliegen lauschten – ganz im Sinne der „Sinnessspirale“ –
tauschten sich die Erzieherinnen über die besten Rezepte aus und
nahmen sich vor, keine teuren Kräuter mehr im Supermarkt zu kaufen.
„Da kann man doch von hier einfach ein bisschen Petersilie oder
Thymian mitnehmen!“ Die meisten Kräutersamen und Stauden stammen aus
dem Kulturgarten der NABU-Gruppe Bellheim. Bevor die Kinder ein
Frühlingslied sangen und vor dem neuen Bauwerk ein Tänzchen
aufführten, dankte Petra Dausch-Franz allen Kollegen aus den eigenen
Reihen, den beteiligten Eltern und nicht zuletzt den Kindern, die die
Kräuter bereits fleißig gegossen haben in den letzten Wochen.
Stellvertretend für den NABU Landau-Stadt war Umweltpädagogin Ulrike
van der Bloemen gekommen, die mit der „Naturerlebnisschule“ bereits
mehrere Aktionen für den Kindergarten gestaltet hat. Gedankt wurde
auch den Abwesenden: Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau-Stadt,
Manuel Dünzl und Kathrin Neuhaus, die das Projekt „Sinnesspirale“ im
Rahmen ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres beim NABU durchgeführt
haben sowie Andreas Hechinger vom Berufsbildungswerk in Bad Dürkheim
für den praktischen Schaukasten aus Holz, der über die Inhalte der
Kräuterspirale informiert.
Nathalie Plum und die Kinder vom St. Paulusstift
an der "Sinnesspirale"
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Petra Dausch-Franz dankt allen Beteiligten am Projekt
"Sinnesspirale"

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Was ein Buchfink mit Bier zu tun hat
Auf Vogelsuche im Domgarten - Exkursion
anlässlich der "Stunde der Gartenvögel"
Wie viele
verschiedene Gartenvögel sind in einer Stunde bei einem Rundgang durch
den Dompark zu hören? Wir sind der Einladung des Naturschutzbundes
(NABU) gefolgt und haben gestern um 18 Uhr eine Stunde lang Vögel
beobachtet und gezählt.
"Ein Rotkehlchen,
Oh, jetzt geht's langsam los. Der Zaunkönig hat angesetzt." Dr.
Nathalie Plum hebt ihr Fernglas und stellt auf eine Bank vor dem
Domcafé scharf. "Ein Buchfink " Während das Tier gerade unter der Bank
verschwindet, schwärmt die Mitarbeiterin von NABU, die für die Süd-
und Vorderpfalz zuständig ist, vom Zaunkönig. " Er ist einer der
kleinsten Vögel die wie haben, hat einen schmetternden Gesang.
Erstaunlich was aus so einem kleinen Körper rauskommt."
Der Buchfink ist
aus der Deckung gekommen und sammelt Körner. Über der Domwiese ziehen
15 Schwalben ihre Kreise uns kreischen. "Mehlschwalben", erklärt Plum.
Dann ist das gurren einer Türkentaube zu hören.
Acht Vögel hüpfen
unter einem Baum im Gras hin und her. "Amseln können das nicht sein",
erklärt Plum. Sie blickt durchs Fernglas und nickt. "Stare". Die sind
immer in Truppe unterwegs." wieder ist ein Buchfink zu hören. "Es gibt
da einen Merkspruch für seinen Gesang", verrät sie: "Fritze, Fritze,
Bring uns mal 'n würz 'ges Bier." Sie Vögel klingen aber nicht überall
gleich. "Es gibt lokale Dialekte." Und Vögel die sogar Handymelodien
nachmachen können: Amseln. "Ich hab so eine Handyamsel", sagt
eine Speyererin. Im Domgarten klängen Amseln heute so, wie sie klingen
müssen. ein braunes Tier verschwindet gerade im Gebüsch. "Das
ist eine weibliche, sie ist bräunlich und singt nicht", erklärt die
Geographin und Biologin. Und fügt an, dass die Vögel nicht singen,
weil sie dem Menschen eine Freude machen oder Gott loben wollen, wie
überliefert wurde, sondern allein um ihr Revier zu verteidigen und
Weibchen anzulocken.
Carolin Übel, eine
Biologiestudentin die viele einheimische Vögel kennt, hat ein
Rotkehlchen entdeckt. "Sein Gesang erreicht Frequenzen, die der Mensch
nicht wahrnehmen kann", sagt Plum. "Es wird erzählt, dass er wie
ein feuchter Korken klingt, den man an einer Rotweinflasche
entlanggleiten lässt - es quietscht." Wie auf Kommando quietscht es im
Baum. Die Biologin ist mit den Gedanken schon wieder wo anders. "Ich
glaub, ich hör eine Nachtigall." Der Vogel verstummt. Sie Gruppe ist
inzwischen am Heidentürmchen angekommen. Zwei kleine halten sich an
der Mauer fest und scheinen etwas aufzupieksen "Stieglitze", sagt
Carolin Übel und sie gesteht dass sie erst einmal einen gesehen hat.
Plum wundert sich: "Dass er so an der Mauer klebt. Ich habe dieses
Verhalten noch nie gesehen," Die Erklärung findet sie im bebilderten
Lexikon, das sie mitgebracht hat. Er frisst Samen.
Die NABU
Mitarbeiterin beobachtet eine Gruppe Amseln bei ihren Revierkämpfen.
Dann blickt sie nach oben. "Das ist doch eine Nachtigall." Das
Rotkehlchen quietscht, ein Grünfink hüpft vorbei, Nathalie Plum ist
zufrieden auch wenn sie mehr Meisen und Spatzen erwartet hätte. Das
Ergebnis der einstündigen Tour. 15 Arten gab es zu entdecken, darunter
Amsel, Ringeltaube, Buchfink, Stieglitz, Grünfink, Mehlschwalbe,
Rotkehlchen, Spatz und Zilpzalp.
Weitere
Informationen zu der Aktion, die noch bis Samstag läuft, gibt es im
Internet unter:
www.stunde-der-gartenvögel.de
Quelle: Die
Rheinpfalz

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Jugendgruppe des Naturschutzbundes im Frühjahr gegründet
Exkursion
in die Vielfalt der Natur
Der
Naturschutzbund (NABU) Ludwigshafen hat vor wenigen Wochen eine
Jugendgruppe (NAJU) ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kindern
Verständnis für und Informationen über die Natur zu geben. Zuletzt
beschäftigten sich die Teilnehmer mit Schnecken.
Aufmerksam schauen
die sechs Kinder der Jugendgruppe des Naturschutzbundes (NAJU) im
feuchten Gras nach Schnecken. "Ist denn hier irgendwo noch eine
Schnecki?", ruft die siebenjährige Julia, um gleich darauf nach einem
Weichtier zu greifen und es in einen kleinen Plastikbehälter zu
setzen. "So, jetzt gehen wir zurück zur Schule und schauen uns die
Schnecken in Ruhe an", Kündigen die Gruppenleiterin Elke Henninghaus
und Katrin Hoffmann an.
Zum zweiten mal
haben sich die zwischen sieben und neun Jahren alten Mädchen und Jungs
nun im Maudacher Bruch getroffen, um die Ludwigshafener Natur zu
erkunden. "Wir wollen die Kinder spielerisch an die Umwelt
heranführen", erklärt die hauptberufliche Erzieherin Henninghaus.
Viele Kinder würden gar nicht wissen was es um sie herum gibt. "Aber
erst wenn man die schätzen lernt, kann man sich auch für deren Schutz
einsetzen." Zudem wollten sie auch Hemmungen gegenüber den Tieren und
Insekten abbauen. "Manche haben Angst eine Schnecke zu berühren. Wir
wollen zeigen, dass daran nichts ekliges ist", sagt die 32-jährige
Gruppenleiterin. Die Idee für eine solche Jugendgruppe habe sie schon
lange beschäftigt. "Es ist bloß schwierig, jemanden zu finden, der als
Partner mitmacht." Aber dann habe sich Katrin Hoffmann bereit erklärt
und die Gruppe konnte im Frühjahr gegründet werden.
In einem
Klassenraum der Gesamtschule Gartenstadt werden die eingefangenen
genau betrachtet. Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten erläutert.
Fast alle lassen die Tiere auf ihrer Hand gleiten und schauen ihnen
fasziniert zu. "Der Schleim ist voll cool", meint der achtjährige
Stefan. Sie ebenfalls acht Jahre alte Christin bestaunt die
Wellenbewegungen der Schnecken. "Ich möchte vielleicht später
Naturwissenschaftlerin werden, deshalb mache ich hier mit", erzählt
sie. Zudem gefalle es ihr, mit anderen Kindern in einer Gruppe zu
sein. Auch Felix findet die Gruppe gut. "Hier lerne ich viele Dinge
und bin auch noch in der Natur. Ich hab mir vorher noch nie Schnecken
so genau angeschaut."
Auf dem
Aktionsplan der Gruppenleiterin steht aber nicht nur die Beobachtung
von Weichtieren. "Beim letzten Treffen haben wir eine Rallye durch das
Bruch veranstaltet, das nächste mal wird es um Löwenzahn gehen und es
wird ein paar kleine Umweltaktionen, wie Müllsammeln geben", sagt
Hoffmann. Gerne könnten auch noch Kinder im Alter von acht bis zwölf
Jahren dazu kommen.
Quelle: Die Rheinpfalz
Keine Scheu
vor Regen und Natur: Die NABU-Naturjugendgruppe NAJU beim
Schneckensammeln im Maudacher Bruch (Foto: Rheinpfalz)

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Neuntöter, Nachtigall und
Schwarzmilan:
NABU entdeckt 31 Vogelarten auf
Zaunammerexkursion
Das frühe
Aufstehen hat sich gelohnt: 31 Vogelarten konnten die 10 Teilnehmer
der Vogelstimmenexkursion der NABU-Gruppe Neustadt am vergangenen
Sonntag am Haardtrand bei Diedesfeld hören und sehen – darunter nicht
wenige „Raritäten“ und eine ganze Reihe von interessanten
Verhaltensweisen. Unter dem melodiösen Gesang der Heidelerche, die in
Kreisen aufsteigend ihre Reviergrenzen markierte, erläuterten die
Hobbyornithologen Volker Platz und Franz Grimm Interessantes zu Gesang
und Brutverhalten der heimischen Vögel. Direkt nebenan sang der
seltene Steinschmätzer während des Fluges seine Strophe und konnte
ebenso wie Girlitz und Bluthänfling im morgendlichen Sonnenschein
durchs Fernrohr von allen Teilnehmern bestaunt werden. Aus dem Gebüsch
heraus trugen unentwegt Nachtigall, Mönchsgrasmücke und
Gartengrasmücke ihren melodischen Gesang vor. Auf der weiteren
Wegstrecke konnte das leiernde Lied der Klappergrasmücke vernommen und
auf einem Baum sitzend der Turmfalke, Vogel des Jahres, mit einer
erbeuteten Maus beobachtet werden. Zwei Rotrückenwürger saßen auf
einer blühenden Heckenrose und hielten nach einem Nistplatz Ausschau.
Während die kleine Turteltaube ihr monotones „gruu gruu gruu“ von
einem abgestorbenen Ast vortrug, flog über die Köpfe der Frühaufsteher
ein Schwarzmilan hinweg – ein seltener Anblick, da dieser Vogel sich
normalerweise nur in den Rheinauen aufhält. In den Weinbergen nahe am
Waldrand suchte eine seltene Hohltaube nach Futter, während am Himmel
der Mäusebussard seine Kreise zog. Fast am Ende der Exkursion konnte
in der Morgensonne die farbenprächtige Zaunammer, der Charaktervogel
des Haardtrandes, beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs bestaunt
werden.

Für den
Steinschmätzer legt der NABU spezielle Steinhaufen als Brutmöglichkeit
an. Der vom Aussterben bedrohte Vogel kann mittlerweile in den
Weinbergen am Haardtrand wieder häufiger beobachtet werden.
(Foto: NABU /
Werner Kern)

Der
Rotrückenwürger wird auch Neuntöter genannt, da er oft mehrere
Beutetiere – meist große Insekten - „auf Vorrat“ auf Dornen von Bäumen
und Sträuchern aufspießt. (Foto: NABU / A. Klose)

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"Stunde der Gartenvögel" in Gleisweiler
NABU entdeckt 37 Vogelarten auf
Exkursion
Zum „kostenlosen
Open-Air-Konzert“ hatte die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer am
vergangenen Sonntagmorgen eingeladen. Im Rahmen der bundesweiten
Aktion „Stunde der Gartenvögel“ konnten die Teilnehmer gemeinsam mit
dem Hobbyornithologen Franz Grimm Daten sammeln, die den
Vogelschützern wichtige Aufschlüsse über den Bestand der häufigsten
Vogelarten in Deutschland geben. Die Frühaufsteher, die sich in
Gleisweiler eingefunden hatten, wurden durch die stattliche Anzahl von
37 Vogelarten belohnt. Bettelrufe junger Haussperlinge auf einem
Dachbalken, Dohlen, die ihre Jungen im Kirchturm füttern,
Mehlschwalben im Nest an der Hauswand, Rauchschwalben, die in einer
Scheune ein- und ausflogen – Franz Grimm holte die Vögel mit dem
Fernrohr dicht heran, so dass die Teilnehmer faszinierende Einblicke
in deren Aussehen und Verhalten bekamen. „Für Dohle und Turmfalke hat
der NABU im Kirchturm spezielle Nistkästen angebracht, die alle 4
besetzt sind. Man sieht also den Bedarf – und es hat den angenehmen
Nebeneffekt, dass nun keine Tauben mehr den Turm aufsuchen und
verschmutzen“, so Grimm. Den Turmfalken, Vogel des Jahres, sah
die Gruppe aber erst später bei seinem Rüttelflug über den Grasflächen
und Weinbergen, wie er aus beachtlicher Höhe nach Mäusen und anderen
Kleinsäugern spähte. Zunächst aber ging es durch die von Schafen
beweideten Streuobstwiesen auf dem Schützenberg, wo der Buntspecht und
Stare nach Nahrung suchten. Während die Teilnehmer den Gesang von
Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke in den Hecken und Gebüschen am
Waldparkplatz als melodisch empfanden, klang das Lied der
Klappergrasmücke, vorgetragen von der Spitze eines Baumes, deutlich
leiernd. Den Chor vervollständigten die leisen Strophen des
Sommergoldhähnchens und das Hämmern der Zaunammer. Als einer der
letzten Vögel wurde der gelbe Girlitz bei seinem schmetterlingsartigen
Balzflug und seinem rasselnden Gesang zwischen den Dächern ausgemacht.

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NABU „Stunde der Gartenvögel“ in
Gimmeldingen:
Exkursionsteilnehmer entdecken 27
Vogelarten
Der Einladung der
NABU-Gruppe Neustadt zum „kostenlosen Open-Air-Konzert“ in
Gimmeldingen waren am Sonntag 25 interessierte Vogelfreunde – unter
ihnen zahlreiche Kinder - gefolgt, um gemeinsam mit dem
Hobbyornithologen Franz Grimm die „Stunde der Gartenvögel“ zu
erleben. Vom Sportplatz aus machte die Gruppe eine Runde durch die
Siedlung, um gemeinsam die Vogelwelt der Gärten zu erkunden und Daten
für die bundesweite Aktion des NABU zu sammeln. Der erste Vogel auf
der Liste war der Hausrotschwanz, der mit seinem scharfen Gesang von
einem Schornstein aus sein Revier abgrenzte. Die akrobatischen
Mauersegler zeigten am Himmel ihre Flugkünste. „Sie schlagen
abwechselnd mit dem linken und rechten Flügel, von daher erscheint ihr
Flug etwas gaukelnd“, erläuterte Grimm zur Überraschung der
Teilnehmer. Nach ersten Auswertungen gehört der Mauersegler zu den
"Gewinnern" der diesjährigen Aktion, denn
der Vogel des Jahres 2003 ist im Vergleich zum letzen Jahr von Platz
acht auf vier in der Liste der häufisten "Gartenvögel" geklettert.
Zwei bunte Distelfinken, auch Stieglitze genannt, zeigten in einem
naturnahen Garten, wie wertvoll Gräser und Stauden aus dem letzten
Jahr für ihre Nahrungssuche sind – sie brauchen nämlich das ganze Jahr
über Sämereien, um satt zu werden. „Man braucht nur eine kleine Ecke
im Garten sich selbst zu überlassen – so einfach kann man Lebensraum
für Tiere und Pflanzen schaffen“, empfahl Grimm. Einzelne Vögel – zum
Beispiel zwei Türkentauben auf den Dächern und einen prächtig
gefärbten Grünfink in einer Tanne - holte der Ornithologe immer wieder
mit dem Fernrohr ganz nah heran, so dass auch die Kinder einen guten
Blick auf sie erhaschen konnten. In den Weinbergen hinter den Häusern
konnte der hämmernde Gesang der Zaunammer gehört werden. In
Deutschland im Allgemeinen selten, zählt die Zaunammer am Haardtrand
zu den Charaktervögeln und kann recht häufig beobachtet werden. In den
Hecken und Büschen am Waldrand sangen Mönchsgrasmücke und
Gartengrasmücke im Chor ihre melodischen Strophen, während ein
„lachender“ Grünspecht in Richtung Waldrand flog. Insgesamt wurden 27
Vogelarten gesehen und gehört.
Die nächste
Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Sonntag, 20. Mai um
7:30 Uhr in Diedesfeld statt. Treffpunkt: Parkplatz Klausentalhütte.

Foto: Der Mauersegler, "Gewinner" der Gartenvogel-Aktion - in Neustadt
unterstützt durch das NABU-Projekt "Mauersegler an Schulen"
(Foto: NABU)

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390,- € für den NABU - vielen Dank für Ihre
Handys!
Viele Bürgerinnen und
Bürger unserer Stadt sind unserem Aufruf gefolgt und haben ihre alten
Handys ins Stadthaus gebracht. - genau 78 Stück!
Im Agenda Büro wurden
sie für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) gesammelt - denn der
hat einen Vertrag mit Vodafone: Für jedes alte Handy (egal welcher
Marke) bekommt der NABU von Vodafone 5,-€ ! Und damit können dann
bestimmte Naturschutzprojekte gefördert werden. Toll was? Und
sie haben gleichzeitig eine gute Tat getan! Vielen Dank!

Die
Agenda -Beauftragte Brigitta Breuer (rechts) übergibt die gesammelten
Handys an Frau Dr. Nathalie Plum, NABU Regionalstellenleiterin.
(Foto: Uwe
Wittner)

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Jobbörse beim NABU: Helfer für Ferienprogramme und Biotoppflege
gesucht
Die
„Jobbörse für Ehrenamtliche“ beim Naturschutzbund NABU in der Süd- und
Vorderpfalz startete auch in diesem Jahr wieder erfolgreich und stieß
in der Bevölkerung auf große Resonanz. Beispielsweise konnten bei der
aufwändigen Betreuung der 11 Amphibienschutzzäune über 100 Personen
eingebunden werden und auch bei einzelnen Entbuschungsaktionen in den
Biotopen des NABU halfen zahlreiche Freiwillige.
Speziell für
Menschen, die sich mit einem überschaubaren und vor allem fest
planbaren Zeitaufwand für die Natur engagieren wollen, gibt die
„Jobbörse“ einen Überblick über die kleineren Aufgaben, die in einem
Naturschutzverband zu bewältigen sind.
Aktuell
sucht der NABU Helfer für diverse Kinderferienprogramme in den
Sommerferien – insbesondere BetreuerInnen für das Naturerlebniscamp
für Kinder, das vom 10. bis zum 12. Juli in Neustadt-Hambach
stattfindet. Im Herbst stehen dann wieder die Apfel- und Heuernte an
und Nistkästen müssen gereinigt oder neue aufgehängt werden. Schulen
und Kindergärten fragen an, ob der NABU ihnen einen Lebensturm, ein
Insektenhotel, eine Immenwand oder einen Weidentunnel baut – hierfür
werden handwerklich geschickte Personen gesucht.
Die
Regionalstelle in Landau vermittelt die örtlichen Ansprechpartner,
bietet Informationen, Einarbeitung, Unkostenerstattung und sonstige
Unterstützung wie zum Beispiel durch Material, das im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus ausgeliehen werden kann.
Unter
www.NABU.Sued@NABU-RLP.de/jobs.htm sind alle „Jobs für
Ehrenamtliche“ unter Angabe der notwendigen Vorkenntnisse und des
Zeitbedarfs aufgelistet.
Bei
Interesse an einem „Job“ berät Sie Regionalstellenleiterin Dr.
Nathalie Plum: Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Kinder und ehrenamtliche Betreuer bauen beim
Osterferienprogramm an einer Trockenmauer. (Foto: Werner Kern)

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Zaunammer, Wanderfalke und Sperber
in Aktion:
NABU entdeckt 37 Vogelarten auf
Exkursion in Königsbach
Zwanzig
Teilnehmer hatten sich früh morgens an der Kirche in Königsbach mit
dem Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben-Maikammer)
getroffen, der die Exkursion auf Einladung der NABU-Gruppe Neustadt
leitete. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten Mehl- und Rauchschwalben
sowie einige Mauersegler ihre akrobatischen Flugkünste über Gassen und
Gärten. Als ersten Höhepunkt bestaunten die Teilnehmer mit dem
Fernrohr den „König der Lüfte“, einen Wanderfalken, der im
Königsbacher Steinbruch auf einem Baum saß. Währenddessen trug ein
Wintergoldhähnchen, der kleinste Vogel in Deutschland, unaufhörlich
seinen feinen leisen Gesang vor. Auf dem weiteren Weg entlang des
Waldrandes sangen der seltene Gartenrotschwanz, das Rotkehlchen und
der Grünfink ihre melodiösen Strophen. Inmitten der Rebenlandschaft
flog der Vogel des Jahres, der Turmfalke über die Gruppe hinweg und
zeigte sein charakteristisches Rütteln bei der Suche nach Mäusen.
Vorbei an einer grünen Feldgehölzinsel mit singenden Nachtigallen ging
es zu einzelnen Gebüschen zwischen den Weinbergen am Ortsrand. Dort
konnte in der Morgensonne die Zaunammer, der Charaktervogel des
Haardtrandes, durchs Fernrohr beim Vortrag ihres hämmernden Gesangs
bestaunt werden. Plötzlich jagte wie aus dem Nichts heraus ein Sperber
ganz nah an der Gruppe vorbei und versuchte einen Haussperling zu
fangen, was ihm aber misslang. Insgesamt konnten 37 verschiedene
Vogelarten gesehen und gehört werden. Die nächste
Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Sonntag 13. Mai um 18.00 Uhr
in Gimmeldingen statt (Treffpunkt: Sportplatz).

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Nachtigall, Grünspecht und Zaunammer:
NABU
entdeckt 38 Vogelarten auf Exkursion in Dernbach
Zwölf Teilnehmer trafen
sich am vergangenen Sonntag zu einer abendlichen Exkursion mit dem
Hobbyornithologen Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer) am Ortsrand
von Dernbach, um Vögel zu beobachten und etwas über ihren Gesang und
ihre Lebensweise zu erfahren. Gleich zu Beginn der Wegstrecke genossen
die Teilnehmer das wehmütige Lied der Nachtigall, das aus einer
Gebüschgruppe erklang. Auf dem weiteren Weg, vorbei an blühenden
Orchideen, beobachtete die Gruppe Kohlmeise und Grünfink auf der
Nahrungssuche und lauschte Rotkehlchen, Ringeltaube und Singdrossel.
Mit dem Fernrohr holte Grimm den seltenen Baumpieper auf der fernen
Spitze einer Pappel nah heran. Im Wald sangen der Kleiber und das
Sommergoldhähnchen - der kleinste Vogel in Deutschland - ihre
wohlklingenden Strophen. Über der herrlichen Wiesenlandschaft zeigte
der Turmfalke, Vogel des Jahres 2007, sein charakteristisches Rütteln
bei der Suche nach Mäusen. Nach Grünspecht und Heckenbraunelle kam
überraschend noch eine ganz besondere Art auf die Liste der
Vogelfreunde: Man staunte über eine singende Zaunammer, die eigentlich
der Charaktervogel des Haardtrandes ist, sich aber scheinbar immer
weiter in die offenen Täler des Pfälzerwalds hinein ausbreitet.
Insgesamt konnten 38 verschiedene Vogelarten gehört und gesehen
werden.
Die nächste
Vogelstimmenwanderung des NABU findet am Donnerstag 17. Mai um 8.00
Uhr in Wernersberg statt (Treffpunkt: Wernersberger Mühle).

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Noch Plätze frei:
NABU bildet Senioren zu
„Naturtrainern“ aus
Im Auftrag der
Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der NABU in der
Vorderpfalz 10 Senioren zu „Naturtrainern“ aus. Im Rahmen von fünf
Praxisworkshops erhalten die Teilnehmer Anregungen und Tipps für die
Durchführung von Natur- und Umweltprojekten in Kindertagesstätten,
sammeln erste Praxiserfahrungen und werden intensiv durch den NABU
begleitet.
Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Materialien für die
Durchführung der Projekte in den Kindertagesstätten werden vom NABU
gestellt.
Interessierte Senioren können sich bei der NABU Regionalstelle Süd in
Landau unter Tel. 06341-31628 melden. Der erste Workshop findet am
Mittwoch, den 30. Mai von 9 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus
Birkenheide, Eyersheimer Str. 11, statt.

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Stunde der
Gartenvögel im Heidewald
Vögel
beobachten + gewinnen - Bundesweite Mitmach-Aktion des NABU
Wie häufig sind unsere Gartenvögel?
… und wo kommen welche Arten vor? Um herauszufinden, wie es um die
heimische Vogelwelt bestellt ist, hat der NABU die Stunde der
Gartenvögel ins Leben gerufen. Machen Sie mit, denn Ihre Beobachtungen
geben Auskunft über die Verbreitung unserer gefiederten Nachbarn.
Jetzt im dritten Aktionsjahr können wir mit Ihrer Hilfe auch Hinweise
auf Zu- und Abnahmen der Vogelbestände erhalten. Und so geht’s:
Notieren Sie in der Zeit vom 11.-13.Mai von jeder
Art die höchste Anzahl der Vögel, die Sie innerhalb einer Stunde
gleichzeitig beobachten konnten. Übertragen Sie dann die Beobachtungen
in einen Meldebogen, der entweder beim NABU Heidewald,
Albertine-Scherer-Str. 30 in Birkenheide erhältlich ist oder über das
Internet unter
www.stunde-der-gartenvoegel.de abgerufen werden kann. Hier sind
auch weitere Informationen für Sie bereitgestellt.

Das
Rotkehlchen ist noch häufig anzutreffen (Foto: NABU)
Unter den
Teilnehmern verlost der NABU wertvolle Preise:
1. Preis: Fünftage-Reise an den
Kaiserstuhl für 2 Personen
2.-100 Preis: Ferngläser, Bücher,
Nistkästen, Armbanduhren …
Online-Teilnehmer nehmen an einer Sonderverlosung teil.
Abgabeschluss ist der 19. Mai
Am Sonntag, 13.
Mai veranstaltet der NABU Heidewald eine Vogelexkursion. Geeignet ist
der Spaziergang durch den Heidewald um Birkenheide auch für Familien.
Wenn man Glück hat, kann man innerhalb von 2-3 Stunden über 50
Vogelarten sehen und hören. Henning Cramer übernimmt die Führung. Er
ist ein erfahrener Vogelexperte und Heidewaldkenner. Treffpunkt: ASV
Birkenheide 9.00 Uhr. Dauer etwa 2-3 Stunden.
Auskunft unter
Telefon 06237-6297 oder 06237-6369
Text: Walter
Gramlich

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Spaziergang
in den Wässerwiesen
Groß und
Klein bestaunen Vielfalt in den Bellheimer Holz- und Sandwiesen
Dreizehn
Weißstörche wateten auf der Suche nach Nahrung durchs flache Wasser,
als die 9 Teilnehmer zum „Spaziergang in den Wässerwiesen“ am
Parkplatz bei den Bellheimer Sand- und Holzwiesen aufbrachen.
Exkursionsleiter Matthias Brock von der NABU-Gruppe Bellheim
erläuterte die Hintergründe der seit zwei Jahren wieder regelmäßig
stattfindenden Wiesenwässerung an der Queich. Die Wässerungstechnik
wurde seit dem Mittelalter zur Erhöhung der Heuerträge in den
Queichwiesen eingesetzt, geriet aber im letzen Jahrhundert beinahe in
Vergessenheit. Heute ist sie nicht nur ein interessantes Instrument
für die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz, sondern auch zur
Förderung einer typischen artenreichen Flora und Fauna. Vor allem die
Interessengemeinschaft Queichwiesen und der Landschaftspflegeverband
Pfalz (LPV) setzen sich seit einigen Jahren für den Erhalt der Gräben
und den Wiederaufbau von Wehren und Schließen ein und werden dabei
tatkräftig vom NABU und anderen Naturschutzverbänden unterstützt.
„Dabei geht es uns nicht nur um den Weißstorch“, betont Brock. „Die
flachen Flutungen finden nur an wenigen Tagen im Jahr statt. Das
schadet dem Leben in den Wiesen nicht nachhaltig und erhöht sogar
nachweislich die Vielfalt und Dynamik“, erläuterte Brock und wurde
darin von Martin Grund (Aktion
Pfalzstorch/NABU-Gruppe Neustadt), der als Gast mit dabei
war, bestätigt.
Und in der Tat:
Neben den Störchen sichteten die Besucher einen Wiesenpieper, der nach
taumelnden Flug mit einem Trillern im Gras verschwand. Auch tummelten
sich diverse Schmetterlinge, darunter der seltene Schwalbenschwanz,
auf der blütenreichen Wiese. Die anwesenden Kinder bestaunten Raupen,
Schnecken und Käfer. Als Peter Wolf vom Bauhof Bellheim am Vortag die
Schließen zur Sollach hochkurbelte, um dem Wasser den Weg in die
Wiesen zu bahnen und dabei die Gräben überprüfte, konnte er außerdem
zwei Ringelnattern beobachten – die übrigens hervorragend schwimmen
können, so dass eine Flutung sie nicht im Geringsten stört.
Die NABU-Gruppe
Bellheim lädt herzlich ein zum nächsten Spaziergang in den
Wässerwiesen am Freitag, 11.05.07 um 15.00 Uhr.

Die Teilnehmer am
Wässerwiesen-Spaziergang an einer Schließe in den Holzwiesen (Foto:
Martin Grund)

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In der Petschengasseden
neuen Trick geübt
40 Teilnehmer beim ersten
Spritspar-Taining von Naturschutzbund, Evangelischer Kirche und
Autohaus Neubeck
Ein
kostenloses Spritspar-Training hat der Naturschutzbund (Nabu) Südpfalz
in Kooperation mit der evangelischen Kirche der Pfalz am Samstag im
Autohaus Neubeck angeboten. Das Motto: Umschalten - ganz einfach Sprit
sparen". Vier Trainer zeigten den Teilnehmern in vier Autos auf einer
vorgegebenen Strecke, wie sie verglichen mit ihrer bisherigen
Fahrweise, bis zu 25 Prozent Sprit sparen können.
Ab 10 Uhr
verließen im Halbstundentakt präparierte PKW den Hof des Autohauses
Neubeck. Die Trainer seien ausgebucht, berichtete Neubecks
Organisationsleiter Frank Bilabel im RHEINPFALZ-Gespräch. Etwa 40
Teilnehmer seien auf dem Weg zum umwelt- und kostenschonenden
Autofahrer.
Auch
Andreas Schäfer aus Waldsee hat sich zum Spritspar-Training
angemeldet. Gegen 15 Uhr begibt sich der Rechtsreferendar auf die
11,86 Kilometer lange Teststrecke. Neben ihm sitzt Trainer Jörg Henf.
"Das Auto ist so sparsam wie man es fährt", sagt er zu Beginn der
ersten Runde und weist auf das an der Scheibe angebrachte Messgerät
das ständig wechselnde Zahlen anzeigt. "Die werden dann später am PC
ausgewertet", kündigt der Experte an. Die Strecke werde zweimal
abgefahren, erfährt Schäfer kurz vor der Siemensbrücke: "Jetzt nach
links. Henf schickt ihn in die Iggelheimer Straße. Fahrer und
Beifahrer unterhalten sich bis zur Petschengasse über die
Parkplatzsituation vor dem Gerichtsgebäude in Frankenthal. Vom Grünen
Winkel aus fährt Schäfer den VW Experience über Kopfsteinpflaster
durch die engen Gassen der Altstadt. Der Verkehr am Domplatz ist - wie
häufig - etwas unübersichtlich. Souverän lenkt der Fahrer das Auto am
Historischen Museum vorbei zur B9-Auffahrt, 100 Stundenkilometer
(km/h) zeigt der Tacho bis zur Ausfahrt Speyer-West an.
Das Tempo
auf 50 km/h gedrosselt, fährt Schäfer zurück zum Ausgangspunkt und
stoppt auf Anweisung seines Trainers auf den Parkplatz gegenüber dem
Autohaus. 7,98 Liter habe er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von 36,7 km/h verbraucht und 185 Gramm CO2
ausgestoßen, entnimmt Henf dem Messgerät und empfiehlt Schäfer für die
zweite Runde vorausschauendes Fahren. Anfahren aus dem Stand gelte als
besonders großer "Spritfresser", gibt der Trainer bekannt. So oft es
die Verkehrssicherheit zulasse, sei ein kurzer Sprint zur erwünschten
Geschwindigkeit optimal.
Jetzt fährt
Schäfer nach Henfs Anweisungen und schaltet so oft es geht in den
höchsten Gang. Das Ausschalten des Motors bezeichnet Henf als die
einfachste Möglichkeit, Sprit zu sparen und rät Schäfer gleich vor der
roten Ampel hinter der Siemensbrücke dazu. "Bei flachen Gefälle den
Gang raus" übt der Fahrer in der Petschengasse und "mit Vollgas auf
100" auf der B9.
Die
Auswertung beider Runden ergibt 4,64 Prozent Verbrauchs-Einsparung in
der zweiten Runde mit einem Zeitunterschied von 40 Sekunden. Trainer
und Fahrer sind zufrieden mit dem Ergebnis. Andreas Schäfer hat das
Spritspar-Training etwas gebracht für seinen Autofahrer-Alltag, ist er
überzeugt. "Das Ausschalten vor der Ampel ist wirklich zu überlegen",
sagt er.
Sie Sieger
eines Gewinnspiels in dem Zusammenhang: Walter Christmann, St. Martin
(Hotelscheck), Friedrich Brixius, Waldsee (100 Euro Gutschein),
Franziska Rink, Heidelberg (50 Euro Gutschein), sowie Gerhard
Albrecht, Heidelberg und Marco Bürger aus Altrip.

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NABU und Böbinger
Landwirte retten 27 Kiebitze
Bedrohter Zugvogel
brütet behütet in Pfälzer Äckern
In einer beispielhaften Aktion
wurden in den vergangenen Wochen 27 junge Kiebitze vom NABU und den
Böbinger Landwirten Günter Gödelmann und Michael Vogel gerettet.
Wolfgang Staudt von der NABU-Gruppe der Verbandsgemeinden Edenkoben
und Maikammer hatte die Kiebitze auf feuchten Ackerflächen bei
Böbingen entdeckt und die Sache ins Rollen gebracht. Zuerst wurden die
Nester nach Rücksprache mit den Flächeneigentümern durch NABU-Aktive
lokalisiert und markiert. Hierbei fand der NABU insgesamt 7 Nester mit
27 Eiern.
Die markierten Nester wurden bei der
in den nächsten Tagen folgenden Bearbeitung der landwirtschaftlichen
Flächen ausgespart und somit vor der Zerstörung bewahrt. Bei
weiteren Kontrollen in den folgenden Tagen wurden die Kiebitze brütend
auf ihren Gelegen mit dem Fernglas beobachtet. Nach ungefähr einer
Woche waren alle Jungvögel geschlüpft was an den verbliebenen
Eierschalen ersichtlich war.
Der Kiebitz ist ein Zugvogel, der
meistens schon im März aus seinen Überwinterungsgebieten zu uns
zurückkommt. Er ist Brutvogel der Feuchtwiesen und Niedermoore. Durch
zunehmende Landwirtschaft und deren Intensivierung seit den 1970er
Jahren sind viele natürliche Feuchtgebiete verloren gegangen. Wegen
dieser fortschreitenden Zerstörung seiner Lebensräume haben die
Bestände des Kiebitzes in Deutschland bereits stark abgenommen
Der Kiebitz ist etwa taubengroß mit
vergleichsweise kurzen Beinen und hat einen weißen Bauch mit einem
schwarzen Brustband. Am auffälligsten aber sind die lange schwarze
Kopfhaube und der charakteristische „Gaukelflug“, bei dem die Kiebitze
ihr typisches scharfes „kiwitt“ ausrufen. Kiebitze brüten
meistens in kleineren Gruppen in offenen, flachen Landschaften mit
kurzem oder gar keinem Gras oder auf Feldern und Äckern. Ihr Gelege
besteht meistens aus vier beigefarben bis braun gefleckten Eiern, in
sehr seltenen Fällen werden drei oder zwei Eier gelegt. Beide Altvögel
bebrüten die Eier 21 bis 28 Tage lang, bis die Küken schlüpfen. Die
Küken sind Nestflüchter und verlassen das Nest bereits wenige Stunden
nach dem Schlupf. Dann werden sie bis zu fünf Wochen lang noch von den
Eltern geführt, bis sie flügge werden. Diese Zeit verbringen die
meisten Familien in der direkten Umgebung des Nestes. In den ersten
zehn Tagen ihres Lebens sind die Küken noch nicht in der Lage, ihre
Körpertemperatur selbst zu regeln (Thermoregulation). Deshalb müssen
die Küken noch gewärmt werden, was meistens das Weibchen übernimmt.
Mit 35 Tagen sind die Küken vollbefiedert und flugfähig.
Alle Beteiligten hoffen, dass ein
Großteil der 27 ausgeschlüpften Jungvögel auch flügge werden und
vielleicht im nächsten Jahr wieder in das Gebiet, in dem sie das Licht
der Welt erblickten, zurückkehren.

Foto 1: Kiebitz auf Böbinger
Acker (Foto: Franz Grimm)

Foto 2: Kiebitz-Gelege (Foto:
NABU / Ludwichowski)

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2208 Quadratmeter
für den Naturschutzbund
Frankenthalerin
überträgt geerbtes Grundstück an NABU
Ein in der Gemarkung Heßheim
gelegenes Ackergrundstück hat die Frankenthalerin Eva Koch dem
Naturschutzbund Frankenthal (Nabu) geschenkt. Der Verein plant, auf
dem Gelände eine Streuobstwiese anzulegen.
„Das ist für uns ein bedeutender
Akt, so etwas hatten wir noch nicht", sagte der Vorsitzende des Nabu,
Manfred Becker, bei der Grundstücksübertragung am Dienstag in einem
Frankenthaler Notariat.
Zusammen mit ihrem im Bayerischen
Wald lebenden Cousin hatte Eva Koch ein 2208 Quadratmeter großes
Ackergrundstück geerbt. Dieses Grundstück liegt in der Gemarkung
Heßheim, östlich der A 61. Koch beschloss, den zurzeit noch
landwirtschaftlich genutzten Acker wieder der Natur zuzuführen. Der
Pachtvertrag sei bereits gekündigt, sagte sie.
„Nach dem Tod meiner Mutter hält
mich hier nichts mehr", so die Frankenthalerin, die nun abwechselnd in
Berlin und in Australien, wo ihre Tochter wohnt, leben wird. „Aber
auch wenn ich nicht wegziehen würde, hätte ich das Grundstück dem Nabu
übertragen", fügte sie hinzu.
Laut Manfred Becker soll der Acker
vom Naturschutzbund auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden,
jedoch auf eine extrem naturverträgliche Art und Weise. Becker schwebt
die Anlage einer Streuobstwiese vor, Genaues müsse jedoch noch
besprochen werden.
Ihr Motiv, das Grundstück zu
verschenken, erklärte die Stifterin so: „Auf dem Feldweg zwischen
Monte Scherbelino und Studernheim habe ich auf Schildern gelesen, dass
hier naturbelassene Äcker vom Nabu verwaltet werden. Das hat mir
gefallen. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Leute für den
Naturschutzbund spenden würden." (kae)
SCHAEDB1
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Frankenthaler Zeitung
Ausgabe: Nr.82
Datum: Samstag, den 07. April 2007
Seite: Nr.16

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Aktiv für
Landschaft, Vogelwelt und Umweltbildung
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt 2007
Bei der diesjährigen
Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Landau-Stadt wurden positive
Bilanzen gezogen. In seinem Jahresbericht lobte der 1. Vorsitzende
Werner Kern den ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven, die insgesamt über
2000 Stunden ableisteten. Nach dem Erfolg der Mitgliederwerbung hat
der NABU Landau aktuell 1150 Mitglieder. Höhepunkte in 2006 waren die
Verleihung des Umweltpreises der Stadt Landau an Werner Kern, die
Ernennung des Hirtenhauses zur offiziellen SchUR-Station (schulnahe
Umweltbildung Rheinland-Pfalz) durch Ministerin Doris Ahnen sowie der
Besuch des NABU-Präsidenten Olaf Tschimpke im Hirtenhaus. Das
SWR-Fernsehen drehte einen Bericht über die ausländischen Teilnehmer
des 20. Internationalen Workcamps. Das SWR-Radio berichtet über die
Schleiereulenberingung an der evangelischen Kirche in Mörzheim, die
der NABU gemeinsam mit der Universität Landau durchführte.
Wie in jedem Jahr pflegten die
Naturschützer diverse Biotope, retteten tausende von Erdkröten in
Mörzheim und Landau vor dem Verkehrstod, schrieben politische
Stellungnahmen, boten zahlreiche Exkursionen an, beteiligten sich am
„Ferienpass“ und schrieben einen Malwettbewerb für Kinder aus. Die
Gruppe nahm die Schenkung einer Streuobstwiese und eines alten
Weinbergs durch Mitglieder an und betreibt so weiterhin
Flächensicherung für den Naturschutz, eine ihrer satzungsgemäßen
Kernaufgaben.
Bildungsreferentin Inge Keller
berichtete, dass im Jahr 2006 über 2000 Kinder von 23 verschiedenen
Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Kirchen) aus Landau und den
Kreisen SÜW und GER an den Veranstaltungen der Naturerlebnisschule
teilgenommen haben.
Kassenwart Lutz Querfurth konnte
einen Überschuss für die Vereinskasse verzeichnen.
Nach 35 Jahren Engagement für die
Natur wurde Werner Kern für weitere 3 Jahre in seinem Amt als 1.
Vorsitzender des NABU Landau bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende
bleibt Ingrid Munzinger, Schriftführer Horst Mantel und Kassenwart
Lutz Querfurth. Jürgen Elger, Martina Gellrich, Ulf Janz, Stefan Laux,
Roland Metzger und Klaus Pittner wurden in den erweiterten Vorstand
gewählt. Kassenprüferinnen sind Gisela Jester und Inge Kern.
Der gemütliche Teil wurde bereichert
durch Ulf Janz, der in einem Diavortrag den Vogel des Jahres 2007, den
Turmfalken, vorstellte.

Foto1 : Junger Turmfalke, der
im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim abgegeben und in der
Pflegestation des NABU in Haßloch aufgezogen und später ausgewildert
wurde. (Foto: Werner Kern)

Foto 2: Turmfalke, Vogel des
Jahres 2007
(Foto: NABU)

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Ein
Vierteljahrhundert für den Naturschutz
NABU Landau-Land
wird 25 Jahre alt - Jahreshauptversammlung plant Feierlichkeiten
Die Jahreshauptversammlung der
NABU-Gruppe Landau-Land im Eschbacher „Zehnthof“ stand ganz unter dem
Zeichen des 25-jährigen Vereinsjubiläums. Im Jahr 1982 als „Ortsgruppe
Landau-Land im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV)“ gegründet, zählt
die NABU-Gruppe inzwischen über 500 Mitglieder von Knöringen bis
Impflingen. In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende Hans Frech
(Göcklingen) auf die Höhepunkte des letzten Jahres ein – das
Pfingstfest mit Schafschur, das Göcklinger Brünneltreffen, die Nacht
der Fledermäuse und den Tag des Ehrenamtes, die auch alle in diesem
Jahr wieder statt finden. Gleichzeitig zog er Bilanz über ein
Vierteljahrhundert Naturschutz.
In Walsheim wurden im vergangenen
September 40 Obstbäume auf einer Ausgleichsfläche gepflanzt.
Mittlerweile pflegt die Gruppe in der Verbandsgemeinde 8
Streuobstwiesen. Dazu kommen 8 Feuchtgebiete, Wiesen und Wäldchen.
Insgesamt besitzt und/oder pflegt die Gruppe 12 ha Fläche, die auf
zahlreiche Dörfer in der Verbandsgemeinde verteilt sind. „Damit
leisten wir unseren Beitrag zur Flächensicherung - unsere wichtigste
Aufgabe nach der neuen NABU-Strategie“, so Rolf Schmitt, 2.
Vorsitzender, der die meisten Biotoppflege- und Pflanzaktionen
organisiert.
Dr. Nathalie Plum von der NABU
Regionalstelle in Landau lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gruppe
und berichtete von verschiedenen Aktivitäten mit Messdienern,
Konfirmanden und der NABU Hochschulgruppe Landau in der
Verbandsgemeinde.
Zum Jubiläum war die Gruppe im März
dieses Jahres bereits Gastgeber der großen Landesvertreterversammlung
des NABU Rheinland-Pfalz. In die Kaiserberghalle in Göcklingen waren
zu diesem Anlass nicht nur Ortsbürgermeister Fritz Garrecht,
Verbandsbürgermeister Klaus Stalter und Landrätin Theresia Riedmaier
gekommen, sondern auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke aus Berlin. Alle
gratulierten der Gruppe herzlich zu ihrer langjährigen professionellen
Arbeit. Ein größeres Jubiläumsfest ist für den November in Ilbesheim
geplant.
Neuwahlen standen nicht an,
lediglich Petra Dausch-Franz (Eschbach) wurde als „Verstärkung“ in den
Vorstand gewählt und freut sich auf ihr Amt als Beisitzerin. Der
Kassenwart Thomas Dausch (Eschbach) hatte ein sattes Plus zu
verzeichnen – die meisten Einnahmen sind Vergütungen für
landespflegerische Aktivitäten sowie Spendengelder. Die Mitglieder
beschlossen deshalb, ein Artenschutzprojekt des NABU Landesverbande
mit einer Spende von 1000 Euro zu unterstützen: Das größte deutsche
Winterquartier für Fledermäuse, der so genannte „Bierkeller“, eine
Basaltgrube in der Nähe von Mayen, soll durch Ankauf gesichert werden.
Gleichzeitig ruft die Gruppe die Bevölkerung in der Südpfalz dazu auf,
ebenfalls zu spenden. Insgesamt muss der NABU 300.000 Euro aufbringen.
Auch ein Ausflug zur Besichtigung des Fledermausquartiers ist geplant.
Für Spenden und Infos: NABU Regionalstelle
Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

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„Naturschutz in
Rheinland-Pfalz“ (NABU-interner Artikel)
Zehntausend
Erdkröten gerettet
Jobbörse der
Regionalstelle voller Erfolg – Über 100 Ehrenamtliche helfen mit an
Amphibienschutzzäunen in der Südpfalz
Bei den diesjährigen Aktivitäten des
NABU im Amphibienschutz in der Südpfalz zeigte die „Jobbörse für
Ehrenamtliche“ der NABU Regionalstelle Süd in Landau ihre volle
Wirkung.
Die NABU-Gruppen Landau-Stadt,
Landau-Land, Edenkoben/Maikammer, Lingenfeld und Neustadt/Weinstraße
betreuten in ihren Gebieten insgesamt 11 Wanderstrecken. Die meisten
Schutzzäune errichtete Franz Grimm in einem Kraftakt gemeinsam mit
seinen beiden FÖJlern. Bei der anschließenden Betreuung der Zäune gab
es natürlich ebenfalls eine Menge zu tun. Dr. Nathalie Plum gab den
Bedarf an Helfern nicht nur wie üblich auf der Internetseite und über
den Emailverteiler bekannt, sondern rief auch noch einmal gesondert
über die Presse auf. Die Resonanz aus der Bevölkerung war
überwältigend: Insgesamt waren über 100 Personen an der „Krötenfront“
engagiert – darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei
auch, dass viele Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, mit
anpackten. Auch der befreundete Naturschutzverband Südpfalz (NVS)
profitierte von der „Jobbörse“ der Regionalstelle, da auch einige
Helfer für die Zäune des NVS gefunden werden konnten.
Die im Dezember auf Initiative der
Regionalstelle neu gegründete NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße stürzte
sich gleich in die praktische Naturschutzarbeit und betreute allein 4
Zäune. „Es war schon ein tolles Erlebnis, den Tieren so Aug’ in Aug’
zu begegnen – vor allem für unsere Jugend“, schwärmt die Vorsitzende
Ursel Mosebach. An den traurigen Anblick der überfahrenen Tiere
hingegen mag sie sich noch nicht recht gewöhnen.
In Eußerthal (Verbandsgemeinde
Annweiler, Kreis SÜW) mobilisierte die frisch gebackene NABU-Aktive
Marie-Luise Buschmann-Hof ihre Kollegen in der dortigen Fachklinik.
Nach einer Woche gehörte es in der gesamten Belegschaft „zum guten
Ton“, sich zum „Krötendienst“ in der Auffahrt der Klinik einteilen zu
lassen – „Sonst konnte man in der Kaffeepause nicht mehr mitreden“, so
Buschmann-Hof.
Insgesamt wurden in der Südpfalz
über 10.000 Erdkröten, einige hundert Grasfrösche und einige Dutzend
andere Amphibien, darunter auch Molche und eine einzelne Wechselkröte,
sicher in ihre Laichgewässer gebracht.
Die langjährigen Betreuer einiger
Schutzzäune, wie zum Beispiel Herbert Magin (NABU Lingenfeld),
berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als sonst
einsetzte – an den Standorten in der Nähe des Rheins kam die "Vorhut"
schon im Januar und die Rückwanderung setzte bereits im März ein. Auch
war die Gesamtzahl der wandernden Kröten an den meisten Standorten
deutlich geringer als in den Vorjahren – bis zu 50%. Beim
abschließenden regionalen Stammtisch diskutierten die Krötenretter, ob
diese Entwicklungen mit dem Klimawandel zusammenhängen – ein Thema,
das die Wissenschaft sicherlich noch beschäftigen wird.
Der NABU und der NVS bedanken sich
herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

Die neue NABU-Gruppe Neustadt
errichtet mit Franz Grimm (vorne rechts) ihren ersten Schutzzaun
(Foto: NABU Neustadt)

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Zehntausend Erdkröten
gerettet
NABU und NVS
betreuten Amphibienschutzzäune in der ganzen Südpfalz
Wanderung abgeschlossen –
Zahlen rückgängig
Viele Menschen ekeln sich vor
Amphibien, ganz besonders vor Kröten. Diese Tiere sind jedoch ein
wertvolles Glied im Nahrungsnetz und sollten ganz besonders von
Gärtnern geschätzt werden – fressen sie doch neben allerlei Insekten
und Spinnen auch Nacktschnecken. Deshalb machen sich die
Naturschutzverbände NABU und NVS jedes Jahr dafür stark, möglichst
viele Erdkröten, Frösche und Molche vor dem Verkehrstod zu bewahren
und so die Populationen zu sichern.
Der Naturschutzverband Südpfalz
(NVS) betreute Zäune in Spirkelbach, Hagenbach und Hatzenbühl – mit
2400 und 1073 geretteten Kröten gehörten die ersten beiden zu den am
meisten frequentierten Standorten, während in Hatzenbühl die größte
Artenvielfalt angetroffen wurde. Grasfrösche, Springfrösche,
Grünfrösche, Bergmolche und Fadenmolche sorgten dort für Abwechslung.
Weitere große Erdkrötenpopulationen konnte der NABU in Eußerthal
(1754), Schwegenheim (1400) und Landau-Mörzheim (1007, jeweils
eingesammelte Erdkröten) sichern. Die im Dezember neu gegründete
NABU-Gruppe Neustadt/Weinstraße betreute 3 Zäune an verschiedenen
Standorten im Stadtgebiet; der wichtigste Standort war das
Kaltenbrunnertal, wo ca. 1700 Kröten und einige Dutzend Grasfrösche
gerettet werden konnten. Die Naturschützer lernten dabei
Privatpersonen kennen, die sich bereits seit Jahren im „Einzelkampf“
um die Rettung der wandernden Amphibien in ihrer Siedlung kümmern.
Dazu kamen Zäune und Sammelstellen mit kleineren Populationen in
Kirrweiler, Burrweiler, Frankweiler, Siebeldingen, Gräfenhausen und
Annweiler sowie an der Kaiserbachermühle bei Klingenmünster und in
Landau im Gewerbegebiet Nord.
Sämtliche Schutzzäune wurden über
einen Zeitraum von mehreren Wochen in den Abendstunden von den
Naturschützern vor Ort kontrolliert. Insgesamt konnten so in der
Südpfalz mehr als 11.000 Kröten sicher zu ihrem Laichgewässer gebracht
werden, wie Dr. Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle in Landau
berichtet. Wie auch schon in den Vorjahren funktionierte die
Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden bestens; die notwendigen
Zäune wurden teilweise zur Verfügung gestellt und wenn möglich Straßen
gesperrt oder beschildert.
Die „Jobbörse für Ehrenamtliche“,
die die NABU Regionalstelle über die Presse und über die eigene
Internetseite bekannt macht, zeigte hier ihre volle Wirkung: Insgesamt
waren über 100 Personen als Helfer an der „Krötenfront“ engagiert –
darunter zahlreiche zum ersten Mal. Erfreulich war hierbei auch, dass
zahlreiche Kinder und Jugendliche, teils mit ihren Eltern, halfen.
Passanten fragten die Helfer auch schon einmal im Scherz, ob sie für
eine Froschschenkelsuppe sammelten.
Die langjährigen Betreuer einiger
Schutzzäune berichten, dass die Wanderung in diesem Jahr früher als
sonst einsetzte – an den rheinnahen Standorten (Schwegenheim,
Hagenbach) kam die "Vorhut" schon im Januar und die Rückwanderung
setzte bereits im März ein. Auch war die Gesamtzahl der wandernden
Kröten an den meisten Standorten deutlich geringer als in den
Vorjahren – bis zu 50%. „Ob dies mit dem Klimawandel zusammenhängt,
darüber wagen wir nicht zu spekulieren“, so Dr. Nathalie Plum von der
NABU Regionalstelle, „das ist aber sicherlich ein Thema, das die
Wissenschaft noch beschäftigen wird.“
Der NABU und der NVS bedanken sich
herzlich bei allen großen und kleinen Helfern.

Foto: Erdkrötenpaar
(Foto: Manfred Winkler/NVS)
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Biotoppflege,
Pappkäfer und Eiersuche:
Osterferienprogramm beim NABU Landau wieder ein voller Erfolg
50 Kinder aus Landau und dem Kreis
Südliche Weinstraße nahmen am diesjährigen Osterferienprogramm des
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim teil. Ulrike van der
Bloemen und Inge Keller von der Naturerlebnisschule gestalteten über
drei Tage ein abwechslungsreiches Programm rund um die Natur – mit der
tatkräftigen Unterstützung von 9 wechselnden ehrenamtlichen Helfern
des NABU Landau.
Wie jedes Jahr wurde zunächst das
„Grüne Klassenzimmer“ am Brühlgraben in Mörzheim „fit für den
Frühling“ gemacht. Die im letzten Jahr von den Kindern angelegte
Benjeshecke, ein Unterschlupf für Kleintiere, wurde mit neuem
Grünschnitt aufgefüllt. Mit großem Eifer besserten die kleinen
Naturschützer die Insektenlehmwand aus und zimmerten ein neues Dach.
Dank der tüchtigen Vorarbeit der NABU Hochschulgruppe Landau, die den
Boden rund um die Obstbäume mit Spaten gelockert hatte, konnten die
Kinder Trester-Kompost als Dünger an den Bäumen verteilen.
Zwischendurch gab es zur Auflockerung wie immer Spiele und eine
Wasserexkursion, bei der die Kinder Kaulquappen von Molchen,
Froschlaich und Libellenlarven entdecken konnten. Auf der von ihnen
angelegten Trockenmauer sonnten sich bereits die Eidechsen. Die
Bastelfreudigen fertigten aus Pappmaché lustige Riesenkäfer und schöne
Ostergrußkarten an. Der Höhepunkt des bunten Programms war eine
spannende Eiersuche im Grünen.
Der besondere Dank der
Naturschützer gilt der Bäckerei Walther (Offenbach), die für die
Verpflegung der Kinder Brot und Kuchen zur Verfügung stellte.
Zum
Vormerken:
Die NAJU (Naturschutzjugend) Landau (Leitung: Ulf Janz) trifft sich an
jedem 1.Dienstag im Monat um 15 Uhr in Mörzheim und macht spannende
Ausflüge in die Natur. Anmeldung (Kinder ab 10 Jahren) und Infos über
weitere NABU-Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Tel. 06341/31628; e-mail:
hirtenhaus@web.de
_1.jpg)
Foto 1: Die
Teilnehmer des Osterferienprogramms auf der Wiese des NABU Landau in
Mörzheim (Foto: Werner Kern)
_1.jpg)
Foto 2: Die gebastelten
Pappmaché-Käfer (Foto: Werner Kern)

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Spritspartag in Speyer
Speyer: NABU, evangelische
Kirche und Volkswagen laden ein zu Aktionstag
Kostenloses
Spritspar-Training am Autohaus Neubeck
Berlin/Speyer - "Umweltschonend Auto
fahren" lautet das Motto eines Aktionstages, der am Samstag 14. April
von NABU und Volkswagen gemeinsam mit der evangelischen Landeskirche
der Pfalz ausgerichtet wird. Von 10 bis 16 Uhr dreht sich im
Volkswagen-Autohaus Neubeck in der Landwehrstr. 34 alles um die Themen
Spritsparen, Klimaschutz und Umweltschutz. Kostenlos angeboten wird
ein ebenso spannendes wie nützliches Spritspar-Training. Wer lernen
möchte, wie mit ein paar kleinen Änderungen am Fahrstil und ohne
Zeitverlust der Treibstoffverbrauch um bis zu 25% gesenkt werden kann,
sollte unbedingt am Spritspar-Training teilnehmen.
Nach der erfolgreichen „Aktion
Autofasten“ der evangelischen Landeskirche geht das kirchliche
Engagement für die Umwelt auch nach Ostern weiter. Schirmherr des
Aktionstages ist Rolf Wunder, Beigeordneter der Stadt Speyer.
Ein buntes Rahmenprogramm gestalten der
NABU und verschiedene Firmen aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz.
Anbieter von Photovoltaikanlagen, Sonnenkollektoren, Wärmepumpen,
Gasautos, Gebäudeanalysen, Isolier- und Dämmstoffen sowie biologischen
Baustoffen zeigen auf, was man als Privatmann alles für den
Klimaschutz machen kann. Zwei Biolandbetriebe bieten ihre Produkte aus
ökologischem Anbau an.
Rückfragen/Anmeldung: Tel. 06341 /
31628,
e-mail: Kontakt

Das
Autohaus Neubeck, Veranstaltungsort des NABU Spritspartages
(Foto: Werner Kern)

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NABU und NVS unterstützen
die bundesweite Brutvogelkartierung ADEBAR - Kartierungen der
Eulen in Landau und Umgebung liefern erste interessante Ergebnisse
Mit dem Projekt ADEBAR (Altas Deutscher
Brutvogelarten) wird seit 2005 die längst überfällige Zählung, der in
Deutschland vorkommenden Brutvögel durchgeführt. Als Ergebnis wird in
drei Jahren ein Atlas mit Verbreitungskarten und Angaben zur
Häufigkeit der deutschen Piepmätze herausgegeben. In Landau und
Umgebung wird diese Vogelzählung gemeinsam vom Naturschutzbund
Deutschland (NABU) und dem Naturschutzverband Südpfalz (NVS)
durchgeführt. Ulf Janz vom NABU-Landau kartiert zur Zeit die
pfälzischen Eulen. „Es ist sehr erfreulich, dass von den 10
verschiedenen Eulenarten, die in Deutschland brüten, immerhin 8 in der
Südpfalz nachgewiesen werden konnten“, so Janz. Neben den häufigeren
Arten wie Waldkauz und Waldohreule sind auch Schleiereule, Uhu,
Steinkauz und Rauhfußkauz vertreten. Die großen Sensationen der
letzten Jahre waren aber zwei Brutnachweise der sehr seltenen
Zwergohreule und mehrere Brutnachweise des Sperlingskauzes, der im
Pfälzer Wald als Brutvogel bisher unbekannt war. „Diese Erkenntnisse
sind aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wichtig“ betont Janz. Auch
Rolf Wambsganss vom NVS ist der Meinung, dass für einen erfolgreichen
Artenschutz bekannt sein muss, wo und in welcher Anzahl die Tiere
brüten. Und das sehr erfolgreiche Steinkauzprojekt des NVS spricht für
sich. „Der bei uns vom Aussterben bedrohte Steinkauz konnte durch
gezielte Maßnahmen gerettet werden“ freut sich Wambsganss und bedankt
sich bei der Gelegenheit bei seinem Naturschutzfreund Karlheinz
Stahlheber, dessen unermüdlichen Einsatz dieser große Erfolg zu
verdanken ist. Durch das Aufhängen von sogenannten Steinkauzröhren
finden die Käuze ausreichend Nistmöglichkeiten und inzwischen haben
sich die Bestände sehr gut erholt.
Sorge bereitet den
ehrenamtlichen Naturschützern jedoch das zum Teil umfangreiche Fällen
großer Bäume in den Ortschaften und Ortsrandgebieten. Genau diese
Bäume sind jedoch oftmals die einzigen Brutmöglichkeiten der
Waldohreulen. „Obwohl sie so heißen, haben wir festgestellt, dass die
Waldohreulen im geschlossenen Wald gar nicht vorkommen. Sie benötigen
zur nächtlichen Jagd offene Flächen und zum Brüten hohe Bäume. Diese
Strukturen finden wir bei uns aber nur in dörflichen Strukturen und
entlang der Bachläufe“ erklärt Wambsganss. In diesem Jahr konnte Ulf
Janz bereits 14 Brutpaare der Waldohreule beobachten: in Göcklingen,
Dammheim, Nussdorf, Arzheim, Mörzheim und sogar mitten in Landau. Dr.
Nathalie Plum von der Regionalstelle Süd des NABU Rheinland Pfalz
hofft, dass diese Erkenntnisse die Städte und Gemeinden dazu bringen,
das Fällen großer Bäume nicht zu übertreiben. „Ich würde es auch
begrüßen, wenn wir wir aus der Bevölkerung Meldungen über
Eulenbeobachtungen erhalten könnten, damit wir unser Bild von der
Verbreitung der Eulen vervollständigen können“ so Plum. „Außerdem ist
es auch möglich unsere Eulen-Experten bei ihren Begehungen zu
begleiten“.
Anfragen und
Meldungen von Beobachtungen ab dem 10.4. an die NABU Regionalstelle
Süd, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim, Tel.
06341/31628,
e-mail:
Kontakt

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Ein Jahr Handys für die
Havel: NABU und Vodafone ziehen Bilanz
Über 77.000 Euro für
Renaturierungsprojekt gesammelt
Vor genau einem Jahr
starteten der NABU und Vodafone die Handyrecycling-Kampagne „Handys
für die Havel“. Unverändert ist diese Aktion auf Erfolgskurs: Zum 15.
Februar 2007 sind insgesamt rund 9.800 Handys zugunsten des NABU beim
Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ eingegangen. Zahlreiche
Bürger, aber auch Unternehmen, Schulen und Behörden haben sich
beteiligt. So konnten über 77.000 Euro für den NABU gesammelt werden.
Wer sein Alt-Handy
umweltverträglich entsorgen und gleichzeitig etwas für den Naturschutz
tun möchte, kann das bei NABU-Aktiven, in einigen Geschäften oder bei
der Stadt Germersheim tun (Adressen siehe unten). Inzwischen kann man
einen Großteil der Handysammelstellen des NABU auch im Internet
einsehen:
http://www.nabu.de/m07/m07_02/06053.html
Für jedes Handy erhält der
Naturschutzbund Deutschland eine Spende von drei Euro fünfzig von
seinem Kooperationspartner Vodafone. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der
NABU Rheinland-Pfalz Regionalstelle Südpfalz: „Wir freuen uns sehr
darüber, dass nach wie vor so viele Mitbürger unsere Arbeit durch die
Abgabe ihrer Alt-Handys unterstützen. Allein in der Südpfalz haben wir
schon knapp 250 Handys gesammelt. Die Gelder verwendet der NABU für
die naturnahe Gestaltung der Unteren Havel – dem zur Zeit größten
Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas.“
Das Recycling eines alten Handys ist
übrigens unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag
oder dem Kauf eines neuen Gerätes.
Sammelstellen im Kreis GER:
Westheim: Pia Herbel, Bahnhofstr. 7 .
(Briefkasten)
Zeiskam: Postagentur, Inh.: Herr Mees
Bellheim: Frisör Busch, Optiker Kuntz
Knittelsheim: Bäckerei Busch
Ottersheim : Walter Frey, Waldstr. 47
(Briefkasten)
Germersheim: Brigitta Bräuer, Lokale
Agenda 21, Kolpingplatz 3

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Müllsammelaktion der NAJU
Neustadt am Speyerbach
Am vergangenen Samstag hat die
Naturschutzjugend (NAJU) Neustadt am Speyerbach in Höhe der Festwiese
Müll von den Bachufern eingesammelt. Darunter waren Flaschen,
Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenschachteln, eine Radkappe und viel
Styropor. „Unglaublich, was die Leute alles achtlos in den Bach
werfen“, so Thore Fink, Sprecher der Jugendgruppe. Das ESN nahm den
gesammelten Müll entgegen - insgesamt 6 Säcke, also über 700 Liter auf
nur 100 Metern Uferabschnitt. Für eine Sammlung im Bach selbst führte
der Speyerbach zu viel Wasser und auch die geplante „Müll-Ausstellung“
musste wegen des schlechten Wetters (Regen und Sturm) entfallen. Der
kleine Leon (9 Jahre) wurde beim Sammeln bereits von einem
herumfliegenden Pappschild niedergestreckt. Auch von der befreundeten
BUND-Gruppe waren Helfer mit dabei. Die Jugendlichen machten unter den
Passanten noch eine Umfrage zum Speyerbach und waren positiv
überrascht, wie gut informiert einige waren, zum Beispiel darüber, wo
Quelle und Mündung des Bachs liegen. Die Passanten wurden auch
gefragt, welche persönliche Bedeutung der Speyerbach für sie hat und
ob sie Verbesserungsvorschläge haben. Die NAJU plant die Auswertung
der Fragebögen für die nächste Gruppenstunde.
Nächste Treffen der NAJU Neustadt:
Freitag, 09.03. und 23.3. jeweils um 15:30 bis 17 Uhr im
Mehrgenerationenhaus (Hof der VHS). Infos bei Thore Fink,
Tel. 06325 / 980840

Foto1: Die
Jugendlichen beim Müllsammeln am Speyerbach
(Foto: Martin
Grund)
.jpg)
Foto 2: Geschafft!
So viel Müll auf nur 100 Metern…(
Foto: Martin Grund)

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Biotoppfleger, Bachpaten
und Vogelschützer:
NABU
Wachenheim/Deidesheim aktiv für die Natur an der Haardt
Am vergangenen Freitag fanden sich die
Aktiven der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim zur
Jahreshauptversammlung und Vorstandswahl im Rathaus der
Verbandsgemeinde Wachenheim ein. Wie der 1. Vorsitzende Nicolas
Bachmann berichtete, waren die Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr
rege.
Wie immer machte die Biotoppflege einen
großen Teil der Aktivitäten aus. Dazu gehörten auf Flächen des NABU
das Mähen, der Schnitt von Obstbäumen und die Pflege von Kopfweiden.
Im Rahmen der Bachpatenschaften für den Goldbach und den Neuen
Weinbach wurden ebenfalls verschiedene Baumschnitt- und
Säuberungsarbeiten durchgeführt.
An den fast 50 für den Steinschmätzer
entlang der B 271 angelegten Lesesteinhaufen, wurde gemäht, um freien
Anflug des seltenen Acker- und Weinbergvogels zu gewährleisten.
Außerdem betreut die NABU-Gruppe über 600 Nistkästen. Es fanden zwei
„Vogelstimmenwanderungen“ und eine Wanderung zu den Steinschmätzern
statt. Außerdem waren die Naturschützer beim Ferienprogramm der Agenda
21 von Wachenheim und mit einem Stand auf dem Wachenheimer
Kräutermarkt in der Öffentlichkeit präsent. Friedrich Reinert vertrat
den NABU im Naturschutzbeirat des Kreises Bad Dürkheim und arbeitete
Stellungnahmen zu verschiedenen Bauvorhaben und Flurbereinigungen aus.
Wie immer war die Naturschutzjugend NAJU sehr aktiv und an fast allen
Aktivitäten der NABU-Gruppe beteiligt.
Der Kassenwart Klaus Brenner hatte ein
leichtes Plus in der Kasse zu verzeichnen und zeigte sich zufrieden
mit der stabilen Finanzlage der Gruppe.
Die Neuwahlen ergaben folgenden
Vorstand:
1. Vorsitzender: Nicolas Bachmann
2. Vorsitzender: Tobias Koreng
Kassenwart: Alexander Brändlein
Schriftführer: Sebastian Krauß
Pressewart: Friedrich Reinert
Kassenprüfer: Klaus Brenner, Gerd
Reuther.
Im Februar fand auf der NABU-eigenen
Streuobstwiese im Einstal bereits eine Schulung statt, bei dem die
Wachenheimer Naturschützer sich von Werner Kern (NABU Landau) zeigen
ließen, wie man Obstbäume fachmännisch beschneidet. Im
Jahresprogramm stehen wieder Mäh- und Pflegearbeiten auf den
Grundstücken des Vereins, die Weitergestaltung des Spielplatzes im
Poppental, eine Radtour zu den im Bereich der Verbandsgemeinden
angelegten Nistplätzen der seltenen Steinschmätzer, eine
Vogelstimmenwanderung im Forster Bruch, eine Wanderung mit einer
NABU-Gruppe aus Niedersachsen zu Steinschmätzer und Zaunammer,
Teilnahmen am Kräutermarkt, am Waldtag sowie am Ferienprogramm der
Agenda 21 und im Herbst die Reinigung, Reparatur und Ergänzung der
zahlreichen Nisthilfen. Auch 2007 wird die Gruppe sich an jedem 1.
Freitag im Monat um 19:30 Uhr im Rathaus der Verbandsgemeinde
Wachenheim treffen und freut sich über neue Gesichter.
Wichtigste Neuerung ist der Anschluss
der NABU-Gruppe Wachenheim/Deidesheim an die NABU Regionalstelle für
die Süd- und Vorderpfalz, die ihren Sitz in Landau-Mörzheim im
Naturschutzzentrum Hirtenhaus hat. Dr. Nathalie Plum, Leiterin der
Regionalstelle, wird die Gruppe vor allem bei der
Öffentlichkeitsarbeit und bei der Gewinnung von neuen Aktiven
unterstützen und sie mit den anderen NABU-Gruppen in der Region
vernetzen. Auch bei allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die
Regionalstelle für Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.
Infos: NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628,
e-mail:
Kontakt

Foto:
Obstbaumschnittkurs des NABU im Einstal.
(Foto: Werner Kern)

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Neues Programm der
Naturerlebnisschule für das Sommerhalbjahr 2007
Die Naturerlebnisschule
des NABU Landau startet ihr neues Programm für Frühjahr und Sommer.
Schulklassen aller Alterstufen können das Angebot nutzen und den
Sachkunde- oder Biologieunterricht im Freien gestalten, einen
Wandertag einmal anders erleben oder Projekttage mit dem NABU
durchführen.
Unter fachkundiger Anleitung der Umweltpädagoginnen Ingeborg Keller
und Ulrike van der Bloemen erfahren und erforschen Schüler und
Schülerinnen Tiere und Pflanzen verschiedener Lebensräume und erfahren
viel über ökologische Zusammenhänge. Die Angebote sind entsprechend
dem Alter der Klassen konzipiert. Sinneseindrücke und spielerische
Lernformen sind neben der Wissensvermittlung tragende Element.
Themen für Grundschulen
sind ein Wohnungsbauprogramm für Piepmätze, eine
Frühlingsentdeckungstour, ein Besuch beim Imker, bei dem es viel über
Honig- und Wildbienen zu erfahren gibt. Beim Thema Bäume kann der
Sachkundeunterricht im Wald oder Park stattfinden. Verschiedene
Lebensräume wie Wiese, Streuobstwiese, Wasser oder Laubstreu können
erforscht oder das Schulgelände an Projekttagen mit dem Bau eines
Lebensturms neu gestaltet werden. Wir versuchen, die Angst vor Spinnen
zu nehmen, indem wir ihre faszinierenden Seiten aufzeigen oder
beobachten die Flugkünstler über den Dächern unserer Stadt. Dem
Turmfalken als Vogel des Jahres wird besondere Beachtung zuteil.
Für die
Klassenstufen der weiterführenden Schulen werden überwiegend dieselben
Themen angeboten, jedoch ist der inhaltliche Schwerpunkt ein anderer:
Beim Lebensraum Wiese erhalten die Schüler eine Einführung in die
Bestimmung von Pflanzen oder Tieren oder sie untersuchen am Wasser,
welche Anpassungsmechanismen die Entwicklungsstadien verschiedener
Insektenarten entwickelt haben. Zusätzliche Themen sind die
Verbreitungsmechanismen von Samen und Früchten, der Lebensraum Wald
mit seinen Stockwerken und beim Thema Tarnung und Warnung wird
untersucht, wie sich Tiere und Pflanzen vor Feinden schützen können.
Für Projekttage können sich Gruppen bei der Arbeit am Grünen
Klassenzimmer oder im Schulgelände engagieren, z. B. durch die Anlage
einer Benjes-Hecke oder beim Bau einer Lehmwand für Wildbienen. Beim
Projekt „Essbare Wildkräuter“ wird in der Speisekammer der Natur nach
würzigen Beigaben gesucht. Wohin am Wandertag? – Die
Naturerlebnisschule bietet hierzu einen Walderlebnistag an.
Alle Veranstaltungen
sind in der Regel für 2,5 - 3 Stunden konzipiert. Ist geeignetes
Gelände in Schulnähe vorhanden, kommen die Mitarbeiter des NABU auch
zu der Schule. Ansonsten besteht die Möglichkeit, mit dem Linienbus
nach Mörzheim zu fahren. Dort verfügt der NABU über eigene Wiesen-,
Wald- und Wasserflächen.
Die Programme der
Naturerlebnisschule werden zur Zeit an die Schulen verteilt, sie
können auch beim NABU Landau im Naturschutzzentrum Hirtenhaus unter
06341 / 31628 angefordert werden.
Weitere Informationen
unter
www.nsz-hirtenhaus.de.

Bewegungsspiel im "Grünen Klassenzimmer" der Naturerlebnisschule in Mörzheim (Foto: Werner Kern)

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SCHWEGENHEIM.
Wie Kröten wohlbehalten
zum Wasser kommen
Sie erreichen eine Länge
von etwa acht bis zwölf Zentimetern und erscheinen ungeschickt. Ihre
Färbung reicht vom Bräunlichen bis ins Grünliche, ihr Leib ist mit
Warzen besetzt, und sie halten sich tagsüber verborgen: Die Rede ist
von Erdkröten, die derzeit in den Abend- und Nachtstunden zu ihren
Laichgewässern wandern. Auch in diesem Jahr unterstützt der
Naturschutzbund (NABU) der Verbandsgemeinde Lingenfeld die
Krötenwanderung am Mehlsee zwischen Schwegenheim und Gommersheim.
„Der Krötenschutzzaun, der seit 2005
vom Landauer Landesbetrieb Mobilität errichtet wird, war ein lang
ersehnter Wunsch, erleichtert unsere Arbeit und bewahrt zahlreiche
wandernde Tiere vor dem Tod“, freut sich NABU-Vorsitzender Herbert
Magin aus Westheim. In Zeiten ohne Zaun hätten die Helfer die
Amphibien einzeln einsammeln müssen. Die L 538 sei während der
Krötenwanderung zwar gesperrt worden, vielen rücksichtlosen
Autofahrern sei dies jedoch gleichgültig gewesen: „Tagtäglich wurden
Tiere überfahren und sogar Helfer durch Raser gefährdet.“
Der in diesem Jahr erweiterte, zirka
600 Meter lange Krötenzaun, der am 12. Februar gestellt worden sei,
habe den Vorteil, dass die Tiere auf das Hindernis träfen, sich daran
entlang tasteten, in die eingegrabenen Eimer fielen und so von einem
Überqueren der Straße abgehalten würden, erklärt der NABU-Chef.
„Die erste Wanderung hat in diesem
Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar stattgefunden“,
informiert Magin: „Im Gegensatz zu 2006 stellen wir uns auf eine lange
Wandersaison ein“. Mit vermehrter Wandertätigkeit sei zu
rechnen, wenn die Temperaturen bei über fünf Grad lägen und es regne,
weiß Magin aus Erfahrung. Teilweise würden die Witterungsbedingungen
für die Wanderung ausreichen, aufgrund des frühen Zeitpunkts im Jahr
ticke jedoch die innere Uhr der Kröten noch etwas anders. „Obwohl in
den letzten Tagen keine oder nur sehr wenige Exemplare die Wanderung
in Angriff genommen haben, kontrollieren wir täglich die Eimer“.
In Stoßzeiten seien die NABU-Helfer
sogar zwei Mal, morgens und abends, im Einsatz. Aufgrund des Sekretes,
das die Kröten absondern, würden die Helfer die Amphibien überwiegend
mit Handschuhen aus den Eimern sammeln und sie sicher über die Straße
zum Mehlsee bringen. Nach dem Ablaichen stehe dann einige Tage später
die Rückwanderung an, die der NABU ebenfalls begleite. Magin
appelliert an Fahrzeugteilnehmer, die in den nächsten Wochen die L 538
zwischen Schwegenheim und Gommersheim nutzen, rücksichtsvoll zu fahren
und die reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern zum
Schutze der Tiere und der Helfer nicht zu überschreiten.
Falls Kröten nämlich außerhalb der
Zaunanlage versuchen würden, den Mehlsee zu erreichen, kämen sie nicht
nur durch das direkte Überfahren zu Tode. Alleine der Anpressdruck
eines Fahrzeuges, das mehr als 50 Stundenkilometer fahre, reiche aus,
um die Tiere zum Platzen zu bringen.
Dass sich die aufopferungsvolle Arbeit
der Naturschützer sowie die Installation des Zauns lohnt,
zeigen die geführten Statistiken. In den letzten Jahren tauchen darin
immer mehr wandernde Amphibien auf. Unter diesen befinden sich neben
Erdkröten insbesondere auch verschiedene Frosch- und Molcharten. „In
2005 und 2006 haben wir alleine bei den Hinwanderungen jeweils mehr
als 2000 Amphibien wohlbehalten über die Straße gebracht“, zeigt sich
Magin zufrieden. (nti)

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KREIS GERMERSHEIM: Schon seit 15 Jahren nistet ein Turmfalkenpaar in
einer Scheune in Zeiskam
Von unserer Mitarbeiterin
Jennifer Speigl. Der Turmfalke (Falco tinnunculus) wurde vom
Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres 2007 gewählt. Noch
ist der Bestand der Vögel nicht bedroht, trotzdem soll es wieder mehr
Nistmöglichkeiten geben, wie zum Beispiel in Zeiskam. Dort ist es bald
wieder so weit: Wenn zwischen März und Mai die Balz- und Brutzeit
beginnt, kann man in der alten Scheune ein Turmfalkenpaar mit seinen
Jungen beobachten.
Vor 15 Jahren brachte der
Hauseigentümer zusammen mit Beauftragten des Naturschutzbundes
Rheinland-Pfalz einen Turmfalkenkasten an. Seitdem brütet darin jedes
Jahr ein Turmfalkenpaar - bis jetzt immer erfolgreich. Im Schnitt vier
bis sechs Junge werden dort zur Welt gebracht und „wohnen" im
geräumigen Nistkasten, in dem sich über die Jahre eine Menge Gewöll
und Überreste angesammelt haben, bis sie schließlich ausfliegen.
„Manchmal kommen die
Turmfalken auch im Winter in die Scheune", erzählt Joachim Zürker vom
NABU Bellheim im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Zum Schutz vor Wind und
Wetter, und um die Nistmöglichkeit im Frühjahr zu sichern. Denn für
den Turmfalken als Stand- und Strichvogel sei es, im Gegensatz zum
Wanderfalken, der ein Zugvogel ist, äußerst wichtig, das Revier zu
verteidigen. Deshalb könne man, wenn es hart auf hart kommt, auch mal
einen Luftkampf zwischen zwei Turmfalken beobachten, die sich um den
Nistplatz in der Scheune streiten, so Zürker.
Für Rolf Wambsganß,
Spezialist für Vögel und Säugetiere beim Naturschutzverband Südpfalz,
gehören Turmfalken zu den faszinierendsten Greifvogelarten der Region.
Im Frühjahr soll eine bundesweite Bestandserfassung stattfinden. Wie
Joachim Zürker berichtet, gehe man davon aus, dass der
rheinland-pfälzische Bestand nicht erheblich zurückgegangen ist.
Trotzdem leide natürlich auch der Turmfalke unter der Intensivierung
der Landwirtschaft. Wambsganß bestätigt, dass diese zum Verlust von
Brachflächen für Mäuse und Spatzen, der Nahrungsgrundlage der
Turmfalken, führe. Noch stehe er jedoch nicht auf der „roten Liste",
der Liste der Bestandsbedrohten Tierarten.
Turmfalkenpaare sind sich
lebenslang treu
Dennoch sollte man um die
Zukunft des Vogels besorgt sein. Denn zur Jungenaufzucht suchen sich
die Turmfalkenpaare, die in der Regel ein Leben lang zusammenbleiben,
alte Krähen-, Raben- oder Elsternnester, die in Schlupfwinkeln von
Türmen, landschaftlichen Gebäuden oder Industrieanlagen versteckt
sind. Auch in vielen Dörfern der Südpfalz gebe es Kirchtürme, die von
Turmfalken besetzt werden. Aus Gründen der Sauberkeit wurden jedoch
schon viele Türme geschlossen, sodass dem Turmfalken diese Brutstätte
verwehrt bleibe. Wambsganß weiß, dass darunter auch Schleiereule und
Fledermaus leiden, für die ein Kirchturm ebenfalls eine willkommene
Unterkunft sein kann.
Türme und hohe Gebäude für
Falken freihalten
Laut Bericht des
Naturschutzbundes Rheinland-Pfalz ist vielen Verantwortlichen solcher
Gebäude nicht klar, dass das Schließen der Schlupfwinkel den Bestand
der Tiere stark verringert. Der Spezialist weist deshalb darauf hin,
dieses Kriterium in Zukunft zu berücksichtigen und die
Nistmöglichkeiten nicht zu verschließen oder, wie es unter anderem
schon in Zeiskam und Berlin gemacht wurde, so genannte
„Turmfalkenkästen" an die Gebäude anzubringen. Wie der Naturschutzbund
bestätigt, ist es aufgrund mangelnder Brutplätze auch schon
vorgekommen, dass sich ein Turmfalkenpaar in einem Blumenkasten auf
dem Balkon eines Hochhauses einnistet. Dies kann jedoch äußerst
gefährlich für die Jungen sein, die sich wegen Platzmangels
gegenseitig schubsen und aus dem Nest purzeln.
Erst rütteln sie, dann
fangen sie die Maus
Willi Graf, Vorsitzender
des Vogelparks Wörth, erzählte der RHEINPFALZ, man könne, vor allem in
den Sommermonaten Turmfalken beobachten, die über einer Wiese in der
Luft „rütteln" und sich dann plötzlich auf eine Maus stürzen. Viele
Turmfalken der südpfälzischen Region jagen im Weinanbaugebiet der
Südlichen Weinstraße, da es dort besonders viele freie Wiesen- und
Brachflächen gibt, auf denen der Turmfalke seine Beute erspähen kann.
Das Turmfalkengehege im Vogelpark Wörth ermöglicht es den Besuchern,
die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, was besonders bei Kindern
sehr beliebt ist.
Info Vogelpark Wörth,
Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.
Zum Weiterlesen:
www.nabu-rlp.de oder
www.BUND.de
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OSTERFERIENPROGRAMM 2007
NABU
HIRTENHAUS
Von Mittwoch, den 28.März bis zum
Freitag, den 30.März 2007 bietet der NABU Landau jeweils von 13.00 bis
17.00 Uhr wieder ein Ferienprogramm für alle kleinen Leute ab 8 Jahren
an.
Jetzt zur Frühlingszeit gibt es im
„grünen Klassenzimmer“ und auf der Streuobstwiese alle Hände voll zu
tun, die Wildbienenlehmwand braucht ein sicheres Dach, die Terrasse an
der Trockenmauer will aufgefüllt sein, die Ohrwurmhotels müssen
dringend renoviert werden und vieles mehr ruft nach kleinen und großen
Naturschützern.
Aber auch die Kreativen unter Euch
können sich beim Papier schöpfen oder beim Werkeln mit Pappmaché
auslassen und ihrer Fantasie dabei freien Lauf lassen. So werden ganz
gewiss tolle eigene Werke regelrecht geschöpft.
Und natürlich werden wir an den 3 Tagen
jede Menge Spiele für Euch bereithalten und spielen.
Also meldet Euch an unter 06341 / 31628 oder e-mail:
Kontakt
Der Unkostenbeitrag pro Tag beträgt 5,-
€, Rucksackverpflegung und wetterfeste Kleidung nicht vergessen!
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NABU gründet neue Kindergruppe in Landau
Seit den 70er Jahren
ist der Naturschutzbund NABU Landau, ehemals Deutscher Bund für
Vogelschutz, in der Umweltbildung aktiv. Neben Ferienprogrammen für
Kinder und der Naturerlebnisschule gibt es seit einigen Jahren eine
Naturschutzjugend NAJU für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren, die
sich an jedem 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr am Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim trifft. Ergänzend zu diesem Angebot wird
nun am Freitag, 9. März eine Kindergruppe für Kinder von 6 bis 10
Jahren gegründet. Unter der Leitung von Marlies Kanebley (Wollmesheim)
und Dr. Nathalie Plum (NABU Regionalstelle Südpfalz) kommen die Kinder
den diesjährigen Frühlingsboten der NAJU auf die Spur: dem Turmfalken,
der Zauneidechse, der Wolfsspinne und dem Moos. Treffpunkt ist 15 Uhr
am Friedhofsparkplatz in Arzheim. Von dort aus startet die Gruppe zur
Naturerkundung ins Ranschbachtal. Für NABU-Mitglieder ist die
Teilnahme kostenlos. Ein/e zweite/r Betreuer/in wird ebenfalls noch
gesucht. Anmeldung im Hirtenhaus unter Tel. 06341 / 31628

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Göcklinger Tongrube: NABU pflegt Laichgewässer der Erdkröten
Helfer gesucht
für Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle
Auch in diesem Jahr war die NABU-Gruppe
Landau-Land wieder fleißig im Landschaftsschutzgebiet Göcklinger
Tongrube, für das sie eine Patenschaft übernommen hat. Um auch
besonnte Flächen mit niedriger Vegetation im Umfeld des
Landschaftsweihers zu erhalten, organisierte Hans Frech, der
Vorsitzende der NABU-Gruppe, einen Arbeitseinsatz, bei dem in einem
festgelegten Bereich wieder der frische Aufwuchs entfernt wurde.
Hierbei half auch tatkräftig Göcklingens Bürgermeister Fritz Garrecht,
die Gemeindearbeiter sowie die Jugend aus dem Ort. Alfred Roth sorgte
für die Stärkung der Helfer mit einer deftigen Suppe. Währenddessen
herrschte auf der Wasserfläche ein reges Treiben von Blässhühnern und
verschiedenen Wildenten.
Im Vorfeld bereits hatte Franz Grimm
von der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer Amtshilfe geleistet, indem er
mit dem Bagger im Umfeld der Grube Flachtümpel aushub und erweiterte.
Er legte außerdem eine Steilwand als Nistmöglichkeit für den Eisvogel
an und erweiterte den Graben, der das Drainagewasser aus den
Weinbergen auffangen und so das Gewässer vor Überdüngung schützen
soll.
Eine Woche später errichtete die
NABU-Gruppe wieder den Amphibienschutzzaun an der Kaiserbachermühle,
der im letzten Jahr bereits viele hundert Kröten vor dem Verkehrstod
retten konnte. Am vergangenen Mittwochabend erschien dann auch schon
die Vorhut in Form der ersten 10 Erdkröten. Jetzt sucht die
NABU-Gruppe noch Helfer, die morgens und abends den Zaun kontrollieren
und die Kröten über die Straße bringen, damit sie ihr Laichgewässer
erreichen – den Biotopweiher ehemalige Tongrube im Göcklinger
Kaiserbachtal. Kontakt: Hans Frech oder Gerhard Wisser (Göcklingen).
Weiter Infos über die Amphibienwanderung: NABU Regionalstelle
Südpfalz, Tel. 06341 / 31628
Die fleißigen
Helfer beim Arbeitseinsatz in der Tongrube stärken sich bei einer
warmen Suppe. Foto: NABU

Der
Amphibienschutzzaun wird errichtet.
(Foto: Hans Frech)

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Jahreshauptversammlung des NABU Ludwigshafen
Rehbachtal,
Vogelschutz, Jugendgruppe und regionale Geschäftsstelle:
NABU-Stadtverband Ludwigshafen auf alten und neuen Wegen im
Naturschutz
Bei der diesjährigen
Jahreshauptversammlung des NABU-Stadtverbands Ludwigshafen in der
Gaststätte „Zum Hirsch“ in Rheingönheim berichtete der Vorsitzende Dr.
Georg Waßmuth zunächst über die Aktivitäten des Verbandes im Jahr
2006. Insbesondere die ca. 35 Nistkästen für Fledermäuse wurden
intensiver betrachtet. „Unsere Fledermauskästen im Maudacher Bruch
fanden die verschiedensten Bewohner von der Blaumeise über Nachtfalter
bis zu Ohrwürmern und sogar Hornissen“, so Waßmuth, „nur siedelten
sich in keinem Kasten Fledermäuse an.“ Im Rahmen der Bachpatenschaft
für den Rehbach wurden Schlehen und Hartriegel entfernt, um den
offenen Lebensraum der seltenen Essigrose zu sichern. Der
Pflanzenarbeitskreis unter der Leitung von Herrn Alban Berthold war
mit Kartierungen in Mündungsgebiet des Rehbachs aktiv.
Daneben war der NABU bei
Pflegeabsprachen mit der Naturschutzbehörde der Stadt Ludwigshafen im
Rehbachtal, in einem gemeinsamen Runden Tisch mit Landwirten, Jägern
und Naturschützern wegen der Schadensproblematik durch die hohe Zahl
von Gänsen in den Gemüsefeldern rund um Ludwigshafen beteiligt. Der
Protest (aller Naturfreunde) gegen die Fällung einer von 3 über
100jährigen Platanen am Rheinufer Süd war leider erfolglos.
Kassenwart Herr Alban
Berthold zeigte sich zufrieden mit einem Überschuss im Jahr 2006.
Dieser wird in 2007 zur Finanzierung der NABU- Regionalstelle
gebraucht werden, an der sich die Gruppe ab März beteiligen wird. Die
Regionalstelle hat zurzeit noch ihren Sitz in Landau und vernetzt 10
NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz. Sie ist Ansprechpartner für
Fragen rund um Umwelt- und Naturschutz, unterstützt die Gruppen bei
der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und will mit der „Jobbörse für
Ehrenamtliche“ auch in Ludwigshafen mehr Menschen zur aktiven
Mitarbeit, zum Beispiel bei Biotoppflegearbeiten, bewegen.
Der Mitgliederstand des
NABU Ludwigshafen ist in 2006 leicht gesunken und liegt aktuell bei
370 Mitgliedern. Die für den Sommer geplante Mitgliederwerbung wird
den Verlust voraussichtlich auffangen. Der alte Vorstand wurde wieder
gewählt: Dr. Georg Waßmuth (1. Vorsitzender), Franz Stalla (2.
Vorsitzender), Herr Alban Berthold (Kassenwart), Armin Vogelgesang
(Schriftführer) und Hans-Jürgen Renner (Pressewart). Kassenprüfer sind
Hans-Henning Kleb und Isolde Frech.
Zur Abrundung des vom NABU
angelegten Grundstücks im Maudacher Bruch wäre der Erwerb der beiden
benachbarten Grundstücke wünschenswert. Allerdings sind die
Preisvorstellungen nicht akzeptierbar. Um bestimmte aktuelle Themen
aus dem Natur- und Umweltschutz zu diskutieren und „Neueinsteigern“
eine Anlaufstelle vor Ort zu bieten, wird ein Mitgliederstammtisch
eingerichtet. Dieser findet zum ersten Mal statt am Montag, 19. März;
Ort und Zeit werden über die Presse noch bekannt gegeben. Große Pläne
gibt es in Sachen Kinder- und Jugendarbeit: Die Erzieherin Frau Elke
Hennighaus und die Biologin Katrin Hoffmann gründen am 25. April die
NAJU (Naturschutzjugend) Ludwigshafen, die sich von da an alle 14 Tage
mittwochs von 17 bis 18:30h treffen wird. Bei gutem Wetter geht die
Gruppe auf Naturerkundung, vorzugsweise im Maudacher Bruch, bei
Schlechtwetter steht den Kindern ein Raum in der Gesamtschule
Gartenstadt zur Verfügung.
Zum Abschluss berichtete
Franz Stalla von naturschutzrelevanten Ereignissen und Beobachtungen
in Ludwigshafen und unterhielt die Mitglieder mit einem Vortrag über
den Turmfalken, den Vogel des Jahres 2007. Der NABU bietet Kirchen und
Hausbesitzern an, einen Turmfalkennistkasten in ihrem Gebäude zu
installieren. Neben den interessanten Beobachtungsmöglichkeiten, die
ein brütender Turmfalke bietet, hat er noch einen großen Vorteil: Er
hält die Tauben fern von Haus und Kirche.
NABU Ludwigshafen: Dr. Georg Waßmuth, Tel. 0621 / 551787, e-mail:
Kontakt
NAJU Ludwigshafen: Interessierte Kinder
von 8 bis 12 Jahren können sich anmelden bei Frau Hennighaus unter
Tel. 0621 / 518314 oder bei Frau Hoffmann unter Tel. 0176 / 63120024.
NABU Regionalstelle Südliches
Rheinland-Pfalz: Tel. 06341 / 31628

Turmfalke, vom NABU
zum Vogel des Jahres 2007 gekürt. Wer eine Nistmöglichkeit für
Turmfalken in einer Scheune oder Kirche einrichten möchte, kann sich
an die Regionalstelle wenden. Foto: NABU

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Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zeichnet Bioland - Weingut Seiler
aus

S. Gabriel mit L.
Seiler bei Preisverleihung
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
verlieh am 13. Februar 2007 erstmals den "Förderpreis
Naturschutzhöfe", mit dem vorbildliche Leistungen der Landwirtschaft
für den Naturschutz ausgezeichnet werden. Initiiert und durchgeführt
wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn
gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL), Bad Dürkheim. Bei
der offiziellen Preisverleihung lobte Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel die besonderen Verdienste der Preisträger für den Naturschutz:
"Wir wissen alle, dass wir zur Erhaltung unserer biologischen Vielfalt
die naturverträglich wirtschaftenden Landnutzer brauchen".
Einer der drei Preisträger
2006 ist das Bioland -Weingut von unserem aktiven NABU Mitglied Ludwig
Seiler aus
Weyher.
Ludwig Seiler realisiert auf seinem
Weingut eine umfassende Umsetzung von Naturschutz im Weinbau. Sein
Bewirtschaftungssystem hat das Ziel, nicht nur die Rebe optimal mit
Nährstoffen und Wasser zu versorgen, sondern gleichzeitig die
Artenvielfalt zu fördern. Ludwig Seiler arbeitet mit eigens zusammen
gestellten Begrünungsmischungen für die Rebgassen und mit
Selbstbegrünung. Die Bodenbearbeitung richtet sich unter anderem
danach, ob wertvolle Arten der Weinbergsflora schon Samen gebildet
haben. So bergen seine Weinberge ein großes Samenreservoir und eine
hohe Artenzahl der gefährdeten Weinbergsflora. Zudem hat Ludwig Seiler
viele Möglichkeiten entwickelt, Öko-Nischen im Weinberg einzurichten:
Niströhren für Singvögel, Wildbienen-Nisthölzer, ungemulchte
Rebrandstreifen. Auch die seltene Heidelerche hat bei ihm einen
besonderen Schutzstatus. Wenn sie in seinen Weinbergen brütet, was
häufig vorkommt, dann ist dort die maschinelle Bodenbearbeitung tabu
bis die Jungvögel ausgeflogen sind. Weiterhin stehen an einigen seiner
Weinberge alte Hochstamm-Obstbäume an denen Nistkästen für den Vogel
des Jahres 2007, den Turmfalken angebracht sind. Einen solchen
Turmfalken-Nistkasten hat er auch an seinem Wohnhaus angebracht.
Freunde, Gäste und seine Kunden können über eine Nistkastenkamera die
Brutzeit "live" miterleben. Sein von Trockenmauern umsäumter Betrieb
bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Auch seine
beiden Esel, die er als vierbeinige Landschaftspfleger im
Naturschutzgebiet einsetzt, gehören schon fast zur Familie und sind
nicht mehr wegzudenken. Neben dem Wissen über seine Weinberge besitzt
Ludwig Seiler aber vor allem fundierte Kenntnisse über Fauna und Flora
der Region. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er neben
verschiedenen Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Kulturlandschaft, auch
bei Kartierungen von Fauna und Flora ehrenamtlich tätig ist. Ein
Schwerpunkt liegt hier sicherlich bei den Fledermäusen, im
Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz ist er jedenfalls nicht
wegzudenken im südlichen Teil der Pfalz.
Sein Wissen gibt er gerne weiter bei
Führungen durch seine Weinberge für Kunden und Gäste seines
Bioland-Weingutes. Aber auch naturkundliche Führungen als Teil von
Seminaren für Teilnehmer des Freiwilligen ökologischen Jahres oder als
Umweltbildungsmaßnahme mit anschließender Betriebsbesichtigung werden
von ihm durchgeführt. Und wer einer seiner kulinarischer Weinprobe
einmal beiwohnen durfte, wird diese so schnell nicht vergessen.
Wir von der NABU Gruppe sind stolz auf
unser Mitglied Ludwig Seiler und hoffen, dass diese Auszeichnung nicht
nur Ansporn für ihn ist auf diesem Weg weiterzumachen, sondern auch
einige Mitmenschen zum Umdenken bewegt.

L. Seiler bei der Arbeit
Das Kuratoriumsmitglied der Stiftung
Ökologie & Landbau, Prof. Dr. Hubert Weiger, zeigte sich sehr
zufrieden mit der großen Beteiligung am Wettbewerb: 233 Betriebe
hatten sich im Frühjahr 2006 für den Preis beworben und stellten sich
dem Votum einer unabhängigen Jury. In seiner Laudatio betonte Hubert
Weiger, dass "das große Engagement und das breite Spektrum an
Naturschutzansätzen auf den Höfen sichtbar wurde."
Den Jurymitgliedern Stephan Börnecke
(Frankfurter Rundschau), Adalbert Kienle (Deutscher Bauernverband),
Eva Meyerhoff (Bioland) und Dr. Thomas van Elsen (Forschungsinstitut
für Biologischen Landbau) wurde die Entscheidung nicht leicht gemacht.
Grundlage ihrer Bewertung waren Leistungen in den Schwerpunkten
naturschonende Bewirtschaftung, aktive Maßnahmen zur
Landschaftsgestaltung sowie biologische Vielfalt auf der
Betriebsfläche. Auch neue Ansätze in der Kommunikation zwischen
Naturschutz und Landwirtschaft sowie beispielgebende Kooperationen
wurden in die Beurteilung einbezogen.
Text und Fotos: Franz
Grimm
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Helfer für Krötenschutzzäune gesucht
Die NABU-Gruppe Neustadt hat in
Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Forstamt
und Grundstücksbesitzern 4 Amphibienschutzzäune errichtet. Diese
Einrichtungen sollen den massiven Verkehrstod der Tiere auf ihrer
Wanderung zu Laichgewässern verhindern.
Am Triftbrunnenweg unmittelbar beim
Triftbrunnen wurden zwei potentielle Wanderstrecken vom Wald direkt
auf den Triftbrunnenweg abgesichert. Ein zweiter Amphibienschutzzaun
steht an den Schlösselwiesen am Übergang der Eichstraße in die
Schlossstraße. Eine dritte Schutzeinrichtung wurde im Kaltenbrunner
Tal am Parkplatz der Kaltenbrunner Hütte errichtet. Der NABU Neustadt
betreut außerdem eine Amphibienleiteinrichtung in Kirrweiler am
Ortsausgang nach Venningen.
Wegen der anhaltenden milden Witterung
kann die Wanderung der Erdkröten jeden Tag losgehen. Ab sofort sucht
der NABU Neustadt dringend noch ehrenamtliche Helfer, die die Zäune
nach Einbruch der Dunkelheit abgehen und die Amphibien aus den in den
Boden eingegrabenen Eimern herausnehmen und sicher über die Straße
bringen.
Anmeldung bei Annette Schwarz, Tel. 06321 / 481265, e-mail:
Kontakt

Foto: Bei der Wanderung
tragen die größeren Erdkrötenweibchen die kleineren Männchen oft
bereits auf dem Rücken mit sich.

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Vögel zu früh: Klimawandel
macht sich bemerkbar
Naturschützer beobachten
Frühlingshaftes bei Vogelexkursion
Ins
rechtsrheinische Naturschutzgebiet Waghäusel führte in diesem Jahr die
traditionelle NABU-Exkursion „Wintergäste am Rhein“ – und die Besucher
staunten diesmal am Rande der eisfreien Klärbecken der ehemaligen
Zuckerfabrik nicht nur über eine ungewöhnlich hohe Anzahl von
Wasservögeln, sondern machten auch einige besondere Beobachtungen.
Unter den insgesamt 35 Arten – darunter Mandarinenten, Löffelenten,
Krickenten, Pfeifenten, Schellenten, Graugänse, Nilgänse, Zwergsäger
und Zwergtaucher – war auch ein stattlicher Fischadler. „Der taucht
hier normalerweise erst im März auf und ist damit mindestens 3 Wochen
zu früh dran“, so der Referent Gerhard Postel aus Freisbach. Noch
verwunderlicher war allerdings die Anwesenheit einer Rohrweihe, die
über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer kreiste: „Die hat hier vor
dem 1. April wirklich nichts zu suchen“, staunte Postel, „wir vermuten
fast, dass sie gar nicht in den Süden gezogen ist. Der Klimawandel
macht sich bemerkbar!“ Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Vogelwelt
den Winter längst nicht mehr ernst nimmt, war eine Gruppe Kormorane,
die bereits Nistmaterial zusammentrug.
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Foto 1: Eine Kette Graugänse am Himmel über dem Naturschutzgebiet
Waghäusl
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Foto 2: Höckerschwäne, Enten und Bläßhühner in einem Klärbecken der
ehemaligen Zuckerfabrik Waghäusl
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Foto 3: Kormorane sammeln bereits Nistmaterial
(Fotos: Werner Kern)
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Vorbereitungstreffen zur diesjährigen Amphibienwanderung
Di
23.01.07 um 19:30 Uhr findet im Naturschutzzentrum Hirtenhaus,
Brühlstr. 21 in Landau-Mörzheim
ein Vorbereitungstreffen
zur diesjährigen
Amphibien-wanderung statt. Der
NABU plant Maßnahmen an folgenden "Verkehrs-Brennpunkten" in der
Südpfalz: in der Gilletstraße in Landau-Mörzheim, an der
Kaiserbachermühle, bei Albersweiler/Frankweiler, in
Annweiler-Gräfenhausen, in Eußerthal, im Triftbrunnenweg in
Neustadt sowie in Knittelsheim und am Mehlsee bei Schwegenheim.
Das Treffen soll den Charakter eines offenen "Stammtisches"
haben; für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt. Auch
"Neulinge" sind eingeladen, sich hier über das Thema
Amphibienwanderung zu informieren. Hiermit werden interessierte
Bürger aufgerufen, sich in der NABU-Regionalstelle zu melden,
wenn sie an einem der Amphibienzäune für Kontrollgänge zur
Verfügung stehen würden. Morgens und/oder abends müssen in der
Dämmerung Kröten aus den Fangeimern gesammelt und über die
Straße zu ihrem Laichgewässer gebracht werden. Die
Regionalstelle wird stets über den aktuellen Stand der
Wanderungsbewegungen informieren und die Helfer in "Schichten"
einteilen. Infos unter Tel. 06341 / 31628
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Den „Kleinen Wald“ nach wie vor im Focus:
Jahreshauptversammlung des NABU Frankenthal
Am
vergangenen Samstag fanden sich die Mitglieder der NABU-Gruppe
Frankenthal im Gemeindezentrum Pilgerpfad zur Jahreshauptversammlung
ein. Wie der 1. Vorsitzende Manfred Becker berichtete, waren die
Naturschützer im Jahr 2006 wieder sehr rege.
Ein
Schwerpunkt war, wie bereits in den vergangenen Jahren, das Engagement
im „Kleinen Wald“. Im Rahmen der Patenschaft wurden die
Ackerparzellen „Mohr“ und „Frank“ gepflegt. Sie haben sich
mittlerweile zu einer bunten Blumenwiese mit Klatschmohn, Kornblumen
und Geruchloser Kamille entwickelt, wie Becker in seinem illustrierten
Vortrag zeigen konnte. Das Problem der zunehmenden Disteln soll in
2007 in Angriff genommen werden. Bei der Bewässerung der Wiese im
Sommer erwies sich der Traktor vom Typ „Gator“, bestückt mit einem
Wasserfass, als sehr nützlich. Becker bedankte sich bei dieser
Gelegenheit noch einmal bei der Fa. John Deere, der die NABU-Gruppe
dieses Spezialfahrzeug verdankt. Mit Schülern einer 9. Klasse
pflanzten die Naturschützer Bäume auf einer der Parzellen am „Kleinen
Wald“. Der Friedhofsweiher, ein Laichgewässer für Amphibien, wurde
wie in jedem Jahr gepflegt. Am NABU-Weiher und am Scherrschen Weiher
wurden am Ufer Gehölze entfernt, damit die Wasserfläche besser
belüftet wird und Gewässer bei hohen Temperaturen nicht „umkippt“.
Weitere gelungene Aktionen waren die Ausweitung der Dachbegrünung auf
einer Garagenanlage gemeinsam mit dem Pfälzerwaldverein sowie eine
Müllsammlung in Zusammenarbeit mit der
Friedrich-Ebert-Hauptschule. Mit Info-Ständen war der NABU beim
Bauernmarkt und dem Tag der Vereine vertreten.
Der
Arbeitskreis Nistkästen, geleitet von Monika Kröber und Helmut Zerfaß,
betreut über 200 Kästen, darunter 13 Steinkauzröhren und 14
Fledermauskästen. Zusätzlich wurden etwa 100 Nistkästen an Privatleute
veräußert, die diese in ihren Gärten, auf Schulhöfen und an
Kindergärten aufhängten. Leider wurden die Fledermauskästen nicht
angenommen und auch der Steinkauz scheint zur Zeit in Frankenthal
verschollen. Dafür war im Kleinen Wald jeder Nistkasten von Singvögeln
besetzt. Monika Kröber wünscht sich, Menschen zu finden, die zum
Beispiel 5 Jahre lang 5 Nistkästen betreuen, das heißt die Belegung
dem NABU melden, im Herbst säubern und gegebenenfalls den beschädigten
Kasten ausbessern. Wer sich in so einer Weise mittelfristig engagieren
will, kann sich bei ihr melden (Tel. 06353 / 93073,
e-mail:
Kontakt.
Der vom NABU eingerichtete Wanderfalkenhorst auf dem Turm der
Zwölf-Apostel-Kirche wurde wieder angenommen, es wurden 3 Jungvögel
großgezogen. Im Rahmen der landesweiten Erfassung seltener Vogelarten
kartierte Hermann Deichfuß mit einigen Mitstreitern in Frankenthal, am
Silbersee und am Roxheimer Altrhein 11 Blaukehlchenreviere. Der
leichte Rückgang (noch 15 Reviere im Jahr 1985) hängt vermutlich mit
dem gesunkenen Wasserspiegel des Altrheins zusammen, der auch für den
Tod zahlreicher Wasservögel wegen Vergiftung des Wassers
verantwortlich ist. Bei Bedarf soll auch in diesem Jahr das THW
von der oberen Landeswasserbehörde beauftragt werden, um den Altrhein
mit Wasser aus dem Silbersee aufzufüllen.
Becker
lobte, dass die verschiedenen Arbeitskreise der NABU-Gruppe sehr
professionell und autonom vom Vorstand arbeiten. Von einer großzügigen
Spenderin bekam die NABU-Gruppe eine Ackerparzelle in der Nähe der A61
geschenkt. Um dieses Grundstück selbst übernehmen zu können, wurde im
Laufe der Versammlung eine Satzungsänderung beschlossen, die den
Eintrag der Gruppe ins Vereinsregister zum Inhalt hatte.
Die
Naturschutzjugend NAJU hat 10 Hummelkästen gebaut, die demnächst
aufgestellt werden. Sie hat den Friedhofsteich gereinigt und wie jedes
Jahr eine spannende Natur-Ralley für Kinder durch den Kleinen Wald
angeboten.
Die
Mitgliederzahl ist in 2006 leicht gesunken auf 500; die für den Sommer
geplante Mitgliederwerbung wird diesen Verlust jedoch auffangen, so
Becker. Ganz besonders dankte der Vorsitzende den Unterstützern von
außerhalb. Neben der Fa. John Deere, deren Mitarbeiter die NABU Gruppe
auch bei einer großen Pflegeaktion im Spätherbst unterstützt haben und
der Spenderin des Grundstücks lobte Becker Herrn Geiberger, den
Direktor der Friedrich-Ebert-Schule, die Lehrer Klostermeier, Frey und
Dreißigacker, Herrn Vogt vom Umweltamt sowie Herrn Wolfgang Bauer, der
sich in vielen Arbeitsstunden an der Pflege des Kleinen Waldes
beteiligt hat. Die Firma Fischer unterstützte die Gruppe bei der
Garagendachbegrünung, Herr Klähr und Herr Dibutsch von der ZAK beim
Wanderfalkenschutz.
Nach dem
Kassenbericht wurde der alte Vorstand entlastet. Klaus Bamberger
schied aus Altersgründen nach 10jähriger Aktivität aus dem Vorstand
aus, „ um Platz für die junge Generation zu machen“, wie er selbst
sagte. Bamberger betonte, dass er der Gruppe nach wie vor mit Rat und
Tat zur Seite stehe. Insbesondere die Kooperation mit den Schulen in
Frankenthal will er weiter pflegen und ausbauen. Auch die
Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie dem Pfälzerwaldverein,
den Naturfreunden und der Jägerschaft will der NABU verstärken.
Lediglich den fehlenden Dialog mit der Landwirtschaft bedauerte
Becker.
Vom alten
Vorstand wurden bestätigt: Manfred Becker (1. Vors.), Monika Kröber
(2. Vors.), Björn Baumann (Kassenwart), Hermann Deichfuß, Evelyn
Lepique, Dr. Rainer Schulze (Beisitzer), Heiko Weißgerber
(Jugendwart). Neu hinzu kommt Hendrik Nordhoff als Pressereferent.
Auch die Kassenprüfer, Elisabeth Maurer und Ewald Raab, wurden
von der Mitgliederversammlung bestätigt.
Einer der
Höhepunkte des Vereinslebens in 2007 wird das NABU-Fest mit den "Uffg'Blues'd",
der beliebten Jazzband, bei der Frankenthaler Kunst- und Kulturnacht
im Juni sein. Ein wichtiger Schritt ist die Angliederung der Gruppe an
die NABU Regionalstelle Süd, die zur Zeit noch ihren Sitz in Landau
hat. Sie wird die Gruppe vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit und
bei der Gewinnung von neuen Aktiven unterstützen und sie mit den
anderen NABU-Gruppen in der Süd- und Vorderpfalz vernetzen. Auch bei
allgemeinen Fragen zu Natur und Umwelt ist die Regionalstelle für
Bürger zu den üblichen Bürozeiten erreichbar.
Infos: NABU
Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341 / 31628

Der Vogelschutz ist
der NABU-Gruppe Frankenthal ein wichtiges Anliegen. Hier der
Turmfalke, Vogel des Jahres 2007
(Foto: Gerd
Baumann)

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Jahreshauptversammlung des NABU Lingenfeld
LINGENFELD. Der Naturschutzbund (NABU)
der Verbandsgemeinde Lingenfeld werde in nächster Zeit ein attraktives
Programm für das 25-jährige Jubiläum im Jahre 2008 erarbeiten. Dies
kündigte Vorsitzender Herbert Magin bei der Jahreshauptversammlung am
Freitag in Weingarten an.
Aufgrund einer Werbeaktion sei es
gelungen, 250 Naturfreunde, darunter auch Personen aus Römerberg und
der Verbandsgemeinde Dudenhofen hinzuzugewinnen und die Mitgliederzahl
auf 470 zu steigern. 2007 werde die Ortsgruppe erneut die
Amphibien-Wanderung am Mehlsee unterstützen, Nistkästen für den
Wiedehopf herstellen sowie anbringen, Pflegemaßnahmen durchführen und
sich wiederum dem Steinkauz-Schutz widmen. Neben der Teilnahme am
Umwelttag werde die NABU-Gruppe wieder die Fahrradbewachung beim
Lustadter Handkeesfescht übernehmen und sich an der Westheimer Kerwe
beteiligen. Exkursionen seien am 15. April (Lingenfelder Auwald) und
13. Mai („Stunde der Gartenvögel“ in Freisbach) geplant. Die
Versammlung beschloss, mit einer Patenschaft (100 Euro jährlich) die
Greifvogelstation Haßloch zu unterstützen. Magin informierte über eine
stattgefundene Begehung des Schwegenheimer Waldes mit
Forstamt-Vertretern. NABU-Mitgliedern sei nämlich die hohe
Durchforstung von Alteichenbeständen aufgefallen, durch die auch ein
Baumhöhlenverlust eintrete. „Appell an den Forst war, möglichst viel
Alt- und Todholz stehen zu lassen“, so Magin.
Die Jugendarbeit beleuchtete
Jugendwartin Cornelia Osterhorn: Mit der Kindergruppe (Erst- bis
Viertklässer), der zehn junge Naturschützer angehören, sei es
einfacher zu arbeiten, da die Kleinen für Naturschutz leichter zu
motivieren seien. Die Jugendgruppe (Fünft- bis Neuntklässer) habe sich
auf acht Personen verkleinert. Zahlreiche Aktivitäten wie
Tierbeobachtungen, Pflanzaktionen, Mithilfe bei der Krötenwanderung,
Teilnahme an Exkursionen, Wasseruntersuchungen sowie der Bau eines
Igelhauses hätten stattgefunden. Auch an einer Handy-Sammelaktion
(diese läuft 2007 weiter) zugunsten der Renaturierung der Havel habe
sich der Nachwuchs beteiligt. In diesem Jahr sei wiederum ein
Zeltlager sowie der Bau von Nistkästen geplant. In Vertretung des
Schriftführers Manfred Wilhelm ließ Helga Nerger das aktivitätenreiche
Jahr 2006 Revue passieren. Über ein finanzielles Plus freute
sich Kassenwartin Jutta Magin. (nti)

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Steinschmätzer und Speierling
NABU Bellheim hat
neben Vogelschutz auch die Flora im Focus
Am vergangenen Montag
fand die Jahreshauptversammlung der NABU Gruppe
Bellheim im Restaurant „Zur Fellach“ statt.
Der Vorsitzende Joachim
Zürker begann seinen Bericht über das Jahr 2006 mit einem Nachruf auf
den verstorbenen Mitstreiter Klaus Hünerfauth aus Knittelsheim, den
„Storchenvater“, der von der ersten Stunde an beim NABU – damals
noch DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) - mit dabei war.
Zürker berichtete
zunächst von den „traditionellen“ Aktionen der Gruppe, die auch in
2006 erfolgreich durchgeführt wurden: Der Schnitt von 25 Kopfweiden
und über 80 Obstbäumen, die Pflege eines Straßenbeets und des
NABU-Gartens in Zeiskam, die Pflanzung von Hecken mit heimischen
Gehölzen und von historischen Obstsorten - darunter als Besonderheit
der sehr seltene Speierling. Große Nachfrage besteht nach den
Sämereien von Wildblumen und Bauerngartenpflanzen, die die Gruppe als
eine ihrer „Spezialitäten“ in Tütchen verpackt bei vielen
Gelegenheiten verkauft oder als Präsent an neue Mitglieder verschenkt.
Auch Setzlinge von Obstbäumen, Stauden und Kletterrosen wurden an
Gartenbesitzer abgegeben. Zur Reaktivierung des
Wiesenbewässerungssystems in den Queichwiesen wurden mehrere
Arbeitseinsätze durchgeführt. Auch im Artenschutz ist die Gruppe sehr
aktiv: 250 Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten werden von
ihr betreut. Für das Jahr 2007 ist die Anlage eines Lesesteinhaufens
als Brutmöglichkeit für den seltenen Steinschmätzer auf der
NABU-Streuobstwiese bei Knittelsheim sowie der Bau eines „Lebensturms“
als Unterschlupf für viele verschiedene Tierarten auf Bellheimer
Gemarkung geplant.
Bei Exkursionen wurde
der Bevölkerung die Natur näher gebracht. Auch bei der landesweiten
Datengewinnung und -erfassung über Flora und Fauna beteiligten sich
verschiedene NABU-Aktive. Einer der Höhepunkte in 2006 war der gut
besuchte Naturerlebnistag in Ottersheim, bei dem die NABU-Gruppe
gemeinsam mit anderen Verbänden ein buntes Programm für die ganze
Familie anbot. Auch beim Nikolausmarkt in Bellheim waren die
Naturschützer präsent.
Kassenwart Bernd Busch
hatte einen ordentlichen Überschuss zu verzeichnen und lobte die
stabile Finanzlage der Gruppe. Der gesamte alte Vorstand wurde
wiedergewählt: Joachim Zürker (1. Vorsitzender), Matthias Brock (2.
Vorsitzender), Bernd Busch (Kasse), Beate Gaab (Schriftführerin).
Kassenprüfer bleibt Gerd Pfirrmann.
Die
Naturschutzjugend –NAJU- unter der Leitung von Beate Gaab trifft sich
weiterhin regelmäßig an verschiedenen Plätzen in der Verbandsgemeinde,
um die artenreiche heimische Natur zu beobachten, zum Beispiel im
Rahmen der großen NABU-Aktionen „Erlebter Frühling“ und „Stunde der
Gartenvögel“.
Mit der NABU
Regionalstelle Südpfalz in Landau wurde wieder gut kooperiert. Unter
anderem halfen Aktive der Gruppe tatkräftig bei der Durchführung eines
Zeltlagers für Kinder und sammelten 65 Handys für die Recyclingaktion.
Die Finanzierung der Anlaufstelle für Naturschutz interessierte Bürger
konnte gemeinsam mit den anderen NABU-Gruppen der Region gesichert
werden – nicht zuletzt dank der Mitgliederwerbung, die in der
Verbandsgemeinde Bellheim besonders erfolgreich war. „Gemeinsam
leisten wir einiges für Mensch und Natur und das wird auch anerkannt“,
so Zürker.
Zum Mitmachen:
Die NABU-Gruppe in der Verbandsgemeinde Bellheim freut sich immer über
neue Mitstreiter. Vor allem bei den verschiedenen Biotoppflegearbeiten
werden immer wieder helfende Hände gebraucht. Althandys können
weiterhin beim NABU abgegeben werden. Weitere Infos bei Dr. Nathalie
Plum in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628, oder e-mail:
Kontakt

Der Turmfalke, Vogel des Jahres
2007, nistet seit 15 Jahren in einem NABU-Nistkasten in dieser alten
Scheune in Zeiskam.
(Foto: Rosemarie Kuntz)

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NABU schafft neuen
Lebensraum
Die NABU-Gruppe
„Verbandsgemeinden Edenkoben und Maikammer“ hat bei einem
Pflegeeinsatz auf ihren Grundstücken unterhalb der Kropsburg
bei St. Martin große Flächen von aufkommenden Brombeeren,
Hecken und Gebüschen befreit. So sollen Brutmöglichkeiten und
Lebensraum für Steinschmätzer, Neuntöter und die Zaunammer,
den Charaktervogel des Haardtrandes, geschaffen werden. Das
gut einen Hektar große Grundstück wird nach und nach zu einem
vielfältig strukturierten Lebensraum mit offenem Grasland,
eingestreuten Gebüschen, Obstbäumen und Trockenmauern
umgewandelt. Als Folgenutzung ist eine Beweidung mit Schafen
angedacht. Die ehrenamtlichen Naturschützer haben dort
Hochstammobstbäume - alte historische Sorten – gepflanzt und
die Baumscheiben älterer Bäume von Gras und Dornen befreit.
Zusätzlich wurden acht vorhandene Sandsteinmauern von
aufkommendem Bewuchs freigeräumt. Diese ehemaligen Strukturen
des Kultur- und Siedlungsraums sind nun wieder für jedermann
sichtbar und können von der Sonne beschienen werden, erwärmen
sich und bieten somit Lebensraum für wärmeliebende Pflanzen
und Tiere. Auf einem weiteren Grundstück des NABU sind durch
die Fällung von Bäumen die alten Weinbergsterrassen mit ihren
einzigartigen Trockenmauern wieder zum Vorschein gekommen.
Hier sind jedoch einige der Mauern beschädigt, so dass diese
bei einem weiteren Arbeitseinsatz Mitte Januar repariert
werden müssen. Bei diesem Termin hofft der NABU auch auf die
Unterstützung der Interessengemeinschaft zum Erhalt alten
Kultur- und Siedlungsraumes St. Martin, die dieses Mal einen
eigenen Arbeitseinsatz auf dem Wingertsberg durchführte.

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Neue Lobby für die Natur:
Naturschutzbund jetzt auch in Annweiler
Erste Info-Veranstaltung am
10.01.08 in Bindersbach
Der NABU,
größter Natur- und Umweltschutzverband in Deutschland, lädt am
Donnerstag, 10.01.2008 um 19:30h Uhr zu einer Info-Veranstaltung in
die Gaststätte „Richard Löwenherz“ in Annweiler-Bindersbach, Burgstr.
23 ein. Ziel ist das Zusammenfinden von Menschen, die sich im
Naturschutz in der Verbandsgemeinde Annweiler sowie eventuell auch in
Hauenstein engagieren wollen. Vorschläge für mögliche
Betätigungsfelder einer NABU-Gruppe vor Ort werden gesammelt. Ein
Anfang ist gemacht: Die Amphibienwanderung wird schon seit Jahren in
Gräfenhausen und Albersweiler und seit letztem Jahr in Eußerthal von
mehreren Aktiven betreut und es konnten schon hunderte Erdkröten vor
dem Verkehrstod gerettet werden. Im Wasgau wurden vom NABU viele
Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt, wie beispielsweise auf dem
Adelberg, in Gräfenhausen, Rinnthal oder Wernersberg. Auch die
Nistkästen für Mauersegler am Gemeindehaus in Annweiler und für
verschiedene Singvögel und den Waldkauz in Rinnthal wurden mit Hilfe
von NABU-Aktiven angebracht. Viele Kinder aus der Verbandsgemeinde
nehmen teil an den Ferienprogrammen der benachbarten NABU-Gruppen oder
kennen bereits die „Naturerlebnisschule“. Im Rahmen der politischen
Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur
unterstützt der NABU die Initiativen gegen den Ausbau der B10.
Dr. Nathalie
Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle in Landau, wird einen Überblick
über die Naturschutzarbeit des NABU in Rheinland-Pfalz und aktuelle
Projekte in der Region geben. Aktive aus benachbarten NABU-Gruppen
(Landau, Landau-Land, Edenkoben) werden für Fragen der Interessierten
ansprechbar sein.
Wer
an einer Mitarbeit in der neuen Gruppe interessiert ist, kann sich
melden bei der NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Die
Landschaft im Wasgau ist, wie hier bei Gossersweiler, noch reich
strukturiert. Dennoch gibt es für den Naturschutz viel zu tun, um
diese Landschaft und ihre Artenvielfalt zu erhalten. (Foto: W. Kern)

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Neustadt ST. MARTIN:
Platz für Zaunammer und Steinschmätzer
ST.
MARTIN: Naturschutzbund richtet unterhalb der Kropsburg Gelände für
seltene Tiere und Pflanzen her
Nach Abschluss der
Flurbereinigung in St. Martin vor rund vier Jahren hat die
Naturschutzbund-Ortsgruppe der Verbandsgemeinden Edenkoben und
Maikammer (Nabu) ein etwa 2,5 Hektar großes Gelände unterhalb der
Kropsburg gekauft. Ziel ist es, „ein naturnahes Gebiet mit
vielfältigen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen" entstehen zu lassen,
erklärt Franz Grimm, Vorsitzender der Ortsgruppe, bei einem
Arbeitseinsatz am Samstag.
Das Gebiet zwischen
Wald und Weinbergen sei früher als Wingertgelände genutzt worden, weiß
Grimm. Wegen der steilen Lage werde die Fläche jedoch seit vielen
Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Im südlichen Teil des Geländes sind
noch deutlich die Weinbergterrassen zu erkennen. In diesem Teil hat
sich der Wald ausgebreitet; neben den Terrassen prägen Laubbäume das
Gelände.
Der Nabu habe sich
bisher auf den nördlichen Teil des Geländes konzentriert, der weitaus
stärker mit Büschen und Gestrüpp zugewachsen gewesen sei, sagt Grimm.
In regelmäßigen Arbeitseinsätzen würden Gebüsch und Gestrüpp
zurückgeschnitten, Laubbäume gefällt, Obstbäume gepflanzt,
Trockenmauern freigeschnitten und, soweit erforderlich, wieder
aufgebaut. Gearbeitet werde in der vegetationsarmen Zeit zwischen
Oktober und März. Denn man wolle brütende Vögel nicht stören, außerdem
solle die Aussamung von Pflanzen nicht beeinträchtigt werden.

Steinschmätzer (Foto: W. Kern)
Hecken und Sträucher
werden nicht herausgerissen, sondern immer wieder nachgeschnitten.
„Die Brombeerranken werden so mit der Zeit zurückgedrängt, und die
verschiedenen Sträucher und Pflanzen können geregelt wachsen", erklärt
Grimm. Auch bei dem Arbeitseinsatz am Samstag ging es vor allem darum,
mit dem Freischneider Sträucher und Hecken zu stutzen. Neben Franz
Grimm waren Wolfgang Staudt, Manfred Hünerfauth und Alex Grimm mit dem
Freischneider auf dem Gelände unterwegs. Norbert Graf hat derweil mit
einer Axt und einer Axtschere Bäume gestutzt. Insgesamt seien etwa 20
Mitglieder der Nabu-Gruppe auf dem Gelände aktiv, berichtet Grimm. Auf
einem Teil des Geländes arbeite auch eine St. Martiner
Interessengemeinschaft zur Erhaltungs von Siedlungs- und Kulturräumen.
An einigen Stellen
schneidet der Nabu die Brombeerhecken nicht weg, hier sollen Vögel,
wie Zaunammer und Neuntöter, Brutmöglichkeiten finden. „Wichtig ist
uns, dass es hier eine vielfältige Vegetation und viele verschiedene
Lebensräume für unterschiedliche Tiere gibt", erklärt Grimm. Dazu
gehört beispielsweise auch ein so genannter Lesesteinhaufen, der
aufgeschichtet wurde. Er sei für Steinschmätzer interessant, erklärt
Grimm.
Ein wichtiger
Bestandteil des Gebiets sind mehrere Trockenmauern. Einige habe man
nur freigeschnitten, andere neu aufgeschichtet und dabei darauf
geachtet, dass die Ritzen und Spalten zwischen den Steinen
unterschiedlich groß sind, so dass hier unterschiedliche Tiere Platz
finden. In einer der Trockenmauern steckt ein Rohr, aus dem Wasser
läuft, das vermutlich von einer Wasserader im Berg komme, so Grimm.
Dieses Wasser läuft in eine Mulde im Gelände, in der ein kleines
Feuchtbiotop entstanden ist. An verschiedenen Stellen haben die
Nabu-Mitglieder Obstbäume alter Sorten, wie Weinbergspfirsich,
Aumüller Kirsche oder Reineclauden, gepflanzt. Ziel sei es, dass in
vier bis fünf Jahren der Mensch das Gelände nicht mehr pflegen müsse;
eine Beweidung mit Schafen reiche dann aus. (ann)
HOFFMAEQuelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.292
Datum: Montag, den 17. Dezember 2007
Seite: Nr.25
"Deep-Link"-Referenznummer: '3009112'

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Landau LINGENFELD Nabu
wird 25 Jahre alt
LINGENFELD: Festabend im November geplant
Ein
arbeitsintensives Jahr steht den Mitgliedern des Naturschutzbundes
(Nabu) der Verbandsgemeinde Lingenfeld bevor: 2008 feiert die
Ortsgruppe ihr 25-jähriges Bestehen. Bei der jüngsten Sitzung in
Weingarten berieten die Naturschützer über entsprechende Aktivitäten.
Mit
der Teilnahme am „Tag der offenen Gärten" (Sonntag, 1. Juni, von 11
bis 18 Uhr) wollen die Nabu-Aktiven anhand des Gartens von
Vorsitzendem Herbert Magin (Westheim) Interessenten praktische
Beispiele für Naturschutz im Dorf geben. Zur Dokumentation des
Artenreichtums in verschiedenen ökologischen Bereichen will sich die
Ortsgruppe auch am „Tag der Artenvielfalt" (20. und 21. Juni)
beteiligen. Ausgangspunkt der zahlreichen Aktionen soll der Lustadter
Handkeesplatz sein. Neben dem Erscheinen von vielen Experten hoffen
die Naturschützer auch auf großes Interesse der Bevölkerung.
Der
Festabend zum 25-jährigen Bestehen, verbunden mit einer Ausstellung,
soll nach derzeitigen Planungen voraussichtlich im November im
Westheimer Bürgerhaus stattfinden.
Weitere Aktivitäten im kommenden Jahr sind eine Wasservogelexkursion
in die Mechtersheimer Tongruben sowie den Bereich „Schäfersee". Eine
Frühjahrsexkursion in die Rheinauen, eine Pilz-Exkursion und die
Teilnahme an der Bat-Night (Fledermausnacht) runden das Programm ab.
Im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel" werde es eine Aktion mit der
Kindergruppe geben. Auch die Fahrt ins Zeltlager sei wiederum geplant,
hieß es. (nti)
SCHLINS
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.290
Datum: Freitag, den 14. Dezember 2007
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '2966404'

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Mit Pinguinen gegen
Verheizen der Erde
Die Klima-Allianz informierte
Bürger über CO2-Einsparung
Speyer. Anlässlich des
Welt-Klimagipfels auf Bali hat die „Klima-Allianz der Pfalz“ am
Samstag in der gut besuchten Speyerer Fußgängerzone auf das „Verheizen
der Erde“ aufmerksam gemacht. An einem Informationsstand am Altpörtel
informierten die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen
Kirche der Pfalz sowie regionale Gruppen von Attac, BUND, NABU und WWF
mehr als 500 Menschen über die Ziele der Klima-Allianz und gaben Tipps
für die aktive CO2-Einsparung im Alltag.
Zum Abschluss wurde im
Domgarten hinter dem Heidentürmchen ein Tulpenbaum gepflanzt – für
Oberkirchenrat Gottfried Müller „ein Zeichen der Hoffnung, ganz im
Sinne Martin Luthers. Es ist noch nicht zu spät.“ Dr. Nathalie Plum
von der NABU Regionalstelle in Landau sprach stellvertretend für die
anwesenden Umweltverbände von der „symbolischen Bedeutung dieses Baums
für all die vielen Möglichkeiten, die wir zur Reduktion des CO2
haben. Anstatt die Schuld auf andere zu schieben, sollten alle –
Tourismus, Industrie, Landwirtschaft und jeder einzelne Bürger – ihren
Beitrag leisten.“
Die Klima-Allianz besteht
aus über 50 Mitgliedsorganisationen: Kirchen, Umweltverbände,
Gewerkschaften und andere gesellschaftlich relevante Gruppen. Ziel der
Klima-Allianz ist es, für die konsequente Reduzierung von
klimaschädlichen Gasen einzutreten. Nähere und aktuelle Informationen
finden sie im Internet unter
www.die-klima-allianz.de
oder auf den Seiten der Mitgliedsorganisationen. Als nächste Aktion in
der Pfalz ist im Februar 2008 das „Autofasten“ mit einem
Spritspartraining in Neustadt am 1. März geplant.
Weitere Auskunft: Bärbel
Schäfer, Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Große Himmelsgasse 3, 67346
Speyer, Tel. 06232 / 671519, E-Mail:
umwelt@frieden-umwelt-pfalz.de

Mit
Pinguinen auf Eisschollen warben Mitstreiter der Pfälzer Klima-Allianz
für mehr Klimaschutz im Alltag. (Foto: N. Plum)

Oberkirchenrat Gottfried Müller packt mit an bei der Baumpflanzung.
(Foto:
W. Schneider)

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Bad Dürkheim WACHENHEIM
Nabu sucht Verstärkung für Nistkästen Pflege
WACHENHEIM. Wie
Nistkästen kontrolliert und gereinigt werden, will der Naturschutzbund
(Nabu) Wachenheim/Deidesheim bei einer Wanderung morgen durchs
Poppental Interessierten zeigen, die sich vorstellen, die Arbeit der
Naturschützer zu unterstützen. „Unsere in Höhlungen brütenden Vögel
wie auch Fledermäuse, Waldmausarten und Bilche, oder Insekten wie
Hornissen, Hummeln und seltene Wildbienenarten finden in
bewirtschaftetem Forst und Gelände nicht genügend natürliche
Brutmöglichkeiten", begründet der Nabu, weshalb er in fast 25 Jahren
rund 900 künstliche Nisthilfen innerhalb der beiden Verbandsgemeinden
angebracht hat. Derzeit werden etwa 600 betreut und jährlich
gereinigt, über die Belegung wird regelmäßig Buch geführt. Dazu werden
jetzt noch Helfer gesucht: Während der Tour (Treffpunkt 10 Uhr am
Wachenheimer Schützenhaus) erfährt man, welche Vögel und Tiere
Nisthilfen brauchen und welche Ansprüche sie stellen. Wer bei der
praktischen Arbeit erst mal nur zuschauen möchte, ist ebenfalls
willkommen. (rhp)
SPENGLP
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung
Ausgabe: Nr.284
Datum: Freitag, den 07. Dezember 2007
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '2977103'

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Landau: Zur Pflege der
Natur
SÜW: Förderverein gewährt 9200 Euro
Der Förderverein zum
Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft der Südlichen
Weinstraße hat beschlossen, insgesamt sieben Projekte mit 9200 Euro zu
fördern.
Zum Zuge gekommen sind
folgende Projekte: Streuobstwiese in Siebeldingen,
Entwicklung bzw. Optimierung von Biotopen
für die stark gefährdete Amphibienart Gelbbauchunke in Frankweiler und
Eschbach, Trockenmauer in Gleisweiler, künstliche Brutinseln im
Frankensee bei Gommersheim, Beschaffung eines Freischneiders zur
Biotoppflege in der Verbandsgemeinde Edenkoben
und schließlich die Entwicklung eines Sandbiotops in Schweighofen.
Antragsteller waren der Naturschutzverband Südpfalz,
der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz,
Regionalstelle Süd
und die Pollichia.
Gerd Kümmel,
Vorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz, stellte bei einem
Diavortrag verschiedene durch den Förderverein geförderte Projekte der
letzen Jahre vor. Er informierte über den Ankauf und
biotopverbessernde Maßnahmen in der Sandgrube Schlüter in Schweighofen,
über die Anlage einer Lößsteilwand in Niederhorbach und ein
Feuchtbiotop im Otterbachtal zwischen Nieder- und Oberotterbach.
Verschiedene Bestandsaufnahmen hätten ergeben, dass die vorgenannten
Biotope eine große Anzahl von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten
aufwiesen. Die vom Verein mit finanzieller Hilfe des Fördervereins
veranlassten Maßnahmen seien damit ein großer Erfolg. (red)
Info Auf Antrag kann
jeder Bürger des Landkreises Mitglied des Fördervereins werden.
Informationen bei der Geschäftsführung (Telefon 06341 940440 oder
940231).
REUTERM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.281
Datum: Dienstag, den 04. Dezember 2007
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '2944556'

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Mit Pinguinen
gegen Verheizen der Erde
Eintreten für konsequente
Reduzierung von klimaschädlichen Gasen
Speyer.
Mit Pinguinen auf Eisschollen wollen Mitstreiter der Pfälzer
Klima-Allianz am Samstag, 8.12.07 ab 11 Uhr in der Speyerer
Fußgängerzone auf das „Verheizen der Erde“ aufmerksam machen. An einem
Informationsstand am Altpörtel bekommen Klimaschützer Tipps für die
aktive CO2-Einsparung.
Hier informieren
die Veranstalter - die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt
der Evangelischen Kirche der Pfalz sowie regionale Gruppen von Attac,
BUND, NABU und WWF - über die Ziele der Klima-Allianz. Der NABU nimmt
an seinem Stand gebrauchte und defekte Handys zum Recycling entgegen.
Zum Abschluss wird
um 15 Uhr im Domgarten hinter dem Heidentürmchen ein Baum gepflanzt.
Die Klimaallianz
besteht aus über 50 Mitgliedsorganisationen aus Kirchen,
Umweltverbänden, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlich
relevanten Gruppen. Ziel der Klima-Allianz ist es, für die konsequente
Reduzierung von klimaschädlichen Gasen einzutreten.
Der
Welt-Klimagipfel tagt ab dem 3. Dezember 2007 in Bali. Begleitend dazu
finden am 8. Dezember weltweit Demonstrationen und Aktionen statt, um
der Forderung nach konkreten Vereinbarungen bei der Reduzierung von
Klimagasen Nachdruck zu verleihen. In Deutschland werden
Großdemonstrationen in Berlin und Neurath, einem
Braunkohlekraftwerksneubau in Nordhein-Westfalen, stattfinden.
Nähere und
aktuelle Informationen finden sie im Internet unter
www.die-klima-allianz.de oder auf den Seiten der
Mitgliedsorganisationen.
Weitere Auskunft:
Bärbel Schäfer, Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Große Himmelsgasse
3, 67346 Speyer, Tel. 06232/671519, E-Mail:
umwelt@frieden-umwelt-pfalz.de
Presse- und
Öffentlichkeitsreferat, Domplatz 5, 67346 Speyer, Tel.
06232/667145

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Umweltschutz in der
Großstadt verschrieben
Naturschutzbund
Ludwigshafen besteht seit 25 Jahren - Für Rehbachtal und Bruch
eingesetzt
20
Gründungsmitglieder trafen sich vor einem Vierteljahrhundert
in den Räumen der Volkshochschule Ludwigshafen, um eine
Ortsgruppe des Deutschen Bunds Vogelschutz ins Leben zu rufen.
Mittlerweile heißt der DBV Naturschutzbund (NABU) und die
Ortsgruppe hat 250 Mitglieder. Seit der Gründung vor 25 Jahren
hat der NABU sich dem Umweltschutz zum Ziel gemacht.
Und das
ist in Ludwigshafen nicht einfach. Denn in der Stadt gebe es
keine größeren Flächen für Naturschutzmaßnahmen mehr. "Wir
können nur versuchen, kleinere Gebiete zu retten", sagt der
erste Vorsitzende Georg Waßmuth. Ein besonderes Augenmerk
kommt dabei seit Gründung der Ortsgruppe1982 dem Rehbachtal
und seiner Ausweisung als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet
zu. Schließlich finden sich dort Pflanzen, die auf der roten
Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stehen: Die
Essigrose, das Schabenkraut, der weidenblättrige Alant und der
Kantenlauch.

Dass hier
kein Mais und Hafer für das Wildgehege mehr angebaut wird,
haben die Umweltschützer erreicht, die Bemühungen um das
Schutzgebiet hingegen sind bisher vergebens gewesen. So gibt
es für die Ortsgruppe des NABU in dem Gelände viel zu tun.
Doch zum "harten Kern" der Ludwigshafener Ortsgruppe gehören
nur 15 bis 20 Personen, berichtet der Vorstand. Die
Mitgliederzahl sei in den vergangenen Jahren zwar gestiegen,
doch mehr Aktive gebe es nicht. Wenn es gelte, Nistkästen
aufzuhängen und zu betreuen oder die Landschaft vom Müll zu
befreien, seien meist die gleichen Menschen beteiligt.

Deshalb
sei langfristig die Kinder- und Jugendarbeit eine wichtige
Aufgabe, betont Waßmuth. "Junge Menschen müssen mit der Natur
vertraut sein, damit sie verstehen warum sie geschützt werden
muss". So trifft sich seit April dieses Jahres jeden zweiten
Mittwoch eine Kindergruppe, um gemeinsam mit Elke Hennighaus
das Maudacher Bruch zu entdecken.
Quelle: Rheinpfalz 21.11.07

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NABU Frankenthal pflegt
Weiher im „Kleinen Wald“
Einer der beiden
Weiher im „Kleinen Wald“ heißt bereits „NABU-Weiher“, da sich der NABU
Frankenthal bereits seit 1985 dort engagiert. Mit dem Arbeitseinsatz
am vergangen Samstag dort und am „Scherrschen Weiher“ wollen die 25
Naturschützer verhindern, dass die Weiher langsam zuwachsen und
verschlammen. „Durch die angelegten Schneisen wird jetzt für eine
verbesserte Belüftung gesorgt, so dass der Weiher in der warmen
Jahreszeit nicht so schnell ‚umkippt’“, erläutert Manfred Becker,
Vorsitzender der NABU-Gruppe. „Einige Bäume und Sträucher mussten
außerdem entfernt werden, um den Eintrag von Laub und damit von
Nährstoffen zu vermindern.“ Die Naturschützer hoffen, dass die
Wasserflächen weiterhin von Wasservögeln und ablaichenden Amphibien
genutzt werden. Mit dem Schnittgut wollen sie zudem neue Lebensräume
für Tiere in Form einer Benjes-Hecke anlegen.

Foto:
NABU-Aktive entfernen Teile des Schilfs im „Kleinen Weiher“.
(Foto:
Manfred Becker)

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Landau ILBESHEIM Wir sind
dem Naturschutz verbunden - und keine Ideologen
ILBESHEIM: Verband für Natur- und
Umweltschutz (Nabu) Landau-Land feiert 25-jähriges Bestehen -
Mitgliederzahl wächst
1982 wurde in
Heuchelheim der Verband für Natur- und Umweltschutz (NABU) Landau-Land
gegründet. Im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus in Ilbesheim feierte
der Verein am Freitag sein 25-jähriges Bestehen. Die Festrede hielt
der Landesvorsitzende des NABU, Siegfried Schuch (Mainz).
Schuch würdigte in
seiner Ansprache „das außerordentliche Engagement der vielen
ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihren Einsatz für die Natur". Er
appellierte an Jung und Alt, sich aktiv für den Naturschutz
einzusetzen. „Jeder kann bei uns nach seinen Neigungen und Fähigkeiten
mitarbeiten." Der Mitgliederstand sei in den vergangenen fünf Jahren
landesweit von 22.000 auf 28.000 gestiegen.
Der seit 1986
amtierende Vorsitzende des NABU Landau-Land, Hans Frech (Göcklingen),
dankte „allen meinen Mitstreitern" für ihren permanenten Einsatz,
wobei er Pfarrer Gerhard Postel (Freisbach) als den „schöpferischen
Ideengeber" bei der Gründung der Landauer NABU-Gruppe vor 25 Jahren
besonders hervorhob. Großes Lob ging auch an Nathalie Plum, Leiterin
der Regionalstelle Süd- und Vorderpfalz, „die für uns ein wahrer
Glücksfall ist". Besonderer Dank gebühre Herbert Riebel und Heinz
Wissing für ihre Ausstellung „Wildbienen" und „Fledermäuse". Viel
Beifall erhielt Pfarrer Postel für seinen Vortrag „Mehr als nur
Artenschutz - 25 Jahre Landauer Naturschutz". Postel: „Wir sind keine
Ideologen, sondern schlicht und einfach dem Natur- und Umweltschutz
verbunden, wir machen unsere Arbeit von und für Menschen."
Bei dem Festakt wurden
auch die Gewinner des Kinder-Malwettbewerbs zum Thema „Einheimische
Tiere im Herbst" geehrt. Stolz zeigte beispielsweise die fünfjährige
Emilia aus Eschbach ihre Urkunde für „ihr Werk" das sie im
Kindergarten Göcklingen erstellte.
Grußworte kamen von
Verbandsbürgermeister Klaus Stalter, von Ulf Janz vom NABU
Landau-Stadt und von Göcklingens Bürgermeister Fritz Garrecht.
Ehrungen
Mit der bronzenen NABU-Ehrennadel wurden ausgezeichnet: Rolf Schmitt
(Walsheim), Albert Leonhard (Heuchelheim-Klingen), Gerhard Wisser
(Göcklingen), Herbert Riebel (Ilbesheim), Arno Laux (Eschbach), Karl
Löffler (Eschbach), Markus Pfeiffer (Billigheim-Ingenheim) und Hans
Frech (Göcklingen).
Die
Gewinner des Malwettbewerbs der Kinder heißen wie folgt: Johannes
Eichborn, Mario Lauth, Johanna Lauth, Daniel Heilig, Jasmin Schopfer,
Shiantini Puwanesvaran (alle Grund- und Hauptschule Kleine Kalmit),
Pauline Antoni, Franziska Böttcher (beide Grundschule Klingenmünster),
Emilia Siegwarth (Eschbach), Vorschulkinder der „Bärengruppe" der
katholischen Kindertagesstätte Göcklingen und die „Gruppe Bauer" vom
Sankt Paulusstift in Queichheim. (ohu)

REUTERM
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene
Ausgabe: Nr.268
Datum: Montag, den 19. November 2007
Seite: Nr.28
"Deep-Link"-Referenznummer: '2884664'

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Bilanz eines guten Starts
Erste Jahreshauptversammlung der
NABU-Gruppe Neustadt/Lambrecht
Pünktlich zum
einjährigen Bestehen fand die Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe
Neustadt/Lambrecht am vergangenen Montag in Mußbach statt.
Ursel Mosebach (Geinsheim),
die sich mit Martin Grund (Neustadt) den Vorsitz gleichberechtigt
teilt, gab einen Überblick über die Aktivitäten der Gruppe. Bereits in
2006 pflanzten die frisch gebackenen Naturschützer gleich einige
Schwarzpappeln, den Baum des Jahres. Über das Jahr 2007 verteilt war
die Gruppe, mit einer Sommerpause im August, in allen Monaten aktiv:
Nach der Pflege der Kopfweiden im Diedesfelder „Saualiment“ im Januar
folgte im Februar die erste große Belastungsprobe. Die
Amphibienwanderung hielt an 5 Standorten im Stadtgebiet sowie in
Kirrweiler alle Helfer in Atem. Inzwischen sind die Wanderwege der
Tiere – vor allem Erdkröten – über die Straßen bekannt und die
Leiteinrichtungen können gezielter gestellt werden. Im Oktober wurde
zudem ein Regenrückhaltebecken in den „Schlösselwiesen“ zu einem
Laichgewässer umgestaltet.
Auch im
klassischen Vogelschutz war die Gruppe rührig: Im Rahmen des
landesweiten NABU-Projekts „Mauerseglerschulen“ montierte
Projektleiter Martin Grund an 6 Schulen in Neustadt und in der
Verbandsgemeinde Lambrecht Nistkästen. Der Hornbachturm wurde
gesäubert und Dohlenkästen eingebaut. In der freien Landschaft wurden
auf Ausgleichsflächen der Stadt Sitzkrücken für Turmfalken
aufgestellt. Mit zwei Kirchen in Haardt und Hambach ist bereits der
Einbau von Kästen für Turmfalke und Schleiereule in die Kirchtürme
abgesprochen. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit war die Gruppe ebenfalls
rege: Im März gab es gleich 2 Vorträge: einen über die geplante
Reaktivierung der Wiesenwässerung bei Geinsheim – ein größeres
Projekt, an dem der NABU sich aktiv beteiligen wird - und einen über
Wildbienen. Außerdem war die Gruppe bei Festen in Geinsheim und im
Mehrgenerationenhaus anwesend.
Kassenwartin
Annette Schwarz zeigte sich zufrieden mit einem ersten Plus in der
Kasse, das jedoch in 2008 auch für diverse Aktionen gebraucht werden
wird. Die Kassenprüfer hatten nichts zu beanstanden und der Vorstand
wurde entlastet.
Thore Fink (16)
aus Lambrecht, Sprecher der NAJU, hatte ebenfalls eine bunte Bilanz
vorzuweisen: Mit diversen Aktionen am Speyerbach nahm die Jugendgruppe
teil an der bundesweiten NAJU-Kampagne „Fluss-Connection“ und
erreichte den 5. Platz. Die Gruppe nahm gemeinsam mit der NAJU
Wachenheim/Deidesheim teil am Weinleseumzug, organisierte eine
Fledermausexkursion und untersuchte die Bäume im Hof des
Mehrgenerationenhauses auf ihre Gesundheit hin. Im nächsten Jahr
möchte sie im BUND-Garten am Sonnenweg einen „Lebensturm“ bauen und
ein „Fledermausbeet“ anlegen. „Pflanzen, die in der Dämmerung
aufblühen, wie die Nachtkerze, werden gerne von Nachtfaltern besucht –
und diese dienen den Fledermäusen als Nahrung“, erklärte Fink den
verblüfften Erwachsenen den Plan. Finks Schwester Inga (14) möchte
zudem eine Kindergruppe gründen und diese an die Natur heranführen.
„Wir sind stolz auf unsere NAJU“, so Ursel Mosebach. Sie lobte auch
die gute Zusammenarbeit mit Franz Grimm von der NABU-Gruppe
Edenkoben/Maikammer, der viele praktische Arbeiten mit Rat und Tat
begleitet hat, sowie die Unterstützung durch Dr. Nathalie Plum von der
NABU Regionalstelle in Landau. Neben der Fortführung der bereits
laufenden Naturschutzprojekte wie Betreuung der Amphibienwanderung,
Ausbringen von Nisthilfen, Partnerschaften mit Schulen, Jugendarbeit
und Biotoppflege zählt für Martin Grund vor allem ein Vorhaben: „Unter
den über 400 zahlenden Mitgliedern einige aktive Mitstreiter zu
gewinnen. Es gibt viel zu tun und wir freuen uns über jeden, der mit
anpackt.“
Für Infos: Martin
Grund, Tel. 06321/399292,
http://www.nabu-nw.de oder NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628,
www.NABU-RLP-Sued.de
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Neustadt Wie ein Galgen für
Artenvielfalt sorgt
Was die Neustadter Stadtgruppe des
Naturschutzbunds ein Jahr nach ihrer Gründung erreicht hat
Von
unserem Mitarbeiter Rainer Rausch
Es gibt
sie in der Stadt noch nicht lange, jedoch erfreut sie sich in der
Bevölkerung schon reger Aufmerksamkeit: „Erst neulich rief jemand an,
der Auskünfte über den Steinkauz haben wollte", freut sich Ursula
Mosebach von der erst im November vergangenen Jahres gegründeten
Gruppe Neustadt des Naturschutzbunds (NABU).
Die
Abkürzung NABU steht für Natur-, Umwelt-, Biotop- und Umweltschutz.
Diesen Zielen der bundesweit tätigen Organisation sieht sich natürlich
auch Mosebach verpflichtet, die sich zusammen mit Martin Grund als
Doppelspitze den Vorsitz in der Neustadter Gruppe teilt. „Wir wollen
das Bewusstsein für Natur und Umwelt im Neustadter Raum stärken.
Lebensräume sollen entdeckt und wiederbelebt werden", umreißt die
Geinsheimerin die Vorstellungen des NABU Neustadt und seinen
Ortsteilen.
300
Mitglieder, darunter ein Stamm von zehn Aktiven im Alter zwischen 35
und 55 Jahren, zählt die Stadtgruppe. Die dazugehörige
Naturschutzjugend umfasst derzeit fünf Jugendliche im Alter von zwölf
bis 15 Jahren.
Trotz der
kurzen Zeit kann sich die Bilanz der Umweltschützer bereits sehen
lassen: Bei der Neuanlage eines Laichgewässers für Molche, Kröten und
Frösche in den Hambacher Schlösselwiesen (wir berichteten) durch den
NABU wurden dort auch gleich einige Weiden behutsam zu ökologisch
wertvollen Kopfweiden umgestaltet. „Lebensraum für Insekten und
Kleinvögel, später auch für den amselgroßen Steinkauz", erläutert
Mosebach. Aber keine einmalige Arbeit, denn die Bäume müssen jedes
Jahr geschnitten werden.
Auf
Streuobstwiesen bei Königsbach, Diedesfeld und Lachen-Speyerdorf
konnte die Stadtgruppe auch schon Falkenstützen, so genannte „Galgen",
als Aufsitzmöglichkeit für Mäuse jagende Turmfalken errichten. Neben
einigen Nistkästen für diese kleine Falkenart wurden viele weitere
Vogelnistkästen aufgehängt. Der NABU Neustadt nimmt sich zugleich auch
dem Fledermausschutz an, betont Mosebach. Mit einem Jungbaum der in
Deutschland vom Aussterben bedrohten Schwarzpappel wurde zudem der
„Baum des Jahres 2006" gepflanzt. Rechtzeitig vor der Krötenwanderung
wurden im Frühjahr im Kaltenbrunnertal Schutzzäune am Wegesrand
installiert. Über 1000 Kröten wurden dadurch eingefangen und
unbehelligt zu ihren Laichgewässern gebracht.
Ziel: Ansiedlung des
Weißstorchs
Als längerfristiges Projekt benennt der NABU die Reaktivierung der
Wässerwiesen, was in Hinblick auf die Wiederansiedlung des Weißstorchs
ein wichtiges Unterfangen sei.
Einer
anderen seltenen Spezies widmeten sich die Naturschützer aktuell im
Herbst: An der Geinsheimer Grundschule wurden zwei Mauerseglerkästen
aufgehängt. „Vielleicht können die Kinder ja schon im nächsten Jahr
die Tiere beobachten", hofft die Vorsitzende, die auch die
Grundschulen im Neustadter Raum besuchen und dort Vorträge halten
möchte.
„Wir
fangen mit kleinen Schritten an", so Mosebach, die selbst erst vor
kurzem vom Tier- zum Naturschutz überwechselte. Und von klein auf soll
es nach den Vorstellungen der Geinsheimerin auch weitergehen mit dem
lokalen Engagement: Sie plant, in ihrem Ortsteil eine Kindergruppe des
Nabu mit auf die Beine zu stellen.
Info:
Treffen der NABU-Stadtgruppe jeden zweiten Montag im Monat um 19.30
Uhr in „Weiks Vinothek", An der Eselshaut 53, Mußbach. Kontakt: unter
Telefon 06327/5837 oder 06321/399292.
GIERESS
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.272
Datum: Freitag, den 23. November 2007
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '2835569'

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Bad Dürkheim WACHENHEIM -
Wissen über Wasser weitergeben
WACHENHEIM: Fortbildungsangebot des
Naturschutzbundes - „Wassertrainer" sollen mit Kindern arbeiten
„WassertrainerInnen
Rheinland-Pfalz" heißt ein neues Fortbildungsprojekt, das der
Naturschutzbund (Nabu) in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium
landesweit in drei Regionen durchführt, jetzt auch in der Pfalz. Was
steckt dahinter? RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Sigrid Ladwig fragte die
Umweltpädagogin Dr. Nathalie Plum, Leiterin der Nabu Regionalstelle
Süd in Landau, die für die Projekt in der Pfalz zuständig ist.
Frau Plum, welche Ideen und Ziele stecken hinter dem Projekt
„Wassertrainer und -trainerinnen Rheinland-Pfalz"?
Unser Ziel ist, Kindern wieder mehr Möglichkeiten zu geben, mit Natur
und speziell mit Wasser intensiv in Kontakt zu kommen. Selbst im
ländlichen Raum ist das längst nicht mehr selbstverständlich. Unsere
Absicht ist deshalb auch, die Schulen als Kooperationspartner der
Wassertrainer zu gewinnen. Während das schon laufende Projekt
„Naturtrainer" mit Kindergärten arbeitet, eignet sich das speziellere
Thema Wasser besonders für Schulkinder, vor allem vom dritten bis
sechsten Schuljahr.
Warum wollen Sie vorrangig Senioren für die ehrenamtliche Mitarbeit
gewinnen?
Der Nabu hat schon viele positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit
mit Senioren gemacht. Viele engagieren sich gern, sodass sich sonst
brachliegende Arbeitskraft auf sinnvolle Weise nutzen lässt. Außerdem
fördert die Arbeit den Dialog zwischen den Generationen. Und drittens
bringen ältere Menschen oft schon biologische Kenntnisse mit. Das
schließt jüngere Teilnehmer natürlich nicht aus, nur Lehrer und
Erzieher bilden wir nicht aus.
Wie verläuft die Ausbildung der Interessenten?
Insgesamt werden fünf Workshops veranstaltet, die im Abstand von
jeweils zwei Monaten auf die Jahreszeiten verteilt sind. Ich werde mit
den Teilnehmern im Gelände die verschiedenen Gewässerarten studieren,
ihre Ökologie, ihren Zustand sowie die Tiere und Pflanzen. Inhalt der
Workshops wird weiterhin sein, wie sich all diese Themen didaktisch
umsetzen lassen. Dazu bekommen die Teilnehmer Lerneinheiten und
konkrete Aktionsideen vermittelt. Drei praktische Einsätze mit
Schulklassen oder Gruppen sind für das Zertifikat Voraussetzung. Jeder
zertifizierte Wassertrainer erhält den Leitfaden „Die besten Ideen
rund ums Wasser" und eine Materialkiste.
Müssen die ausgebildeten Wassertrainer später selbst organisieren, wie
und wo sie ihre Kenntnisse und Ideen an Schüler weitergeben?
Die Kontakte zu den Schulen, die selbstverständlich wohnortnah sein
sollen, vermitteln wir gern, wenn das gewünscht wird. Unsere Erfahrung
zeigt aber, dass viele selbst bei den Schulen vorsprechen. Sie wirken
dann bei Wandertagen mit oder sie übernehmen Arbeitsgruppen an
Ganztagsschulen. Der zeitliche Rahmen bleibt jedem selbst überlassen,
da schreiben wir nichts vor. Schließlich spenden die Trainer ja ihre
Arbeitskraft gegen eine geringe Aufwandsentschädigung. Als
Ansprechpartner stehe ich auch weiterhin für jeden zur Verfügung.
Info Eine Info-Veranstaltung findet morgen, Mittwoch, 11 bis 12.30
Uhr, im Rathaus Wachenheim statt. Erster Workshop ist am Mittwoch, 5.
Dezember, 9 bis 15 Uhr, im Rathaus Wachenheim und im Poppental.
Weitere Infos: Nathalie Plum, Telefon 06341 31628.
KELLERK
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung
Ausgabe: Nr.257
Datum: Dienstag, den 06. November 2007
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '2840087'

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Aus- und
Fortbildungsprojekt: „Wasser-TrainerInnen RLP"
Einleitung
Das Erleben von Wasser
und Natur, das Begreifen der kindlichen Umwelt und der ökologischen
Zusammenhänge ist eine wesentliche Voraussetzung für einen schonenden
und nachhaltigen Umgang mit dem Lebenselement Wasser.
Viele Kinder kommen –
auch in ländlichen Räumen – in ihrem Alltag nur noch selten mit Wasser
und Natur in Kontakt. Auch vielen Lehrerinnen und Lehrern ist der
Zugang zu diesen Themen nicht immer einfach. Viele Erwachsene
hingegen, insbesondere Seniorinnen und Senioren, haben aus ihrer
Lebenserfahrung heraus eine breite Kenntnis in den Bereichen Wasser
und Natur. Sie können wichtige Bildungspartner von Schulen und
Kindergärten werden. Gleichzeitig wird hierdurch der
generationsübergreifende Dialog gefördert. Die Erfahrungen des NABU
Rheinland-Pfalz aus den Projekten „Generationennetzwerk Umwelt“ und
„Naturtrainer“ können hier zielgerichtet eingebracht werden.
Der NABU bietet
deshalb in Zusammenarbeit mit der Abteilung Wasserwirtschaft im
Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz (MUFV) das
Fortbildungsprojekt „WassertrainerInnen RLP“ an.
Ziel des Projektes ist
es, Ehrenamtliche – insbesondere Seniorinnen und Senioren – im Rahmen
eines bürgerschaftlichen Engagements als WassertrainerInnen zu
gewinnen. Als Multiplikatoren sollen die WassertrainerInnen in erster
Linie für Schulklassen vom 3. bis 6. Schuljahr umweltpädagogische
Veranstaltungen nach dem Praxisleitfaden „Die besten Ideen rund ums
Wasser“ anbieten.
Projektidee
Die Grundidee besteht
darin, auf Grundlage von fertigen Lernmodulen Senioren und Seniorinnen
das Handwerkszeug zur Vermittlung von Wasserthemen zu geben und sie zu
geschätzten PartnerInnen von Schulen und anderen Einrichtungen zu
machen.
Hauptziel ist die
Ausbildung von ehrenamtlichen Seniorinnen und Senioren zu
Wasser-TrainerInnen. Diese sollen dezentral wasserbezogene
Umweltbildung in Rheinland-Pfalz anbieten. Hierbei wird unter anderem
eine enge Zusammenarbeit mit den schulnahen
Umwelterziehungseinrichtungen (SchUr-Stationen) angestrebt.
Jede/r
ProjektteilnehmerIn soll in Kooperation mit einer Schule arbeiten und
sich für zwei Jahre zur Projektteilnahme bereit erklären. Ziel ist es,
die TeilnehmerInnen auf Dauer als Wasser-TrainerInnen zu gewinnen und
insbesondere in Schulen Akzeptanz für diese externe Unterstützung zu
schaffen.
Bausteine des
Projektes „Wasser-TrainerInnen“
Ausbildung zu „Wasser-TrainerInnen“
Interessenten,
insbesondere SeniorInnen werden zu so genannten „Wasser-TrainerInnen
RLP“ ausgebildet. Hierzu werden fachliche, methodische und didaktische
Grundlagen für eine Umweltbildung über Gewässer und Gewässerschutz
vermittelt.
In drei Regionen von
Rheinland-Pfalz (Rheinhessen, Pfalz und Trier) werden hierzu Workshops
angeboten. Ziel ist es, im Projektzeitraum 30 Wasser-TrainerInnen
auszubilden, die insbesondere zusammen mit Schulklassen (3. bis 6.
Schuljahr) Veranstaltungen rund um das Thema Wasser anbieten.
Am Abschluss steht ein
Zertifikat „Wasser-TrainerInnen-RLP“. Nach Möglichkeit soll die
Ausbildung in Kooperation mit Gewässerzweckverbänden erfolgen.
Die drei Stationen des
NABU dienen als Ansprechpartner vor Ort und haben eine zentrale
Funktion in der Netzwerkbildung.
Die ausgebildeten
Wasser-TrainerInnen sollen vorwiegend ehrenamtlich arbeiten, Unkosten
aber durch Teilnehmerbeiträge decken können.
Herausgabe von
Begleitmaterialien
Für die
Veranstaltungen werden Begleitmaterialien zusammengestellt.
Ebenso werden für alle
zertifizierten Wasser-TrainerInnen Materialkisten zusammengestellt,
die diese für ihre Aktivitäten nutzen können.
Die Materialien werden
über die Koordinationsstelle „NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen“
verwaltet. Sie sollen über eine externe Finanzierung angeschafft
werden.
Projektverlauf und Finanzierung
Das Projekt
Wasser-TrainerInnen beginnt ab Herbst 2007 und hat eine Laufdauer von
zwei Jahren. Im Jahr 2007 werden TeilnehmerInnen gewonnen und
einführende Gespräche geführt. Ein Faltblatt für die Werbung wird
erstellt, sowie das Ausbildungsprojekt durch Pressearbeit beworben.
Die Durchführung der Seminare erfolgt durch die beteiligten
Regionalstellen in Trier, Landau und das NABU-Naturschutzzentrum
Rheinauen und deren umweltpädagogischen Fachkräften. Ein erster
halbtägiger Praxisworkshop wird bis Jahresende in jeder Region
angeboten.
In den Jahren 2008 und
2009 werden die Wasser-TrainerInnen ausgebildet und durch begleiteten
Praxisübungen (Einsatz mit Schulklassen, SchülerInnen-Projektgruppen,
AG`s in Ganztagsschulen, o.ä.) und Erfahrungsaustausche unterstützt.
In jeder Region wird eine Seminarreihe mit 5 Workshops (im Jahr
2007/2008), einer begleiteten Praxisübung (2008/2009) pro Teilnehmer
und 3 Erfahrungsaustauschen (2008/2009) angeboten. Am Ende steht das
Zertifikat „Wasser-TrainerInnen RLP“. Eine weitere Voraussetzung für
das Zertifikat ist, dass jede/r TeilnehmerIn die Durchführung von drei
praktischen Einsätzen mit Schulklassen nachweist.
Termine
Mittwoch, 07. November
2007, 11-12:30h: Info-Veranstaltung im Rathaus Wachenheim
Mittwoch, 05. Dezember
2007, 9-15h: Erster Workshop im Rathaus Wachenheim/ Poppental
Die weiteren
Workshoptermine für Januar, Februar, März und April werden noch
festgelegt.
Dienstag, 30.
September 2008, 10.00 bis 14.00 Uhr landesweiter Erfahrungsaustausch
aller Gruppen auf der Landesgartenschau in Bingen
Projektdurchführung
und Koordination für die Pfalz:
NABU-Regionalstelle Süd
im Naturschutzzentrum Hirtenhaus
Dr. Nathalie Plum
Brühlstr. 21 - 76829
Landau
Tel. 06341 / 31628,
Fax 06341 / 3526
E-mail:
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Internet:
www.NABU-RLP-Sued.de

Wasser-Trainer bringen Kindern das Leben im
Wasser näher


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Das Rehbachtal –
artenreiches Kleinod der Natur
NABU-Gruppe Ludwigshafen stellt
Ergebnisse der botanischen Kartierung vor
Während draußen
bereits gedeckte Farben vorherrschen, blüht es bunt in Alban Bertholds
Fotoalbum „Pflanzen im Rehbachtal“. Fast jede einzelne der insgesamt
396 Arten hat der Leiter des Pflanzenarbeitskreises im NABU
Ludwigshafen in voller Pracht fotografiert. Darunter auch 4 Pflanzen,
die nach der Roten Liste in Rheinland-Pfalz gefährdet sind: die
Feldulme, der Langblättrige Ehrenpreis, der Weidenblättrige Alant
sowie der Hühnerbiss.
Insgesamt 18 Mal
waren mehrere Mitglieder des Arbeitskreises im Gebiet zwischen der
Kreisstraße Rheingönheim-Altrip und der Rehbachmündung in den Rhein
2007 unterwegs. „Wir wollten so eine möglichst vollständige
Bestandserhebung erhalten“, so Berthold, „einfach um zu zeigen, welche
Artenvielfalt auch in unserer dicht besiedelten Vorderpfalz möglich
ist, wenn man die Natur nur lässt und ihr etwas Raum gibt.“ Die
umfangreiche Liste zeigt auch, dass im Vergleich zu 2006 wieder einige
neue Arten gefunden werden konnten.
Neben Berthold
engagieren sich auch der NABU-Vorsitzende Dr. Georg Waßmuth, Ingrid
Wanner und mehrere andere Mitstreiter für die Kartierungen im
Rehbachtal und erweitern dabei stets ihr Fachwissen. „Auch
Riesenbärenklau und Drüsiges Springkraut, die zwei gefürchteten
Neophyten, kommen im Rehbachtal vor“, so Berthold. „Sie zeigen eine
starke Ausbreitungstendenz, vor allem das aus Indien stammende
Springkraut hat weite Bereiche erobert. Der Riesenbärenklau ist nur
lokal vorhanden und kann bekämpft werden. Wir behalten ihn seitens des
NABU im Auge.“ Neophyten sind Pflanzen, die aus anderen Kontinenten
eingeschleppt wurden. Invasive Arten breiten sich stark aus und
verdrängen dabei einheimische Arten.
Für den Naturschutz
im Rehbachtal setzt sich der NABU Ludwigshafen seit Jahren ein, indem
er Müllsammelaktionen durchführt und die Verbuschung des
Essigrosenareals – einer weiteren Besonderheit des Rehbachtales –
entfernt.
Die NABU-Gruppe
freut sich stets über neue Mitstreiter, nicht nur im
Pflanzenarbeitskreis.
Informationen in
der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de
Für die kostenlose
Ausbildung zum „Wassertrainer“ für die Umweltbildung in Schulen sucht
die Regionalstelle außerdem noch rüstige, naturbegeisterte Senioren.

Herbststimmung im Rehbachtal (Foto: N. Plum)

Der Hühnerbiss oder Taubenkropf, eine selten gewordene
Stromtalpflanze, die zu den Nelkengewächsen gehört (Foto: A. Berthold)

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Landau BERGZABERN Dennhardt
Platanen stehen für Kurstadt
Bad Bergzabern: Stadtplaner will
Bäume retten - NABU für kostengünstigen Radweg
Von unserem Redakteur
Robert B. Wilhelm
„Die Platane ist der
Baum für Bad Bergzabern wie kein anderer", ging der Stadtplaner
Professor Hans Dennhardt (Kaiserslautern) gestern im Gespräch mit der
RHEINPFALZ in die Offensive, die halbseitige Allee mit rund 50 Bäumen
in der Landauer Straße vor der Abholzung zu retten.
Wie mehrfach
berichtet, wollen Straßenbauer und die Mehrheit im Stadtrat die
Platanen am östlichen Stadteingang fällen, um auf der Nordseite der
Landauer Straße einen Radweg zu bauen. Hernach sollen die Platanen
dann durch Stadtlinden ersetzt werden.
Die Platane stehe für
den mediterranen Raum, verkörpere also gerade für die Südpfalz und
insbesondere für eine Kurstadt ein Flair, das durch nichts zu ersetzen
sei - auch nicht durch Stadtlinden, so Dennhardt: „Die Stadtlinde
taugt nichts für Bad Bergzabern. Die ist viel zu gewöhnlich."
Des Weiteren ziehe das
Argument, dass die flach wurzelnden Platanen die Abwasserkanäle
zerstörten und deshalb durch den Tiefwurzler Stadtlinde ersetzt werden
müsse, überhaupt nicht, so Dennhardt. Es seien gerade tief wurzelnde
Bäume, die die Kanäle zerstörten. Im Übrigen seien ja gar nicht die
Bäume das Problem, sondern aufgrund ihres Alters die Kanäle selbst, so
Dennhardt.
Mit seinem Kollegen,
Professor Christoph Hupfer von der Uni Karlsruhe, habe er auch bereits
zwei Alternativplanungen zu denen der Speyerer Straßenbaubehörde LBM
(Landesbetrieb Mobilität) ausgearbeitet, die er umgehend der Stadt
vorstellen werde, so Dennhardt. Demnach könnten nicht nur die Platanen
gerettet werden, sondern seine Vorschläge würden darüber hinaus eine
weitere Aufwertung der Landauer Straße mit sich bringen. Seine Pläne
will Dennhardt auch Mitte November den Speyerer Straßenbauern
vorlegen.
Die derzeitige Planung
des LBM sieht vor, alle Platanen für einen bis zu drei Meter breiten
kombinierten Rad-/Fußweg zu fällen. Nur ein kombinierter Weg wird
großzügig vom Land bezuschusst. Die Streckenführung entlang der
Nordseite wurde gewählt, weil auf der Südseite der Landauer Straße
einige Betriebe mit zum Teil starken Kundenverkehr angesiedelt sind.
Entsprechend gibt es Bedenken, dass sich das Unfallrisiko wegen
kreuzender Autofahrer erhöht.
Wird die jetzige
Planung für die Nordseite umgesetzt, folgt auf den drei Meter breiten
Fahrradweg ein zwei Meter breiter Grünstreifen. Dieser Platz soll
durch die Verschmälerung der Fahrbahn von derzeit 8,50 auf hernach
6,50 Meter gewonnen werden. In diesen zwei Meter breiten Grünstreifen
sollen genauso viele Stadtlinden nachgepflanzt werden wie zuvor
Platanen haben entfernt werden müssen.
Vorschlag der
Naturschützer: Weiße Linie auf Fahrbahn reicht
Unterdessen hat der
Naturschutzbund Landau einen ganz konkreten Plan vorgelegt, den auch
viele Anrufer bei der RHEINPFALZ-Telefonaktion zu den Platanen gemacht
haben: Den Radweg einfach per weißer Linie auf der bereits bestehenden
Fahrbahn ausweisen. Der Radweg sollte eine Breite von zwei Metern
haben (siehe Grafik) - die Breite, um die die Fahrbahn sowieso
verschmälert werden soll. Für Nabu-Vorsitzenden Werner Kern ist es gar
nicht notwendig, überhaupt einen eigenen Fahrradweg zu bauen und dafür
die Platanen zu fällen. In der Landauer Straße seien eh" kaum
Fahrradfahrer unterwegs. Zahlreicher hingegen seien die Radrennfahrer.
Doch die führen sowieso nicht auf einem Radweg, sondern seien in der
Regel immer auf den Autostraßen unterwegs. Deshalb sei ein mit einer
weißen Linie abgetrennte Radweg auf der Fahrbahn erst recht sinnvoll.
Und: „Das kostet ja so gut wie nix", so Kern. Die Platanen seien im
Übrigen eine sonnenresistente Art, vertrügen also besonders gut die
sich im Asphalt ansammelnde Hitze durch die Sonneneinstrahlung, so der
Nabu. Auch wenn die Platanen durch neue Bäume ersetzt würden, würde
die jetzige Ansicht „für einige Jahrzehnte zerstört werden", meint
Kern. Vielmehr sollte das gesparte Geld „lieber für die Sanierung des
Radwegs in der Kapeller Straße verwendet werden", so der
Nabu-Vorsitzende Kern.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße
Ausgabe: Nr.250,
Datum: Samstag, den
27. Oktober 2007, Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer:
'2809581'

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Malwettbewerb „Einheimische
Tiere im Herbst“
NABU Ludwigshafen sucht die
schönste Darstellung
Zum Anlass ihres 25-jährigen
Bestehens ruft die NABU-Gruppe Ludwigshafen zu einem Malwettbewerb für
Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren auf. Thema sind die „Einheimischen
Tiere im Herbst". Wie bereiten sie sich auf den Winter vor? Wo suchen
sie Schutz vor Wind, Wetter und Kälte? Erlaubt sind neben gemalten
Bildern (mindestens DIN A3) auch Bastel- oder Collagearbeiten sowie
Gruppenarbeiten. Abgabeschluss ist der 30.November 2007. Die Bilder
können bei Armin Vogelgesang, Eichenstraße 31 in LU-Gartenstadt
abgegeben oder an die NABU Regionalstelle gesendet werden (Brühlstr.
21, 76829 Landau, Tel 06341 / 31628). Die Sieger erhalten bei einer
festlichen Veranstaltung im Dezember Preise rund um die Natur wie
Fernglas, Becherlupen, Nistkästen und vieles mehr. Der NABU wünscht
viel Freude und Spaß beim Malen oder Basteln!
_1.jpg)
Viele Vogelarten
– hier Wildgänse über der Südpfalz - ziehen vor dem Winter nach Süden
in wärmere Gefilde. Wie machen es andere Tiere? (Foto: W. Kern)

Eine Amsel im
Schneetreiben findet Nahrung in einem Futterhäuschen
(Foto: H. Töngi)

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Wie die Kinder -
Spieleworkshop für Umweltbildner im Hirtenhaus
Das Hirtenhaus platzte aus allen
Nähten, so viele Teilnehmer - sogar aus Bobenheim-Roxheim und
Ludwigshafen - waren zum „Spieleworkshop“ der NABU Regionalstelle
gekommen. Dr. Nathalie Plum, Barbara Halfmann und Eva Radenberg boten
ein buntes Repertoire an Spielen „rund um die Natur“ an. Im Auftrag
der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) wurden vor allem Spiele
aus der Aktionsideensammlung „Leben gestalten lernen“ gemeinsam
ausprobiert.
Ein Großteil des Workshops spielte
sich bei herbstlichem Kaiserwetter auf den Streuobstwiesen des NABU
ab. Im „Grünen Klassenzimmer“ der Naturerlebnisschule Landau konnten
sich die Teilnehmer zwischen den Spielen anschauen, wie man einen
Lebensturm, ein Weidentipi, ein Insektenhotel, eine Immenwand, einen
Lehmofen, eine Trockenmauer oder ein hängendes Xylophon baut.
Viele der Teilnehmer engagieren sich
regelmäßig als Leiter von Naturschutzjugend-Gruppen (NAJU) in der Süd-
und Vorderpfalz, doch auch einige Erzieherinnen und Lehrer waren mit
dabei. „Viele Spiele kannte ich im Prinzip schon – doch man vergisst
sie auch wieder. Und interessant ist, wie man sie im Zusammenhang mit
Phänomenen aus der Natur für die Umweltbildung verwenden kann“, so
Gerhard Wisser von der NABU-Gruppe Landau-Land, der als Lehrer an der
Grundschule Klingenmünster arbeitet. Aus einem Blinde-Kuh-Spiel wird
die „Heuschreckenhochzeit“ oder „Fledermaus und Falter“, Fangen
spielen kann man raffinierter als „Vogel und Eidechse“ oder „Hirsche
und Wölfe“. „Wenn man die Spiele selbst spielt, merkt man auch, was
viel Spaß macht und was weniger“, so Wisser.
„Vom passenden Spiel begleitet, prägen
sich Naturbeobachtungen bei den Kindern besser ein“, erklärt
Naturpädagogin Barbara Halfmann aus Burrweiler, die selbst eine
NAJU-Gruppe leitet und auch „Naturgeburtstage“ anbietet.

Barbara Halfmann
leitet die „Blinde Reise“ an. (Foto: N. Plum)

„Starenflug“ –
ein Bewegungsspiel, passend zur Jahreszeit. (Foto: N. Plum)

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NABU Heidewald - Kinderwanderung am
13. Oktober
10 Kinder aus
Birkenheide und Altrip ließen es sich nicht nehmen, an einem
wunderschönen Samstag die Natur um Birkenheide unter fachkundiger
Anleitung von Volker Schlie und Walter Gramlich zu erkunden. Von 10
bis 15 Uhr war man unterwegs ohne dass es langweilig wurde.
Die Kinder
erfuhren, dass die Akazie eigentlich Robinie heißt und die Unterwelt
eines Pilzes so groß sein kann wie ein Fußballfeld. Volker Schlie,
frisch ausgebildeter Naturtrainer, verstand es vorzüglich, die Kinder
mit Spielen zu begeistern und dabei gleichzeitig Wissenswertes über
Pflanzen und Tiere zu vermitteln. Höhepunkt war die Mittagspause am
Storchenturm, wo ein großer Heuhaufen auf der Wiese, ein kleiner
Wasserfall im Bach und Galloway-Rinder auf einer 7 Hektar großen Weide
genug Abwechslung und Aufregung boten.
Allgemeiner
Wunsch der Kinder am Ende der Wanderung: Das muss unbedingt wiederholt
werden. Die NABU-Führer haben versprochen, dass vielleicht noch dieses
Jahr an einem schönen Winter-Samstag wieder eingeladen wird.
Walter Gramlich

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Natur erleben wie die
Indianer
Herbstferienprogramm beim NABU
Landau unter neuem Motto
Beim
diesjährigen Herbstferienprogramm des NABU Landau konnten 35
begeisterte und aufgeweckte Kinder bei sonnigem Herbstwetter drei Tage
lang spielerisch viel Wissenswertes über das Leben und die Kindheit
der Indianer erfahren. Ulrike van der Bloemen und Inge Keller von der
Naturerlebnisschule des NABU Landau verwandelten das „Grüne
Klassenzimmer“ in Landau-Mörzheim diesmal mit Lagerfeuer und
Trommelschlag in ein Indianerlager. Mit selbst bemalten Stirnbändern
„tauften“ die Kinder sich um in „Blaue Wolke“, „Lachender Stier“,
„Morgensonne“, „Weiße Feder“ oder „Schlauer Fuchs“. Auch die
restliche Ausstattung, bestehend aus Schutzketten, Medizinbeutel,
Traumfänger, Pokean-Wurfbällen, Pfeilwurfgeräten und Coupstöcken - für
die mutigen und friedvollen Krieger – stellten die Kinder selbst her.
So „bewaffnet“ erkundeten sie mit allen Sinnen als Indianer die Natur,
sammelten essbare Früchte, übten Wettrennen und Anschleichen und
fanden beim Ritual des Schamanen zusammen. Am letzten Tag stand die
große Mutprobe mit der Verleihung der Indianerfeder an: Wer wagt es,
blind dem Barfußpfad zu folgen?
„Wir haben
uns sehr über die große Gemeinschaft unter den Kindern, das faire
Miteinander und die Hilfsbereitschaft beim Basteln gefreut“, so Ulrike
van der Bloemen. Das Motto der Naturerlebnisschule, „Mit Kopf, Herz
und Hand“, ist offensichtlich bei den Kindern angekommen.
Die
Veranstalterinnen danken allen NABU-Aktiven und Praktikantinnen für
die tatkräftige Unterstützung sowie der Bäckerei Andreas Walther,
Offenbach, für Brot und Backwerk zur „Versüßung“ des Indianerlagers.

Indianertanz auf den Baumstämmen im „Grünen Klassenzimmer“

Nur was für mutige
Indianer: Die „Blinde Reise“
(Fotos: Charlotte
Keller)

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Auf der Suche nach starkem
Rückhalt
Start der NABU Werbung in der
Vorderpfalz
Ausgerüstet
mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind Aktive des
Naturschutzbund Deutschland (NABU) diese Woche in Frankenthal,
Ludwigshafen und den Verbandsgemeinden Maxdorf, Lambsheim, Wachenheim
und Deidesheim unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den
nächsten Tagen wollen sie viele neue Mitglieder für den NABU gewinnen.
Seit mehr
als 25 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der
Vorderpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen.
Auf
Initiative der NABU-Gruppe Frankenthal wurde der „Kleine Wald“ als
Biotop erhalten, unter Landschaftsschutz gestellt und immer weiter zu
einem Mosaik von wertvollen Lebensräumen entwickelt. Im Rahmen seiner
Patenschaft pflanzte der NABU Bäume und Sträucher im „Kleinen Wald“,
sanierte die Weiher im Gebiet und legte einen weiteren Teich auf dem
Hauptfriedhof an. Auch im Artenschutz ist die Gruppe aktiv: In einem
alten Bunker hat sie ein Fledermaus-Winterquartier hergerichtet. Sie
betreut über 200 Nistkästen für Höhlenbrüter im Stadtgebiet, unter
anderem für Mauersegler und Schwalben. Der Wanderfalkenhorst, der in
der Zwölf-Apostel-Kirche angelegt wurde, ist seit Jahren besetzt – 3
bis 4 junge Falken erblicken dort jedes Jahr das Licht der Welt. Die
Naturschutzjugend (NAJU Frankenthal) engagiert sich in der
Umweltbildung mit Kindern, hat einen Lebensturm als Unterschlupf für
verschiedenste Tierarten gebaut und bringt Hummelkästen als
Winterquartiere für die beliebten Insekten aus.
Den
Mittelpunkt der Aktivitäten der NABU-Gruppe Heidewald bildet, wie der
Name schon sagt, der Heidewald zwischen Birkenheide (VG Maxdorf) und
Lambsheim, eine Naturoase bestehend aus Wald, Wiesen und Heide. Durch
Biotoppflege – Mahd, Entbuschung, extensive Beweidung - werden der
typische Charakter der halboffenen Landschaft und gleichzeitig eine
enorme Artenvielfalt erhalten. Walter Gramlich, Vorsitzender der
NABU-Gruppe Heidewald, bietet gemeinsam mit seinem Mitstreiter Volker
Schlie, der sich im NABU-Projekt „Naturtrainer“ für die Umweltbildung
in Kindergärten einsetzt, auch immer wieder Ausflüge in die Natur an.
Die
NABU-Gruppe Ludwigshafen betreut zahlreiche Nistkästen für
Höhlenbrüter und und richtet Quartiere für Fledermäuse ein. Im Rahmen
der Patenschaft für das untere Rehbachtal, für dessen
Unterschutzstellung der NABU sich seit Jahren engagiert, führen die
Naturschützer botanische Bestandserhebungen und jährliche
Reinigungsaktionen durch. Im Maudacher Bruch wurden Feldholzinseln
angelegt, um wertvollen Lebensraum für Tiere zu schaffen. Die
Kindergruppe NAJU trifft sich monatlich im Maudacher Bruch und
„erforscht“ spielerisch die Natur.
Die
NABU-Gruppe Wachenheim-Deidesheim ist vor allem im Biotopschutz aktiv,
pflegt Wiesen, selbst gepflanzte Obstbäume und Kopfweiden im Odinsthal,
im Einsthal und am Goldbach. Als Lebensraum für Amphibien wurden
mehrere Feuchtbiotope angelegt. Daneben spielt natürlich der
klassische Vogelschutz eine Rolle – viele hundert Nistkästen werden im
Gebiet betreut, unter anderem für den Steinkauz. Der ebenfalls seltene
Steinschmätzer konnte dank der Maßnahmen des NABU wieder in den
Weinbergen am Haardtrand angesiedelt werden. Nicolas Bachmann,
Vorsitzender der NABU-Gruppe, in der sich viele junge Leute
engagieren, würde gerne auch wieder eine Naturschutzjugend NAJU mit
aufbauen. Dafür sucht er noch Verstärkung durch freiwillige Betreuer.
"Für
laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle
Unterstützer und aktive Mitstreiter“, so Dr. Nathalie Plum, Leiterin
der NABU-Regionalstelle in Landau. "Für uns ist es wichtig, sowohl
Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Stadt durch
Exkursionen mit den Naturschönheiten in
ihrer Umgebung vertraut zu machen.“
Neue
Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende
NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute“ über aktuelle Projekte des NABU
im In- und Ausland informiert.
„Mehr
Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden“, betont
Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn
nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von
Tieren und Pflanzen beitragen".
Für
Rückfragen: NABU Regionalstelle,
Tel.
06341 / 31628;
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Das Junge Team unter der
Leitung von Tino Anker, rechts (Foto: N. Plum)

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Malwettbewerb „Einheimische
Tiere im Herbst“
NABU
Landau-Land sucht die schönste Darstellung
Zum Anlass ihres 25-jährigen
Bestehens ruft die NABU-Gruppe Landau-Land zu einem Malwettbewerb für
Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren auf. Thema sind die „Einheimischen
Tiere im Herbst". Wie bereiten sie sich auf den Winter vor? Wo suchen
sie Schutz vor Wind, Wetter und Kälte? Erlaubt sind neben
gemalten Bildern (mindestens DIN A3)
auch Bastel- oder Collagearbeiten sowie Gruppenarbeiten. Abgabeschluss
ist der 10.November 2007. Die Bilder können abgegeben werden bei
Gerhard Wisser o. Hans Frech in Göcklingen, Petra Dausch in Eschbach,
Herbert Riebel in Ilbesheim, Rolf Schmitt in Walsheim oder in der NABU
Regionalstelle im Hirtenhaus in LD-Mörzheim (Tel 06341 /
31628). Die Arbeiten werden bei der Jubiläumsfeier am Freitag, 16.
November um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ilbesheim präsentiert. In
diesem Rahmen findet auch die Preisverleihung statt. Die Sieger
erhalten Preise rund um die Natur wie Fernglas, Becherlupen,
Zoo-Eintrittskarten, Nistkästen und vieles mehr. Der NABU wünscht viel
Freude und Spaß beim Malen oder Basteln!

Viele Vogelarten
– hier Wildgänse über der Südpfalz - ziehen vor dem Winter nach Süden
in wärmere Gefilde. Wie machen es andere Tiere? (Foto: W. Kern)

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„Naturtrainer“ im Heidewald
Letzter von
5 Workshops mit dem NABU
Senioren für
Umweltbildung in Kindergärten ausgebildet
Wie immer, wenn die „Naturtrainer“ sich in
Birkenheide trafen, war das Wetter auch an diesem Mittwoch wieder noch
besser als in der restlichen Pfalz. Der fünfte und letzte Workshop
hatte neben „Leben im Wasser“ das herbstliche Thema „Laub“ als
Schwerpunkt. Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU)
haben Dr. Nathalie Plum und Ulrike van der Bloemen vom NABU im Laufe
des Jahres in Birkenheide 6 Menschen ausgebildet, die sich ab sofort
in Kindergärten in ihrer Umgebung engagieren und den Kindern dort
spielerisch die Natur nahe bringen.
Theorie und Bastelideen besprachen die Naturfreunde
im Dorfgemeinschaftshaus. Von da aus erkundeten sie die Natur im
Heidewald und in den angrenzenden Wiesen und probierten dort eine
Vielzahl von Spielen aus dem von der LZU herausgegebenen Ordner „Leben
gestalten lernen“ aus. Zufällig war diesmal der Kindergarten
„Maximilian“ aus Maxdorf bei einem Ausflug am Ellerstädter Weiher, so
dass man das „Eichhörnchenspiel“ gleich mit den Kindern zusammen
ausprobieren konnte.
Die meisten Teilnehmer befinden sich in der
nachberuflichen Phase, bringen also viel Zeit für das neue Ehrenamt
mit. Aus Maxdorf ist Volker Schlie vom NABU Heidewald mit dabei, der
bereits einige Erfahrung mit der Umweltbildung hat. Er wird sich im
Kindergarten „St. Franziskus“ engagieren. Peter Feisthamel aus Speyer,
der vorher noch gar nichts mit Naturschutz zu tun hatte, bemerkte:
„Wenn ich jetzt rausgehe in die Natur, sehe ich viel mehr als vorher –
und ich freue mich schon drauf, das bald alles den Kindern zu zeigen!“
Die anderen Teilnehmerinnen – vier Frauen - kommen aus Wachenheim,
Haßloch, Meckenheim und Worms. Walter Gramlich, Vorsitzender der
NABU-Gruppe Heidewald, brachte zur Erfrischung der Teilnehmer frisch
gepressten Apfelsaft vorbei – man stieß auf einen vorläufigen Abschied
an, denn das Netzwerk der „Naturtrainer“ ist mittlerweile auch
menschlich zusammengewachsen.
„Die gute Resonanz macht Mut für unser neues
Projekt „Wassertrainer“, so Nathalie Plum, die der Ortsgemeinde
Birkenheide herzlich für die Bereitstellung der angenehmen
Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus dankt.
Interessenten für diese neue Ausbildung, die aus 5
halbtägigen Workshops zwischen Dezember und April in Wachenheim und
Umgebung besteht, erhalten in der NABU Regionalstelle weitere
Informationen. Tel. 06341 / 31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de.
Eine erste Info-Veranstaltung findet statt am Dienstag, 6. November
von 11 bis 13 Uhr im Rathaus in Wachenheim.

Die 6 „Naturtrainer“ am Ellerstädter Weiher (Foto:
Nathalie Plum)

Mit einer Gruppe des Kindergartens „Maximilian“ probiert Volker Schlie
das „Eichhörnchenspiel“ aus. (Foto: Nathalie Plum)

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Von den
Erfolgreichen lernen
Japanische
Delegation besucht Naturschutzzentrum Hirtenhaus
Mit finanzieller
Unterstützung einer großen Supermarktkette konnten Aktive
verschiedener japanischer Natur- und Umweltschutzorganisationen
Deutschland besuchen, um dort von den erfolgreichen Verbänden zu
lernen. Nach einem Besuch bei den Landesgeschäftsstellen von NABU und
BUND in Mainz fand die 10-köpfige Delegation um Yoshito Yanagisawa
mitsamt einer tüchtigen Übersetzerin auch den Weg ins NABU
Naturschutzzentrum Hirtenhaus. Abgesandte von „Kids for future“,
„Japan for sustainability“ und „Shizuoka environmental education“
waren vor allem interessiert zu hören, wie man Freiwillige für die
Naturschutzarbeit requiriert, motiviert und bei der Stange hält.
Dr. Nathalie Plum,
Leiterin der NABU Regionalstelle für die Süd- und Vorderpfalz, gab
zunächst einen Überblick über die Aktivitäten des NABU in der Region.
Dann erläuterte sie die „Jobbörse für Ehrenamtliche“, die über
Internet, Presse und per Mail verschickte Newsletter bekannt gibt, für
welche klar umrissenen Aufgaben beim NABU Menschen gesucht werden –
mit Erfolg. „Bei der diesjährigen Apfelernte waren allein in Landau
und Umgebung 30 Menschen für uns im Einsatz, bei der letzten
Amphibienwanderung sogar über 100 - und sie kommen gerne wieder! Es
stimmt nicht, dass niemand etwas für die Natur tun will!“, widerlegt
Plum das Vorurteil von den desinteressierten, faulen Bürgern und
machte auch den Japanern Mut. Denn laut Yoshito Yanagisawa ist sein
Volk zwar im Rahmen der Erwerbsarbeit unermüdlich, aber eher selten an
zusätzlichem, freiwilligem Engagement interessiert. Plum betonte, dass
Fortbildungen in verschiedenen Kompetenzen, die die Menschen für die
freiwillige Arbeit brauchen, sich auszahlen. Schließlich wies sie noch
auf die Wichtigkeit von „geselligem Beisammensein“ nach den
Naturschutzaktionen hin, „damit die Menschen sich auch kennen lernen,
Netzwerke untereinander knüpfen und eigene Ideen besprechen können“,
so Plum.

Ganz in diesem Sinne
ließ sich Gastgeber Werner Kern vom NABU Landau, Leiter des
Hirtenhauses, nicht nehmen, neben Apfelsaft von eigenen
Streuobstwiesen auch einen selbst gemachten Walnusslikör
auszuschenken, der den Gästen aus Fernost auch vorzüglich schmeckte
und die disziplinierte Stimmung ein wenig auflockerte. Zum Schluss
wurden zahlreiche Fotos geschossen und traditionelle Geschenke aus dem
Heimatland überreicht – dann drängte der dichte Zeitplan die Japaner
zur Weiterfahrt.

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NABU Neustadt schafft Lebensraum
für Frosch und Co.
Neues Laichgewässer in den
Schlösselwiesen
Einen ganzen
Tag lang legten sich die Aktiven der NABU-Gruppe Neustadt ins Zeug, um
die Voraussetzungen zu einem Laichgewässer für Frösche, Kröten und
Molche zu schaffen. „Bei der Amphibienwanderung im Frühjahr sind uns
insbesondere die Erdkröten ans Herz gewachsen“, so die Vorsitzende
Ursel Mosebach. „Jetzt können wir den Tieren auch einen Lebensraum
bieten.“ Der ehemalige Löschteich in den Schlösselwiesen in der
Eichstraße in Neustadt-Hambach bot gute Voraussetzungen – allerdings
war er sehr schattig, so dass sich der Amphibienlaich zu langsam
entwickelt. Deshalb entfernten die ehrenamtlichen Helfer Bäume und
Sträucher an der Süd- und Ostseite, um besonnte Stellen im Wasser zu
schaffen. Um jedoch eine zu schnelle Verdunstung des Wassers und somit
ein Austrocknen des Gewässers im Sommer zu verhindern, ließ man einige
Bäume stehen. Die Weidenbäume wurden auf einer Höhe von etwas über
einem Meter abgeschnitten, damit sie wieder austreiben und sich als
Kopfweiden ausbilden können. Kopfweiden bilden einen vielfältigen
Lebensraum für zahlreiche Insekten, später auch für Vögel und
Säugetiere, die in den entstehenden Hohlräumen der knorrigen Bäume
einen Unterschlupf finden.
Die große
Menge an Astmaterial wurde direkt vor Ort gehäckselt, das etwas
dickere Stammholz fand als Brennholz Verwendung. Nach einer zünftigen
Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein wurden von der Sohle des
Biotops große Mengen der Laub- und Humusschicht an den Rand verbracht,
um möglichst wenig Nährstoffe in der späteren Wasserfläche zu haben.
Dadurch entstanden zwei getrennte Niedrigwasserflächen; die eine wird
von einer Quelle, die andere durch Regenwasser gespeist. Die
endgültige Feinmodellierung der Wasserflächen mit Spaten, Eimer und
Rechen übernahm die Naturschutzjugend (NAJU) Neustadt. Die Maßnahmen
wurden im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt
Neustadt abgesprochen.
Der NABU
hofft, dass die Aktion langfristig dazu beiträgt, den Amphibienbestand
in diesem Bereich zu stabilisieren bzw. zu stärken.

Bäume
und Strauchwerk an der Südseite des Biotops werden entfernt, um die
Sonneneinstrahlung auf das Laichgewässer zu erhöhen. (Foto: Franz
Grimm)

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Greifvögel und Eulen gegen
die Mäuseplage
NABU bietet Unterstützung an
Nicht nur Naturschützer, auch viele Landwirte und Winzer machen sich
anstelle von Gift die natürlichen Feinde der Mäuse zu deren Bekämpfung
zu nutze. Durch das Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel
versuchen bereits viele, der in diesem Jahr besonders starken
Mäuseplage Herr zu werden. Diese Maßnahme ist jedoch nach Meinung des
Naturschutzbund NABU nicht ausreichend. Nachhaltiger ist die
Ansiedlung des Turmfalken, dem „Vogel des Jahres 2007“, sowie der
Schleiereule durch das Anbringen von Nistkästen, empfiehlt Dr.
Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Süd in Landau. „Die Vögel
brüten meist ein Leben lang an ein und demselben Ort in solch einer
Nisthilfe und jagen vor allem während der Brutzeit in ihrem Revier
rund um das Nest, um Nahrung für sich und ihren Nachwuchs zu fangen“,
so Plum. Da sich die Reviergröße auch nach dem Nahrungsangebot
richtet, ist es wichtig, flächendeckend Brutmöglichkeiten anzubieten,
wenn man die Nahrung – hauptsächlich Mäuse – wirkungsvoll dezimieren
will. Nistkästen für die Fressfeinde der Mäuse können an Sitzstangen,
Bäumen und Gebäuden angebracht werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter des
NABU nehmen diese Plätze in Augenschein und bringen die Nistkästen an
geeigneter Stelle an. Infos in der NABU Regionalstelle Süd in Landau,
Tel. 06341/31628;
NABU.Sued@NABU-RLP.de
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Turmfalkenkästen werden gerne von den Vögeln angenommen
(Foto: Werner Kern)

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NABU sucht
WassertrainerInnen
Der sonnige Herbst lockt
viele Naturfreunde an die Ufer unserer Gewässer. Am Rhein und an
seinen Zuflüssen erfreuen sich viele Menschen an den leuchtenden
Farben der Natur. Viele Kinder machen leider nur noch wenige
Erfahrungen mit der Natur. Aus diesem Grund möchte der NABU mit
sogenannten WassertrainerInnen Kinder an die Natur heran führen.
Der NABU bildet mit drei
regionalen Bildungseinrichtungen diese „WassertrainerInnen RLP“ aus.
Hierzu sollen engagierte Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden, die
Umwelt - Bildungsangebote zum Thema Wasser insbesondere für
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3.-6. anbieten möchten. Im
Mittelpunkt des Projektes stehen verschiedene Aktionen aus dem
Praxisleitfaden „Die besten Ideen rund ums Wasser“.
Die Fort- und Ausbildung
wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Forsten und
Verbraucherschutz angeboten und dauert zwei Jahre. Die Teilnehmenden
lernen innerhalb von Workshops und Praxisübungen verschiedene Projekte
rund um das Thema Wasser kennen und erfahren, wie diese sich mit
Kindern umsetzen lassen. Für Bewerberinnen und Bewerber, die sich zur
Teilnahme an dem zweijährigen Projekt verpflichten, ist die Teilnahme
frei.
Das Projekt findet
landesweit in den Regionen Trier, Rheinhessen und in der Pfalz statt.
Interessierte können sich
bei der NABU Regionalstelle Süd in Landau wenden, Tel. 06341-31628
oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de
melden. Dort gibt es auch nähere Informationen.

Die Erforschung von Lebewesen im Wasser fasziniert schon die
Kleinsten.
(Foto: NABU)

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Helfer gesucht:
NABU Neustadt richtet
Regenrückhaltebecken für Amphibien her
Am kommenden Samstag,
6.10. ab 10 Uhr führt die NABU-Gruppe Neustadt in Zusammenarbeit mit
der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Neustadt einen Arbeitseinsatz
am Regenrückhaltebecken Schlösselwiesen (Eichstr./ Übergang Schlossstr.
in NW-Hambach) durch. Angeschwemmtes Erdreich soll beseitigt und so
eine Wasserfläche für Amphibien geschaffen werden. An der Süd- und
Ostseite des Beckens werden Bäume und Sträucher entfernt, um besonnte
Stellen im Wasser zu schaffen, in denen sich der Laich von Erdkröte
und Grasfrosch entwickeln kann. Alle interessierten Personen, Anwohner
und Naturliebhaber sind zur Mithilfe eingeladen. Für Getränke und
Essen ist gesorgt. Bitte festes Schuhwerk und Arbeitshandschuhe
mitbringen. Weitere Infos in der NABU Regionalstelle, Tel.
06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

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NABU warnt: Kein
Hummelsterben unter Linden im Ostring
Leserbrief zum Artikel Ostring wird
bald „Unter den Linden“
Der Naturschutzbund
NABU begrüßt die Entscheidung des Stadtrates, den Ostring mit einer
heimischen Baumart, der Winterlinde (Tilia cordata, Variation „Erecta“,
die „Aufrechte“) zu bepflanzen. Es sollte jedoch peinlichst darauf
geachtet werden, dass die gewünschte Baumart auch wirklich gepflanzt
wird und nicht aus Versehen oder in einer Mangelsituation auf andere
Lindenarten ausgewichen wird. Eine einzige Silberlinde (Tilia
tomentosa, die „stark Behaarte“) oder Krimlinde (Tilia x euchlora, die
„Tiefgrüne“, eine Kreuzung) kann den Tod von Tausenden von Hummeln
bedeuten. Erst in den letzten Jahren fanden Wissenschaftler heraus,
dass der starke Geruch, der auch nach der Blüte noch von Silber- und
Krimlinde ausgeht, die Hummeln in großen Zahlen anlockt. Die Hummeln,
die einen hohen Grundumsatz haben, gehen aber an den nektarlosen
Blüten der Bäume vergeblich auf die Suche nach Nahrung und verhungern.
Der NABU gibt übrigens Tipps für die Gestaltung naturnaher Gärten, die
auch in der nektararmen Hochsommerzeit, wenn die Silberlinde verblüht
ist, noch Nahrungsquellen für Hummeln und andere nützliche Insekten zu
bieten haben.
Dr. Nathalie Plum,
NABU Regionalstelle in Landau-Mörzheim

Weitere Infos
unter
http://www.nabu.de/nh/archiv/hummel395.htm

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Neue Lobby für die Natur:
Naturschutzbund jetzt auch in Speyer – Erste
Info-Veranstaltung am 18.10.
Der NABU, größter Natur- und
Umweltschutzverband in Deutschland, lädt am Donnerstag, 18.10. um 20
Uhr zu einer Info-Veranstaltung in das Gasthaus „Waldeslust“,
Iggelheimer Str. 19 in Speyer ein. Ziel ist das Zusammenfinden von
Menschen, die sich im Naturschutz in Speyer sowie in den
Verbandsgemeinden Dudenhofen und Römerberg engagieren wollen.
Vorschläge für mögliche Betätigungsfelder einer NABU-Gruppe vor Ort
werden gesammelt. Ein Anfang ist gemacht – das „Spritspartraining“ des
NABU im Autohaus Neubeck im April war gut besucht und die
Zeppelinschule ist bereits im Netzwerk „NABU Mauerseglerschulen“ mit
dabei.
In der Süd- und Vorderpfalz setzen
sich bereits 11 NABU-Gruppen für den Schutz von Lebensräumen wie
Streuobstwiesen, Trockenmauern, Feuchtbiotopen und
Fledermausquartieren ein und sind aktiv in der Umweltbildung, zum
Schutz von Tieren und Pflanzen und natürlich in der politischen
Lobbyarbeit für bessere Lebensbedingungen von Mensch und Natur.
Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle in Landau, wird einen Überblick über die
Naturschutzarbeit des NABU in Rheinland-Pfalz und aktuelle Projekte in
der Region geben. Aktive aus benachbarten NABU-Gruppen (VG Lingenfeld,
Edenkoben) werden für Fragen der Interessierten ansprechbar sein.
Für Rückfragen: NABU Regionalstelle
Süd, Tel. 06341/31628, NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Schafe freigelassen - Täter
gesucht
Am Samstag, 15.09.07 um 21:40 Uhr
ereignete sich auf der Straße von Klingenmünster nach Landau (L509) in
Höhe der Ortsausfahrt Eschbach ein Unfall. Drei frei laufende Schafe
liefen in einen PKW. Eines der Tiere verstarb sofort, zwei weitere
mussten auf Grund ihrer schweren Verletzungen an Ort und Stelle
getötet werden. Die Schafe, die von der NABU-Gruppe Landau-Land,
Arbeitskreis Eschbach, im Bachtal unterhalb der Madenburg zur
Landschaftspflege eingesetzt werden, standen zu dem Zeitpunkt auf
einer Weide zwischen Eschbach und Göcklingen, die mit einem
Elektrozaun gesichert war. Vermutlich wurde der Zaun geöffnet, um die
Tiere frei zu lassen. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung
der Täter führen, hat der NABU eine
Belohnung von 500,- Euro
ausgesetzt.
In unmittelbarer Nähe der Weide
standen zum Tatzeitpunkt ein rot-schwarzes Iglu-Zelt und ein dunkler
Opel Caravan älterer Bauart. Die Camper werden gebeten, etwaige
Beobachtungen zu melden.
Hinweise nimmt die Polizeidirektion
Landau entgegen, Tel. 06341 / 2870.

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Handys
für die Havel: Naturschutzjugend sammelt Althandys im
Mehrgenerationenhaus in Neustadt
Wer sein altes Handy umweltgerecht
entsorgen und gleichzeitig einen Beitrag für den Naturschutz leisten
will, kann dies nun im Mehrgenerationenhaus (Hof der VHS,
Von-Hartmann-Str.) tun. Die Naturschutzjugend
NAJU Neustadt
hat dort einen Sammelbehälter aufgestellt und hofft nun auf
die Sammelwut der Neustadter.
In der gemeinsamen Kampagne von NABU
und Vodafone, „Handys für die Havel“, wurden so bereits über 80.000
Euro für das zurzeit größte Fluss-Renaturierungsprojekt Mitteleuropas,
die Renaturierung der Unteren Havel in Brandenburg, gesammelt. Das
Recycling-Unternehmen „Greener Solutions“ verwertet Handys und
Rohstoffe und belohnt die Naturschützer mit 3,50 Euro pro Gerät – ganz
egal ob alt oder neu, beschädigt oder funktionstüchtig.
Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU
Regionalstelle in Landau: „Allein in der Südpfalz haben wir schon über
300 Handys gesammelt. Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele
Mitbürger unsere Arbeit durch die Abgabe ihrer Alt-Handys
unterstützen.“
Das Recycling eines alten Handys ist
übrigens unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag
oder dem Kauf eines neuen Gerätes.
NAJU
Neustadt:
http://www.nabu-rlp-sued.de/KinderJugend.htm
Mehrgenerationenhaus Neustadt:
http://www.mehrgenerationenhaeuser.de
Handysammelstellen des NABU:
http://www.nabu.de/m07/m07_02/06053.html
Weitere Handy-Sammelstellen im Gebiet der NABU
Regionalstelle Süd
Für Landau und SÜW:
Naturschutzzentrum
Hirtenhaus in Landau-Mörzheim, Brühlstr. 21
Sammelstellen im Kreis GER:
Westheim: Pia
Herbel, Bahnhofstr. 7 . (Briefkasten)
Zeiskam: Zürker &
Gaab, In der Pfarrau 36 (Briefkasten)
Bellheim: Frisör
Busch, Optiker Kuntz
Knittelsheim:
Bäckerei Busch
Ottersheim :
Walter Frey, Waldstr. 47 (Briefkasten)
Germersheim:
Brigitta Bräuer, Lokale Agenda 21, Kolpingplatz 3
… und
selbstverständlich können Sie Ihr Handy auch bei jedem NABU-Aktiven,
bei unseren Info-Ständen auf Veranstaltungen sowie bei den
Exkursionsleitern abgeben.

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NAJU Neustadt wird
Fluss-Experte
Fünfter Platz bei Preisverleihung
in Hamburg
Die diesjährige Kampagne der Naturschutzjugend NAJU, die „Fluss-Connection“,
ging für die NAJU-Gruppe Neustadt erfolgreich zu Ende. Die
Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit dem Speyerbach,
analysierten sein Wasser, sammelten Müll an seinem Ufer und machten
eine Umfrage, welche Bedeutung das Gewässer für die Neustadter Bürger
hat. Auch mit einem kreativen „Fluss-Krimi“ konnte die Gruppe punkten
– und durfte im August nach Hamburg reisen, um sich ihren Preis für
den 5. Platz in dem bundesweiten Wettbewerb abzuholen. Neben einer
Urkunde gab es ein „Start-Paket“ für die Flusserkundung mit Kescher,
Badezubehör, „Nervennahrung“ und Bestimmungshilfen für die Lebewesen
im Wasser.
Bei einem bunten
Rahmenprogramm mit Ausflügen – großenteils mit dem Kanu – lernten die
Neustadter nicht nur die Alster, sondern auch viele andere junge
Naturschützer aus ganz Deutschland kennen, trafen alte Bekannte und
schlossen neue Freundschaften. Gemeinsam erarbeiteten die Jugendlichen
Forderungen an die lokalen Politiker und übergaben diese in einer
„Flaschenpost“. „Die Flüsse haben in Deutschland immer noch zu wenig
Platz, so kommt es immer wieder zu Überschwemmungen, bei der Häuser zu
schaden kommen“, fasst Thore Fink, der Sprecher der NAJU Neustadt, das
Ergebnis zusammen.
Die Interessen der
Gruppe sind allerdings noch vielfältiger. Als nächstes wollen sie
einen Lebensturm als Unterschlupf für verschiedenste Tierarten bauen
sowie ein Fledermausbeet mit Nektarpflanzen für Nachtfalter, die
Lieblingsbeute der Fledermäuse, anlegen.

Die
glücklichen Fluss-Experten der NAJU Neustadt mit ihren Preisen.
V.l.n.r.: Thore Fink, Marcel Kaarow, Inga Fink.
(Foto: NAJU)

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Spieleworkshop „Leben gestalten lernen“ im Hirtenhaus
Fortbildung für
Ehrenamtliche: Repertoire für die Umweltpädagogik
Am Samstag, 20.10.07
von 9 bis 18 Uhr bietet die NABU Regionalstelle Süd einen
Spieleworkshop an. Auf der Grundlage der Aktionsideensammlung „Leben
gestalten lernen“ der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) werden
Spiele und Bastelideen für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter
gemeinsam ausprobiert. Thema sind Naturerlebnis, Umweltschutz und
Nachhaltigkeit. Ausrichtungsort ist das Naturschutzzentrum Hirtenhaus
mit dem „Grünen Klassenzimmer“, einer nahe gelegene Streuobstwiese in
Landau-Mörzheim. Das Angebot richtet sich in erster Linie an
ehrenamtliche Kinder- und JugendgruppenleiterInnen, aber auch an
ErzieherInnen und LehrerInnen. Der Unkostenbeitrag pro Teilnehmer
beträgt 30,- Euro.
Infos und Anmeldung in
der NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Aktionsidee "Wiesenblumentattoos"
(Foto: Robert Egeling, NSZ Rheinauen)

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Herbstferienprogramm des
NABU in Landau-Mörzheim:
„Der Natur begegnen wie ein
Indianer“
In den Herbstferien
bietet der NABU Landau wieder ein Ferienprogramm rund um das
Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Mörzheim an.
Von Montag, 8. bis
Mittwoch 10. Oktober, jeweils von 13-17 Uhr , sind Kinder ab acht
Jahren eingeladen, als Indianer der Natur zu begegnen.
Auf verschlungenen
Pfaden beobachten wir mit Indianeraugen die Natur, sammeln
Naturgegenstände und fertigen damit Indianerschmuck, Traumfänger oder
Pfeilwurfgeräte an. Spielen in der großen Gemeinschaft, Trommeln und
Lagerfeuer werden auch nicht fehlen.
Anmeldung: Telefon
06341-31628 oder e-mail an:
Hirtenhaus@web.de
Pro Tag wird ein
Unkostenbeitrag von 6,- Euro erhoben.
Rucksackverpflegung
und wetterfeste Kleidung nicht vergessen!

Kinder und
Kürbisse beim Herbstferienprogramm 2006.
(Foto: Werner
Kern)

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Wanderfalken brüten
erfolgreich auf Kirchturm
Auch dieses Jahr haben Wanderfalken auf dem
Turm der Zwölf-Apostel-Kirche in der dort vom NABU aufgestellten
Nisthilfe Küken groß gezogen. Obwohl sie erst recht spät zu brüten
begonnen hatten, sind die Jungvögel längst ausgeflogen. Nur noch
gelegentlich sieht man einen der Falken anfliegen. Die drei Weibchen
und der Terzel (so heißen die Männchen, die wesentlich kleiner sind)
werden nun in der weiteren Umgebung herumstreifen und sich irgendwann
einen Partner und einen geeigneten Nistplatz suchen. Da Wanderfalken
sehr ortstreu sind, bestehen beste Chancen, dass die braven Eltern,
die zur Fütterung ihrer Jungen viel Beute heranschleppen mussten, auch
im kommenden Jahr auf dem Kirchturm brüten werden. Um dies zu
ermöglichen, stiegen am letzten Samstag 5 Aktive des NABU auf den
Turm, um die Hinterlassenschaften der abgeschlossenen Brutsaison zu
entfernen, die Nisthilfe zu reinigen und sie zu desinfizieren. Dann
wurde ein Sand-Kiesgemisch eingebracht und die Nisthilfe gegen
ungebetene Gäste gesichert. Rechtzeitig vor der Balzzeit wird die
Nisthilfe wieder zugänglich gemacht. Der NABU dankt der
protestantischen Kirchengemeinde und ganz besonders der Dekanin Frau
Ganz-Walther für Ihre Unterstützung bei der Ansiedlung der
Wanderfalken.
(Bericht: Dr. Rainer Schulze, NABU
Frankenthal)

Junge Wanderfalken im
Turm der Zwölf-Apostel-Kirche
(Foto: H. Deichfuß)

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Apfelernte 2007 beim NABU: Helfer gesucht!
Am Samstag, 15. September ab 9.00 Uhr
startet der Naturschutzbund NABU, Gruppe Landau-Land, eine große
Apfelernte auf den Streuobstwiesen in Göcklingen. Treffpunkt für
Helfer ist der Parkplatz an der Winzergenossenschaft zwischen
Ilbesheim und Göcklingen an der L509 (Landau Richtung Klingenmünster).
Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der NABU-Gruppe wird im Rahmen der
„Woche des ehrenamtlichen Engagements“ um eine „Zeitspende“ für die
Streuobstwiesen gebeten, die einen wichtigen Lebensraum für unzählige
Tierarten darstellen. Zur Stärkung der Helfer wird es Getränke und
eine kleine Brotzeit geben.
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Helfer bei
der Apfelernte 2006 (Foto: Nathalie Plum)
Die angelieferten Äpfel werden am
darauffolgenden Montag in Ilbesheim zu naturtrübem Apfelsaft
gekeltert. Die Helfer erhalten je zwei Gratisflaschen.
Ansprechpartner sind Herbert Riebel
(Ilbesheim) und Gerhard Wisser (Göcklingen).
Infos
und Anmeldung in der NABU Regionalstelle, Tel. 06341/31628,
NABU.Sued@NABU-RLP.de

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Nacht der
Fledermäuse – bei Exkursionen des NABU - Kobolde der Nacht gesehen und
gehört
Im Rahmen
der „European BatNight – Nacht der Fledermäuse“ bot der
Naturschutzbund NABU an den vergangenen beiden Wochenenden diverse
Exkursionen an. Im vergangenen Herbst hatte eigens eine Fortbildung
statt gefunden, um mehr Aktive mit der Artenvielfalt der fliegenden
Säugetiere vertraut zu machen, sie im Umgang mit dem Bat-Detektor zu
schulen und so der großen Nachfrage nach Fledermausexkursionen zu
begegnen.
Bei bestem Wetter –
mild und trocken, also idealen Jagdbedingungen für die Fledermäuse
–herrschte große Flugaktivität und auch Besucher waren zahlreich zu
den Exkursionszielen erschienen – in Freisbach und Rülzheim je über 60
Personen. Bei klarem Himmel und teilweise sogar Vollmond kamen dennoch
alle auf ihre Kosten und konnten die fliegenden Säugetiere bei ihrer
Jagd auf Insekten beobachten. Durch die Regulation der zum Teil
schädlichen Insekten haben die Fledermäuse eine wichtige Funktion im
Naturhaushalt.
In Freisbach, wo Herbert
Magin und Dieter Becker (NABU Lingenfeld) eine Nistkastenkontrolle
durchführten, hatten die Fledermäuse es spannend gemacht. Erst im
letzten Nistkasten drängten sich mehr als 30 Fransenfledermäuse
aneinander und flogen in der Dämmerung aus ihrem Tagquartier hinaus
zur Jagd. Die zahlreichen Kinder waren aber auch glücklich über die
Beobachtung einer Waldmaus, die sich in einem der Kästen verkrochen
hatte. In Göcklingen an der Alten Tongrube, einem vom NABU
gepflegten Biotop, konnte Peter Stahlschmidt (NABU Landau-Land) mit
dem Bat-Detektor die Ultraschallrufe von Zwergfledermaus und
Wasserfledermaus in für das menschliche Ohr hörbare Laute umwandeln.
Die gleichen Arten zeigte Ulf Janz (NABU Landau-Stadt) den Teilnehmern
in Bad Bergzabern am Schwanenweiher. Fasziniert beobachteten die
Teilnehmer den akrobatischen Flug der „Kobolde der Nacht“ und wurden
von den Exkursionsleitern darüber aufgeklärt, dass sich Fledermäuse
grundsätzlich nicht in Haaren verfangen, weil sie dafür viel zu
geschickte Flieger sind, und dass keine der europäischen Arten Blut
saugt.

Fransenfledermäuse im Tagquartier,
einem Nistkasten (Foto: N.Plum / NABU)
In Silz konnten unter
der Anleitung von Franz Grimm (NABU Edenkoben/Maikammer) auch
Abendsegler, die größte der heimischen Fledermausarten, beobachtet
werden. In Rülzheim zeigte Grimm den Besuchern sogar eine echte
Besonderheit: eine seltene Bechsteinfledermaus in einem Nistkasten.
In Rheinland-Pfalz
gibt es insgesamt 21 Fledermausarten, die ausnahmslos auf der Roten
Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Mit Nistkästen,
Sicherung von Winterquartieren und Monitoring (Kartierung von
Fledermäusen) setzt sich der NABU vielfältig für ihren Schutz ein. In
einem neuen Projekt sichert der NABU gemeinsam mit dem Ministerium für
Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz (MUFV) und dem Bundesamt für
Naturschutz (BfN) eines der größten westeuropäischen Quartiere für
Fledermäuse, den „Bierkeller“, einen alten Basaltsteinbruch im Mayener
Grubenfeld.
*Spenden für den
„Bierkeller“ an NABU Rheinland-Pfalz, Spendenkonto Nr. 291 154 045 bei
der Mainzer Volksbank (BLZ 551 900 00), Verwendungszweck:
Fledermausgrossprojekt RLP
Weitere Infos:
NABU Regionalstelle Süd, Tel. 06341/31628 oder
www.NABU-RLP-Sued.de/Artenschutz

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NAJU Neustadt: Aktiv für
den Speyerbach
Junge
Naturschützer freuen sich über neue Mitstreiter
Sie sind gerne an der frischen Luft, erkunden die Landschaft in der
Umgebung und wollen aktiv etwas für die Natur bewegen. Die NAJU
Neustadt, gegründet im November 2006, besteht aus sechs Leuten von
12-16 Jahren. Wenn es was zu planen gibt, tagt die Gruppe jeden 2. und
4. Freitag im Monat in ihrem Gruppenraum im Mehrgenerationenhaus (Hof
der Volkhochschule in der von-Hartmann-Straße). Noch lieber aber gehen
sie gleich raus in die Landschaft– oft zu praktischen
Naturschutzaktionen gemeinsam mit den „Erwachsenen“ der NABU-Gruppe
Neustadt. In der ersten Ferienwoche halfen sie mit Begeisterung beim
„Naturerlebniscamp für Kinder“, das die NABU Regionalstelle in
Neustadt-Hambach ausrichtete. „Seitdem können wir uns vorstellen, auch
selbst ein regelmäßiges Programm für kleinere Kinder anzubieten“, so
Thore Fink, der Sprecher der NAJU. Als erste Aktion plant er gleich
den Bau eines „Lebensturms“ im Naturschutzgarten am Sonnenweg, der
gemeinsam mit der befreundeten BUNDjugend gepflegt wird.

Die NAJU
Neustadt mit ihrem Maskottchen im Gruppenraum des
Mehrgenerationenhauses
(Foto: Martin
Grund)
Zurzeit nehmen die
jungen Naturschützer am Wettbewerb „Fluss-Connection“ teil. Dabei geht
es um die Rettung der Fließgewässer. Symbolisch sollen mit Aktionen
und Ideen 3910 Flusskilometer durch 48 NAJU-Gruppen aus ganz
Deutschland gerettet werden – mittlerweile sind es bereits stolze 9805
Kilometer. Die NAJU Neustadt hält den 5. Platz mit 555 Punkten
(sprich: geretteten Flusskilometern). Im August fährt sie deshalb nach
Hamburg zur Preisverleihung, deren Höhepunkt eine Segeltour sein wird.
Für die Fluss-Connection machte die NAJU Neustadt eine Umfrage über
den Speyerbach, analysierte sein Wasser und sammelte Müll an seinem
Ufer. Beim Fluss-Activity-Spiel hatte allerdings die NAJU Neustadt die
Nase vorn. Neben Ausflügen und Naturbeobachtungen kommt auch die
Kreativität nicht zu kurz: Die jungen Naturschützer schrieben einen
„Fluss-Krimi“ über die Reise eines Eisbärs mit dem Wasserkreislauf vom
Polarmeer zum Speyerbach und verfilmten diesen sogar.
“Die
Fluss-Connection hat uns auf jeden Fall eine Menge Spaß gebracht und
wir haben einiges über Fließgewässer erfahren. Außerdem haben wir
andere Naturschutzgruppen kennen gelernt“, so Inga Fink. Zum Beispiel
die NAJU Frankenberg, den Sieger der Fluss-Connection, die aus
Nordhessen zu Besuch kam, um bei einer gemeinsamen Rallye den
Speyerbach kennen zu lernen. „Aber letztendlich hat die Natur gewonnen
– deshalb sind wir ja aktiv“, betont die junge Naturschützerin.
Kontakt:
Thore und Inga Fink , Tel.: 06325/ 9596830,
thore-fink@gmx.de
Internet:
http://www.nabu-rlp-sued.de/KinderJugend.htm#NW

Inga Fink
erklärt den Wasseranalysekoffer (Foto: Frank Seumer)

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Kleine Naturforscher
entdeckten die Artenvielfalt an der Haardt
NABU bot Kindern
ein Naturerlebniscamp in Neustadt-Hambach
Die 25 Kinder und 8 Betreuer des Naturschutzbund NABU ließen sich von
den kräftigen Schauern nicht entmutigen, die herunter kamen, während
sie ihre Zelte auf dem Pfadfinderzeltplatz in Neustadt-Hambach
aufbauten. Zu sehr freuten sie sich auf das bevorstehende
Naturerlebnis. Während der ersten Spiele besserte sich das Wetter
glücklicherweise und es kam Stimmung auf zwischen den Kindern aus der
ganzen Süd- und Vorderpfalz. Beim Abendspaziergang besuchte man
selbstverständlich gemeinsam das nahe gelegene Hambacher Schloss.
Am Mittwoch bestiegen die Kinder bei bestem Wanderwetter die Hohe Loog.
Nicolas Bachmann und Anja Lied vom NABU Wachenheim-Deidesheim hatten
die Wanderung als Ralley vorbereitet und wiesen die Kinder mit
gezielten Fragen auf Flora und Fauna am Wegesrand hin. Mit Draht und
Naturmaterial bastelten die Kinder anschließend Vogelnester und
Elwetritschen und auch ein Jonglage-Workshop zeigte Möglichkeiten,
seine Freizeit ohne Computerspiele interessant zu gestalten.
Am letzen Tag erforschten die Kinder unter der Anleitung von Dr.
Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Süd in Landau, die
Artenvielfalt auf dem Zeltplatz. Sie notierten Bäume, Vögel, Pflanzen
und Insekten, die sie bei einer „Wiesensafari“ in den ungemähten
Bereichen des Platzes fanden. Die aufregendsten Funde machte der
10jährige Robin aus Wernersberg: Zwei große Blindschleichen sowie eine
Raubfliege, die gerade dabei war, eine Schmeißfliege auszusaugen. Die
Gewinnergruppe, Nele (8) und Maite (11) aus Harthausen und Lina (8)
aus Wörth, hatten stolze 78 Arten notiert. In der Liste fehlten auch
nicht die neugierigen Wildschweine, die den Zeltplatz in der Nacht
aufgesucht hatten und deren Grunzen und Quieken einige der Teilnehmer
ganz schön erschreckt hatte. „Aber das ist ja auch Naturerlebnis“,
resümierte der 11jährige Thore aus Ottersheim, der schon zum dritten
Mal beim Camp mit dabei war.

Kinder und Betreuer des NABU-Camps auf dem Pfadfinderzeltplatz
(Foto: NABU)

Beim Zirkus-Workshop
(Foto: Nathalie Plum)

Mit Stockbrot am
Lagerfeuer (Foto: Nathalie Plum)

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Augen auf bei der Mahd - Bodenbrüter
stark gefährdet
Der Aufmerksamkeit
eines Landwirts bei Böbingen (Verbandsgemeinde Edenkoben) verdanken
drei junge Rohrweihen ihr Leben. Er bemerkte die Tiere, bevor das
Mähwerk das Nest der Greifvogeljungen erwischte und ließ eine kleine
„Insel“ von hohem Gras auf seiner Wiese stehen.
Bodenbrüter wie
Rebhuhn, Wachtelkönig und Rohrweihe nutzen die Deckung, die das hohe
Gras der Wiese ihnen vor ihren Feinden gibt. Der NABU bittet die
Landwirte in der Region, seinem Beispiel zu folgen und die Augen auf
zu halten bei der Mahd – auch nach dem 15. Juni, wenn die Schonzeit
für Brutvögel zu Ende und die Mahd offiziell erlaubt ist. Viele
Jungvögel sitzen auch nach diesem gesetzlich festgelegten Termin noch
im Nest und sind den Messern des Mähers hilflos ausgeliefert.

Diese jungen
Rohrweihen - hier bei Böbingen - wurden bei der Mahd verschont. (Foto:
Wolfgang Staudt / NABU Edenkoben/Maikammer)

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Ziegenmelker und Glühwürmchen
Nach einem
vielerorts verregneten Tag blieb es am Abend überraschend trocken, als
Rainer Schulze von der NABU-Gruppe Frankenthal mit 8 Teilnehmern zu
einer ganz besonderen ornithologischen Exkursion in den Haßlocher Wald
aufbrach. Es galt, den Ziegenmelker zu beobachten, nur bei gutem
Wetter und nur nach Sonnenuntergang aktiv ist, weshalb er auch
Nachtschwalbe genannt wird. Gerne jagt der Ziegenmelker in der Nähe
von Viehherden, da dort die Insekten zahlreich sind. Deshalb sagte man
ihm früher nach, er sauge nachts den Ziegen die Milch aus.
Auf dem Weg zum
Jagdrevier der Nachtschwalben lauschten die Teilnehmer dem abendlichen
Gesang der Mönchsgrasmücke, der Nachtigall, der Singdrossel und der
Amsel. Endlich war das Schnarren der Ziegenmelker zu hören, dann auch
die typischen Warnrufe und das Flügelklatschen, das ihren Flug beim
Fang der Insekten in der Luft begleitet. Eine der Nachtschwalben - ein
Männchen, wie an den weißen Punkten auf den Flügeln zu erkennen war -
flog mehrmals über die Köpfe der Besucher hinweg. Das Tier tat den
Besuchern dann sogar den Gefallen, von einem gut einsehbaren
abgestorbenen Ast aus seinen Gesang vorzutragen. Auch einige
Waldschnepfen konnten beobachtet und belauscht werden. Für den
romantischen Abschluss der rundum gelungenen Exkursion sorgten die
Glühwürmchen im Wald, die trotz der etwas niedrigen Temperatur mit
ihren Leuchtsignalen auf Partnersuche gingen.

Der
Ziegenmelker, auch Nachtschwalbe genannt. (Foto: NABU / Reufsteck)

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Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Forsten und
Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Mainz, 15. Juni 2007
Europaweit bedeutsames Fledermausvorkommen
dauerhaft geschützt
Heute ging ein gemeinsames Projekt von Bund, Land Rheinland-Pfalz
und NABU zum langfristigen Erhalt der Fledermausbestände im Mayener
Grubenfeld an den Start. Das Naturschutzgroßprojekt „Mayener
Grubenfeld“ umfasst eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen
Mitteleuropas. Mit 4,6 Millionen Euro wird das 7 Hektar große Gebiet
mit seinem verzweigten Stollensystem im früheren Basalt-Untertagebau
erworben und bis 2011 als Lebensraum für 15 überwiegend streng
geschützte Fledermausarten gesichert und erhalten. Am Projekt „Mayener
Grubenfeld beteiligen sich die Ministerien Umwelt und Wirtschaft zu 33
Prozent, der Bund zu 60 Prozent und der NABU als Projektträger zu 7
Prozent. Das Vorhaben zählt zu den repräsentativen
Naturschutzgroßprojekten Deutschlands und wird vom Bundesamt für
Naturschutz betreut. Der NABU erhielt für die erste Phase des Projekts
den Förderbescheid in Höhe von 580.000 Euro.
Umweltministerin Margit Conrad: „Es handelt sich hierbei um ein
Artenschutzprojekt von europäischer Bedeutung. Rheinland-Pfalz nimmt
die Verantwortung für eines der größten Fledermausvorkommen wahr. Das
Land leistet gemeinsam mit den Projektbeteiligten einen bedeutenden
Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.“ Die Umweltministerin
lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Land, Bund, NABU, der
Stadt Mayen und des Unternehmens und dankte allen Beteiligten ich für
ihren engagierten Einsatz.
“Wir werden uns auch weiterhin intensiv für die Vereinbarkeit von
Rohstoffgewinnung und Naturschutzbelangen einsetzen. Wir sehen das
Projekt als wichtigen Baustein dieser Politik an und möchten die an
unsere Heimat gebundene Rohstoffwirtschaft auch weiterhin in ihrer
historischen wie gegenwärtigen Form sichtbar machen“, betonte
Wirtschaftsminister Hendrik Hering. ?Gerade unsere Region bietet durch
die Jahrhunderte währende Rohstoffgewinnung ein großes Potential für
Erlebnistouristik - ein Potential, welches wir zum Nutzen der Region
und zum Wohle der hier lebenden Menschen ausbauen wollen.“
„Der Start des
Vorhabens ist eine gute Nachricht für den Naturschutz, denn damit
nimmt Deutschland seine internationale Verantwortung für die bedrohten
Fledermausarten wahr. Im Vorfeld der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur
biologischen Vielfalt, bei der Deutschland Gastgeber sein wird, ist
dies auch ein wichtiges Signal zur Erhaltung der biologischen Vielfalt
an die Staatengemeinschaft“, erklärte Prof. Dr. Hartmut Vogtmann,
Präsident des Bundesamtes für Naturschutz. „Das Vorhaben stellt unter
Beweis, dass Artenschutzmaßnahmen nicht zum wirtschaftlichen
Niedergang einer Region, sondern zu einer dauerhaften
Wertschöpfungssteigerung beitragen können. Entgegen allen
Befürchtungen wird der Naturschutz im Rahmen dieses Projektes zum
Partner für eine langfristig erfolgreiche Firmenperspektive und den
Erhalt von Arbeitsplätzen.“
“Ich freue mich, dass unsere zweijährige intensive Arbeit jetzt mit
der Erhaltung dieses bedeutendsten deutschen Fledermausquartieres
belohnt wird“, sagt Siegfried Schuch, Vorsitzender des NABU
Rheinland-Pfalz. Die Zusammenarbeit zwischen Land, Bund und NABU
stelle einen Meilenstein im bundesdeutschen Artenschutz dar.
Die Höhlen entstanden einst durch den Abbau von Basalt. Mit dem
Verzicht der Firma MAYKO auf den Abbau des Bierkellers und der
Fortsetzung der Produktion an anderer Stelle wurde sowohl ökologischen
als auch wirtschaftlichen und sozialen Belangen Rechnung getragen. Die
Größe der Vorkommen der einzelnen Fledermausarten zeigt, wie wohl
sich diese Tiere in dem weit gefächerten Höhlensystem fühlen. Dabei
kommt ihnen die sehr beständige Temperatur um die zehn Grad Celsius in
den bis zu zehn Meter hohen Höhlen zu gute. Diese war lange Zeit der
Grund dafür, dass hier Brauereien ihr Bier gekühlt gelagert haben.
Deshalb ist in der Bevölkerung ein Teil der Höhlen auch heute noch als
Bierkeller bekannt. In der Überwinterungsphase werden in den teilweise
nur sehr schwer zugänglichen Höhlen zwischen 30.000 und 50.000 Tiere
vermutet. Fledermausweibchen bilden im Sommer zur Zeit der Aufzucht
der Jungtiere so genannte Wochenstuben. Darin ziehen sie ihre Jungen
gemeinsam groß. Diese Sommerquartiere befinden sich je nach Art nur
wenige Kilometer bis zu vielen hundert Kilometern vom Mayener
Grubenfeld entfernt. In der Schwarmphase im Spätsommertreffen treffen
sich hier dann wieder viele tausend Fledermäuse aus Mitteleuropa und
paaren sich. Dabei nützt der Gentausch auch dem langfristigen
Überleben der streng geschützten Fledermausarten. Genaue Zählungen
sollen über die tatsächlichen Bestände im
Jahresverlauf Auskunft geben. Erhaltungsmaßnahmen sollen dabei
helfen, die Fledermausbestände samt Lebens- und Jagdraum dauerhaft zu
schützen. Dauerhafte Markierungen und eine Ausstattung der Tiere mit
Sendern können Auskunft darüber geben, in welchem Einzugsbereich die
einzelnen Arten in den unterschiedlichen Lebensphasen der Tiere diese
Höhlen nutzen. Bisher wurden Nachweise bis nach Belgien und den
Niederlanden erbracht. Dafür sind die Fledermausvorkommen im Mayener
Grubenfeld auch als Schutzgebiet von europaweiter Bedeutung von der
EU-Kommission in Brüssel bekannt gemacht worden.
Herausgeberin:
Staatsministerin Margit Conrad. Verantwortlich für den Inhalt:
Stefanie Mittenzwei,
http://www.mufv.rlp.de/top/home/thema/naturschutz.html
Für
Rückfragen: NABU Rheinland-Pfalz, Tel. 06131/14039-0,
Kontakt@NABU-RLP.de
Spendenkonto Nr. 291 154 045 bei der
Mainzer Volksbank (BLZ 551 900 00)
Kontoinhaber: NABU Rheinland-Pfalz;
Verwendungszweck: Fledermausgrossprojekt RLP

Fliegende Bechsteinfledermaus (Foto: Carsten Braun)

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Jungvögel außerhalb der
Nester – nur scheinbar verlassen
NABU: Bitte nicht einsammeln – falsch verstandene
Tierliebe
Nun machen die Jungvögel von Amseln, Spatzen und
verschiedenen Singvögeln ihre ersten Flug- und Kletterversuche und
besorgte Menschen nehmen sich oft übereilt der scheinbar hilflosen
Jungtiere an. Viele greifen gleich zum Telefon, rufen beim NABU an
oder bringen die Vögel gleich im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in
Landau-Mörzheim vorbei. Dies ist jedoch falsch verstandene Tierliebe,
wie Dr. Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Süd in Landau,
erläutert. "Bei fast allen Arten verlassen die Jungvögel das Nest,
noch bevor sie richtig fliegen können. Sie machen sich durch
Bettelrufe bei ihren Eltern bemerkbar und werden noch einige Zeit von
den Alttieren in der Umgebung des Nestes versorgt."
Nur bei akuter Gefahr, wenn zum Beispiel ein
flügge gewordener Jungvogel in einen Schacht gefallen ist oder auf der
Straße sitzt, sollte man ihn vorsichtig in der Nähe des Fundortes an
einen geschützten Ort, z.B. auf einen Baum oder in einen geschützten
Winkel setzen. Ratsam ist auch, Katzen und Hunde von den Jungvögeln
fern zu halten. „Sollte mal ein Fuchs oder ein Marder in der Nacht den
Jungvogel holen, so ist das der Lauf der Natur“, so Plum. „Die
Jungvögel aber, die auf Kosten von Katzen gehen – selbst wenn diese
nur mit ihnen spielen wollen – sind bei der Familienplanung der
Singvögel nicht mit eingerechnet“.
Wer sich um den Jungvogel kümmert, sollte in
ausreichendem Abstand mindestens einen Tag lang beobachten, ob er
versorgt wird oder ob er tatsächlich verlassen ist. Sehr junge Vögel,
die kaum Federn haben und die offensichtlich aus dem Nest gefallen
sind, können problemlos zurückgesetzt werden. Sie werden wieder
angenommen, auch wenn sie angefasst wurden. Vögel besitzen anders als
Säugetiere keinen besonders guten Geruchssinn. Mit nach Hause nehmen
sollte man Jungvögel besser nicht, raten die Naturschützer, denn die
Aufzucht ist sehr schwierig. Oft gelingt es später nicht mehr, die
Vögel an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen.
„Findet man einen verletzten Vogel, so sollte man
einen Tierarzt oder die Pflege- und Auswilderungsstation für Eulen und
Greifvögel des NABU in Haßloch kontaktieren“, so Plum. Die
Regionalstelle sucht noch Freiwillige, die im Ernstfall einen
verletzten Vogel nach Haßloch bringen.
Die beste Hilfe für Tierkinder ist ein naturnahes
Umfeld, in dem die Eltern ausreichend Brutmöglichkeiten und Nahrung
für ihren Nachwuchs finden und die Jungvögel bei ihren ersten
Ausflügen ausreichend Schutz finden, zum Beispiel in dornigen
Sträuchern und Hecken. Ein abwechslungsreicher Garten mit vielen
einheimischen Kräutern und Bäumen, am besten ohne chemische
Schädlingsbekämpfung und ohne jagende Katzen, ist ein wahres
Vogelparadies.
Viele Tipps zum
Thema "Vögel im Garten" enthält die gleichnamige Broschüre des NABU.
Kontakt: NABU
Regionalstelle Süd, 06341/31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de

Jungvögel -
hier Kohlmeisen - im Käfig sollten die Ausnahme bleiben – sie sind
Wildtiere und gehören in die Freiheit, wo die Elterntiere sie auch
außerhalb des Nests füttern. (Foto: Werner Kern)
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NABU-Jazz mit den „Uffgschdummbd“
„Hinterher soll
jeder Frankenthaler wissen, dass es den NABU hier in der Stadt gibt
und was er macht“, so die Vision von Manfred Becker, dem Vorsitzenden
der Gruppe Frankenthal e.V. im Naturschutzbund. Die Kulturtage als
größte Veranstaltung in Frankenthal boten den richtigen Rahmen für
diese Mission. Monika Kröber, die zweite Vorsitzende, hatte die Idee,
wie man dort in positiver Weise Aufsehen erregen könnte: Durch das
Engagement keiner geringeren Band als den „Uffgschdummbd“, die in
Pfälzer Mundart beschwingte Bluesstücke vortragen und das Publikum
stets mitzureißen wissen. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse
Rhein-Haardt wurde dieser Traum auch Wirklichkeit. Am Freitagabend
verzogen sich Wind und Regen rechtzeitig, um den Brüdern Hauck und
Sohn Dennis einen gut besuchten Auftritt zu bescheren. Zur Einstimmung
führte Conny Hauck, Sänger und Frontmann der Band, gemeinsam mit dem
NABU-Vorsitzenden Manfred Becker eine spontane Slapstick-Comedy rund
um das Thema „Nistkästen“ auf - natürlich „uff Pälzisch“. Hauck
entschied sich eindeutig für die Mehlschwalbe als sympathischste
Vogelart, da sie pflegeleicht ist und im Gegensatz zu Meise, Kleiber
und Hausrotschwanz ihre Nisthilfe selbst reinigt.
Neben dem
Ausschank von Wein und Apfelsaft, teils aus eigenem Anbau, informierte
die NABU-Gruppe über ihre vielfältigen Aktivitäten in Frankenthal, wie
zum Beispiel den Vogelschutz und die Biotoppflege im „Kleinen Wald“.
Die Jugendgruppe NAJU machte kräftig Werbung für die „Rallye durch den
Kleinen Wald“, die für den Samstag geplant war, aber leider ins Wasser
fiel.

Die
„Uffgschdummbd“ in
Aktion (Foto: Nathalie Plum)
Bei Interesse an
Mitarbeit im Naturschutz: Manfred Becker, Tel. 06233/436436,
manfred.becker@nabu-ft.de
Mehlschwalbenprojekt / Nisthilfen: Monika Kröber, Tel. 06353/93073,
monika.kroeber@nabu-ft.de
Naturschutzjugend
NAJU: Heiko Weissgerber, Tel. 06233/44938,
heiko.weissgerber@online.de
Fr 29.06.07, 20:15 - 24 Uhr Exkursion des NABU
Frankenthal zu den Ziegenmelkern im Haßlocher Wald.
Treffpunkt: vor dem
Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal / 20:40 Uhr bei der Mühle am
Waldrand zwischen Haßloch und Geinsheim.
Dauer: ca. 4 Stunden einschl.
Fahrzeit. In einer lauen Sommernacht ist es ein unvergessliches
Erlebnis, den auffälligen Flug, das Flügelklatschen und den
schnarrenden Gesang der Ziegenmelker, auch Nachtschwalben genannt, zu
bewundern.
Referent: H.
D. Hoffmann. Kontakt: Rainer
Schulze, Tel. 06233 / 63341

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Junge Menschen gemeinsam für den Naturschutz
Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen
Jahres helfen im Forst
Zum Abschluss noch
einmal gemeinsam schaffen – so das Anliegen der zehn Teilnehmer des
„Freiwilligen Ökologischen Jahres“ (FÖJ), das im August aufs Neue
beginnt. Bevor die jungen Leute nach dem Orientierungsjahr ihr Studium
oder ihre Ausbildung anfangen und in alle Himmelsrichtungen
weiterziehen, wollte Werner Kern vom Naturschutzbund (NABU) Landau
gemeinsam mit dem Forstamt Haardt noch einmal einige von ihnen bei
praktischen Naturschutzaktionen zusammen bringen. Förster Konrad
Gollong leitete die Arbeiten im Wald an: Eine Kirschen- und eine
Eichenkultur in Göcklingen und ein Feuchtbiotop in Eußerthal wurden
freigestellt und ein Magerrasen am „Hohenberg“ gemäht. Unterstützt
wurde er dabei von Forstwirt Stefan Laux, dem ehemaligen FÖJler des
NABU Landau. Sogar bei strömendem Regen arbeiteten die jungen Leute
tapfer weiter und bauten zwischen Impflingen und Insheim eine
Trockenmauer.
Werner Kern
stellte den jungen Leute das Naturschutzzentrum Hirtenhaus und das
alte Schulhaus in Mörzheim als Unterkunft zur Verfügung und sorgte für
das leibliche Wohl. Er dankt den Einsatzstellen, dem
Landschaftspflegeverband Südpfalz (Landau), der BUND Kreisgruppe
Südliche Weinstraße (Lindelbrunn), der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer
(Gleisweiler) und der Imkerei Friedrich (Mainz), dass sie den FÖJlern
die Teilnahme am Workcamp ermöglicht haben. Sein ganz besonderer Dank
aber gilt einem Einzelspender, der den Einkauf des Materials erst
ermöglichte. In den gelagerten Steinen hatte bereits
eine Eidechse ihre Eier abgelegt, diese konnten unbeschädigt in die
Mauer integriert werden. Auch die emsige Anwesenheit von Goldlaufkäfer
und Tausendfüßler zeigte den jungen Leuten, dass die Mauer als
Lebensraum angenommen wird und ihre Arbeit einen Nutzen für die Natur
hat.
Als Lohn für die
Mühen gab es jeweils ab dem späten Nachmittag eine gesellige Aktion:
Man besuchte gemeinsam die Burg Trifels, mehrere Wein- und
Straßenfeste sowie den Wild- und Wanderpark in Silz. Ein Tagesausflug
führte die Gruppe nach Straßburg. Hier konnten sich zwei der
Teilnehmer, Vincent Anglade und Aurélie Marlier, als Dolmetscher
nützlich machen. Seit diesem Jahr sind nämlich auch Teilnehmer aus
Frankreich beim Freiwilligen Ökologischen Jahr mit dabei.

Bau der
Trockenmauer zwischen Impflingen und Insheim. (Foto: Werner Kern)
Informationen zum Freiwilligen
Ökologischen Jahr (FÖJ)
unter
http://www.foej-rlp.de

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40 Jahre Naturschutz
Grillfest in Gommersheim zum Jubiläum der
NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer
Zum 40jährigen
Jubiläum der NABU-Gruppe Gommersheim, die sich jetzt NABU Gruppe
Edenkoben/Maikammer nennt, veranstaltete der Naturschutzbund am
vergangenen Samstag ein großes Fest an der Grillhütte Gommersheim. Das
Wetter spielte glücklicherweise mit, so dass knapp 200 Naturschützer
und interessierte Besucher die entspannte Atmosphäre auf dem
Grillplatz im Grünen bei einem abwechslungsreichen Programm genießen
konnten.
Los ging es früh
morgens um sieben mit einer Vogelstimmenwanderung unter der Leitung
von David Heilig, an der bereits 15 Frühaufsteher teilnahmen. Belohnt
wurden diese durch die Beobachtung junger Pirole am Nest. Beim
anschließenden Frühstück wurden bereits die ersten Gespräche geführt
und neue gemeinsame Projekte geplant. Bei den beiden „Wiesensafaris“
lernten Kinder und auch Erwachsene die Vielfalt der Pflanzen und
Insekten in den angrenzenden Wiesen kennen. Vor jeweils etwa 60
Zuschauern wilderte Franz Grimm, Vorsitzender der NABU-Gruppe, während
des Tages einen Turmfalken, drei Rabenkrähen und eine Waldohreule
aus. Die Vögel waren verletzt in die Greifvogelstation des NABU in
Haßloch gebracht und dort gesund gepflegt worden. Während einer
weiteren Exkursion an den benachbarten Frankensee zeigte Franz Grimm
den Besuchern das Areal des geplanten neuen Feuchtbiotops für
Amphibien. Auf dem See wurden Haubentaucher, Kormoran, Graureiher und
Teichhuhn beobachtet.
Neben zwei
Führungen am Vogellehrpfad gab es ganztägig die Möglichkeit, junge
Turmfalken in einem Nistkasten an einem Hochspannungsmast durchs
Fernrohr zu beobachten und der Fütterung einer verletzten Fledermaus
und junger Igel beizuwohnen. Kinder konnten selbständig Nisthilfen für
Vögel und Wildbienen herstellen und als „Andenken“ mit nach Hause
nehmen. Am Info-Stand konnten sich die Besucher ein Bild über die
Naturschutzprojekte des NABU machen. Ab Mittag wurde gegrillt und als
Besonderheit gab es frisch gefangene, geräucherte Pfälzer Forellen. Am
Nachmittag sorgte ein Quintett um Thomas Fischer (NABU-Gruppe
Neustadt) mit Gitarre, Geige, Akkordeon und Flöte für stimmungsvolle
Hintergrundmusik zu Kaffee und Kuchen.
Der Tag schloss
mit einer Fledermausexkursion, an der noch einmal 50 Leute teilnahmen.
Der NABU dankt
herzliche allen freiwilligen Helfern und Spendern, die dieses Fest
ermöglicht haben.

Franz Grimm mit einer Waldohreule kurz vor ihrem Flug in die Freiheit.
(Foto: Werner Kern)

Die
musikalischen Neustädter Naturschützer vor der Info-Wand
(Foto:
Werner Kern)

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Der Pirol dankt dem
Naturschutz
Vogelvielfalt und Gottesdienst im Grünen
in Mörzheim
Am vergangenen
Sonntag trafen sich früh morgens um sieben Uhr 18 Vogelfreunde, um
unter der Leitung von Dr. Manfred Niehuis (Universität Landau) und Ulf
Janz (NABU Landau) den Gesängen der Vögel in den
Landschaftsschutzgebieten bei Mörzheim zu lauschen. Obwohl die
Brutsaison bereits fortgeschritten und die Gesangsaktivität der Vögel
entsprechend gering ist, kam die Exkursionsgruppe auf stolze 40 Arten.
Niehuis ergänzte seine Ausführungen zur Lebensweise der Vögel um
kuriose Anekdoten aus seiner Tätigkeit als Vogelberinger und stellte
außerdem aktuelle Forschungsergebnisse zum Zugverhalten der
Mönchsgrasmücke vor. Am Rande identifizierte Niehuis, der nicht nur
als Ornithologe, sondern auch als Käferexperte bekannt ist, einige
interessante Insekten, zum Beispiel den Scheinbockkäfer oder den
violetten Laufkäfer. Ulf Janz erläuterte die Bedeutung der vom NABU
Landau betreuten Wiesen und Feuchtgebiete für die heimische Natur. Sie
bieten den Vögeln und anderen Tieren einen abwechslungsreichen
Lebensraum mit ausreichend Nahrung und Nistmöglichkeiten, die sie in
der sonst ausgeräumten Landschaft kaum noch finden. Niehuis
bestätigte, dass beispielsweise der Pirol früher häufiger anzutreffen
war, heute jedoch fast nur noch an den etwas verwilderten,
baumbestandenen Bachläufen vorkomme. Vier Reviere dieses seltenen
Vogels konnten während der Exkursion festgestellt werden - drei davon
liegen auf Flächen des NABU. "Die Vögel zeigen uns, dass unser
Naturschutzkonzept erfolgreich ist", freute sich Janz. Beim
anschließenden feierlichen „Gottesdienst im Grünen“ an der Mörzheimer
Grillhütte taufte Pfarrer Traugott Oerther vor einer Hundertschaft von
Kirchgängern bei bestem Sommerwetter gleich drei Kinder.

Foto: Pirol
beim Nestbau (Foto: NABU/ Hans Pollin)

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Naturerlebniscamp für Kinder: noch
Plätze frei
Di 10.07. - Do 12.07.07,
Naturerlebniscamp der NABU
Rheinland-Pfalz Regionalstelle Süd
auf dem Pfadfinderplatz in Neustadt-Hambach
Das
Naturerlebniscamp der NABU Regionalstelle Süd findet dieses Jahr
von Dienstag 10.Juli bis Donnerstag 12.Juli auf dem Jugendzeltplatz in
Neustadt-Hambach (Nähe Schloss) statt. Ein buntes Programm mit
Wanderungen, Spielen und Naturerkundung bringt Kindern von 8 bis
13 Jahren die Natur näher.
Infos
und Anmeldung unter 06341 / 31628 oder
NABU.Sued@NABU-RLP.de
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Was
macht ein Naturtrainer?
Im
Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) bildet der
Naturschutzbund (NABU) in der Vorderpfalz im Rahmen von fünf
Praxisworkshops - der erste ist am Mittwoch, 30. Mai, von 9 bis 16 Uhr
im Dorfgemeinschaftshaus Birkenheide - zehn Senioren zu
Naturtrainers aus. Über die Projektinhalte sprach Marktplatz
regional-Mitarbeiterin Gudula Heugel mit Nathalie Plum (33), der
Leiterin der NABU-Regionalstelle Süd in Landau.
Frau Plum, können Sie die Aufgaben eines
Naturtrainers kurz beschreiben?
In einem
Projekt des NABU-Naturschutzzentrums Rheinauen in Bingen lesen
beispielsweise Senioren in Kindergärten regelmäßig Geschichten über
die Natur, Tiere uns Pfalzen vor. Senioren und Geschichten sind bei
Kindern und Erziehern sehr beliebt. Es geht aber nicht nur darum,
Wissen über die Natur zu vermitteln, sondern auch abstrakte
Zusammenhänge begreifbar und erfahrbar zu machen. Etwa was
Energieerzeugung, Abfallwirtschaft , Kreisläufe in der Natur und im
Haushalt angeht. Deshalb machen die Naturtrainer mit den Kindern
Spiele, Bastelaktionen und Ausflüge in der Natur.
Können sich auch
jüngere Menschen bewerben?
Ja. Wichtig ist
, dass die Teilnehmer ab 2008 vormittags Zeit haben, in den
Kindertagesstätten etwa einmal wöchentlich oder monatlich oder alle
zwei Wochen mitzuarbeiten.
Welche
Voraussetzungen muss ich als Teilnehmer mitbringen? Muss ich
beispielsweise alle Vögel kennen?
Niemand muss
alle Vögel kennen. Wir raten den Teilnehmern, sich stetig
fortzubilden, etwa bei einer unserer NABU-Vogelexkursionen in der
Region. Eine Voraussetzung ist aber das Interesse an Natur und Umwelt.
Wünschenswert ist eine nähere Beschäftigung mit einem Bereich im
Vorfeld, zum Beispiel Wildkräuter, denn die "Wilde Küche" ist ein
wichtiges Thema der Workshops. Wichtig ist ein Gespür für Kinder.
Pädagogische Grundlagen hierzu werden in den Workshop vermittelt.
Müssen bestimmte
Verpflichtungen übernommen werden?
Wer die
Ausbildung macht, sollte auch bereit sein, das Gelernte ab 2008 in
einer Kindertagesstätte anzuwenden.
Werden die
Arbeitsstunden honoriert?
Nein, der NABU
ist ein Ehrenamtsverband und baut auf die vielen ehrenamtlichen
Mitarbeiter.
Entstehen dem
Bewerber Kosten? Ist ein Beitritt zum NABU erforderlich?
Auslagen für
Fahrten, auch zu den Workshops, und für die Anschaffung von Material
werden auf Wunsch in voller Höhe erstattet. ein Beitritt ist
wünschenswert, da bei einer Mitgliedschaft die Versicherung des NABU
bei Unfällen greift.
Wohin wenden sich
Interessierte?
Wer an den
Workshops teilnehmen will, wendet sich an die NABU-Regionalstelle Süd
in Landau. Telefon 06341 / 31628. Wer sich bei unseren
Naturschutzprojekten engagieren will, den nehmen wir gerne als
Mitglied bei uns gerne auf.
Quelle:
Marktplatz regional

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Kto. 33 077 43
BLZ 548 625 00 |

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