NABU Regionalstelle Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus
 

 

Pressearchiv 2005

FÖJ-Aktion im Bienwald
Marder- ungebetener Gast auf dem Dachboden -
Verleihung der Treuenadel an Mitglieder des NABU Landau
Nistkästen für den Kleiber -  Kooperation von NABU und ADH
Jugend aktiv für die Natur - NAJU Edesheim und NAJU Burrweiler pflanzen und pflegen
Wenn die Kraniche ziehen
Flusskrebse
Igel
Jugendzeltlager2005  in Waldhambach
Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben
Ferienpass
NABU sucht Fledermausquartiere
Mauersegler meiden Nistkästen
Zeltlager der NAJU Westheim und der NAJU Edesheim

NABU Mitgliederwerbung: Auf der Suche nach starkem Rückhalt

Kampf der Herkulesstaude

Friedhofsexkursion zur "Stunde der Gartenvögel" in Landau

Stunde der Gartenvögel

Frostspanner

Der Fuchs im Garten-Freund oder Feind?

Naturerlebnis am Rande des Loschter Handkeesfescht

Bellheimer Wässertage

Hilfe für Bienen und Hummeln

Krötendrama am Baumarkt

Uhu ist Vogel des Jahres 2005

Frühjahrsputz für die Natur

Wacholderdrossel

 
↑ Pressearchiv aktuell
↑ Pressearchiv bis Juli 2006

 

Gemeinsam für die Natur

Teilnehmer des „Freiwilligen Ökologischen Jahres“ pflegen Sandrasen im Bienwald

Am vergangenen Mittwoch (7.11.2005) trafen sich Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in der Südpfalz zu einer gemeinsamen Aktion im „Naturschutzgroßprojekt Bienwald“. Auf einer Fläche von 5.000 m² wurde die fortgeschrittene Verbuschung beseitigt und die Sandfläche darunter wieder frei gelegt. Sonnenbeschienener Sandboden ist Lebensraum von Insekten, Wildbienen und Wärme liebenden Pflanzen. Diese Trocken- und Sandrasen sind ein wichtiges Mosaiksteinchen innerhalb der Lebensraumvielfalt  im „Naturschutzgroßprojekt Bienwald“. Der Einsatz wurde mit dem zuständigen Biotopbetreuer abgestimmt. Dreizehn FÖJ’ler im Alter zwischen 16 und 26 Jahren rückten vor allem den jungen Kiefern zu Leibe, die sie in Handarbeit ausrissen.

Das FÖJ bietet jungen Schulabgängern die Chance, ein Jahr praktisch im Natur- und Umweltschutz zu arbeiten und sich beruflich zu orientieren. Es kann auch als Zivildienst angerechnet werden. In der Südpfalz gibt es FÖJ-Einsatzstellen bei den Naturschutzverbänden BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz), GNOR (Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz) und NABU (Naturschutzbund) sowie bei ökologischen Bauernhöfen, Weingütern und  Forstämtern. Nähere Informationen im Internet unter www.foej-rlp.de oder Tel. 06341/31628.

_____________________________________________

Ungebetener Gast in Haus und Auto: Marder lärmt und beißt

Der Lärm ist zu groß, als dass Mäuse ihn verursacht haben könnten, und das zerbissene Kabel des alten Plattenspielers verrät den ungebetenen Gast auf dem Dachboden, der die Familie den Schlaf gekostet hat: Es muss der Steinmarder gewesen sein. Solche und ähnliche Geschichten berichten aktuell Anrufer aus verschiedenen Gemeinden der Südpfalz in der NABU Regionalstelle (Umwelt-Telefon 06341/31628). Sie erhoffen sich einen Rat, wie sie die lästigen, aber putzigen Tiere wieder loswerden, ohne ihnen zu schaden. Jetzt in der kalten Jahreszeit sucht der Steinmarder, der sich allgemein immer häufiger in bewohnten Gebieten ansiedelt, besonders gerne die Wärme der menschlichen Behausungen oder der Motorräume von abgestellten PKW auf.

Das Einfangen und Aussetzen der Marder wäre für Mensch und Tier mit großem Stress verbunden und würde außerdem nicht nachhaltig wirken. Binnen zwei Wochen wäre der frei gewordene Lebensraum bereits wieder mit Sicherheit von einem neuen Marder besetzt, der nur den Duftspuren des Vorgängers zu folgen braucht. Sinnvoller ist es daher, den Mardern den Zugang zum Dachboden zu versperren – am besten nachts, wenn die Tiere draußen auf Nahrungssuche unterwegs sind. Zudem sollten die Aussperrungen nicht im Frühjahr erfolgen. Es besteht die Gefahr, dass Jungtiere von ihrer Mutter getrennt werden. Zusätzlich helfen bestimmte Gerüche, z.B. von Hunden (Haare, Hundedecke), oder das häufige geräuschvolle Betreten der vom Marder aufgesuchten Räume. Dieser meidet nämlich die direkte Nähe von Mensch und Hund. Am Auto, dessen Motorraum ein ideales Versteck voller interessanter „Spielgeräte“ für den Marder ist, hilft neben den schon erwähnten Hundehaaren, die man als Büschel im Motorraum aufhängen kann, so ein einfaches Mittel wie ein großes Stück Maschendraht. Dieses legt man lose auf den Boden unter das geparkte Auto. Steinmarder sind zwar einerseits sehr neugierige Tiere, die der Spieltrieb zum Anbeißen von weichen und mundgerechten Gegenständen wie Kabeln, Achsmanschetten und Dämmmaterial veranlasst. Andererseits sind sie aber auch sehr vorsichtig und meiden Dinge, die sie nicht kennen, wie eben den Maschendraht und somit den Motorraum darüber. Seinen „wahren“ Hunger stillt der Marder ohnehin woanders: an Kleinsäugern (z.B. Mäusen), Jungvögeln, Insekten, Früchten – und nicht zuletzt an Abfällen, was die menschlichen Siedlungen für den Kulturfolger zu einem Schlaraffenland macht.

Buchtipp zum Weiterlesen: Beate Ludwig: Von Mardern und Menschen. – 128 Seiten. 18,50 Euro. Rasch & Röhring 1998. Das Buch kann beim NABU Natur Shop bestellt werden (www.nabu.de/shop/).

_____________________________________________

Auszeichnung treuer Mitglieder des NABU Landau

Der NABU Landau hat bei seinem feierlichen Jahresabschluss in der Weinstube Geißert in Mörzheim die 10-jährigen Mitglieder mit der „Treuenadel“ und einer Urkunde ausgezeichnet. Zudem erhielten zwei besonders aktive Mitglieder die bronzene Ehrennadel: Klaus Pittner für sein Engagement bei den Ferienprogrammen, Ulf Janz für die Leitung der Jugendgruppe (NAJU). Bei deftiger Hausmannskost hatten die Naturschützer Gelegenheit, sich über die Aktivitäten im letzten Jahr auszutauschen. Werner Kern, 1. Vorsitzender des NABU Landau, kündigte die geplanten Projekte für das Jahr 2006 an, darunter der Bau eines Schwalbenhauses, die Anlage eines Kräutergartens und die Fertigstellung der Teichanlage auf der NABU Obstwiese. Finanzielle und tatkräftige Unterstützung ist willkommen (Konto 52209, BLZ 548 500 10, Sparkasse SÜW;  Tel. 06341/31628).

_____________________________________________

Beschäftigung für den Vogelschutz

ADH Lustadt und NABU kooperieren im Nistkastenprojekt

Was in der Wirtschaft als „Synergie-Effekt“ oder „win-win-Situation“ hinlänglich bekannt ist, ist den gemeinnützigen Organisationen nicht fremd. Eine neue Kooperation des ADH („Allgemeine Dienste im und um das Haus“) mit der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund NABU zeigt, wie es geht: Der Tischlereibetrieb ADH, der zum Therapieverbund Ludwigsmühle gehört, sucht für seine Qualifizierungsinitiative für Langzeitarbeitslose stets nach sinnvollen Tätigkeiten für die Teilnehmer. Der NABU wiederum kann stets Nistkästen gebrauchen, unter anderem als Begrüßungsgeschenke für seine zahlreichen neuen Mitglieder nach der diesjährigen Werbeaktion. Mit einer ersten Fuhre Holz, die der NABU samt Bauanleitung lieferte, baute Michael Zentgraf vom ADH die ersten Prototypen. Eine großzügige Holzspende der Fa. Wickert (Landau) machte den Bau weiterer Kästen möglich. „Mit weiterem Holz würden wir gezielt Kästen für den Vogel des Jahres 2006, den Kleiber, bauen“, verrät Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz und bittet die Bevölkerung um weitere Holzspenden, vor allem Latten, die breit genug sind für die Rückseite der Kästen.

Wer in diesem Jahr NABU-Mitglied geworden ist und einen der Nistkästen haben möchte, kann sich in melden unter 06341/31628 bei Frau Plum. Wer eine gemeinnützige Einsatzstelle für die Teilnehmer des ADH, beispielsweise im Bereich handwerkliche Dienstleistungen, Hausmeisterservice, Versorgung/Hauswirtschaft oder Garten- und Landschaftspflege bieten kann, meldet sich unter 06347/2044 bei Frau Geyer oder Herrn Gerst.

_____________________________________________

 

Jugend aktiv für die Natur

Bäume gefällt und gepflanzt: Naturschutz zum Mitmachen in Burrweiler und Edesheim

Gleich zwei junge Naturschutz-Gruppen in der Verbandsgemeinde Edenkoben waren am vergangenen Wochenende aktiv für die Natur. Am Freitag begab sich die Burrweiler Jugendgruppe unter der Leitung von Bärbel Halfmann in das Regenrückhaltebecken am Roschbäch, um den dortigen Aufwuchs zu entfernen. Fachliche Unterstützung für diese Naturschutzaktion erhielt die Gruppe vom Naturschutzbund (NABU) sowie von Herrn Proswitz, dem Agenda-21-Beauftragten der Verbandsgemeinde Edenkoben. Im Rahmen der Bachpatenschaft der Gruppe für den Lützelbach wurden in der Zusammenarbeit schon gute Erfahrungen gemacht. So konnte Bärbel Halfmann den 13 teilnehmenden Kindern gut erklären, warum das Fällen von Bäumen in diesem Fall gut ist für die Natur: „Für die Tiere, die Bäume brauchen, stehen da drüben ja schon genug große Erlen. Die kleinen Erlen hier im Regenrückhaltebecken machen wir aber größtenteils weg, damit das Biotop mehr Sonne bekommt – für die Tiere, die das lieber mögen." Und die Kinder wussten gleich eine Reihe von „Sonnenanbetern" unter den Tieren aufzuzählen: die Eidechsen, die Nattern, der Froschlaich, die Libellen. Die Gemeinde Burrweiler profitiert zudem von der verbesserten Kapazität des Rückhaltebeckens. Mit Astscheren und Sägen machten die Kinder sich fleißig ans Werk und konnten vor allem beim Abtransport der größeren Erlen „Teamarbeit" üben.

Am Samstag traf sich die NAJU (Naturschutzjugend) Edesheim mit dem Edenkobener „Green Team" der Pollichia an einer Ausgleichsfläche der Gemeinde Edesheim in der Nähe der Villa Rustica, um die dort von der Gemeinde begonnene Pflanzung um 120 Sträucher zu ergänzen. Mit Wildapfel, Pfaffenhütchen, Holunder, Weißdorn und Hasel wurden heimische Sträucher gewählt, die den Verlust von Obstbäumen auf einer nahe gelegenen Privatfläche ausgleichen sollen. An der Nordseite der Pflanzung wurde zudem eine so genannte „Benjes-Hecke" aus Schnittgut angelegt. „Daraus entwickelt sich in einigen Jahren von selbst ein dichtes Gebüsch", erläutert Lothar Engelmann, Leiter der NAJU Edesheim, „in dessen Schutz sonnen sich dann schon einmal gerne Fasan und Rebhuhn". Von Rotkehlchen, Zaunkönig und Nachtigall werden Benjes-Hecken zudem als Brutplätze genutzt. Die Beschilderung der Pflanzung als Hecken-Lehrpfad ist für das Frühjahr geplant. Peter Seitz und Rolf Lambert, die mit dem Green Team per Fahrrad aus Edenkoben angereist waren, bestätigten, „dass man bei solchen Kooperationen nur voneinander lernen kann". Die insgesamt 28 Kinder der beiden Gruppen arbeiteten mit Feuereifer zusammen an der Pflanzung. Die NAJU Edesheim dankt der Gemeinde Edesheim für die Bereitstellung von Finanzmitteln und Gerätschaften und würde sich über eine ähnliche Unterstützung der Bauern- und Winzerschaft sowie der Edesheimer Geschäftsleute für weitere Aktionen sehr freuen.

Wer bei einer der Gruppen gerne mitmachen möchte, erhält weitere Informationen bei Nathalie Plum, NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel. 06341/31628

_____________________________________________

Werden Sie Kranichzähler

Laut trompetende Schwärme auf dem Weg ins Winterquartier

Rheinpfalz 17.11.05

Alljährlich im Oktober und November können Naturfreunde an vielen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel beobachten.

Kraniche gelten als Boten des Himmels und Garanten des Glücks. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen haben sie die Phantasie der Menschen beflügelt - Mythologie, Religion, Kunst und Literatur legen davon eindrucksvoll Zeugnis ab. Sie faszinieren durch ihre Größe, Schönheit, ihre elegante Erscheinung, ihre gebärdenreichen „Tänze", ihr Flugbild, ihre durchdringenden Rufe.

Die Kraniche, starten von ihren nordostdeutschen Rastgebieten und überfliegen Deutschland in südwestlicher Richtung. Dabei überqueren sie auch die Pfalz, vor allem entlang des Rheins und im Raum Speyer/Landau/Neustadt/Bad Bergzabern. In diesem Jahr werden wieder 120 000 bis 150 000 Kraniche zu beobachten sein. Die Vögel fliegen dann über Frankreich weiter nach Südwesten in die Überwinterungsgebiete in Spanien und Südfrankreich. Im Flug bilden Kraniche eine V-förmige Formation mit kräftigen, erfahrenen „Junggesellen" an der Spitze. Es folgen Familien mit durchschnittlich zwei Jungtieren. Bei konstanten Flugbedingungen könnten die Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Sie legen aber oft eine Pause ein und manches Mal hält sie schlechtes Wetter und Nebel tagelang am Boden.

Die guten Zugbedingungen der letzten Wochen haben schätzungsweise noch einmal 20.000 Kraniche genutzt, um von Schweden aus die Ostsee zu überqueren, informiert Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums (NABU, WWF, Lufthansa) auf der Halbinsel Darß-Zingst. Dort rasten jetzt noch etwa 28.000 Tiere, die in den nächsten Tagen noch in der Pfalz vorbeikommen auf ihrem Weg in den Süden.

Jeder kann Kranichbeobachtungen, auch die der vergangenen Wochen, an den NABU melden. „Je mehr Daten wir über das Zugverhalten bekommen, desto bessere Aussagen können wir treffen. Nur wenn wir wissen, wo die Kraniche sich aufhalten, können wir vor Ort aktiv Schutzmaßnahmen ergreifen," so Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim, e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de. Per Online-Formular können Sie Ihre Beobachtungen auch direkt an die Kranichexperten des NABU melden (www.kraniche.de).

_____________________________________________

Die Suche nach dem Richtigen

Junge Naturschützer wollen Vorkommen des heimischen Edelkrebs in der Südpfalz finden

Eine Gruppe von jungen Naturschützern in der Südpfalz hat sich zur Aufgabe gesetzt, mehr über das Vorkommen der verschiedenen Flusskrebsarten in den Bächen und Stillgewässern der Region herauszufinden. Warum gerade Flusskrebse? „Wegen ihrer Größe und ihrer heimlichen Lebensweise sind es faszinierende Tiere, die bei den jungen Leuten gleich ein großes Interesse hervorriefen", so Nathalie Plum von der NABU Regionalstelle Südpfalz, die die Treffen und Aktionen der Gruppe koordiniert. „Flusskrebse haben zudem einige Vorteile, die es für den Anfänger leicht machen, sich mit Ihnen zu beschäftigen: Sie sind leichter zu beobachten als die meisten Säugetiere, sind greifbarer als Vögel, die Anzahl der Arten ist überschaubar und die Bestimmung ist anhand von äußeren Merkmalen möglich." In Zusammenarbeit mit Experten der Uni Landau erlernten die Mitglieder der im April gegründeten Gruppe über das Sommerhalbjahr die Bestimmung der verschiedenen Krebse, um vor allem die heimischen von den „eingeschleppten" Arten zu unterscheiden. Der heimische Edelkrebs ist in Rheinland-Pfalz vom Aussterben bedroht. Dies liegt vor allem an den eingebürgerten gebietsfremden Arten wie dem Kamberkrebs und dem Signalkrebs. Diese Arten können sich in unseren Gewässern erfolgreich behaupten und ausbreiten, während die heimischen Arten durch die aus Übersee mit eingeschleppte Krebspest, eine tödlich verlaufende Pilzkrankheit, ausgerottet werden.

Der NABU bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach Vorkommen von Flusskrebsen in den Gewässern der Südpfalz. Wer die Tiere beobachtet hat oder Lust hat, bei dem Kartierungsprojekt mitzumachen, kann sich in der NABU Regionalstelle Südpfalz melden (Tel. 06341/31628, e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de) oder einfach zum nächsten Treffen dazukommen: Mittwoch, den 2. November, 18h im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, Brühlstr. 21 in Landau-Mörzheim.

_____________________________________________

Junge Igel vor dem Winter – Pflegefälle oder Outdoor-Profis?

In dieser Jahreszeit erreichen den NABU wieder zahlreiche Anfragen von Menschen, die in ihrem Garten oder in der Umgebung auf junge, auffallend kleine Igel stoßen. Verständlicherweise wollen sie den niedlichen Tieren helfen, gut über den Winter zu kommen.

Nun ist der Igel ein Wildtier, das im Allgemeinen gut ohne den Menschen zurecht kommt und nicht im Haus gehalten werden sollte. Igel, die jetzt schon über 300 g wiegen, sollten auf jeden Fall in ihrer Freiheit belassen werden. Die meisten kleineren Igel, deren Muttertiere verschollen (meist überfahren) sind, werden allerdings höchstwahrscheinlich allein den Winter nicht überleben. Wer helfen will, kann einem kleinen Igel einen zunächst abgezäunten Raum im Garten einrichten, wo man ihn füttern und mit frischem Wasser versorgen kann. Sobald aber der Igel zu Kräften gekommen ist und umherläuft, sollte man den Zaun wieder öffnen, so dass das Tier seiner Wege gehen kann.

Milch schadet den Igeln übrigens, da sie Durchfall verursacht. An der Frage, ob man Katzenfutter verwenden sollte, scheiden sich die Geister. Viele Igel-Helfer berichten von guten Erfahrungen, während Experten davon ab raten, da sehr leicht Infektionskrankheiten übertragen werden. Trockenfutter ist in jedem Fall weniger problematisch.

Weitere Tipps, auch zur naturnahen Gartengestaltung, gibt die NABU-Broschüre „Der Igel", die für 3€ in Briefmarken bei der NABU Regionalstelle Südpfalz, Brühlstr. 21, 76829 Landau bestellt werden kann. Die Regionalstelle sucht außerdem noch Gartenbesitzer, die bereit ist, hilfsbedürftige Igel aufzunehmen, wenn die Finder keinen eigenen Garten haben. Tel. 06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

_____________________________________________

 

Kleine Naturforscher entdeckten die Artenvielfalt im Pfälzerwald 

NABU bot Kindern ein Naturerlebniscamp in Waldhambach

Vom 22.-24. August hatten sich 25 Kinder und neun Betreuer von der NABU Regionalstelle Südpfalz auf dem Jugendzeltplatz in Waldhambach eingefunden, um die Artenvielfalt im Pfälzerwald gemeinsam zu erforschen. Gleich beim ersten großen Programmpunkt, einer  „Wiesensafari“ am ersten Nachmittag, sammelten und beobachteten die kleinen Naturforscher behutsam eine erstaunliche Zahl an Insekten – allein 15 mit dem bloßen Auge unterscheidbare Heuschrecken, unter ihnen das beeindruckende Grüne Heupferd; daneben Ameisen, Wanzen, Käfer, Perlmuttfalter, Zikaden und Schwebfliegen. Der spektakulärste Funde aber waren zwei Raupen des Schwalbenschwanz, eines selten gewordenen Schmetterlings. Die lange Wanderung zum Klingbach bei Münchweiler am nächsten Tag lohnte sich dann ebenfalls wegen der vielen verschiedenen Wassertiere und Amphibien, die die Kinder zu Gesicht bekamen. Unter den Tieren im Waldboden bekamen die Regenwürmer und unter ihnen der Große Tauwurm das meiste Interesse. Aber auch der Saftkugler, ein glänzend schwarzer Tausenfüßer, den die Kinder nun nicht mehr so leicht mit einer Assel verwechseln werden, erfreute sich großer Beliebtheit: „Der ist sooo schön!“

Höhepunkt war eindeutig die Fledermausexkursion. Auf dem Hochplateau über dem Zeltplatz sausten Zwergfledermäuse und Abendsegler über die Köpfe der Kinder hinweg, während Fledermausexperte Franz Grimm ihre Ultraschall-Rufe mit dem Batdetektor aufzeichnete. Ein Kind hielt die gelungene Vorstellung der Natur sogar für inszeniert und fragte Grimm: „Die sind doch von dir ferngesteuert, oder?“

Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, plant das nächste Naturerlebniscamp für den Mai nächsten Jahres, „da haben wir dann mehr Gelegenheit, Vögel zu beobachten und Vogelstimmen unterscheiden zu lernen“. Immerhin haben die Kinder beim Aufwachen den „lachenden“ Grünspecht erkannt und konnten beobachten, wie Kohlmeise und Kleiber sich nach den gemeinsamen Mahlzeiten die Krümel von Tischen pickten.

_____________________________________________

Bei Wiesensafari werden Tiere behutsam gejagt

25 Kleine Naturforscher lernen auf Einladung des Naturschutzbundes Artenvielfalt kennen.

Die Insekten der großen Wiese im Kaiserbachtal bei Waldhambach sind aufgeregt. Flink fliegen und hüpfen sie zwischen Johanniskraut , Kornblumen und Klee umher. Sie kriechen über Grashalme und verkünden quasi summend und brummend die Neuigkeit: 25 kleine Naturforscher sind gekommen, um bei einer Wiesensafari die Artenvielfalt der heimischen Natur kennen zu lernen.

Doch Grund zur Sorge besteht überhaupt kein Grund: Die Jagd auf die kleinen Tiere geht seht behutsam vonstatten. Nathalie Plum, die Betreuerin der Aktion und Leiterin der Naturschutzbund-Regionalstelle-Südpfalz, hat die Kindergruppe gewissenhaft vorbereitet: „Ruhig ins Gras setzen und warten. Dann stellen sich schon nach kurzer Zeit Insekten ein, die sonst übersehen oder verscheucht werden." Mit Becherlupen und Schmetterlingsnetzen gehen die sieben- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen im Blütenmeer auf die Pirsch.

Nick trägt einen tarnfarbenen Rucksack auf dem Rücken und einen gleichfarbigen Tropenhut auf dem Kopf. Gebückt schleicht der Achtjährige über die Wiese, in der Hand hält er ein grünes Schmetterlingsnetz. „Ich beobachte auch zu Hause sehr gerne Tiere", sagt er und legt sorgsam einen Grashüpfer in seine Becherlupe.
Die achtjährigen Freunde Marvin und Lukas kauern still zwischen Kornblumen und Klee und sehen einer geringelten Raupe zu, die auf einem Halm hin- und herschwankt.
Lukas hat heute schon viele verschiedene Insekten gefangen. „Ich habe sie aber alle wieder ausgesetzt, weil sie Heimweh hatten", meint er. Die meisten Safari-Teilnehmer sind begeistert bei der Sache und in ihrem Jagdeifer kaum zu bremsen. Immer wieder kommt ein Kind angelaufen und hält der Betreuerin eine Jagdtrophäe unter die Nase. „Was für ein Käfer ist das?" „Meiner ist aber viel seltener als deiner!" Paul hat ein Perlmuttfalter gefangen, ein anderes Kind eine klitzekleine Wanze.

Seltener Fund:

Die Geschwister Nieske (13) und Sönke (11) haben jede Menge Waldgrillen in einem durchsichtigen Kasten gesammelt. Jetzt freuen sie sich über einen seltenen Fund: das „Große Heupferd".

Ganz gleich ob Rüsselfalter, Ochsenauge, Grille oder Käfer – fast jedes Insekt, das da kreucht und fleucht, erkennt Plum mit einem Blick. Bei Zweifeln schlägt die studierte Geografin und Biologin in ihrem Insektenbestimmungsbuch nach. Die Artenvielfalt sei beachtlich, sagt sie. Natürlich werden alle Insekten wieder unversehrt in die Freiheit entlassen. „Ich zeige euch auch noch, wie man mit einer Senflösung Regenwürmer aus dem Boden treibt", verspricht Plum, die zurzeit an ihrer Doktorarbeit über Regenwürmer schreibt. „Wir lieben den Wald und gehen auch mit unseren Eltern viel wandern", erklären Nieske und Sönke ihre Teilnahme an der Wiesensafari. „Und ich bin halt Naturfreund!", verkündet Robin (8) im Brustton der Überzeugung.
Das beeindruckend nach heiler Welt. Doch schnell holt ein Bubenstreich am Rande des Naturforscherlebens die Erwachsenen wieder in den Alltag zurück. Atemlos kommt ein Junge angelaufen, „Frau Plum, dahinten hat einer mit der Lupe ein Loch in eine Isomatte gebrannt!"

_____________________________________________

Naturschutz und Kirche gemeinsam für das Leben

 "Tage der Begegnung" zum Weltjugendtag in der Pfarreiengemeinde Rohrbach, Billigheim, Göcklingen, Eschbach und Ranschbach: Kinder bauten mit NABU und NV-S zwei Lebenstürme

 "Under construction" lautete das Motto, als am Freitagnachmittag 25 Kinder mit einigen ehrenamtlichen Betreuern der katholischen Kirche von Rohrbach aus mit Bollerwagen voller Material und Proviant loszogen. Ziel der Wanderung war die Feldflur in Richtung Billigheim, die von den Rohrbachern "Im Paradies" genannt wird. Die Mission: Eine Behausung für viele verschiedene Tiere zu schaffen und so mithelfen, die Schöpfung zu bewahren. Zwei sogenannte "Lebenstürme" sollten aus Holz erbaut und mit Steinhaufen, Laub und Zweigen angefüllt werden. Darin können von der Eidechse über die Kröte und den Igel bis zum Zaunkönig verschiedenste Tiere eine Bleibe finden. Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Bienen, zum Teil von den Kindern selbst gebaut, rundeten die Türme ab. Initiiert wurde das Projekt von Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Bonn und den Baumarkt Hornbach.

Unerwarteten Widerstand leistete der Boden, in den man auch mit einem Erdbohrer, einer Pfahlramme und vereinten Kräften die Eckpfeiler der Türme nicht versenken konnte. Als Retter in der Not erwiesen sich dann Mitglieder des befreundeten Naturschutzverband Südpfalz (NV-S), die in unmittelbarer Nachbarschaft mehrere Obstwiesen pflegen und einen motorbetriebenen Erdbohrer besorgen konnte. Das plötzlich eintreffende Gewitter zwang die fleißigen Erbauer leider, die "Baustelle" frühzeitig zu verlassen. Das Picknick musste im katholischen Gemeindezentrum verzehrt werden. Da für den Freitag keine Wetterbesserung mehr in Sicht war, wurden die für Samstag geplanten "World Youth Games" kurzerhand von Göcklingen nach Rohrbach verlegt. Bei schönstem Sonnenschein konnten nun die beiden Türme vollendet werden.

Pfarrer Hans Meigel sicherte zu, auch bei weiteren gemeinsamen Projekten für eine große Beteiligung der Ministranten und anderer Kinder aus seinen sechs Gemeinden von Rohrbach bis Ranschbach zu sorgen. So sind u.a. die Wiederherstellung einer Trockenmauer, die Anlage einer Kräuterspirale in Eschbach sowie die Pflanzung alter pfälzischer Obstsorten an Wegkreuzen geplant.

_____________________________________________

 Ferienpass

Weitere Ferienangebote für Kinder vom NABU Südpfalz

 Der NABU Südpfalz bietet in den Sommerferien zusätzliche naturkundliche Veranstaltungen und Workshops für Kinder und Jugendliche an. Wegen des großen Ansturms auf die Veranstaltungen des Ferienpasses der Stadt Landau und des Kreises SÜW haben viele keinen Teilnehmerplatz bekommen. Wie Nathalie Plum die Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz mitteilte, haben sich die NABU-Gruppen Landau und Gleisweiler entschlossen, mit weiteren Angeboten ein wenig Abhilfe zu schaffen. Da der NABU schon seit vielen Jahren mit diversen Angeboten zum Ferienpass beiträgt, weiß man von der Problematik der in den letzten Jahren gestiegenen Nachfrage nach den Veranstaltungen. Zu den bereits im Ferienpass angebotenen 8 NABU-Veranstaltungen kommen nun noch 6 weitere hinzu: eine Wiesensafari, ein Trockenmauer- und Lehmofenbau, ein Wildbienentag und eine nächtliche Fledermausexkursion.

Bei allen Exkursionen ist die Teilnehmerzahl auf 12 begrenzt, das Mindestalter beträgt 9 Jahre. Als Teilnehmerbeitrag  werden 4,00 €  erhoben. Die Kinder sollten witterungsbedingte Kleidung, festes Schuhwerk und Rucksackverpflegung mitbringen. Anmeldung beim NABU Südpfalz: 06341/31628 oder bei Werner Kern, 1. Vorsitzender NABU Landau: 06341/30497

Kinder vor Trockenmauer (Foto: NABU)

_____________________________________________

 

 Programm

NABU sucht Fledermausquartiere

Mitarbeiter des NABU Südpfalz erheben momentan Fledermausvorkommen in der Südpfalz.

Fledermäuse können als einzige Säugetiere dieser Erde fliegen. Sie orientieren sich durch Echoortung, mit der sie noch Tiere von der Größe kleiner als eine Mücke bei völliger Dunkelheit aufspüren und fangen können. Ihre Hände sind durch elastische Hautflächen zu Flügeln umfunktioniert, dadurch können sie besonders geschickte Flugmanöver bei der Jagd auf Insekten ausführen. Durch ihre nächtliche Lebensweise stellen sie denjenigen Insekten nach, die unsere tagaktiven Vögel nicht fangen, und erfüllen dadurch eine wichtige Funktion  im Ökosystem. Im Verlauf eines Sommers vertilgt eine Fledermaus, je nach Art und Größe, zwischen 0,5 und 1 kg Insekten. Als echte Säugetiere tragen sie ein Fell und säugen  ihre Jungen mit Muttermilch. In  Rheinland-Pfalz kommen 20 Fledermausarten vor, die alle auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen vom Verlust ihrer Quartiere bis hin zur Ausräumung und Vergiftung unsere Landschaft. Während als Sommerquartier warme Dachböden, Mauerspalten oder Baumhöhlen bewohnt werden, halten die Tiere ihren Winterschlaf bevorzugt in feuchten, um 5 - 8 Grad Celsius warmen Höhlen, Kellern, Stollen und Felsspalten. Sommer- und Winterquartier können dabei, je nach Art, weit voneinander entfernt liegen. Diese Quartiere aufzuspüren, zu dokumentieren und letztendlich für die Fledermäuse zu sichern ist das Ziel dieser ehrenamtlichen Erhebung. Nicht nur in Naturschutz- und FFH-Gebieten oder dem Naturschutz-Großprojekt „Bienwald“, sondern in der gesamten Südpfalz werden die Quartiere der nächtlichen Flugkünstler vom NABU gesucht.  Hierzu sind die NABU Mitarbeiter auch auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise auf Quartiere nehmen der Fledermausexperte des NABU, Franz Grimm, Tel: 06345/919347 oder die Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim, Tel.: 06341/31628 entgegen Jeder Anruf wird notiert und ein Mitarbeiter nimmt nach Absprache das Quartier vor Ort in Augenschein. Durch diese Erhebung erhofft sich der NABU einen bessere Kenntnis der vorkommenden Fledermausarten und deren Verbreitung in der Südpfalz zu bekommen. 

_____________________________________________

 

Annweiler: Mauersegler ignorieren Nistkästen am Gemeindehaus

NABU interessiert an Nistplätzen

Auf eine Initiative der NABU-Aktiven Irmgard Schmidt und dem Umweltpfarrer „a.D.“ Gerhard Postel hin wurden im vergangenen Jahr 38 Nistkästen für Mauersegler am Gemeindehaus Herrenteich in Annweiler angebracht. Tatkräftige Hilfe leisteten dabei die Feuerwehr und Werner Kern vom NABU Landau.

In diesem Jahr wurde aufmerksam verfolgt, ob die neuen Behausungen vom „Vogel des Jahres 2003“ auch angenommen würden. Die Tiere, die fast ihr gesamtes Leben in der Luft verbringen, fliegen und  rufen seit vielen Wochen über Annweiler. Aber trotz der Anlockung mit einem Tonband, das durch Rufe von Mauerseglern auf die geeigneten Wohnorte aufmerksam machen soll, meiden sie die eigens für sie angebrachten Kästen. Lediglich eine Blaumeise nistet in einem der Kästen. Sie hat sogar eine spezielle Anflugtechnik entwickelt, da sie sich an dem glatten Kasten ja nicht festhalten kann. Auch einige Hummeln zeigten Interesse an einem der Kästen; deren Bruterfolg ist jedoch nicht bestätigt. Eine positive Wirkung haben die Kästen immerhin: Sie halten die Tauben vom Gemeindehaus fern.

Der NABU hofft nun auf eine Ansiedlung der Mauersegler im nächsten Jahr. Dabei stellt sich aber die Frage: Was hält die Mauersegler von den Kästen fern? Ist der Ruf auf dem Tonband etwa der falsche, signalisiert den Tieren beispielsweise die Botschaft „Hier ist besetzt?“ Oder war das Gerät einfach zu leise? Wahrscheinlich ist, dass die Mauersegler in Annweiler andere Nistmöglichkeiten gefunden haben. Inzwischen sind bereits flügge Jungvögel über dem Gemeindehaus beobachtet worden. Offen bleibt die Frage: Wo haben diese das Licht der Welt erblickt?

Die Anwohner in Annweiler werden gebeten, dem NABU die Nistplätze der Mauersegler mitzuteilen. Tel. 06341/31628 im Naturschutzzentrum Hirtenhaus, e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de

_____________________________________________

NAJU-Zeltlager in Waldhambach: Naturerlebnis mit Wanderfalken

NABU Regionalstelle Südpfalz bietet im August Zeltlager für Kinder an

Zwei Gruppen der Naturschutzjugend im NABU, die NAJU Edesheim und die NAJU Westheim, haben das sonnige letzte Maiwochenende auf dem Jugendzeltplatz in Waldhambach gemeinsam genießen können. „Für uns war die Organisation so eines Zeltlagers Premiere“, sagt Connie Osterhorn, Leiterin der NAJU Westheim. Dennoch war das Lager ein voller Erfolg, da waren sich die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren einig. Höhepunkt war neben einer Nachtwanderung, einem Grillabend und einer Schatzsuche auf der Madenburg der Besuch beim Wanderfalken-Bewachungscamp am Hundsfelsen. Aktive aus dem Arbeitskreis Wanderfalkenschutz stellten den jungen Naturbeobachtern ihr Spektiv zur Verfügung. Fabian Krapp, Leiter der NAJU Edesheim, hatte die Jugendlichen vorher über die Lebensweise der Wanderfalken informiert. Nun konnten sie „live“ miterleben, wie ein junger Wanderfalke auf dem Felsen eine Singdrossel zerrupfte.

Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, möchte so ein Zeltlager nun auch den Kindern anbieten, die nicht in der Nähe einer NAJU-Gruppe wohnen. Thema des Zeltlager, das vom 22.-24. August auf dem Zeltplatz in Waldhambach stattfindet, soll die  Artenvielfalt sein. Die Flora und Fauna im Bach, im Waldboden und auf einer Wiese soll spielerisch erforscht werden. Unkostenbeitrag: 15 €. Anmeldung für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren unter www.NABU.Suedpfalz.de oder Tel. 06341/31628 im Naturschutzzentrum Hirtenhaus in Landau-Mörzheim.

_____________________________________________

Auf der Suche nach starkem Rückhalt

Start der NABU Werbung in der Südpfalz 

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und guten Argumenten sind Aktive des Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Pfälzerwald unterwegs und sprechen in den Haushalten vor. In den nächsten Tagen wollen sie in der Verbandsgemeinde Annweiler so viele neue Mitglieder für den NABU in der Südpfalz gewinnen.

Seit über 30 Jahren engagiert sich der NABU für den Naturschutz in der Südpfalz und hat dabei erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Im Wasgau wurden viele Streuobstwiesen erhalten oder neu angelegt, wie beispielsweise auf dem Adelberg, in Gräfenhausen, Rinnthal oder Wernersberg.

Auch für die Errichtung von Amphibien-Schutzzäunen, wie zuletzt bei Gräfenhausen und zwischen Frankweiler und Albersweiler, macht sich der NABU stark. Bei Straßenbauprojekten wie aktuell dem Ausbau der B10 kämpfen die NABU-Gruppen gegen die Zerschneidung von Lebensräumen und Umweltbelastungen und machen fachlich fundierte Vorschläge zu Alternativen und Ausgleichsmaßnahmen.

"Für laufende und neue Projekte braucht der NABU mehr finanzielle Unterstützer und aktive Mitstreiter", so Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz. "Für uns ist es wichtig, sowohl Flora und Fauna zu schützen, als auch die Bewohner der Südpfalz durch naturkundliche Exkursionen mit den Naturschönheiten in ihrer Umgebung vertraut zu machen. Den Kindern im NABU bieten wir die NABU-Naturerlebnisschule, ein Zeltlager zum Thema Artenvielfalt im August und zahlreiche Aktionen im Rahmen des Ferienpass. Daneben gibt es auch feste Kinder- und Jugendgruppen, die beim NABU durchs Jahr hindurch die Natur in ihrer Umgebung kennenlernen."

Neue Mitglieder werden zudem durch die regelmäßig erscheinende NABU-Zeitschrift „Naturschutz heute" über aktuelle Projekte des NABU im In- und Ausland informiert.

„Mehr Mitglieder sind das Ziel, kein Einsammeln von Barspenden", betont Nathalie Plum. „Wir erhoffen eine dauerhafte Unterstützung des Verbandes, denn nur eine breite Basis kann erfolgreich zum Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen beitragen".

_____________________________________________

Kampf der Herkulesstaude

NABU verhindert Ausbreitung des Neophyten im Landschaftsschutzgebiet

An vielen Stellen in der Südpfalz, vor allem entlang der Bäche, kann der Spaziergänger jetzt wieder riesenhafte Blätter sehen, aus deren Mitte ein bis zu mehrere Meter hoher Blütenstand hervorschießt. Der aus dem Kaukasus stammende Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, wurde um 1900 als imposante Zierpflanze eingeführt. Und nun wird man ihn kaum mehr los.

Für den NABU heißt es jetzt handeln: Bevor der gefürchtete "Herkules" zur Samenreife kommt, wird ihm durch das Abschneiden der Blütendolden der Garaus gemacht. Später dann werden die ganzen Pflanzen mit Wurzeln ausgegraben. "Wenn man den Riesenbärenklau bloß abmäht, wächst er danach nur ncoh umso stärker nach", so Werner Kern vom NABU Landau, der die Arbeitseinsätze im Landschaftsschutzgebiet Schleidgraben bei Mörzheim organisiert.

Dieses Vorgehen hat nichts mit  "Fremdenhass" zu tun. Die meisten sogenannten Neophyten, das heißt neu eingebürgerten Pflanzen, fügen sich problemlos in die heimische Flora ein, wie z.B. der Persische Ehrenpreis mit seinen schönen blauen Blüten. Andere kommen außerhalb der Siedlungen selten vor, wie etwa der Sommerflieder Buddleja, der außerdem eine gute Bienenweide abgibt. Anders der Riesenbärenklau: ähnlich wie Goldrute, Indisches Springkraut und Japanischer Staudenknöterich bildet er Dickichte, die die einheimischen Pflanzen auf teils großer Fläche verdrängen.

Wer selbst „Hand anlegen“ will, sollte allerdings vorsichtig sein, Handschuhe anziehen und langärmlige Kleidung tragen: Bei Berührung mit dem Saft der Herkulesstaude wird die menschliche Haut photosensitiv. Dies führt bei Sonnenlicht zu schmerzhaften Verbrennungen.

_____________________________________________

Letzte Ruhestätte der Menschen als Konzertbühne der Vögel

Landau: Vogelkundliche Wanderung des NABU auf dem Friedhof - bei strömendem Regen...

(Rheinpfalz Mi 25.5.05)

Trotz Regens großes Interesse an den Piepmätzen: Friedhofsexkursion zur "Stunde der Gartenvögel" in Landau.

_____________________________________________

 

Deutschland sucht den Gartenvogel

Der NABU veranstaltet die “Stunde der Gartenvögel” – mitmachen lohnt sich

Landau/ Gommersheim/ Neustadt. - Die “Stunde der Gartenvögel” schlägt am Wochenende des 20. bis 22. Mai: Der Naturschutzbund NABU ruft die Menschen aus ganz Deutschland auf, alle Vögel zu notieren, die sie innerhalb einer beliebigen Stunde beim Blick in den Garten, in den Park oder vom Balkon aus beobachten. Gesucht werden Amsel, Blaumeise, Buchfink, Dompfaff, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise, Rotkehlchen, Singdrossel, Star und Zaunkönig. “Wir erhalten so Erkenntnisse über den Bestand und die Verbreitung der einzelnen Vogelarten”, sagt Nathalie Plum, Leiterin der NABU-Regionalstelle Südpfalz in Landau-Mörzheim.  "Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.” Unter den Teilnehmern verlost der NABU Preise im Wert von mehreren tausend Euro, darunter Reisen zum Nordkap und zu den Lofoten.

Der NABU veranstaltete die “Stunde der Gartenvögel” zum ersten Mal 2003 in Niedersachsen. Viele tausend Vogelbeobachtungen gingen damals ein. Dieses Jahr weitet der NABU die Gartenvogelzählung erstmals auf das gesamte Bundesgebiet aus. Die Aktion wird damit zur größten kollektiven Vogelbeobachtung Deutschlands.

“Die Vogelralleys sind auch für bisher Unkundige eine großartige Gelegenheit, mehr über unsere heimischen Vogelarten zu erfahren und gleichzeitig an Deutschlands größter Datensammlung zu Gartenvögeln mitzuwirken”, so Nathalie Plum. Dazu gibt es zwei Wege: Zum einen kann jeder auf eigene Faust in seinem Garten oder einem nahegelegenen Park Vögel beobachten und zählen. Die mit Farbfotos der gesuchten Vogelarten ansprechend gestalteten Meldebögen liegen bereits in vielen Lottoannahmestellen, Geschäften und Banken in der Südpfalz aus und können in der NABU Regionalstelle bestellt oder abgeholt werden (06341/31628, NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Zum anderen veranstalten verschiedene NABU-Gruppen in der Südpfalz vogelkundliche Exkursionen: Wer noch keine Erfahrung beim Vogelbestimmen hat, kann unter fachkundiger Anleitung um die Wette beobachten. Auch die Ergebnisse aus den Exkursionen werden eingesandt und ausgewertet. 

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de  oder unter Tel. 06341/31628.

_____________________________________________

Mit Kanonen auf Spatzen schießen

NABU warnt: Chemo-Keule gegen Frostspanner-Raupen trifft vor allem die Vögel

 zu Ihrem Bericht „Das große Fressen hat schon begonnen“ vom 11.5.05

Auch im Kreis Germersheim haben die Raupen von Frostspanner und Eichenwickler sichtbar zugeschlagen. Wer in Westheim oder Zeiskam aufmerksam durch die Landschaft fährt, sieht immer wieder vollkommen kahl gefressene Bäume. Laubbäume wie Eiche, Ahorn und vor allem Obstbäume sind betroffen. Da greift so mancher Hobby-Gärtner schonmal schneller als sonst zur chemischen Waffe gegen die massenhaft auftretenden Schädlinge. In diesem Stadium hilft es dem Baum allerdings kaum noch. Dafür trifft es umso schlimmer die Fraßfeinde der Raupen: die Vögel.  „Jetzt in der Brutzeit werden Raupen von den Singvögeln in großen Mengen verfüttert. Das in ihnen enthaltene Gift sammelt sich im Vogelkörper an und kann den Jungvögeln schnell das Leben kosten“, warnt Joachim Zürker, Vorsitzender des NABU Bellheim und selbst passionierter Züchter alter Obstsorten. „Wenn man durch Gießen dafür sorgt, dass die Bäume den Sommer über keinen Trockenstress erleiden, erholen sie sich meist wieder von dem Befall“, so Zürker.

Neben biologischer Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel mit Raupenfliegen, die ihre Eier in die Frostspannerraupen hineinlegen, helfen hauptsächlich vorbeugende Maßnahmen. Und auch hier spielen die Vögel wieder eine wichtige Rolle: „Nistkästen aufhängen und die Winterfütterung an frostfreien Tagen im ausklingenden Winter unterbrechen“, rät Zürker - „dann werden die jungen Raupen von den Vögeln gleich nach dem Schlüpfen verspeist!“

Mehr Infos: www.oekolandbau.de; www.NABU-Suedpfalz.de 

_____________________________________________

Der Fuchs im Garten - Freund oder Feind?

In den letzten Wochen sind in Annweiler mehrfach Füchse in Gärten beobachtet worden - zuletzt gar eine Fähe mit Jungfüchsen. Die NABU Regionalstelle Südpfalz erreichten sowohl Anrufe von Anwohnern, die sich gestört fühlen und um ihre Gesundheit besorgt sind als auch solche von Tierfreunden, die um das Leben der Tiere bangen. Der NABU will über die Füchse aufklären und so Kurzschlussreaktionen von verängstigten Bürgern vorbeugen, etwa dem "Vergasen" von Jungfüchsen in ihrem Bau, der am Ortsrand von Annweiler im Wald vermutet wird.

Wenn Füchse den menschlichen Behausungen so nahe kommen, heißt das noch lange nicht, dass sie Tollwut haben. Oft gehen sie alte Pfade, die vom Menschen erst in jüngerer Zeit bebaut worden sind, und merken dann, dass in den Gärten nicht gejagt wird und sie sicherer sind als im Wald. Außerdem gibt es dort Futter in Hülle und Fülle, vom Komposthaufen über Fallobst bis zu Ratten und Mäusen. Indem der Fuchs diese vertilgt, kann er sich sogar nützlich machen und pflegt mit seiner Konkurrentin, der Hauskatze, meist sogar ein friedliches Verhältnis. "Die kennen sich von ihren nächtlichen Ausflügen und tun sich nichts", berichtete die Polizeistreife einer Katzenbesitzerin. Es kann zwar zu Kämpfen kommen, die aber normalerweise für die Katze nicht schlimmer ausgehen als die Kämpfe mit anderen Katzen. Obwohl die Tollwut durch die vorbeugenden Impfungen weitgehend eingedämmt wurde, besteht die Gefahr, dass der Fuchs die Fuchsräude auf Haustiere überträgt. Was den gefürchteten Fuchsbandwurm angeht, ist die Gefahr im Garten nicht größer als bei Gemüse aus dem Supermarkt, das in der Pfalz ja auch auf dem freien Feld gedeiht und für den Fuchs gut erreichbar sind. Es gilt: gut waschen. Nach dem Abkochen besteht keine Gefahr.

Dennoch: Der Rotfuchs ist ein Wildtier und soll dies auch bleiben. Auf keinen Fall sollte man Füchse füttern und somit an den Menschen gewöhnen. Neben Essbarem sollte man auch "Spielsachen" für die Jungen (Bälle, Schuhe u.ä.) abends aufräumen. Wer störende Füchse aus seinem Garten vertreiben will, sollte nicht mit Gas oder Flinte "Selbstjustiz" üben. Es reicht so ein einfaches Mittel wie eine Bratpfanne, gegen die man einen Topfdeckel schlägt- denn Lärm mag der Fuchs gar nicht.

_____________________________________________

Naturerlebnis am Rande des Loschter Handkeesfescht

Bei sommerlichen Temperaturen hatten sich viele Besucher des Loschter Handkeesfeschts gegen das Auto und für den Drahtesel entschieden. Um dieses umweltfreundliche Verhalten zu unterstützen, bewachte die NABU Gruppe Lingenfeld an allen Tagen des Fests die Fahrräder, insgesamt über 1800.

Am Sonntag konnten die Kinder der Besucher an einem Naturerlebsnisprogramm teilnehmen. Mit den Umweltpädagoginnen des NABU ging es auf eine Entdeckungsreise zwischen Wiese und Wald. Nur wenige Maiglöckchen blühten bereits, dafür sang am hellichten Tag die Nachtigall. Mit Becherlupen ausgerüstet brachten die Kinder allerlei interessante Flug-und Krabbeltiere heran: Erdhummeln, Bockkäfer, Rüsselkäfer, 22-Punkte-Marienkäfer, Spannerraupen, verspätete Märzhaarmücken, Rollasseln und sogar Wolfsspinnen und Krabbenspinnen, die beim näheren Hinsehen auch gar nicht so eklig waren! Der Höhepunkt aber war eine Florfliege, die ihrem Namen "Blattlauslöwe" alle Ehre machte: Sie saugte so eine Laus gerade genüsslich aus. Da war die kanppe Stunde viel zu kurz, um allen Tieren Namen zu geben, und die NABU Umweltpädagoginnen wurden belohnt durch den Ausruf des Jüngsten in der Gruppe: "Das war gaaanz schön!"

Bei Interesse an Angeboten für Kinder und Jugendliche der NABU-Gruppen in der Südpfalz erhalten Sie auskunft in der NABU Regionalstelle Südpfalz, Tel.: 06341/31628, email NABU.Südpfalz@NABU-RLP.de.

 

Wässertage Bellheim

Nach über 30 Jahren ist es nun zum ersten Mal wieder soweit: Nach einem traditionellen System werden die Holzwiesen bei Bellheim gewässert. Am verbrieft festgelegten 23. und 24. April werden, wenn alles glatt läuft, die Wiesen für zwei Tage unter Wasser stehen. Diese Technik stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Landwirte das Wasser der Queich und anderer Bäche nutzten, um den Ertrag der Wiesen auf dem leicht austrocknenden Sandböden zu steigern. Da die Müller allerdings das Bachwasser zum Antrieb ihrer Mühlen benötigen, kam es immer wieder zu Konflikten. Um diese gering zu halten, wurden feste Wässertermine ausgehandelt, die bis heute ihre Gültigkeit haben.

Im Rahmen des Queichwiesenprojekts des Landschaftspflegeverbands Südpfalz und der Verbandsgemeinde Bellheim soll diese alte Technik nun wieder eingesetzt werden. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna der Wiesen wird von Wissenschaftlern beobachtet.

Der Bauhof Bellheim hat in Zusammenarbeit mit dem NABU und dem Projekt "Wässertage Bellheim" an der Hauptschule Bellheim die Schließen im Bereich des "Stauwehrs am Spiegelbach" soweit vorbereitet, dass das Wasser des Spiegelbachs aufgestaut werden kann. Am kommenden Freitag, den 22.04.05 wird es dann pünktlich um 18 Uhr seinen Weg in die Holzwiesen finden. Wer diesem Schauspiel beiwohnen und bei der Öffnung der Schließen mitmachen will, kann auf dem Parkplatz an der Knittelsheimer Mühle parken. Der Weg ist von dort an ausgeschildert. Wer einen Hund hat, sollte diesen allerdings an der Leine führen, da sich erfahrungsgemäß zahlreiche Wiesenvögel einfinden, die auf die neue, interessante Nahrungsquelle aufmerksam werden und durch freilaufende Hunde empfindlich gestört werden.

"Wir hoffen ja, dass auch die Weißstörche wieder in großer Zahl zusammenkommen", so Matthias Brock, 2. Vorsitzender des NABU Bellheim. "In den nassen Wiesen sieht man dann Störche aus verschiedenen Revieren, die friedlich nebeneinander nach flüchtenden Regenwürmern und Schankenlarven suchen." In seiner Funktion als Jugendpfleger in der Verbandsgemeinde Bellheim hat Matthias Brock bereits mit einer Schulklasse zusammen einen Graben geöffnet. Der Bauhof hat seinerseits an diesem Graben ein 630 kg schweres Bewässerungsrohr ausgetauscht.

Am Samstagnachmittag werden noch Helfer zur Regulierung der Schließen gebraucht, ebenso am Sonntag ab 15 Uhr. Denn bis 18 Uhr muss der Spiegelbach wieder soviel Wasser führen, dass die Mühlen wieder in Betrieb genommen werden können.

Auch die Jugendlichen des Projektes "Wässertage Bellheim" an der Hauptschule Bellheim sind dazu herzlich eingeladen.

_____________________________________________

Nisthilfe für Wildbienenarten

Rheinpfalz, 04.05.2005

NABU bietet Info- Broschüre mit Bauanleitungen und Pflanztipps

Neu: Hummelkasten jetzt im Hirtenhaus zur Ansicht

Die Honigbiene und Hummeln kennt wohl jeder - aber wussten Sie, dass unzählige Wildbienen gibt, und dass die meisten Bienen gar keine Staaten bilden, sondern allein (solitär) in Hohlräumen im Boden oder in Pflanzen leben? Und dass diese friedfertigen Bienen gar nicht stechen? Diese Tiere müssen also nicht furchterregend sein, sondern können auch das Staunen der Menschen auf sich ziehen. Einige ansprechend schöne Arten mit interessanter Lebensweise können im eigenen, naturnahen Garten zum beliebten Beobachtungsobjekt von Groß und Klein werden. Wie, das zeigt der Naturschutzbund NABU.

So lässt sich etwa eine Nisthilfe für zahllose Wildbienen besonders leicht anfertigen - durch zusammengebundene, hohle Stängel oder gebohrte Löcher in einem Stück harten Holzes, angebracht an einer möglichst sonnigen Stelle. Auch Hummeln kann geholfen werden, für sie sind spezielle Nistkästen entwickelt worden. Hier heißt es allerdings: gewusst wie! Denn falsch angefertigte Nisthilfen können eine erfolglose Brut der Bienen und sogar den Tod der Hummeln zur Folge haben. Deshalb stehen ab sofort im NABU Hirtenhaus in Landau-Mörzheim verschiedene Bienenhölzer und ein Hummelkasten zur Ansicht bereit. Die Bienenhölzer sind an der Südseite des Hauses installiert und werden unter anderem von der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) gut angenommen. „Es wird zweifelsohne ein Bienenjahr“, so der Bienenexperte Herbert Riebel, Erbauer des Hummelkastens und Autor der Broschüren „Wildbienen im eigenen Garten“ und „Wir bauen einen Hummelkasten.“, in denen auch in anschaulicher Weise mit allerlei Vorurteilen und falschen Ängsten gegenüber Insekten aufgeräumt wird.

Allerdings nützen die besten Nisthilfen nichts in einem Rosen-Rasen-Immergrün-Garten: Ebenso wichtig ist die Schaffung eines wirklich attraktiven Lebensraumes, der ausreichend Nahrungsgrundlagen bietet.

Die Broschüren können angefordert oder abgeholt werden beim NABU Südpfalz, Brühlstr. 21, 76829 Landau-Mörzheim, Tel. 06341/31628.

_____________________________________________

Krötendrama am Baumarkt

Stadtanzeiger  07.04.2005

Eine bisher vollkommen unbekanntes Vorkommen von Erdkröten entdeckten Naturschützer vom nvs (Naturschutzverband Südpfalz) letzte Woche zufällig im Gewerbebiet in der Gilletstraße in Landau. Beim Versuch, das Regenrückhaltebecken im Süden der Straße zu erreichen, ließen unzählige Kröten im regen Verkehr vor Ostern ihr Leben, selbst auf den Parkplätzen. Aktive von nvs und NABU brachten im Laufe der Ostertage über 150 Tiere in das Feuchtgebiet. Unklar ist noch, wo die Tiere herkommen, da die B10 im Norden eigentlich ein unüberwindbares Hindernis für sie darstellt.

Inzwischen hat bereits die Rückwanderung eingesetzt, die sich über die nächsten Monate hinziehen wird. Durch die Zeitumstellung setzt die Dämmerung nun erst nach Ladenschluss ein, so dass sich die Gefahr für die Kröten etwas verringert hat. Autofahrer werden dennoch gebeten, besonders vorsichtig und langsam (unter 30 km/h) zu fahren (wir berichteten). NABU und nv-s planen für das kommende Jahr die Errichtung eines Krötenzauns und wünschen sich dafür die Unterstützung des angrenzenden Baumarkts.

_____________________________________________

Uhu ist Vogel des Jahres  2005

Wochenblatt: 16.03.05

Große Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz

In der Südpfalz sind die Uhus nur „auf der Durchreise“, Schleiereule brütet vielerorts

Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Uhu zum Vogel des Jahres 2005 gekürt. „Mit dem Uhu haben wir einen Vogel ausgewählt, der wie kaum eine andere Art für einen der ganz großen Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz steht“, sagt Nathalie Plum, Leiterin der Regionalstelle Südpfalz des NABU. Die hierzulande einst fast ausgerottete größte europäische Eule kommt dank gezielter Artenhilfsprogramme heute auch wieder in der Pfalz vor. Da der Uhu in der Regel ein Felsenbrüter ist, trifft man ihn allerdings in der Rheinebene nur „auf der Durchreise“ an. Erfolgreiche Bruten gab es in den letzten Jahren im Donnersbergkreis, in der Haardt immerhin einige Brutversuche. Zur Zeit kann man die imposanten Vögel, die eine Größe von 70 cm und ein Gewicht von bis zu 3 kg erreichen können, nachts im Pfälzer Wald rufen hören. Das weittragende „Buhoo“ hat ihnen den deutschenNamen Uhu wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung Bubo bubo eingebracht. Meldet sich jedoch auf den Balzruf hin kein Weibchen mit dem helleren „Uhju“ zur Paarung, ziehen die Männchen unverrichteter Dinge weiter in dichter besiedelte Uhu-Gebiete. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,80 Meter ist der Flug des „Königs der Nacht“ ein beeindruckendes Schauspiel. Da so ein großer Vogel allerdings neben Feldmäusen, Ratten, und Igeln auch größere Beutetiere wie Rebhühner, Kaninchen und Hasen greift, die nunmal auch der Mensch gerne verspeist, war er nicht immer so beliebt wie heute.

 Zeitweise stellte man dem „Schädling“ so massiv nach, dass er in vielen Regionen ausstarb. Weitere Gefahren für den Uhu gehen aus von Stromschlägen durch Masten, Beunruhigung durch Klettersportler, Straßen- und Schienenverkehr sowie vergiftete Mäuse und Ratten. Heute hat der Uhu dank des Engagements der Naturschützer vielerorts wieder stabile Bestände. Ausgerechnet Baggerführer können helfen, geeignete Lebensräume für den Uhu zu schaffen. In zahlreichen Steinbrüchen wurde durch Schulung der Baggerführer erreicht, dass dem Uhu statt „glattgekratzter“ Steilwände nun wieder gut strukturierte Felsenlandschaften mit zahlreichen Nischen zum Brüten zur Verfügung stehen. Auch die Kooperation mit Klettersportlern im Wanderfalkenschutz kommt dem Uhu zu gute. Dennoch ist er bis heute besonders schutzbedürftig, ebenso wie seine kleineren Verwandten.

Die Schleiereule, die als typischer Kulturfolger in Gebäuden brütet, ist in Landau noch heimisch. Der NABU bringt für sie spezielle Nistkästen in Scheunen und Kirchtürmen an. Im letzten Jahr wurden die im Kirchturm von Landau-Mörzheim geschlüpften Schleiereulen, kurz bevor sie flügge wurden, unter Mitwirkung der Kindergartenkinder beringt. Waldohreulen, die gerade jetzt im Winter bis in unsere Gärten kommen und leicht an den „Pinselohren“ erkannt werden können, bauen keine eigenen Nester; sie sind auf verlassene Nester von Elstern, Rabenkrähen oder Bussarden angewiesen.

Im Kreis Germersheim geht es den dort vorkommenden Eulenvögeln besonders gut, da sich gleich zwei aktive NABU-Gruppen um sie bemühen. Ein Schleiereulen-Nistkasten im ehemaligen Wasserturm am Bründelsberg zwischen Lingenfeld und Schwegenheim ist alljährlich die Kinderstube für zahlreiche Schleiereulen. Vor wenigen Jahren wurden dort 9 Jungvögel aus einer Brut flügge. In manchen Jahren, wenn 2 Jahresbruten stattfinden, fliegen die letzten Eulen erst im November aus. Zwei Schleiereulen-Brutpaare sind aus Zeiskam bekannt, einige weitere in Ottersheim. Eine Nisthilfe in Bellheim wurde bisher nicht angenommen; dennoch wird in Kürze eine weitere eingerichtet und der Erfolg beobachtet. In einem Bellheimer Garten wurden im Februar 11 Waldohreulen beobachtet, die sich zu einer Schlafgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Der Waldkauz kommt im Gebiet vor; es gibt jedoch bisher keine Brutnachweise. Auch in Sachen Steinkauz sind nach jahrelangen Bemühungen erste Erfolge zu verzeichnen. So musste Dieter Becker, 2. Vorsitzender des NABU Lingenfeld, bei einer kürzlich durchgeführten Baumfällung im Rahmen der Flurbereinigung eine besetzte Niströhre umsiedeln (wir berichteten).

Die Pflege- und Ausgewöhnungsstation des NABU in Haßloch leistet lokal einen wichtigen Beitrag zum Erhalt verschiedener Eulen und anderer Greifvögel. Dort hat man auch die einmalige Gelegenheit, einem Uhu aus nächster Nähe in die zuweilen etwas streng anmutenden Augen zu schauen. Allerdings sollte man sich beeilen: Sobald die Witterung milder wird, ist die nächste „Freilassung“ einiger Exemplare in die Wildnis geplant.

_____________________________________________

Frühjahrsputz für die Natur

Wochenblatt:16.02.05

Der NABU Südpfalz appelliert an alle Vereine/Gruppen und privaten Gartenbesitzer, die einen "Frühjahrsputz" in ihrer Gemeinde und Umgebung oder im Garten durchführen wollen, nicht bis zum Frühjahr zu warten, sondern bereits jetzt die Säuberungsaktionen durchzuführen.

"Die Störanfälligkeit der Natur ist im ausklingenden Winter geringer als in den sensiblen Frühjahrsmonaten," begründet Nathalie Plum, Leiterin der NABU Regionalstelle Südpfalz, diese Forderung. Zwar sei es sehr erfreulich, dass sich immer mehr Vereine und Bürger aktiv für die Sauberkeit, Hege und Pflege ihrer Gemarkungen einsetzen und damit auch das Bewusstsein für den Umgang mit der Natur schärfen. Diese Aktionen dürften aber nicht auf Kosten der zu schützenden Natur durchgeführt werden. Deshalb empfiehlt der NABU, diese vor Mitte März durchzuführen. "Danach sind zahlreiche Vögel mit ihren Vorbereitungen zur Brut beschäftigt und die Setzzeit des Wildes beginnt - dann muss die Natur für den Menschen tabu sein. Im Putzeifer kann hier ganz unbeabsichtigt enormer Schaden angerichtet werden!" Der Müll lagert ja in der Regel nicht nur am Wegesrand und wenn dann im Gebüsch gearbeitet wird, ist die Gefahr groß, unbedacht Nester zu zerstören. Den wenigsten Menschen ist ja bekannt, dass nämlich eine ganze Reihe von Vögeln Bodenbrüter sind und die Randflächen entlang von Wegen und Gräben ihr Brutgebiet ist. Oder hätten Sie gewusst, dass Nachtigall, Rotkehlchen und Zaunkönig in Bodennähe oder der Sumpfrohrsänger (übrigens ein wunderbarer Stimmenimitator!) gerade in Brennnesselstauden am Wegesrand ihre Nester bauen? Und damit andere Tiere ausweichen können, sollten immer nur kleine Abschnitte auf einmal "durchkämmt" werden. Ruhe in den Kinderstuben unserer Tiere ist für das Überleben des Nachwuchses erstes Gebot.

„Der NABU geht gerade mit gutem Beispiel voran, wie unsere Entbuschungs- und Pflegeaktionen im Regenrückhaltebecken Ranschbachtal bei Arzheim und im Naturschutzgebiet Ebenberg in Landau in der letzten Woche gezeigt haben. Unsere FÖJler und Ehrenamtlichen arbeiten natürlich auch lieber bei milden Temperaturen. Dennoch kann man auch an den kalten Tagen Freude an einer Säuberungsaktion in Wald und Flur haben – vor allem wenn man weiß, dass man später im Jahr durch ein vielstimmiges Vogelkonzert belohnt wird", so Plum.  Auch die bereits austreibende Pflanzenwelt - von Gelbstern, Küchenschelle und Buschwindröschen bis hin zur Traubenkirsche - dankt es, wenn sie in der empfindlichen Phase des Austreibens nur gegen eventuelle Spätfröste und nicht auch noch gegen Verletzungen durch Tritt oder Heckenschnitt ankämpfen muss.

Der NABU hofft zudem darauf, dass Säuberungsaktionen in naher Zukunft überflüssig werden: "Wenn Umweltschutz für jeden Bürger zur Selbstverständlichkeit geworden ist, wird unsere Natur nicht länger als Müllkippe missbraucht werden."

 

_____________________________________________

 

Tage werden länger –Tipps für Naturbeobachtung im Vorfrühling

Wacholderdrosseln im Zugstau – NABU begrüßt Verbot der Entenfütterung

Rheinpfalz: 21.03.05

Nun wo die Tage wieder länger sind, meldet sich der Bewegungsdrang auch bei den Stubenhockern langsam wieder zurück. Da die Bäume noch kein Laub tragen, kann man zur Zeit noch besonders gut Singvögel beobachten, wie sie mit ihrem Balzspiel beginnen. Auch Spechte sind gerade sehr aktiv bei der Nahrungssuche oder beim „Trommeln“, das der Revierabgrenzung dient. Besonders ernst meinen es einige Elstern mit der Verteidigung ihrer angestammten Nistplätze vom letzten Jahr und liefern damit Werner Kern, dem Ortsvorsitzenden des NABU Landau, ein höchst amüsantes Schauspiel vor dem eigenen Haus: „Ein Rabenkrähenpaar versucht seit Tagen, ein Nest im Baum vor unserem Haus zu bauen, doch die Elstern lassen sie einfach nicht und fliegen zu viert eine Attacke nach der anderen gegen die beiden Krähen.“  Die Schleiereule im NABU-Nistkasten im Mörzheimer Kirchturm hat ihren Platz auch bereits wieder bezogen. Bei Einbruch der Dunkelheit ist das typische „schnarchende“ Geräusch der Eule rund um den Kirchturm zu hören. „Über eine erneute Brut in diesem Jahr würden wir uns natürlich riesig freuen“, so Kern.

In den letzten Tagen erreichten die Leiterin der Regionalgeschäftsstelle des NABU Südpfalz, Nathalie Plum, im Hirtenhaus in Landau-Mörzheim mehrere Anrufe wegen ungewöhnlich bunter, unbekannter Vögel, die in Gärten, auf Friedhöfen und sogar in Parkanlagen mitten in der Stadt beobachtet wurden. Es sind Wacholderdrosseln, die zwar in der Pfalz durchaus auch brüten, aber sonst nicht in so großen Mengen und nicht unbedingt mitten in den Siedlungen angetroffen werden. Sie sind in einen klassischen `Zugstau` geraten: Aufgrund der tiefen Minusgrade und des Schnees der letzten Wochen konnten die Tiere auf ihrem Rückzug in ihre Brutgebiete, insbesondere in Skandinavien und Nordosteuropa, nicht weiterziehen, weil sie dort von ihren Nahrungsquellen abgeschnitten sind. Hierzulande haben sie die Möglichkeit, sich an den letzten Beeren und Früchten gütlich zu tun. Diese finden sie aufgrund der weitgehend ausgeräumten Landschaft oft nur noch in den Dörfern und Städten. „Hier am Hirtenhaus nascht die Wacholderdrossel an unserem Spalierobst vom letzten Jahr“, berichtet Nathalie Plum, „und zum Glück hängt auch noch manche Traube im Wingert, so dass die Drossel hier in der Pfalz gut über den Winter gekommen sein dürfte“. Im Mittelalter war die auffallend farbenfrohe Drossel als `Krammetsvogel` bekannt und als Delikatesse sehr geschätzt. Wer ihr im nächsten Winter etwas Gutes tun will, kann Äpfel im Garten oder auf der Terrasse auslegen und wird sehen, dass auch andere Vögel so eine Mahlzeit schätzen. Dem vorzuziehen ist jedoch das Pflanzen beerentragender Sträucher im Garten.

Auch das Füttern von Enten an den Gewässern im Park macht natürlich Freude, ist aber keineswegs notwendig und ökologisch sehr problematisch. „Der NABU Südpfalz begrüßt die Entscheidung des Landauer Stadtrates, das Fütterverbot für Tauben auf Wasservögel und Fische auszudehnen“, so Nathalie Plum. „Neben dem Schaden für die gefütterten Tiere selbst kommt die Eutrophierung, also das sogenannte „Umkippen“ der Gewässer durch Ausscheidungen und nicht verzehrtes, vergammelndes Futter hinzu. So sind auch andere Organismen, für die zum Beispiel der Schwanenweiher in gutem Zustand ein geeigneter Lebensraum wäre, von der falsch verstandenen Tierliebe betroffen.“

_______________________________________________________

Copyright:

Fotos von diesen Seiten können nur dann genutzt werden, wenn als Autor der NABU genannt wird.

Hinweis:

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Wir betonen ausdrücklich, dass wir auf die Gestaltung und die Inhalte der verlinkten Seiten keinerlei Einfluss haben. Deshalb distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller verlinkten Seiten und machen uns ihre Inhalte nicht zu Eigen. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Diese Erklärung gilt für alle auf unseren Seiten angebrachten Links zu fremden Seiten.

NABU Südpfalz im Naturschutzzentrum Hirtenhaus

Brühlstr. 21
76829 Landau i.d. Pfalz
Tel 06341/31628
Fax 06341/3526

 

 

letztes Update: 18.09.06

Kai Brendes

 

 

 

Mitglied werden

 

Fordern Sie unser Faltblatt an! (Tel. 06341/31628; e-mail NABU.Suedpfalz@NABU-RLP.de). Wenn Sie das darin enthaltene Formular zur Anmeldung nutzen, kommt Ihr Beitrag direkt dem Naturschutz in der Südpfalz zu Gute! Oder kommen Sie direkt  in Landau-Mörzheim vorbei und belohnen Sie sich mit einem Geschenk aus dem Hirtenhaus!



NABU Rheinland-Pfalz Der NABU ist mit 385.000 Mitgliedern der größte Naturschutzverband in Deutschland und mit seiner Gründung im Jahr 1899 auch der Älteste. In jedem Bundesland ...(weiter)..

 

 

 
 
 
Startseite
  NABU-Produkte
NABU-Gruppen
  Artenschutz
  Kinder/Jugend
  Jobbörse
Termine
Pressemeldungen
  Links
  Bildergalerie
  Gästebuch
  Impressum