|
Für Mensch und Natur
Die NABU-Gruppe Lingenfeld stellt sich vor
Der NABU in der Verbandsgemeinde Lingenfeld
Aktiv für Mensch und Natur
Unsere
Aktionen sind sehr vielfältig: Durch die Ausbringung und
Betreuung zahlreicher Nistkästen sind wir aktiv im Vogelschutz
und beteiligen uns unter anderem an Artenschutzprojekten für
Steinkauz und Schleiereule. Zur Bereicherung unserer Feldflur
legen wir Feldgehölze und Streuobstflächen an, wobei wir
gleichzeitig den Erhalt historischer Obstsorten fördern. Neben
den Obstwiesen pflegen wir eine Feuchtwiese zum Erhalt seltener
Pflanzenarten. In Westheim haben wir eine Patenschaft für eine
stillgelegte Bahntrasse übernommen. Unsere Jugendgruppe hat dort
einen Wildbienenstand und Trockenmauern errichtet. Monatlich
trifft sich die Naturschutzjugend (NAJU) zu spannenden Aktionen
in der Natur. Während der Amphibienwanderung betreuen wir einen
Schutzzaun bei Schwegenheim am Mehlsee. Im Rahmen der
Verbandsbeteiligung begleiten wir Planfeststellungsverfahren mit
Bedenken und Anregungen und streiten selbstverständlich auch für
den Erhalt bedrohter Lebensräume. Bei unseren Exkursionen,
beispielsweise zum Thema Singvögel oder Fledermäuse, lernen auch
Erwachsene noch etwas über unsere artenreiche heimische Natur.
In der
Regel treffen wir uns an jedem 3. Freitag im Monat (20:00 h) zu
einem Stammtisch im Gasthaus „Zum Schwanen“ in Weingarten.
Unsere Jahreshauptversammlung findet am 19. Januar 20:00 h in
unserem Stammlokal statt.
Haben Sie
Wünsche, Anregungen oder wollen Sie aktiv in die
Naturschutzarbeit einsteigen? Zögern Sie bitte nicht, bei uns
oder in der NABU Regionalstelle Südpfalz (Tel. 06341 / 31628)
anzurufen - wir freuen uns über Ihr Interesse!
Ihre
NABU-Gruppe Lingenfeld
NABU.Lingenfeld@NABU-RLP.de

__________________________________
Formenreichtum
der Natur am Handkeesplatz begeistert Jung und Alt
Lustadt:
GEO-Tag der Artenvielfalt und Naturerlebnistag mit dem NABU
Es war der
Reporter Reiner Klingholz, der vor 10 Jahren die Idee nach
Deutschland brachte und gemeinsam mit der Zeitschrift GEO und
102 Wissenschaftlern in der Wakenitz-Niederung bei Lübeck 2.066
Tier- und Pflanzenarten nachweisen konnte. Auch die NABU-Gruppe
Lingenfeld wollten nun wissen, was da im FFH- und
Vogelschutzgebiet Lustadter Wald mit der bemerkenswerten
Druslachaue und den angrenzenden Wald- und Wiesengebieten alles
wächst und kreucht und fleucht.
Außerdem wollte
Sie der umliegenden Bevölkerung, die Vielfalt der heimischen
Natur, näher bringen.
Bereits am
Freitagabend durften Interessierte bei einer Nachtexkursion die
heimliche Welt der Fledermäuse unter der fachkundigen Leitung
von Franz Grimm hautnah erleben. Er zeigte dem interessierten
Publikum verschiedene Fledermausarten in ihren Nisthöhlen und
machte anschließend mit dem Bat-Detektor die Rufe der jagenden
Fledermäuse hörbar. Dessen Flugbahnen wurden durchkreuzt von
denen des seltenen Ziegenmelkers, der mit klatschenden
Flügelschlägen auf sein Revier aufmerksam machte. Auch die
Waldschnepfe überflog bei Einbruch der Dunkelheit die
Waldlichtung. Am Handkeesplatz hatte die Lichtfalle von Willi
Aures inzwischen zahlreiche Nachtfalter und andere Insekten
angelockt - und Zuschauer mit Berührungsängsten waren angesichts
der Formenvielfalt begeistert.
Frühaufsteher
kamen am Samstagmorgen unter der Führung von Rolf Wambsganß vom
Naturschutzverband Südpfalz in den Genuss eines artenreichen
Vogelkonzerts. Besonders der Pirol, dessen sonores Flöten im
Lustadter Wald geradezu häufig ist, begeisterte die Besucher.
Danach
berichtete Heiko Himmler von der Pollichia bereits am Parkplatz
Spannendes aus der Welt der Pflanzen. Zusammen mit zwei weiteren
Experten fand er um die 500 verschiedene Pflanzenarten -
darunter die Flockige Königskerze, die in Rheinland Pfalz nur an
wenigen Standorten beheimatet ist.
Dr. Horst
Koßmann und Heinz Günster vom Landesfischereiverband
untersuchten mit Hilfe moderner Fangtechnik die Fischfauna in
Queich und Druslach und förderten an einem kleinen
Gewässerabschnitt 6 Kleinfischarten zu Tage. Während sich die
Gewässergüte der Queich in den letzten 30 Jahren massiv
verbessert hat, verschlechtert sich die Wasserzuführung bei der
Druslach
seit einigen
Jahren derart, dass knietiefer Faulschlamm kaum noch eine
vernünftige Lebensgrundlage für Kleinfische zulässt, so Koßmann.
Klaus Weiss vom
NABU Bellheim brachte den Teilnehmern eine der anmutigsten
Insektengruppen, die Libellen, näher und fand zwischen dem Teich
an der Lustadter Vogelhütte und der Lachenmühle ganze 20 Arten.
Neben den
geführten Exkursionen waren zahlreiche Experten im Gelände
unterwegs, um eine Inventur von Fauna und Flora durchzuführen.
So wurden neben Ringelnatter, Blindschleiche, Waldeidechse,
Kamberkrebs, Marder, Nutria, Feldhase und Reh fast 80
Vogelarten, 7 Fledermausarten, 28 Pilzarten, 10
Heuschreckenarten, 10 Tagfalter sowie 50 weitere Insektenarten
bestimmt. Die Liste wird durch Nachbestimmungen noch
vervollständigt. Insgesamt wurden vorläufig über 700 Tier- und
Pflanzenarten identifiziert. Die erfassten Zahlen werden an die
GEO-Redaktion und an die Stiftung Natur und Umwelt
Rheinland-Pfalz übermittelt, die das Projekt auch gefördert
haben. Die Daten können dann unter
http://www.geo-artenvielfalt.de
nachgelesen werden.
Die Lustadter
Ergebnisse erscheinen anlässlich des 25jährigen Jubiläums der
NABU-Gruppe Lingenfeld im Herbst als Broschüre.
Zwischendurch
durften sich alle Mitstreiter und Besucher am Handkeesplatz bei
Kuchen und Grillgut stärken.
Bei der
Rucksackschule des Forstamts Pfälzer Rheinauen konnten die
Kinder mittels Präparaten zahlreiche Waldtiere entdecken. Danach
ging’s mit Beate Werner von der Rucksackschule und Ingeborg
Keller von der Naturerlebnisschule des NABU Landau auf
Erkundungsreise in die Natur.
Bei einem Quiz
mit Fragen zu Fauna und Flora konnten die Kinder Sachpreise rund
um die Natur gewinnen.
Landrat Dr.
Fritz Brechtel, der spontan die Schirmherrschaft für die
Veranstaltung übernommen hatte, sagte in seiner Begrüßungsrede
eine finanzielle Unterstützung für die Aktion zu. Der
Landesvorsitzende des NABU Rheinland Pfalz, Siegfried Schuch,
nahm die Veranstaltung zum Anlass, im Rahmen der Aktion
„Schwalben willkommen“ Hausbesitzer mit mindestens 5 besetzten
Mehlschwalbennestern auszuzeichnen. Die „Glücksbringer“ machen
leider auch viel Dreck und werden nicht überall geduldet – hier
wollte der NABU ein Zeichen setzen. Auch Carla Held vom
Therapiezentrum Ludwigsmühle nahm eine Plakette für ihr
„schwalbenfreundliches Haus“ entgegen und bestätigte die
positive Wirkung der Schwalben, des brütenden Weißstorchs und
aller anderen tierischen Hausbewohner auf die Gesundheit ihrer
Patienten.
Anschließend
überreichte Herbert Magin vom NABU Lingenfeld dem
Landesvorsitzenden einen Scheck über einen gesammelten
Spendenbetrag von 1625,27 Euro für den Erhalt des größten
westeuropäischen Fledermauswinterquartiers, des so genannten
„Bierkellers“ in Mayen. Dort überwintern jährlich über 50.000
Fledermäuse. Er bedankte sich noch recht herzlich bei allen
Experten, Helfern und Mitstreitern. Sein besonderer Dank gilt
dem Vogelschutzverein Lustadt, der seine Biotope und
Nistkastenkolonien für die Erfassungsarbeiten zur Verfügung
stellte sowie dem Handkeesverein für die Überlassung des
Platzes. Dieser bot mit seiner naturnahen Lage genau den
richtigen Rahmen für die Veranstaltung.

Herbert Magin und Nathalie Plum übergeben die
gesammelten Spenden an Siegfried Schuch. Rechts Schirmherr
Dr. Fritz Brechtel.
(Foto: M. Wilhelm)
.jpg)

Elektrofischen an der Queich
(Fotos: Erik Paul,
www.Pauls-Atelier.de
)
_1.JPG)
Ein Hornissenschwärmer - ein harmloser Falter, der nur
so tut, als könne er stechen. (Foto: Nathalie Plum)
_1.JPG)
Nistkastenkontrolle mit Franz Grimm: In dieser Höhle schlafen Wasserfledermäuse. (Foto: Nathalie Plum)

__________________________________
Ansprechpartner:
| |
1.Vorsitzender:
|
Herbert Magin |
Tel. 06344 / 1253 |
| |
2.Vorsitzender: |
Dieter Becker |
Tel. 06344 / 4502 |
| |
Schriftführer: |
Manfred Wilhelm |
Tel. 06344 / 508 537 |
| |
Kassenwart: |
Jutta Magin |
Tel. 06344 / 1253 |
| |
Pressewart: |
Timo Nagel |
Tel. 06344 / 4662 |
| |
Beisitzerin: |
Margot Riebel |
Tel. 06344 / 3718 |
| |
NAJU - Westheim: |
Sabine Heilmann |
Tel. 06344 / 8979 |
| |
Freisbach: |
Otto
Ludwig |
Tel. 06344 / 8078 |
| |
Weingarten: |
Helga
Nerger |
Tel. 06344 / 2870 |
NABU.Lingenfeld@NABU-RLP.de

__________________________________
Biotopmanagement:
Zum Schutz
einheimischer Orchideen haben wir vor 15 Jahren eine Wiese
erworben auf der zeitweise bis zu 200 Exemplaren des
Breitblättrigen Knabenkrauts blühen.

Purpurknabenkraut
Trotz aufwendiger
Pflegeeinsätze wurde der Orchideenbestand leider in den
letzten Jahren durch äußere Einflüsse stark
zurückgedrängt.

__________________________________
Arbeitskreise:
Eine
Arbeitsgruppe widmet sich dem Eulenschutz. So wurden in
den zurückliegenden Jahren in allen Ortgemeinden
Nisthilfen für Schleiereulen, Turmfalken und Dohlen in
Kirchen und Scheunen angebracht. Der Erfolg: In jeder der
6 Ortgemeinden nistet mindestens ein Schleiereulenpaar.
Mit einem großen Nisthilfeprogramm für den bedrohten
Steinkauz versucht die Gruppe, eine Wiederbesiedlung der
ehemaligen Steinkauzreviere zu erreichen.


Steinkauzberingung der NAJU-Gruppe
(Fotos: Herbert Magin)

__________________________________
Projekte:
Mit gezielten
Pflanzaktionen in den intensiver genutzten
Gemarkungsbereichen beleben wir die Landschaft wieder.
Damit wollen wir vor allem erreichen, dass bei den
Kommunen und Behörden ein Umdenken beginnt und dies
nachgeahmt wird. Die Landschaftsteile sollen somit
langfristig wieder erlebbar werden und selten gewordene
Arten wie der Feldhase, das Rebhuhn und die Wachtel wieder
eine Heimat finden.
Ein weiteres Ziel ist
die Anlage einer Streuobstwiese, auf der vor allem alte,
regionale Obstsorten kultiviert werden sollen. Damit
wollen wir nicht nur Lebensraum für Tiere schaffen,
sondern gleichzeitig alte Traditionssorten vor dem
Aussterben bewahren. Wir suchen dafür noch ein geeignetes
Gelände.
Der Bahndamm, die Patenschaft und das Insektenhotel
Die stillgelegte Bahntrasse zwischen Lingenfeld und Landau
hat sich zu einem wahren Paradies für seltene Tier- und
Pflanzenarten entwickelt.

Zaungäste sind
erwünscht, aber bitte nicht stören!
Die Goldammer ist in keinem Gemarkungsteil so häufig
anzutreffen! Aber auch Dorngrasmücke, Klappergrasmücke,
Neuntöter und Schwarzkehlchen fühlen sich dort sehr wohl.
Das trockene, schotterhaltige Gelände bietet auch die
besten Bedingungen für Blindschleichen und Zauneidechsen.
Was lag also näher, als einen
Bahndamm-Patenschafts-Vertrag mit der Bundesbahn
abzuschließen?! Nun obliegt uns die Pflege und der Erhalt
dieses bedeutsamen Lebensraumes. Inzwischen haben wir eine
Trockenmauer gebaut und über die Anhäufung von Steinen
freuen sich insbesondere die Eidechsen. Für die Kinder-
und Jugendgruppe hat sich das Gelände zum
Experimentierfeld entwickelt. Sie wurden zu Baumeistern -
in gemeinsamer Kleinstarbeit leisteten sie einmaliges: Den
Bau eines Insektenhotels! Die Zimmerausstattung mit Ästen,
Steinen, Blumentöpfe mit Holzwolle gefüllt, entspricht
ganz den Bedürfnissen seiner zukünftigen Bewohner, wie
Spinnen, Ohrwürmer, Marienkäfer, Hummeln und und und ...
__________________________________
Jugend:
Die NAJU Westheim besteht aus 20 Kindern von 6 bis 12
Jahren und trifft sich mehrmals im Jahr zu spannenden
Aktionen rund um die Natur. Wer mit uns zusammen für die
Umwelt aktiv sein möchte (gerne auch Jugendliche oder
Erwachsene zur Unterstützung der Betreuung bei besonderen
Aktivitäten), kann sich gerne bei Sabine Heilmann melden.
Sabine Heilmann: Tel. 06344 / 8979 oder E-mail:
Kontakt

NAJU Westheim auf Schnitzeljagd
(Foto: Sabine Heilmann)
Wir haben Wald, Bäche, Vögel, Insekten und gaaaanz viel
Natur direkt vor der Haustür!

In und an der Druslach wimmelt es nur so!
(Foto: Jan Paul Pazdzior)
Wir sind aktiv für den Umweltschutz, sammeln Müll,
forschen in und an Gewässern und von Zeit zu Zeit erleben
wir wilde Tiere hautnah...

Ein Mäusebussard wird ausgewildert
(Foto: Timo Nagel)
Eine ganze Woche in den Sommerferien findet die NAJU
Kinderakademie Natur statt, eine lehrreiche und tolle
Tagesfreizeit für alle Naturkids bis 10 Jahre.

NAJU Westheim bei der Kinderakademie mit
Wiebke Waldhauser
(Foto:
Sabine Heilmann)
__________________________________
Kooperation:
Dank unserer Mitwirkung in
der
Aktion Pfalzstorch
ist der Weißstorch in
den Queichwiesen wieder heimisch geworden. Wir hoffen
sehr, dass es uns in den nächsten Jahren gelingt, ihn in
anderen Gebieten der Verbandsgemeinde auch wieder
anzusiedeln. Die Rheinauengebiete sind nicht nur für die
heimischen Brutvögel von Bedeutung. Zugvögel rasten hier
und im Winter beziehen zeitweise über 2000 Wasservögel ihr
Winterquartier in den Lingenfelder Rheinaue. Weit über 150
Vogelarten konnten hier bei uns nachgewiesen werden.
NABU.Lingenfeld@NABU-RLP.de
|